Werschowitz Sekerka Puttkamer

 

Freiherr Georg Dietrich von Puttkamer / Linie: Werschowitz Sekerka und Sedcice

Quelle: Kaestner & von Urach’s Genealogische - Adelsdatenbank

Georg Dietrich von Puttkamer, auf Wollin und Groß – Podel (*18.06.1733, Wollin – †12.01.1795, Wollin) heiratete am 04.September 1774 die Gräfin Manon Marie Friederike Caroline Wilhelmine von Werschowitz Sekerka und Sedcice (*23.07.1759 – †16.12.1832, Stolp) von der er sich am 13.04.1785 scheiden ließ.

Die Eltern der Gräfin Manon Marie waren Graf Wilhelm Gottfried von Werschowitz Sekerka und Sedcice (er war der Pfandbesitzer auf Sellin und Starkow (3)) und die Gräfin Maria Anna von Werschowitz Sekerka und Sedcice geb. von der Osten. (1)

Dieser Zweig wurde aufgrund der böhmischen Herkunft der Deszendenten Vršovci / Wrchowez ( auch Rawici ) von den damaligen Teilungsmächten ( Österreich, Preußen, Russland ) nach der Teilung Polens ( 1772 – 1795 ) im Jahr 1802 anerkannt und in den preußischen Freiherren - und Grafenstand unter dem Namen von Werschowitz Sekerka Puttkamer erhoben, da u. a. die russischen Behörden rechtsgültige Urkunden verlangten, durch die der Adel ausdrücklich bestätigt wurde.

Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor:

George Freiherr von Puttkamer, auf Groß – Podel (*23.08.1778, Wollin – †26.02.1833, Groß – Podel) ∞ Caroline Marquard (*1785 - †1827) Sohn: Georg Friedrich Alexander von Puttkamer (*17.02.1813 - †29.04.1872) ∞ Delphine von Zitzewitz (*03.03.1815 - †13.02.1890)

Ludwig Freiherr von Puttkamer, auf Grumbkow und Dombrowe (*18.01.1781, Wollin – †25.08.1841, Grumbkow) ∞ Charlotte Caroline von ZitzewitzSohn: George Wilhelm Ludwig von Puttkamer (*24.11.1815 – †27.03.1875) ∞ Wilhelmine Ferdinandine Caroline von Puttkamer (*09.02.1833 – †03.09.1892) – dessen Sohn: Ferdinand Ludwig George von Puttkamer (*13.08.1841 – †19.09.1922)

Wilhelm Freiherr von Puttkamer, auf Jassen und Chosnitz (*11.03.1782, Wollin – †02.09.1849, Stolp) ∞ Johanna Charlotte von Zitzewitz Tochter: Georgine Hermine Maria Feodorowna von Puttkamer (*15.10.1819 – †05.03.1882) ∞ Theodor Ludwig von Geibler (*30.11.1811 – †27.04.1868) - dessen Tochter: Agnes Georgine Hermine von Geibler (*20.11.1853 – †13.08.1886)

Karoline Wilhelmine Marie Freifrau von Puttkamer (*16.04.1783 – †1850 in Stolp) ∞ Ferdinand von Zitzewitz (*05.03.1766 – †30.09.1808) dessen Tochter: Wilhelmine Charlotte Christiane von Zitzewitz (*03.02.1802 – †01.11.1876) ∞ Jakob Franz Johann Friedrich von Gottberg (*24.04.1796 – †27.06.1869) - aus dieser Ehe erblühten 6 Kinder: Otto, Klara, Rudolf Karl, Hugo Arthur, Wilhelm Friedrich Ernst und Rosalie von Gottberg

Link: Puttkam(m)er, von, Freiherren (1682 Reichsfreiherren, 1737 preußische Freiherren)

Podkamer ( Wappen Bradacice ) Pommerellen 1305 (5). Ihr Wappen – Drei zu 2 und 1 senkrecht stehende, mit der Schneide nach links gekehrte Beile in rotem Felde, Helmschmuck: ein vierfüßiger, geflügelter, doppelschwänziger, rechtsgehender Drache.

Um 1350 ging ein Zweig nach Pommern, nannte sich dort Putkamer, führte das Wappen in Blau ein gekrönter roter Greif mit silbernem Fischschwanz. Von ihnen zweigen sich die Kleszczynski, Tuchon und Lojow oder Logow ab. Die Pommersche – Linie kam um 1620 nach Kurland, diente in der polnischen Armee, erlangte 1701 den Preußischen – Freiherrntitel, der aber bald wieder ausging (6)(7)(8).

Eine Linie in Kurland nannte sich Werschowitz Sekerka von Putkamer, erlangte den russischen Grafentitel. Dienten in der preußischen und polnischen Armee und huldigten Preußen 1772 im Kreis Krone.

Seit der Mitte des 16. Jhs. bis 1700 entstandene und eingeführte Wappen in Polen

Rubrik: Die aus der Provinz Preußen seit 1466 hinzugekommenen Wappen

Kleszczynski – In Rot ein silberner Greif, der in der rechten Tatze ein goldenes Kreuz hält, Helmschmuck: zwei gekreuzte Beile vor drei Straußenfedern. Maciej Puttkamer trennte sich von seiner Familie, die ihn unter Kuratel halten wollte, weil er katholische Andachten besuchte, änderte sein Wappen in den silbernen Greif um, trat in polnische Kriegsdienste und nannte sich Kleszczynski, vom Reichtage 1685 erhielt er das polnische Indigenat und vom König Johann III. Sobieski für Kriegsauszeichnung als Wappenvermehrung das Kreuz und die beiden Beile, auch wurde der angenommene Name Kleszczynski bestätigt.(2)

Joseph von Puttkam(m)er – Kleszczynski, ein Sohn des Gutbesitzers Marian von Puttkam(m)er – Kleszczynski (†1832), wurde am 17.11.1847 im Polen – Prozess in der 1. Instanz als ein Rädelsführer beim Polnischen Aufstand in der Provinz Posen von 1846 verurteilt. Durch diesen Landesverrat erster Klasse verlor er seine adelige Würde, Kokarde, sein Vermögen und wurde am 02. Dezember 1847 durch das Fallbeil enthauptet.(4)

Quellen:

  • (1) Von der Osten ist der Name eines alten pommerschen Adelsgeschlechtes – erstmals 1219 mit Egehard de Oste urkundlich erwähnt -, das dem niedersächsischen Uradel entstammt und mit dem Zweig Osten - Sacken auch dem baltischen Adel angehörte
  • (2) Die Polnischen Stammwappen – ihre Geschichte und ihre Sagen von Emilian von Zernicki – Szeliga / 1904, die Wappen Pommerellens, Seite 173
  • (3) Pommersches Wappenbuch - Bände 2 – 3, Teil 1, S. 199
  • (4) Bayerische Staatsbibliothek – Der Polenprozess – von Gustav Julius 1848 – Joseph von Puttkammer – Kleszczynski – S. 695, 696
  • (5) Kasper Niesiecki, Kneschke - deutsches Adelslexikon
  • (6) Cramer, Heraldik des polnischen Adels Wojciech Wincenty Wieladko
  • (7) Benno von Winckler, Flanss - die Infanterie – Regimenter der Kronarmee Königin von Polen und Prinz von Polen in Westpreußen
  • (8) Gottfried Lengnich - Geschichte der Preußischen Lande Polnischen Anteils, Schmitt - Kreis Flatow, Archiv Königsberg von Zernicki Szeliga

 

Kumulierte Einzelnachweise / cumulated individual certificates / certificados individuales acumulados:

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