Grafen und Fürsten von Wrbna - Kaunitz – Rietberg - Questenberg und Freudenthal

 

Die Grafschaft Rietberg war ein Territorium im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Es lag an der oberen Ems in Westfalen, im Grenzgebiet der Fürstbistümer Paderborn und Münster. Es bestand als eigenständiges Territorium von 1237 bis 1807.

Kaunitz – seit 1284 deutscher Adel - böhmisches Herrengeschlecht, 1664 Reichsgrafenstand für die böhmische Linie, 1643 böhmischer Grafenstand, 1683 Reichsgrafenstand für die mährische Linie

Das Geschlecht von Kaunitz ( tschechisch z Kounic ) war ein altes böhmisches Adelsgeschlecht, welches ihrem Stammwappen mit den gekreuzten Seerosenstängeln zufolge gleicher Herkunft und dem nach stammesverwandt mit den schlesischen Stosch ( Adelsgeschlecht ) sowie den böhmischen Augendecz, Martinic, Talmberg, Richnowsky von Reichenau und den Czernzicky von Thalenberg sind, deren gemeinsame Vorfahren von den Werschowitz (Vrsovci, Wrschowetze auf Vrsovice bei Laun an der Eger) stammen, einem Zweig des Stammvaters Warsz aus dem Geschlecht von Lech und Czech. 

Link: Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt.jpg

 

Freiherren und Grafen Stosch ( Quelle: Neues allgemeines deutsches Adelslexikon, Band 2 )

Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, eines Stammes und Wappens mit den Grafen von Kaunitz, welches schon im 12. Jahrhundert, wo sie aus Kroatien nach Böhmen und aus Böhmen nach Schlesien kamen, den gräflichen Titel geführt haben soll. Die ersten Sprossen des Stammes in Schlesien schrieben sich Stosch von Kaunitz.

Graf Otto Stosch war 1181 Kronfeldherr der vereinigten Polen und Schlesier und der Ahnherr der späteren Grafen und Freiherren von Stosch*.

Link: Der Schlesische Adel, Bd. 2, S. 456 – Die Freiherren von Stosch - Rohrlach 1728 – Otto Graf Stosch von Kaunitz 1181.png

Das Genealogische Handbuch des Adels von 1951 bis 2015 / fortgesetzt wird es seit 2015 vom Gothaischen Genealogischen Handbuch - beginnt die ununterbrochene Stammreihe der Familie mit Leonardus, der am 08. Mai 1250 erstmals urkundlich erscheint, er wird in der Urkunde als Zeuge von Konrad, Domherr zu Breslau und Protonotar des Herzogs Heinrich von Schlesien, genannt.

Im 13. Jh. bestanden drei Linien: eine in Ober – und zwei in Nieder – Schlesien. Die Oberschlesische - Linie schrieb sich Stosch zu Kaunitz und ist Ende des 16. Jhs. erloschen. Die niederschlesischen Linien nannten sich von Stosch und teilten sich in verschiedenen Häusern und Nebenlinien. Die ältesten Stammhäuser waren Siegroth im Bergischen mit dem Nebenhaus Lorenzdorf und die Mondschütz im Wohlauschen. Das Haus Kreidelwitz, welches 1688 erlosch, war ein Nebenzweig des Hauses Schwarzau.

Bekannte Stosch - Familienmitglieder:

  • Otto Graf Stosch von Kaunitz war 1181 der Kronfeldherr der vereinigten Polen und Schlesier
  • 1269 - Graf Alexander Stosch – wird in Briefen vom Herzog Wladislaus I. von Oppeln in Schlesien erwähnt
  • 1271 – Graf Simon Stosch - wird in Briefen vom Herzog Wladislaus I. von Oppeln in Schlesien erwähnt
  • 1274 – Graf Heinrich Stosch - wird in Briefen vom Herzog Wladislaus I. von Oppeln in Schlesien erwähnt
  • 1274 – Graf Gebhard Stosch - wird in Briefen vom Herzog Wladislaus I. von Oppeln in Schlesien erwähnt
  • 1274.04.23 – wird ein Graf Stosch vom Kloster Kamenz im Münsterbergisch – Frankensteinischen als Zeuge erwähnt
  • Otto Heinrich Stosch, Freiherr von Kaunitz, war 1632 der Landeshauptmann des Fürstentums Sagan
  • Georg Graf von Stosch, Herr der Herrschaft Manze, war mit der Freiin von Sauermann vermählt
  • Felix Graf von Stosch besaß Hartau bei Sprottau und war mit einer Tochter des Generals der Infanterie von Grolman vermählt
  • Johann Graf von Stosch, Landesältester, besaß Polnisch – Kessel bei Grünberg
  • Friedrich von Stosch ( †09.02.1762 ), preußischer Generalmajor, Chef eines Dragonerregiments, Amtshauptmann zu Rhein und Ritter des Ordens Pour le Mérite
  • Hans Gottlieb Graf von Stosch wurde am 01.07.1798 vom König Friedrich Wilhelm III. in den Grafenstand erhoben und war mit der Gräfin von Hoym, der Tochter des verstorbenen geheimen Staats – und dirigierenden Ministers in Schlesien Grafen von Hoym, vermählt und wurde am 01.07.1798 in Sonnenburg zum Johanniterritter geschlagen
  • Theodor Ferdinand von Stosch (*06.06.1784 / Magdeburg – †24.08.1857 / Berlin), preußischer Generalleutnant und Vorstand der Abteilung Invalidenwesen im Kriegsministerium
  • Stanislaus Graf von Stosch ( †29.02.1832 ) war Herr der Herrschaft Löwen
  • Albrecht von Stosch (*20.04.1818 / Koblenz – †29.02.1896 / Mittelheim), preußischer General der Infanterie und Admiral, Politiker und Mitglied des Preußischen - Herrenhauses sowie Mitglied der Leopoldina = Deutsche Akademie der Naturforscher
  • Erich von Stosch (*20.10.1877 / Köln – †17.01.1946 / Wernigerode), deutscher Lokalpolitiker
  • Hans Hubertus von Stosch (*03.11.1898 / Prenzlau – †28.04.1945 / Cosa bei Friedland), deutscher Vizeadmiral der Marine
  • Graf Günther von Stosch (*29.05.1893 Schlesien - †23.03.1955 Essen), deutscher Politiker - war von 1935 bis 1941 Oberbürgermeister der Stadt Bottrop -, Regierungsbeamter und Regierungspräsident in Minden und Münster
  • Professor Dr. Klaus von Stosch, deutscher römisch - katholischer Theologe

Linie: Warsz / Vršovci / Goworek / Dirschdorf / Pfeil / Werschowitz Sekerka und Sedčice / Limburg – Styrum / Stosch - Kaunitz

Link: Genealogia des Hoch – Gräflichen – Freiherrlichen – und Hochadeligen Geschlechts derer von Stosch – Band 2 - Tabelle 1.jpg

Link: Genealogia des Hoch – Gräflichen – Freiherrlichen – und Hochadeligen Geschlechts derer von Stosch – Band 2 - Tabelle 2.jpg

Link: Genealogia des Hoch – Gräflichen – Freiherrlichen – und Hochadeligen Geschlechts derer von Stosch – Band 2 - Tabelle 3.jpg

Link: Genealogia des Hoch – Gräflichen – Freiherrlichen – und Hochadeligen Geschlechts derer von Stosch – Band 2 - Tabelle 4.jpg

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Link: Genealogia des Hoch – Gräflichen – Freiherrlichen – und Hochadeligen Geschlechts derer von Stosch – Band 2 - Tabelle 17.jpg

Anna geb. von Stosch und Siegroth zu Klein Wilkau (*1615 - †1667 ) war in ( siehe Tabelle 17 )

1. Ehe ∞ Heinrich von Gruttschreiber und Michelau auf Rosen, diese Ehe blieb kinderlos
2. Ehe ∞ George von Pfeil zu Klein Ellguth

George von Pfeil war der Sohn von Markus von Pfeil ∞ Anna von Porschnitz

George von Pfeil war der Bruder vom Heinrich von Pfeil (*≈1620) und Hans von Pfeil (*≈1620) und führte drei Ehen:

  1. Anna von Stosch und Siegroth zu Klein Wilkau
  2. Helene von Brauchitsch
  3. Helene von Ulersdorf – aus dieser Ehe entstammte - Anna Helene von Pfeil

Quellen:

  • Genealogia des Hoch – Gräflichen – Freiherrlichen – und Hochadeligen Geschlechts derer von Stosch – Band 2 / Tabelle 1 bis 5,17 - Autor / Hrsg.: Stosch, Melchior Friedrich von Stosch, Melchior Friedrich von Verlagsort: Breslau u.a. - Erscheinungsjahr: 1736, Verlag: Korn, Signatur: 2 Geneal. 211 h-1/2
  • * Universität – und Landesbibliothek, Heinrich Heine Universität Düsseldorf – Deutsche Grafen – Häuser der Gegenwart / Ernst Heinrich Kneschke 1853 - Grafen und Freiherren von Stosch - Band 2, Seite 526, 527, 528

 

Die Freiherren, später Grafen von Würben ( auch von Würben und Freudenthal, tschechisch Bruntálští z Vrbna, auch z Vrbna bzw. Wrbna ) waren ein schlesisch – böhmisch – mährisches Adelsgeschlecht

Stammsitz der Herren von Würben war der gleichnamige Ort Würben in der Nähe von Schweidnitz. Das Geschlecht besaß die Grafenwürde schon lange früher, als es ihm durch ein besonderes Diplom bestätigt wurde.

„Comes Johannes de Werbno“ und dessen Bruder Nikolaus ist für das Jahr 1214 nachgewiesen. Sie waren bei der Gründung von Schweidnitz und bei der Besiedlung des Umlandes durch Deutsche beteiligt. Hans von Wrbna urkundete in Liegnitzer Klosterakten 1250, als Herzog Heinrich die Stadt Brieg gründete, sowie 1254 und 1257 – 1266 jedes Mal mit dem Grafentitel ( Comes ).

Ein bekanntes Mitglied des schlesischen Zweigs war der Breslauer Bischof Heinrich von Würben (†1319).

Was die Frauen des Hauses Wrbna anbelangt, so wählten ebenso die Söhne desselben aus den ersten Häusern des Reiches ihre Lebensgefährtinnen, als die Töchter in solche heirateten, und wir finden in den genealogischen Tafeln die Namen der Familien:

Abensperg - Traun, Chorinsky, Erdődy, Gallas, Hardegg, Haugwitz, Holstein, Hoyos, Kaunitz, Kinsky, Kollonits, Kolowrat, Lamberg, Liechtenstein, Lobkowitz, Mannsfeld, Martinitz, Mittrowsky, Oppersdorf, Praschma, Roggendorf, Skrbensky, Wratislaw u. a., mit denen die Wrbna durch Eheschließungen in nahe Verbindung traten.

1898 erlangte Rudolf Christian Graf Wrbna und Freudenthal (*1864 – 1927) für sich und seine Nachfolger als Inhaber des Kaunitz‘schen Fideikommisses ( nach Domink Andreas II. von Kaunitz – Rietberg – Questenberg ) eine österreichische Namens - und Wappenvereinigung als:

Wrbna – Kaunitz – Rietberg - Questenberg und Freudenthal.

Durch Heirat gelangten sie an das mittelböhmische Horovice.

Die urkundliche Stammreihe derer von Kaunitz beginnt mit Zawiss von Augendecz und Kunicz, 1327–1333 Oberstkämmerer im Königreich Böhmen, einem Sohn des Hroznata von Husicz, Burggraf von Prag, verehelicht mit einer Tochter des Zawiss von Krumlov aus dem Hause der Witigonen.

Die Familie wurde im 14. und 15. Jh. auch als Herren in Troppau schriftlich erwähnt, die sich in zwei Zweige teilten: Stošové z Kounic und Šiškové z Kounic. Der Hauptstamm verzweigte sich in die Linie der Grafen und Fürsten von Kaunitz - Rietberg und Kaunitz – Rietberg – Questenberg.

Ein Urahne des Geschlechts soll ein Wenzel von Kaunitz ( Kunicz ) ( 1380 – 1428 ) sein, der bei Schlapanitz fiel. Seine Enkel Ulrich, Peter und Johann erwarben um 1519 die Herrschaft Schlakau.

Ein Ulrich lebte von 1546 bis 1570, sein Sohn Ulrich ( 1569 – 1617 ) hielt Schloss Austerlitz in der zweiten Hälfte des 16. Jhs., aus den Ehen mit Apollonia von Waldstein und Lidmila Roupovská von Roupov gingen je zwei Söhne hervor. Vom Älteren, Friedrich, stammte die böhmische Nachkommenschaft ab, vom Jüngeren, Leo Wilhelm, die mährische Linie.

 

Auszug aus dem Biografischen - Lexikon des Kaisertums – Österreich ( Stand: 12 / 2015 )

Zur Genealogie der Grafen Questenberg / Quelle: Band: 24 ( 1872 ), ab Seite 148

Die Questenberg sind ein ursprünglich kölnisches Stadtgeschlecht, das zu Anfang des 17. Jhs. nach Österreich und Böhmen kam. Die urkundliche Stammreihe reicht bis in das 15. Jh. zurück, wo Berthold I. um das Jahr 1471 als der Stammherr des Geschlechtes erscheint, von dem die Stammreihe in ununterbrochener Reihe wie folgt sich fortpflanzt:

Bertholds Sohn Johann †1538, dann wieder Berthold II. †1582, Johann †1587, Gerhard †1646, Johann Anton Franz †1686 und Johann Adam †1752, der letzte des Stammes.

Gerhard hatte noch zwei Brüder, und zwar Caspar, den berühmten Abt von Strahow und Hermann, der eine Seitenlinie stiftete, die aber schon mit dessen Söhnen Ferdinand Constantin und Hermann Wenzel erlosch.

Nachdem Johann Adams einziger Sohn noch vor ihm gestorben, vererbten sich Güter, Namen und Wappen an die Grafen Kaunitz - Rietberg. Im Jahre 1622 bestätigte Kaiser Ferdinand II. dem Caspar Questenberg den Ritterstand und im Jahre 1627 erhob er dessen beide Brüder Gerhard und Hermann in den Reichsfreiherrnstand.

Gerhards Sohn Johann Anton Franz wurde im Jahre 1661 in den Herrenstand der böhmischen Krone aufgenommen, dessen Sohn Johann Adam wurde im Jahre 1696 in den Reichsgrafenstand erhoben.

Mit dem Erbe der reichsunmittelbaren Grafschaft – Rietberg 1699 bzw. 1726 stieg die Familie in den Hochadel auf.

 

Auszug aus dem Biografischen - Lexikon des Kaisertums - Österreich ( Stand: 12 / 2015 )

Dominik Andreas II. von Kaunitz – Rietberg - Questenberg / Quelle: Band 11 ( 1864 ), ab Seite: 64

Dominik Andreas II. von Kaunitz – Rietberg - Questenberg (*30.03.1739 in Wien - †26.11.1812 in Wien) war Gutsbesitzer, Diplomat und kaiserlicher Hofbeamter.

Er war der dritte Sohn von Wenzel Anton von Kaunitz - Rietberg und der Maria Ernestine, geb. von Starhemberg.

Unter der Bedingung der Namens - und Wappenvereinigung setzten ihn seine Tante Maria Antonia von Questenberg und deren Mann zum Erben des Besitzes derer von Questenberg ein. Darunter war das Questenbergpalais in Wien und das Schloss in Jarmeritz. Seit 1761 nannte er sich daher:

von Kaunitz – Rietberg - Questenberg.

Er trat in den österreichischen diplomatischen Dienst ein und war zwischen 1774 / 1776 und 1779 / 1780 Botschafter in Madrid. Dominik Andreas wurde 1792 in den Orden vom Goldenen - Vlies aufgenommen. Seit 1794 war er Vize – Obrist - Hofstallmeister und seit 1807 Oberstallmeister.

Nach dem Tod seines Bruders 1797 wurde er dessen Erbe und damit regierender Graf in Rietberg. Das Land wurde 1806 / 07 französisch besetzt und in das Königreich - Westfalen eingegliedert.

Ehe und Nachkommen

Dominik Andreas von Kaunitz – Rietberg - Questenberg ∞ 1762 Bernardine Gräfin von Plettenberg - Wittem. Mit dieser hatte er drei Nachkommen:

  1. Marie Theresia Aloisia (1763 – 1803) ∞ Rudolf Johann Wenzel von Wrbna und Freudental. Nach dem Aussterben der Kaunitz im Mannesstamm erlangte 1898 Rudolf Christian Graf Wrbna und Freudenthal (†1927) für sich und seine Nachfolger als Inhaber des Kaunitz'schen Fideikommisses eine Namens - und Wappenvereinigung als: Wrbna – Kaunitz – Rietberg - Questenberg und Freudenthal.
  2. Maria Antonia ( 1765 – 1805 ) war Stiftsdame in Mons.
  3. Alois Wenzel Dominik ( 1774 – 1848 ) war Nachfolger des Vaters.

Bernardine von Kaunitz - Rietberg starb 1779 und wurde im Stephansdom beigesetzt.

 

Auszug aus dem Biografischen - Lexikon des Kaisertums – Österreich ( Stand: 03 / 2013 )

Fürst Alois Wenzel von Kaunitz – Rietberg / Quelle: Band 11 ( 1864 ) , ab Seite: 63

Fürst Alois Wenzel von Kaunitz – Rietberg (*19.06.1774 - †15.11.1848), war der letzte Fürst mit dem die mährische fürstliche Linie nach dreihundertfünfzigjährigem Bestand im Mannesstamm erlosch.

Er ist ein Sohn des Fürsten Dominik Andreas aus dessen Ehe mit Bernardine Gräfin Plettenberg und ein Enkel des berühmten Staatsmannes Wenzel Anton.

Erst 21 Jahre alt, war er schon Reichshofrat, dann trat er in die diplomatische Laufbahn über und vertrat Österreich an den Höfen von Dresden, Kopenhagen, Neapel und Madrid. An letzterem Hofe war 1806 Graf Saurau sein Nachfolger.

Bei seiner Rückkehr nach Wien wurde er mit dem St. Stephans - Orden ausgezeichnet und zunächst zu einer Sendung nach Rom zur Beilegung kirchlicher Angelegenheiten verwendet.

Sein in Preußen gelegenes Besitztum Rietberg, welches seit 1699 seiner Familie gehörte, an welche es durch die Heirat des Grafen Maximilian Ulrich mit der letzten Gräfin Rietberg, mit Maria Ernestine Franziska, im genannten Jahre gelangt war, fiel durch die Acte des Wiener - Kongresses (09.06.1815) Preußen zu.

Seitdem 29.07.1798 war er mit Gräfin Franziska Ungnad von Weissenwolf vermählt, aus dieser Ehe stammten 4 Töchter.

 

Wappenbeschreibung der Familie Kaunitz - Rietberg, Grafen von Rietberg

Das Wappen setzt sich zusammen aus dem goldenen Adler auf rotem Grund der Familie von Rietberg ( links ), dem Esenser Bären und den Wittmunder - Peitschen für das Harlingerland ( rechts ), dem goldenen Jungfrauenadler auf schwarzem Grund der Familie Cirksena ( Mitte ), darüber als Herzschild das Wappen der Kaunitz, geviertelt, mit der Seerose der Kaunitz und der Rose der Sesyma - Austi.

 

Wappenbeschreibung: Grafen und Fürsten Kaunitz

Quelle: Biografisches Lexikon des Kaisertums Österreich – Band 11 ( 1864 ), ab Seite 68 / Stand: 04 / 2017

Die Beschreibung des fürstlichen Wappens, da die fürstliche Linie bereits erloschen ist, übergehen wir. Es war aus dem Hauswappen der Kaunitz, ferner dem Stammwappen der Grafschaft Rietberg, des Hauses Questenberg und des ausgestorbenen Geschlechtes Sesyma - Austi zusammengesetzt. Eine ausführliche Beschreibung dieses fürstlichen Gesamtwappens enthält Wißgrill’s „Schauplatz des landsässigen Nieder - Österreichischen Adels“, Bd. V, S. 44.

Der Wappenvermehrung, welche Sigismund Stooß von Kaunitz von dem polnischen Könige Kasimir im Jahre 1484 erhielt, ist schon bei Sigismund ( s. d. S. 67, Nr. 19 ) gedacht worden. Hier folgt nur mehr die Beschreibung des gräflichen Wappens, dessen sich noch zur Stunde die blühende böhmische Linie des Hauses Kaunitz bedient.

Im roten Schilde zwei silberne Seeblumenpflanzen ( candidae Nymphacae ), jede mit herzförmigem Blatte, oben einwärts gegen die anderen gebogen. Ihre beiden Stängel, welche je in drei Wurzeln auslaufen, die an der inneren, so wie äußere Seite drei kleine Schösslinge haben, sind unten ins Kreuz gelegt. Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, auf welcher ein gekrönter Helm sich erhebt. Aus der Krone des Helms wächst ein Hirsch von natürlicher Farbe mit goldenem Geweih und goldener Krone um den Hals ( es ist der von König Kasimir von Polen der Familie verliehene Helmschmuck ).

Nach Kneschke ( Bd. I, S. 418 ) bestünde der Helmschmuck aus einem die Sachsen rechtskehrenden geschlossenen roten Adlerfluge, welcher mit den Seeblumenpflanzen des Schildes bedeckt ist. Helmdecken sind rot und silbern.

Devise: „ Rotat omnia fatum “.

 

Wappenbeschreibung: Graf Sigismund Stooß von Kaunitz

Quelle: Biografisches Lexikon des Kaisertums Österreich – Band 11 ( 1864 ), ab Seite 67 / Stand: 01 / 2013

Sigismund Stooß von Kaunitz ( lebte im 15. Jh. ). Er gehört zu jener Linie der Kaunitz, welche mit Zdenko von Kaunitz anhebt. Dieser, des Königs Wenzel II. geheimer Rat und Besitzer der Stadt und Herrschaft Brelin, hatte Agnes Gräfin von Stooß zur Gemahlin, mit deren reichem Erbe er auch den Namen Stooß annahm, den seine Nachkommen bis zum Erlöschen führten.

Diese schon zu Ende des 16. Jhs. erloschene Seitenlinie, deren Filiation sich nicht genau angeben lässt – ( denn die von Dr. Karl Hopf in seinem „Historisch - genealogischen Atlas“, S. 424, Tab. 676, gegebene ist willkürlich ) – erwähnen weder Balbinus noch Hübner.

Zu dieser Linie gehört Sigismund Stooß von Kaunitz, der Kämmerling des Königs Kasimir I. von Polen war. Der König bestätigte ihm nicht nur das alte Geschlechtswappen, sondern vermehrte es ihm, mit dem um den Hals von goldener Krone umschlungenen Hirschkopfe und den goldenen Geweihen auf dem Helme.

 

Quelle: Der Adel der Böhmischen Kronländer – Wappenbriefe und Adelsdiplome des böhmischen Adelsarchivs im k.k. Ministerium des Inneren in Wien ( Stand: 1900 )

  • Grafenstand für Leo Wilhelm von Kaunitz, samt Vereinigung des Austischen Wappens und Führung des Geschlechtsnamens von Sezima Austy, Wien 12.06.1643
  • Erteilung des Prädikates Hoch – und Wohlgeboren für Leo Wilhelm Grafen von Kaunitz, Wien 20.11.1654
  • Bestätigung des Reichsgrafenstandes für Johann Wilhelm Grafen von Kaunitz, Wien 17.12.1700
  • Diplom für Dominik Grafen von Kaunitz – Rittberg, die Vereinigung des Kaunitz – Rittbergischen mit dem gräflich Questenbergschen - Namen und Wappen betreffend, Wien 03.12.1761
  • Fürstenstand für Wenzel Anton Josef Grafen von Kaunitz – Rittberg, Wien 27.06.1776
  • Freiherrenstand für Caspar von Stosch, Wien 17.01.1701

 

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( EuGH - Beschluss vom 21.10.2014 - Rechtssache C-348/13 - BGH Urteil vom 09.07.2015 – I ZR 46/12 - Stand: usque hodie )

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