Goworek Adelsgeschlecht - Noblesse oblige

 

              Böhmen                       Mähren                      Schlesien                    Vršovice                  Přemysliden

             

Zeitstromdiagramm: Königreich - Böhmen / Casa de Austria
  • Böhmen und Mähren (644 – 1003), Piasten (1003 – 1038), Přemysliden (1038–1306), Luxemburg  (1310–1437),
  • Habsburger (1437–1439), Böhmen (1453-1471), Jagellonen (1471–1526),
  • Habsburger ( 1526 – 1740 ), Habsburger – Lothringische - Dynastie ( 1740 – 1918 ),
  • Tschechoslowakei ( 1918 – 1992 ), Tschechien ( 1993 – usque hodie ), Slowakei ( 1993 – usque hodie ).

Link: Länder der Böhmischen - Krone unter Karl IV. um 1350 - Böhmen, Mähren, Schlesien, Lausitz und Brandenburg um 1350

Zeitstromdiagramm: Österreich

  • Frankenreich und Heiliges Römisches Reich (700–1806),
  • Kaisertum Österreich (1804–1867) und Doppelmonarchie Österreich-Ungarn (1867–1918)
  • Erste Republik Österreich (1918–1933), Austrofaschistischer Ständestaat (1933–1938),
  • Teil des Deutschen Reiches (1938–1945), Zweite Republik Österreich (1945 – usque hodie)

Link: Österreich

Zeitstromdiagramm: Schlesien

  • Schlesien / Mährisch – Böhmische Zeit ( 879 – 992 ), Schlesien zwischen Böhmen und Polen ( 992 – 1137 ),
  • Die Herrschaft der Schlesischen - Piasten ( 1137 – 1335 ), Schlesien fällt an die böhmische Krone ( 1335 – 1526 ),
  • Schlesien unter dem Haus – Habsburg ( 1526 – 1742 ), Preußisch – Schlesien und Österreichisch – Schlesien ( 1742 – 1918 ),
  • Deutsches Reich / Provinz Schlesien ( 1918 – 1945 ), Polen / Provinz Schlesien ( 1946 – usque hodie ).

Link: Das Heilige Römische Reich 1273 - 1378

Zeitstromdiagramm: Königreich - Polen

  • Piasten ( 960 – 1386 ), Premysliden ( 1300 – 1305 ), Piasten ( 1305 – 1370 ), Haus Anjou ( 1370 – 1386 ),
  • Polnisch – Litauische Personalunion ( 1386 - 1569 ),
  • 1. Republik Polen – Litauen ( 1569 – 1795 ), Fremdherrschaft / Preußen / Österreich / Russland ( 1795 – 1918 ),
  • 2. Republik Polen ( 1918 – 1945 ), Volksrepublik Polen ( 1945 – 1989 ),
  • 3. Polnische Republik ( 1989 – usque hodie )

Link: Die Geschichte Polens

Zeitstromdiagramm: Königreich - Preußen

  • Brandenburg – Preußen (1618 – 1701), Königreich Preußen (1701 – 1918),
  • Preußens Erringung der Königswürde durch Friedrich I. (1701 – 1713),  Preußens Zentralisierung und Militarisierung unter Friedrich Wilhelm I. (1713 – 1740),
  • Preußens Aufstieg zur Großmacht unter Friedrich II. (1740 – 1786), Preußens Stagnation und Ende des preußischen Feudalstaates (1786 – 1807), Preußen Staatsreformen und Befreiungskriege (1807 – 1815), Preußen von der Restauration bis zur Märzrevolution (1815 – 1848), Preußen von der Revolution zur Bundesregierung (1849 – 1866),
  • Norddeutscher Bund und Reichsgründung (1866 – 1871), Preußen im Deutschen Kaiserreich (1871 – 1918),
  • Freistaat Preußen in der Weimarer Republik (1918 – 1933), Nationalsozialismus und Ende Preußens (1933 – 1947 / finis Borussia)

Link: Das Gebiet Preußens nach dem Wiener Kongress 1815

Link: Europa - Atlas im Jahr 100 bis 2000

Im 9. Jh. gab es in Böhmen keine Zentralmacht, bei Verhandlungen mit ausländischen Mächten erschienen immer mehrere, dem Anschein nach gleichberechtigte Fürsten als Landesvertreter. Anno 845 ließen sich 14 böhmische Anführer ( duces ) vor Ludwig den Deutschen in Regensburg taufen und leisteten ihm fortan militärische Unterstützung. Die Wehrhaftigkeit betrug pro duce 1000 bewaffnete Gefolgsmänner, wobei davon 100 miles die Leibgarde des Fürsten bildeten.

Tschechische Stämme

Im Inneren entwickelten sich im 9. Jh. die Vorstufen des späteren böhmischen Staates. Böhmen war nach Meinung der älteren Forschung unter etwa elf verschiedenen Stämmen aufgeteilt, neben den Tschechen oder Böhmen gab es die:

Doudlebi, um Doudleby - Lučané, Hbané, um Cheb - Sedličané, um Sedlec - Lemuzi, Děčané, um Děčin - Litoměřici, um Litoměřice - Psovane, um Psov / Melnik - Charvati und Zličané (1c).

Die Přemysliden ( tschechisch Přemyslovci ) waren ein böhmisches ( tschechisches ) Herrschergeschlecht.

Nach den Ausführungen in der " Chronica Boemorum des Cosmas von Prag " sind die Přemysliden Nachkommen des sagenhaften Stammvaters " Přemysl des Pflügers ", eines " eingeheirateten Stammesführers aus dem Dorf Staditz " und seiner Frau Libussa.

Bořivoj I. (*852 - ≈†890) war der erste durch historische Quellen belegte Vertreter dieser Dynastie, der nach der Christianslegende ≈883 getauft wurde (1b). In der Geschichte taucht er erstmals im Jahr 872 auf, als er gemeinsam mit anderen slawischen Fürsten gegen den ostfränkischen König Karlmann (*830 - ≈†880), Karlmann war der älteste Sohn des ostfränkischen Königs Ludwigs II. des Deutschen, kämpfte. Die zeitgenössische fränkische Chronik Annales Fuldenses nennt sechs am Kampf ( Moldauschlacht 872 ) beteiligte slawische Fürsten:

Heriman, Mojslav, Spytimir, Svatoslav, Vitislav und Goriwei (1a).

Über 200 Jahre waren die Přemysliden die Herrscher in Böhmen (1085-1306). Unter ihnen stieg das Land zum Königreich innerhalb des Heiligen Römischen Reiches auf. 1306 endete mit der Ermordung von König Wenzel III. die Dynastie des böhmischen Adelsgeschlechts.

Kulturgeschichtlich umfasst die Herrschaftszeit der Přemysliden große Teile des frühen Mittelalters und das gesamte Hochmittelalter mit seiner Ritterkultur.* Sie waren vom Ende des 11. Jhs. bis 1306 mit Unterbrechungen um 1000 in Böhmen an der Macht. Anfangs regierten sie nur in Teilen Böhmens.

Der tschechische Adel bestand aus den Adelsfamilien der historischen Staaten der Tschechischen - Republik, zu denen der böhmische, mährische und schlesische Adel gehörte. Diese standen im Zusammenhang mit der Geschichte Großmährens, des Herzogtums Böhmen, des späteren Königreichs Böhmen und der Markgrafschaft Mähren.

Die oberschlesischen Herzogtümer hatten 1289 und 1292 die Lehnshoheit Böhmens angenommen, die übrigen der zu dieser Zeit insgesamt siebzehn schlesischen Teilherzogtümer wurden von deren Fürsten ab 1327 der Lehnshoheit des böhmischen Königs Johann von Luxemburg unterstellt.

Das Herzogtum Liegnitz wurde unter Boleslaus III. 1329 böhmisches Lehen. Im Vertrag von Trentschin - nordöstlich von Preßburg am Vah in der heutigen Slowakei - verzichtete König Kasimir III. von Polen 1335 auf die Oberhoheit über die schlesischen Herzogtümer. Schlesien gehörte von nun an zu Böhmen, das seinerseits Teil des Reiches war.

Schlesien hatte so indirekt Anschluss an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation gefunden.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 1a, 1b, 1c

  • LABUDA, G. Borzywoj, Słownik Starożytności Słowiańskich, sv. 1 . 1961, S. 152
  • Nach Trestik habe Borivojs Taufe erst in den Jahren 882 - 884 stattgefunden, siehe Dusan Trestik, Pocatky Premyslovcu, Praha 1981, S. 88; Anezka Merhautová - Dusan Trestík, Románské uméní v Cechách a na Moravé, Praha 1984, S. 30 - 33.
  • Fuldaer Annalen zum Jahr 845, siehe dazu Dušan Třeštík: Počátky Přemyslovců, S. 74 ff.

Herrschaftsbereich

Die Přemysliden herrschten seit dem Ende des 9. Jhs. als Herzöge von Böhmen. Erster König von Böhmen wurde 1085 Vladislav II., mit Ottokar I. Přemysl König von Böhmen wurde das Königtum 1198 erblich. 1212 wurden die Länder der böhmischen Krone zum Königreich innerhalb des Heiligen Römischen Reiches erhoben. Ab dieser Zeit wurde auch die dynastische Thronfolge festgelegt.

Zum Machtbereich der Přemysliden gehörten von Anfang an bzw. kamen später hinzu:

Das Glatzer Land und weite Teile Schlesiens gehörten bereits im 9. Jh. zum Großmährischen Reich und im 10. Jh. zum Herrschaftsbereich des böhmischen Fürsten Slavnik. Sie verblieben auch nach dem Pfingstfrieden von Glatz bei Böhmen, weitere Teile Schlesiens und Kleinpolens fielen in der zweiten Hälfte des 10. Jhs. vorübergehend an Böhmen:

  • 1019 bis 1027 Mähren,
  • 1266 Eger und Umgebung,
  • 1289 bis 1292 das Gebiet um Teschen (entspricht dem östlichen Teil des späteren Österreichisch - Schlesien),
  • 1156 bis 1253 das Land Budissin, später Oberlausitz genannt.

Přemysl hatte nur einen rechtmäßigen Sohn, Vaclav II. und nur einen überlebenden männlichen Erbe, Wenzel III. Die königliche Linie der Familie Přemysl, von der die Anfänge der tschechischen Staatlichkeit abhängen, endete unerwartet mit der Ermordung des jungen Wenzel III. in Olomouc / Olmütz am 04.08.1306.

Anna von Schweidnitz - Herzogin von Schweidnitz - Jauer, Königin von Böhmen, römisch – deutsche Königin und Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches von Luxemburg 1339 – 1362

Anna von Schweidnitz (*1339 - †11. Juli 1362 in Prag) war durch Geburt die Prinzessin von Schweidnitz - Jauer. Durch ihre Heirat mit Karl IV. (Taufname Wenzel)  wurde sie Königin von Böhmen, römisch – deutsche Königin und Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs.

Sie entstammte dem Adelsgeschlecht der Schlesischen - Piasten.

Anna war die Tochter des Herzogs Heinrich II. von Schweidnitz - Jauer und seiner Frau, der ungarischen Prinzessin Katharina von Ungarn (†29.09.1355) aus dem Haus Anjou. Ihr Vater starb, als sie vier Jahre alt war.

Vormund wurde ihr kinderloser Onkel Bolko II. von Schweidnitz – Jauer.

Am 28.07.1353 wurde Anna in Prag durch Erzbischof Ernst von Pardubitz zur Königin von Böhmen und am 09.02.1354 in Aachen zur römisch - deutschen Königin gekrönt.               

Bei der Krönung Karls IV. zum Kaiser am 05.04.1355 in der römischen Basilika Sankt Peter erfolgte auch ihre Krönung zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches. Sie war damit die erste Königin von Böhmen, die zu einer Kaiserin gesalbt worden war.

1358 gebar Anna eine Tochter, die nach der letzten Přemyslidin Elisabeth benannt wurde. Am 26.02.1361 wurde sie Mutter des ersehnten Thronfolgers Wenzel IV., der in der Reichsstadt Nürnberg geboren und am 11.04.1361 in der Sebalduskirche von den Erzbischöfen von Prag, Köln und Mainz getauft wurde.

Die Krönung des zweijährigen Wenzel IV. erlebte die Königin allerdings nicht mehr. Im Alter von nur 23 Jahren starb sie am 11.07.1362 bei der Geburt eines weiteren Kindes. Ihre Gebeine ruhen in einer Grabstätte im Veitsdom.

Der verwitwete 47- jährige Kaiser heiratete ein Jahr später Elisabeth von Pommern (*1345 – †14.02.1393 in Königgrätz). Das Herzogtum Schweidnitz - Jauer fiel nach Bolkos II. Tod 1368 als ein Erbfürstentum an die Krone Böhmen.

Aus der Ehe gingen vier Söhne und zwei Töchter hervor:

  • Anne ( 1366 – 1394 ) – verheiratet mit Richard II., König von England
  • Sigismund** ( 1368 – 1437 ), König von Ungarn, Böhmen und römisch - deutscher Kaiser
  • 1385 verheiratet mit Maria ( Ungarn )
  • 1408 verheiratet mit Barbara von Cilli**
  • Johann ( 1370 – 1396 ), Herzog von Görlitz, Markgraf von Brandenburg – 1388 verheiratet mit Richardis von Mecklenburg - Schwerin
  • Karl ( 1372 – 1373 )
  • Margarete ( 1373 – 1410 ) – 1387 verheiratet mit Johann III., Burggraf von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern
  • Heinrich ( 1377 – 1378 )

Liste der Ehefrauen der römisch – deutschen Herrscher

Luxemburger und Wittelsbacher

Karl IV. von Luxemburg, König ab 1346 ( erneute Wahl 1347 ), Kaiser ( 1355 – 1378 )

  • Blanca Margarete von Valois ( *1316 / 17 – †01.08.1348 in Prag )
  • Anna von der Pfalz ( *26.09.1329 – †02.02.1353 in Prag )
  • Anna von Schweidnitz ( *1339 – †07.1362 in Prag )
  • Elisabeth von Pommern ( *1345 – †14.02.1393 in Königgrätz )

Sigismund von Luxemburg, König ab 1410, Kaiser ( 1433 – 1437 )

  • Maria von Ungarn ( *≈1370 / 71 bei Ofen - †17.05.1395 )
  • Barbara von Cilli ( *≈1390 - †11.07.1451 in Melnik )

 

Die Geschichte des Bergbaus im böhmischen Erzgebirge

Die erste Nutzung der hier vorkommenden Erze fällt in die Wende des 10. und 11. Jhs., während die rationelle Entwicklung der Erzförderung nachweislich im 13. und 14. Jh. ( Böhmen & Sachsen ) begann.

Ohne Bergbau wären zahlreiche Städte, wie Graupen (Krupka), St. Joachimsthal (Jáchymov), Bäringen (Pernink), Gottesgab (Boží Dar), Platten (Horní Blatná), nie entstanden, hätte man nicht gerade dort Erze gefunden und verarbeitet.

Die Bergarbeitersiedlungen und die später daraus entstandenen Bergstädte im böhmischen Erzgebirge hatten für die Entwicklung historische Komplexe und auch für den Staat selbst eine wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung.

Der Reichtum an Bodenschätzen erklärt zum Teil die historische Bedeutung Böhmens, die Position ihrer Herrscher und später des Adels, aber auch die relativ frühe Ausbildung von Gewerbelandschaften und Industrie.

Gold - und Silberförderung vom Mittelalter bis zum 16. Jh. begründeten den Reichtum der Herrscher, dazu kamen Eisen, Blei, Zinn, Mangan, Magnesit und Uran.

Zum Vergleich: Bergbaugeschichte in Oberhausen - Ruhrgebiet / Deutschland

Die Stadt Oberhausen / NRW wurde in der Mitte des 18. Jhs. " auf Kohle geboren " und verdankt der 1758 auf dem heutigen Stadtgebiet in Betrieb genommenen Eisenhütte St. Antony, der ersten im Ruhrgebiet, den Beinamen „Wiege der Ruhrindustrie“.

 

             Rawicz – Wappengemeinschaft                       Königreich Böhmen

                        " RAWA "                                                           " KOLDA "

          Familienwappen seit 1108                            Familienwappen seit 1109                               Familienwappn 1184 / Böhmen

                                                                     

                       GOWOREK                                                              Oksza                                             Werschowitz - Sekerka von Sedschitz

Alternativnamen: Miedźwiada, Miedźwioda, Niedźwiada, Niedźwieda, Niedźwioda, Panna na niedźwiedziu, Rawic, Rawicz, Rawita, Ursowic, Ursus, Ursyn.

Link: Bayerische Staatsbibliothek digital - Szymon ( Simon ) Okolski Orbis Polonus (1641-1645), Orbis Poloni Tom II., Seite 581.jpg

Rawicz bezeichnet ein polnisches Wappen, welches von verschiedenen Familien des polnischen Landadel ( Szlachta = Geschlecht ) in der Zeit der polnisch - litauischen Union verwendet wurde.

Das Wappen Rawicz ist der Legende nach eines der ältesten Wappen der Szlachta, möglicherweise sogar das Älteste. Erstmals taucht es als Siegel im 13. Jh. auf. Bis zur Union von Horodlo wurde es bei ca. 220 polnischen Adelsfamilien verwendet, meist in der Gegend um Krakau, Lublin und Sandomierz.

Die drei Stände des Mittelalters ( 500 – 1500 )

Die Gesellschaft im Mittelalter setzte sich aus verschiedenen Schichten, den sogenannten Ständen zusammen. An der Spitze stand der Klerus, so wurden im Mittelalter die Geistlichen genannt. Das waren Bischöfe, Priester, Mönche und Kaplane.

Die Gesellschaft beruhte im Mittelalter auf Ungleichheit. Mit der Geburt erwarb der Mensch eine bestimmte Stellung in der Gesellschaft, aus der er kaum ausbrechen konnte. Im Wesentlichen war die Gesellschaft im Mittelalter in drei Stände eingeteilt: Geistliche, Adel und Bauern.

Wappen in Polen

Um 1200 begann der Adel Wappen zu führen. Im Unterschied zum übrigen Europa gab es jedoch keine Familienwappen in Polen, sondern etwa 160 bis 170 Wappengemeinschaften mit ca. 24.000 Adelsfamilien ( ca. 10 – 15 % der Bevölkerung Polens zählten zum Adel ), sodass dieselben Wappen von mehreren Familien geführt wurden. Die Wappengemeinschaften blieben größtenteils bis 1815 bestehen.

Heute leben noch 16 der einstigen polnischen Fürstengeschlechter.

Mitglieder in Wappengemeinschaften konnten nur Adelige werden !

Insofern sind Familiennamen im Polnischen keine Adelsnamen, weil sie nichts über die Standeszugehörigkeit seiner Träger aussagen. Aufgrund des Familiennamens lässt sich nicht sagen, ob man es mit einer bürgerlichen, bäuerlichen oder adeligen Familie zu tun hat.

Darum muss die Beifügung des Wappen - bzw. Geschlechternamens ( Wappen XYZ ) zum Familiennamen als der einzige Hinweis des Namens auf eine adelige Abstammung gesehen werden, d.h., die Titulierungen wie beispielgebend in Preußen – Graf - waren in Polen nicht praktikabel und wurden daher mit der Amtsbezeichnung und dem Wappen – Namen nach außen hin signalisiert, dass man dem dortigen Adel zugehörig war.

Vom Mittelalter bis 1569 gab es in Polen keine erblichen Adelstitel. Die Titel der obersten Beamten, Comes ( Graf ), und der Mitglieder des Königlichen Rates, Baro ( Baron ), waren nicht erblich. Versuche, die Titel ( Amt und Bezeichnung ) in Familien erblich zu machen, wurden durch König Wladyslaw I. Ellenlang ( 1260 – 1333 ) und den Sejm vereitelt.

Sejm stammt aus einem altslawischen Wort und bedeutet " Sammeln ". Ihr Ursprung war der Königshof, der während der Zersplitterung Polens (1146–1295) an Macht gewann.

Der 1180 - Sejm in Leczyca ( bekannt als erstes polnisches Parlament ) war der bemerkenswerteste dieser Räte, indem zum ersten Mal in der Geschichte Polens Gesetze erlassen wurden, die die Macht des Herrschers einschränkten.

Sie verbot die willkürliche Beschlagnahme von Landgütern und die Übernahme von Bistum nach dem Tod eines Bischofs.

Der Sejm bestand aus zwei Kammern: dem Senat von 81 Bischöfen und anderen Würdenträgern, und die Abgeordnetenkammer, die aus 54 Gesandten bestand, die von kleineren örtlichen sejmik ( Versammlungen von Landadel ) in allen Provinzen des Königreichs gewählt wurden.

Um dem Adel anzugehören, musste man seit 1347 die adlige Geburt, seit 1412 auch die Berechtigung zur Führung eines Wappens nachweisen. Bis zum Anfang des 16. Jhs. kannte der polnische Adel keine Familiennamen, abgesehen von einigen wenigen sehr alten, die noch aus religionsloser Zeit und / oder aus dem christianisierten Böhmen stammten – siehe Wappen Vršovci - Wappen Goworek / Rawicz.

Die Rawici / Vršovci / Wrschowetze gründeten viele Städte und Dörfer und hatten die wichtigsten Ämter in der Verwaltung des polnischen Staates inne. Mit der zunehmenden Zahl der Geschlechtsmitglieder siedelten sie sich in ganz Polen an. Mit der Zeit entstanden weitere Geschlechtszweige in Europa, die seit dem 16. Jh. verschiedene Nachnamen annahmen. Es wurden ca. 400 Nachnamen gezählt.

Namensendungen mit cki oder ski sind Herkunftsnamen einer Sippe oder Stand !

  • Familiennamen gebildet nach dem Herkunftsort oder dem Familienbesitz mit der adjektivierenden Schlusssilbe - cki, ski !
  • Namensendungen mit icz sind Abstammungsnamen - erstarrte Vaternamen ( Patronym ), der Sohn von !
  • Familiennamen entstanden aus dem Vornamen eines berühmten Vorfahren mit der Schlusssilbe - icz !

Selbst Brüder untereinander konnten deshalb verschiedene Namen haben, da diese infolge des Erbteilungsprinzips häufig verschiedene Besitzungen hatten und sich demnach verschieden nannten, alldieweil die Brüder dann ihre Namen von den ererbten Gütern annahmen.

Diesen sprachlichen Unsinn mit "von Maier", "von Müller", "von Schmid" etc. gab es nur in Preußen bei den neugeadelten Bürgerlichen. Ein adeliger Name ist ein Herkunftsname, aber es gibt keine Orte namens Maier, Müller oder Schmid !

Die Amtsträger - Elite im Königreich Polen unter Wladyslaw Ellenlang und Kasimir dem Großen ( 1305 – 1370 )

Der Einfluss, den sie als Elite auszuüben vermochten, kann als Eingreifen in Entscheidungsprozesse begriffen werden, aber auch als mittelbare Gestaltung der Formen und Artikulationen von Macht, etwa durch die Gewährung von Rat oder die Formulierung bedeutender Ansichten, selbst wenn diese in Opposition zum Machtzentrum stehen. Zu unterscheiden sind eine Herrschaftselite und eine politische Elite.

Bei den Erstgenannten handelt es sich um jene Personen, die direkt an der Herrschaftsausübung teilhaben, während Letztere den weiteren Kreis von Personen darstellen, die an politischen Ereignissen insgesamt beteiligt sind. Auch sind in dieser Konzeption die Amtsträger und die höhere Geistlichkeit sowie die königlichen Hofleute zweifellos zur Elite hinzuzuzählen, wenn dafür im Einzelfall eine überzeugende, quellengestützte Begründung vorliegt – Anhängerschaften, Besitz, Familie, Verwandtschafts – und Verschwägerungsverhältnisse -.

Als Wladyslaw Ellenlang nach Kleinpolen einmarschierte, umgab er sich sogleich mit den höchsten Amtsträgern des Krakauers und Sandomirer Landes. Eine ähnliche, fast schon allgemeine Unterstützung, wie er sie in den Ländern Leczyca, Sieradz und Kujawien erhielt, bereitete ihm ohne Hindernisse den Weg zur Herrschaft über diese Teilfürstentümer.

Um 1305, als Wladyslaw Ellenlang den Kampf gegen die Premysliden um die Macht in Kleinpolen aufnahm, betrat eine zahlreiche Gruppe von Amtsträgern der Länder Krakau, Sandomir und teilweise Sieradz die politische Bühne, die den Herzog von Kujawien in diesem Kampf unterstützte und ihre Ritterschaft mit sich zog.

Die Krakauer Herren, der Kern einer Gruppierung von großen Rittergeschlechtern: die Bogorie, Lis, Rawiczen und Topors, sie stützten ihre Macht auf Besitzkomplexe, die sich vor allem in Kleinpolen konzentrierten. Die Angehörigen dieser Gemeinschaften bekleideten die höchsten Ämter als Ellenlang einmarschierte, und sie hielten sich in dieser Position während der folgenden Jahrzehnte.

Die Familie Rawicz verfügte über eine starke Stellung im Krakauer - Kapitel und verwalteten die Diözese ( u. a. ) unter Johann III. Grot, zusammen mit seinem Verwandten Mikolaj Warszowice ( Warschowitz ), dem Krakauer Kanoniker, Propst von Wislica und Kanzler von Leczyca / Bezirk: Lodz.

Im 13. Jh. war ein weiterer Warsz aus diesem Geschlecht Kastellan von Krakau. Er gilt auch als Namensgeber der Stadt Warschau, in dessen heutiger Altstadt er damals Besitz innehatte.

Der erste dokumentierte Rawita war Goworek, dessen Frau Mecina trat nach seinem Tod 1140 in das Kloster Lubin ein. Im Jahr 1144 wurde Męcina von Rawita bei der Beerdigung von der Herzogin Salome von Berg – Schelklingen in Łęczyca / Lentschütz am 27.07.1144 erwähnt.

Boleslaw III. Schiefmund war der Nachfolger von Wladyslaw I. Hermann und Zbigniew in Polen von 1102 bis 1138 und war der zweite Sohn aus der 2. Ehe ( 1080 ) vom Herzog von Polen Wladyslaw I. Hermann und dessen Ehefrau Judith von Böhmen.

Judith von Böhmen war die Tochter aus der 2. Ehe vom 1. König von Böhmen Vratislaw II. und der Prinzessin Adelheid von Ungarn.

Salome von Berg - Schelklingen war die Tochter von Heinrich Graf zu Berg und Adelheid von Mochental, Tochter von Markgraf Diepold II. von Vohburg. Sie war die 2. Ehefrau von Boleslaw III. Schiefmund, Herzog von Polen.

Im Laufe ihrer 1115 geschlossenen Ehe mit Bolesław III. Schiefmund brachte sie insgesamt 14 Kinder zur Welt, von denen vier Söhne und sechs Töchter die Jugend überlebten:

  1. Leszek (*1115 - †26.08. vor 1131);
  2. Kasimir, der Ältere (*1117 / 1122 - †19.10.1131);
  3. Boleslaw IV., der Kraushaarige (*1125 - †03.04.1173);
  4. Mieszko III., der Alte (*1126 / 27 - †13.03.1202);
  5. Heinrich von Sandomir (*1127 / 31 - †18.10.1166);
  6. Kasimir II., der Gerechte, der Jüngere (*1138 - †05.05.1194);
  7. Rycheza ( Ryksa; *1116 / 17 - † nach 1155), verheiratet in erster Ehe mit Magnus, König von Västergötland aus dem Haus Estridsson, in zweiter Ehe mit Wladimir, Fürst von Minsk - Grodno und in dritter Ehe mit Sverker I., König von Schweden;
  8. Sofia (*1120 - †10.10.1136);
  9. Gertruda (*1126 / 1135 - †07.05.1160), Nonne in Zwiefalten;
  10. Dobroniega Ludgarda (Dobronega, Lucardis; *1128 / 1135 - †1160 / 1181) ∞ ca. 1142 mit Dietrich, Markgraf der Lausitz;
  11. Judith (*1133 - †1175) ∞ Ladislaus II., König von Ungarn und Otto I., Markgraf von Brandenburg;
  12. Agnes (*1137 - † nach 1181), verheiratet mit Mstislaw II., Großfürst der Kiewer Rus;
  13. Przybysława ( Pribislawa; † nach 1156 ) ∞ Ratibor I., Herzog von Pommern;
  14. Tochter N.N. ∞ Konrad, Graf von Plötzkau, Markgraf der Nordmark.

Nach dem Tod vom Herzog Bolesław III. (†1138) wurde Polen an dessen vier Söhne verteilt. Salome erhielt von ihrem Stiefsohn Wladyslaw II. dem Vertriebenen Teile seiner Ländereien, die sie bis zu ihrem Tode verwalten durfte. Außerdem erhielt sie das Recht, Heinrich bei seinen Regierungsgeschäften als Regentin in Sandomir und Lublin zu vertreten bzw. zu unterstützen.

Um die Einheit zu wahren, bestimmte Bolesław im Testament außerdem, dass dem jeweils Ältesten seiner Nachkommen das Krakauer Gebiet mit dem Seniorat zufallen soll. Władysław erhielt Schlesien, und, da er der Älteste war, auch das Krakauer Seniorat, damit das Supremat über das übrige Polen sowie die Oberherrschaft über die anderen Herzöge, seine jüngeren Brüder.

Boleslaw II. von Schlesien ∞ Hedwig von Anhalt, Prinzessin von Anhalt (†1259), aus dieser Ehe gingen 6 Kinder hervor:

  1. Heinrich V. - Herzog von Liegnitz (†1296)
  2. Bolko I. – Herzog von Jauer und Schweidnitz (†1301)
  3. Bernhard I. – Herzog von Jauer und Löwenberg (*1253/57 – †1286)
  4. Agnes (*1253/57 – 1265, seit 1259/60 ∞ Ulrich I. von Württemberg (*1226–†1265)
  5. Hedwig (*vor 1259 – †1280), seit 1265/70 ∞ Konrad II. Herzog von Masowien (†1294)
  6. Elisabeth, seit 1268 ∞ Ludwig von Hakeborn (*1245 - †1298)

 

Link: Dr. Paul Pfotenhauer - Die schlesischen Siegel von 1250 bis 1300 - schlesische und polnische Piasten.jpg

Bolko I. Herzog von Schlesien – Schweidnitz – Jauer ∞ Beatrix von Ballenstedt – Markgräfin von Brandenburg (†1316), aus dieser Ehe gingen 9 Kinder hervor:
  1. Boleslaw (*1285 / 90 - †30.01.1320)
  2. Judith/Jutta (*1285 / 87 - †15.09.1320) ∞ Stephan I. von Niederbayern (*14.03.1271 - †10.12.1310)
  3. Bernhard II. (†1326) ∞ Kunigunde (†1333), Tochter des polnischen Königs Wladyslaw I. Ellenlang
  4. Beatrix (†1322) ∞ Ludwig IV. Herzog von Oberbayern, ab 1314 römisch-deutscher König
  5. Heinrich I. (†1346) ∞ Agnes, Tochter des böhmischen Königs Wenzel II.
  6. Elisabeth (†1350 / 56) ∞ Wartislaw IV. von Pommern - Wolgast
  7. Margarethe (* vor 1300)
  8. Bolko II. von Münsterberg (†1341) ∞ Prinzessin Jutta von Savoyen
  9. Anna (†1332 / 34), Äbtissin des Klarissenklosters in Strehlen

 

Das Geblüt der " Elite " ( 800 - 1500 ) Ludum Ludite - In arte voluptas !

*Ritterkultur - Manieren machen uns zu Menschen ( Kingsman )

Ave, Caesar, morituri te salutant !

Authentische Wappennachweise der damaligen Zeit:

  • Vršovci / böhmische Adels - Wappentafel: 124
  • Goworek / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Rawicz Tafel IX.  
  • Oksza / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Oksza Tafel VII.
  • Topor / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Topor Tafel XI.
Historische Kriegsschauplätze mit familiären Auszeichnungen und Teilnahmen:
  • Schlacht bei Naklo an der Netze in Pommern vom 10.08.1109
  • Schlacht bei Glogau vom 24.08.1109
  • Schlacht von Hundsfeld ( bei Breslau ) von 1109
  • Schlachten von Böhmen um Mähren von 12.02.1184 bis 10.12.1185 ( Schlacht bei Loděnice )
  • Schlacht an der Mozgawa bei Krakau vom 13.09.1195
  • Schlacht bei Liegnitz vom 09.04.1241
  • Expedition nach Rus von 1266
  • Expedition der Malopolska Armee in das Herzogtum Breslau von 1271
  • Schlacht von Gozlicki - Gozlicami bei Klimontow / Sandomierz vom 23.02.1280
  • Schlacht von Plowce vom 27.09.1331                                                  
  • Schlacht an der Worskla vom 12.08.1399
  • Schlacht von Tannenberg / Grunwald vom 15.07.1410                                     
  • Schlacht von Koronowo vom 14.10.1410
  • Schlachten während der Hussitenkriege von 30.07.1419 bis 07.11.1436
  • Schlacht bei Mohács in Ungarn vom 29.08.1526
  • Dreißigjähriger – Krieg ( 1618 – 1648 )
  • Schlacht am Weißen Berg vom 08.11.1620
  • Schwedisch – Polnischen Kriege / Zweiter Nordischer Krieg von 1655 - 1660/61
  • Zweite Wiener – Türkenbelagerung / 14.07.1683 – 12.09.1683

Link: Die schlesische Ritterschaft - Schlacht bei Liegnitz - vom 09.04.1241.JPG - siehe Wappen vom Herzogtum Schlesien.

Der Mongolensturm - Schlacht bei Liegnitz                  

Vettern von Wahlstatt nannten sich später sechs schlesische Adelsfamilien, von denen jeweils nur ein männliches Familienmitglied die Schlacht überlebt haben soll: die Familien Nostitz, Prittwitz, Rothkirch, Seydlitz, Strachwitz und Zedlitz.

Einem Mythos zufolge verlor die Familie Rothkirch alle männlichen Familienangehörigen in der Schlacht. Einzig ein erst nach der Schlacht geborener männlicher Nachkomme existierte. Für diesen übernahm - der Bund der überlebenden Kämpfer - die Vormundschaft. Die heute lebenden Mitglieder dieser sechs Familien veranstalten regelmäßig Treffen im Gedenken an den Tag der Schlacht. In Wahlstatt gibt es seit 1961 das Museum der Schlacht bei Liegnitz.

Noch heute findet in der Propstei jedes Jahr am 9. April ein Gottesdienst zur Erinnerung an die Schlacht statt.

Link: Fenster der evangelischen Liebfrauenkirche in Liegnitz - 1905.jpg

 

Den Alten zur Ehr' ! Den Jungen zur Lehr' ! Tougher Than The Rest

Die Rawitsche waren ein masowischer Ritterstamm, der mit Sicherheit auf das mächtige tschechische Magnaten - Geschlecht der Wrchowez / Vršovci zurückgeht, welches am 28.10.1108 vom böhmischen Herzog Svatopluk ( fast ) ausgerottet wurde und deren Zweige bis in die Gegenwart blühen.

Link: Denkmal des Geschlechtes Vršovci in Vraclav aus dem Jahr 1908.jpg

Nur eine Familie des Geschlechts namens Goworek (1108 dokumentiert), deren Leiter Detricus de genus Wrsowic - Dětřich von Vršovec war, überdauerte das Morden und wanderte nach Polen, Sachsen, Schlesien und Ungarn aus, wo sie vom Herzog Boleslaw III. Schiefmund von Polen Güter im Lande Sandomierz und in Masowien verliehen bekamen***.

Nach dieser neuen Heimat in der Wojewodschaft RAWA wurden das Geschlecht und Wappen Rawa* genannt, woraus später Rawicz wurde. Der ursprüngliche Sitz der Rawitsche in Polen war die Stadt Rawa Mazowiecka, die ihren Namen, wie Rawicz, vom Stammwappen bekam.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Mit der Zeit erweiterte sich der Besitz der Familie Vršovci / Goworek auch auf benachbarte Gebiete, sie gaben den neuen Siedlungen von Rawa / Rawici die Namen, die sie an Orte erinnerten, die sie verlassen mussten, als sie Böhmen verließen. Dies erklärt auch die Ähnlichkeiten, die in der Benennung der historischen Umgebung von Prag und Warschau zu sehen sind.

Die folgenden Städte wurden von den Rawici / Rawicz gegründet:

  • Adamów Chelm,
  • Gonyadz ( Goniądz ),
  • Hel Łuków,
  • Kętrzyn,
  • Kucherzhina ( Kościerzyna ),
  • Ozharov Mazowiecki ( Ożarów Mazowinckon, Marowiegon ( Marż ))
  • Przemysl ( Przemyśl ),
  • Przysucha,
  • Radzyn Podlaski,
  • Rawicz,
  • Sawin,
  • Szczekocin,
  • Tomaszow Mazowiecki,
  • Wegrow ( Węgrów )

**Tschechische Namen - Polnische Namen:

  • Bozeh / Bożęcin
  • Czernusek, Czernus / Czernaków
  • Czirnkow / Czerniaków
  • Knesivici / Książenice
  • Otwici / Otwock
  • Pencicih, Pencice / Pęcice
  • Police / Polików
  • Radeiovice / Radziejowice
  • Rakovice / Rakowiec
  • Raszin, Rassin / Raszyn
  • Rehly, Regleh / Reguły
  • Tvorcov, Tovorcove / Tworki
  • Ujezd / Jazdów, Ujazdów
  • Wirbno / Wierzbno
Quellen:
  • * Wappen - Verleihung in der Zeit der Piasten - Herrschaft aus dem Buch Kaspar Niesiecki T. I r 1839 – 1846 / Wappen Rawicz 1108
  • ** J. N. Bobrowicz, Herby w Polszcze - Kasper Niesiecki, Herbarz polski, wyd.
  • ** J. N. Bobrowicz, Kasper Niesiecki - Band 1, Lipsk 1839–1846, Seite 2, 3, 6, 512

Es ist zu erörtern, dass die Familien – Stämme der Vršovci ca. 1/3 der damaligen Bevölkerung von Böhmen Mähren ausmachten, sodass eine komplette physische Vernichtung der Geschlechter nicht stattgefunden haben kann – siehe Ahnentafel der Goworeks – und die Chronisten der damaligen Zeit nicht die wahren Gegebenheiten niedergeschrieben haben - siehe spätere Geburts - und Taufurkunden nach 1108 der verbliebenen Sippen in Nürnberg / Regensburg und anderorts.

Link: Polen unter der Piasten - Dynastie um 1020.png

Die Bevölkerung in Böhmen und seinen Nebenländern betrug ≈1100 – ca. 600.000 / ≈1500 – ca. 2.000.000 !

Das Vršovci – Wappen war noch für Dokumentationen gebräuchlich in Polen, bis das Rawa - Wappen erstmals als Siegel im 12/13 Jh. auftauchte – siehe ebenfalls die Grafen und Gutsherren aus Dirschdorf, sie siegelten im 13. Jh. mit dem Geschlechtswappen / Bärensiegel in Schlesien -, danach siegelte der Bischof von Krakau Jan Grot aus der Familie Goworek 1334 mit dem Rawicz – Wappen.

Im Jahr 1313 wurde die Burg Rawska gegründet und 1321 erhielt Rawa Mazowiecka das Stadtrecht. Während der Regentschaft Siemowits III. war Rawa die Hauptstadt im Fürstentum Rawski in Masowien. 1462 wurde das Herzogtum Rawa unter dem König Kasimir IV. zur Woiwodschaft Rawa.

Im Fall der Vršovci wurden bereits im frühen Mittelalter überlieferte Namen:

  • Bořut, Bosa, Bosey, Buz, Čač, Česta, Dětřich, Dobromil, Jarohnev, Jesco, Kochan, Mutina, Nemoj, Smil und Tista

bis ins 15. Jh. hinein benutzt. Ähnlich verhielt es sich mit dem Geschlecht der Rawicz, das zweifellos aus Nachfahren der aus Böhmen verdrängten Vršovci hervorging.

Die aus ihrer Heimat mitgebrachten Namen der Gebrüder (2d):

bildeten auch im Spätmittelalter ein dauerhaftes Element ihrer Identifizierung.

Link: Österreichische Nationalbibliothek - Wappen der polnischen Ritterschaft 1584 - Text polnisch - Seite 428 - Gebrüder Goworek, Grot, Prandota, Warsz.jpg

Link: Beobachtungen für Geschichtskunde, Staats – und Rechtswissenschaften von Johann Ludwig Klüber – Frankfurt am Main - 1830, Band 1, Seite 211.jpg

               

Geschichte der slawischen Vornamen

In vorchristlicher Zeit hatten Kinder bis zum Alter von sieben bis zehn Jahren einen Ersatzvornamen, z. B. Niemój / Nemoj ( nicht von mir ), was den Wert des betreffenden Kindes herabsetzen sollte, um es vor bösen und übelwollenden Mächten zu schützen. Der Grund dafür war die hohe Sterblichkeitsrate der Kinder in dieser Zeit. Ein Kind, das sieben bis zehn Jahre überlebte, erhielt den Erwachsenenstatus durch das Ritual des Haarschnittes.

Vornamen slawischer Herkunft dominierten bis zum Konzil von Trient (1545–63), als das katholische Konzil beschloss, dass jeder Christ einen christlichen Vornamen tragen sollte.

Die Rawici unterscheiden sich von anderen Familien ( Salon - Adel ) mit mehreren charakteristischen Namen:

  • " Goworek " / Linien - Bieberstein, Bischofsheim, Boner, Chlewicki, Colditz, Danielwitz, Dirschdorf, Dirschkowitz, Duba, Gancz, Gellhorn, Goworczewski, Grzymala, Haugwitz, Holštejn, Hrutovici, Kamenz, " Lasota ", Lekno, Liebenthal, Maschlitz, Niemitz, Nimptsch, Ostrow, Ostrowski, Pfeil, Pogrell, Predel, Rosenberg, Schaffgotsch, Schindel, Sovinec, Szydlowiecki, Topor, Warschowitz, Warsz, Zaremba,
  • " Grot " / Linien - Grotowitz, Sochaczewski,
  • " Prandota "/ Linie - Odrowaz,
  • " Werschowitz " / Linien - Błeszynski, Gromadzcy, Jackowski, Kłobukowski, Kłomniccy, Naglowitz, Nanker, Oksza, Okszyńscy, Radoszewski, Rey, Sekerka, Siemkowscy.

Link: Goworek - Bayerische Staatsbibliothek Münchener Digitalisierungszentrum – Digitale Bibliothek, Abschnitt Seite 138.jpg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 1, 2, 2a, 2b, 2c, 2d 

  • Die polnischen – Stammwappen - Ihre Geschichte und ihre Sagen von Emilian von Zernicki – Szeliga, Hamburg - Verlag von Henri Grand 1904 - Rawicz ( Tafel IX ), Seite 77, 78, 79
  • Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) Seite 16, 21, 28, 32, 47, 61.
  • * Der polnische Adel und seine Wappen, Band 15
  • Digitale Bibliothek der Philosophischen Fakultät der Masaryk – Universität / Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol – genetische Analyse, Seite: 55, 56, 57 - Quelldokument: Hrabětová, Irena. Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol. Ed. 1. In Brünn: Masarykova univerzita, c1992, pp. 21-123
  • *** Der polnische Adel und seine Wappen - Band 1 - Aaron - Andrault de Buy von Werner Zurek 2019, Seite 570, 571
  • Kasper Niesiecki, Polnisches Wappen von JN Bobrowicz, Leipzig 1839-1845 – Grot des Rawicz – Wappens, Bd. 4, S. 291 - 293

Weitere polonisierte fakultative Namensvarianten Goworek / Wappen Rawicz: Gowor, Goworczewski, Goworki, Goworkow, Goworów, Goworówek, Goworowo, Goworowski, Goworzec, Goworzynski.

Link: Geographisches Lexikon des Königreiches Polen und anderer Slawischer Länder, Band 2, S. 758, 1880 bis 1902.jpg

Die erwähnten Namen entstammen vom Namen Goworek - siehe Berg Goworek in Niederschlesien. Der Name Goworek war in der Familie von Rawicz sehr verbreitet, die unter anderem an der Kolonisation von Masowien und Sandomierz beteiligt waren ( Lokatoren ).

Familiensitze in Krakau / Masowien / Sandomierz

  • Brzostek – Bezirk: Sandomierz
  • Goworek - Masowien
  • Krakau - kreisfreie Stadt
  • Makocice - Bezirk Krakau
  • Odrowąż - Heiligkreuz / Lodz
  • Plock - Masowien
  • Radom - Masowien
  • Rawa Mazowiecka - Masowien
  • Sandomierz - Heiligkreuz
  • Warszawitz - Masowien
  • Zawichost - Heiligkreuz

Familiensitze in Schlesien:

  • Baitzen - Niederschlesien
  • Bardo (Wartha) Niederschlesien
  • Beuthen - Oberschlesien
  • Breslau - Niederschlesien
  • Brieg - Oppeln
  • Dirschdorf & Klein Ellguth - Niederschlesien
  • Dirschkowitz - Oberschlesien
  • Glogau - Niederschlesien
  • Goslawitz - Oppeln
  • Goworek - Niederschlesien
  • Odrowąż - Oberschlesien / Oppeln
  • Oppeln - Oberschlesien
  • Pless - Oberschlesien
  • Protzan - Niederschlesien
  • Przyłęk - Niederschlesien / Frankenberg
  • Ratibor - Oberschlesien
  • Rawicz - Bezirk: Posen
  • Rybnik - Oberschlesien
  • Sedschütz - Oberschlesien
  • Steblau - Oberschlesien
  • Troppau – Mährisch - Schlesien                  
  • Warschowitz - Oberschlesien

Der polnische Klein – Adel im 16 Jh. und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien von E. von Zernicki 1907 – Verzeichnis der in den Jahren 1260 – 1400 in das Ermland eingewanderten Stammpreußen – Grotowicz, Goworek, Prandota.

Link: Auszug – Preußische Allgemeine Zeitung – Das Ostpreußenblatt – Nr. 39 vom 26.09.2009, Seite 1, 18.jpg

Im 13. Jh. teilte sich das Geschlecht in zwei Linien:                           

der Warschowitz (3), die von Warsz dem Kastellan von Krakau und mutmaßlichem Gründer von Warschau abstammten und der Grotowitz, die ebenfalls hohe Staatsämter innehatten.

Beide Linien ( Warschowitz / Grotowitz ) waren Anhänger des Königs Wladyslaw I. Ellenlang in seinem Kampf gegen Wenzel II. von Böhmen. Zur größten Macht kamen die Rawitsche in der 2. Hälfte des 14. Jhs. und im 15. Jh., viele von ihnen waren Kastellane und viele von ihnen dienten im Episkopat von Breslau und Krakau.

Im Mittelalter ( 6. Jh. bis 15. Jh. ) konnten nur vermögende Adelige das Bischofsamt bekleiden.

Im 15. Jh. erscheinen die Rawitsche auch in Großpolen und Kujawien.

Die Söhne von "Grot" - die Nachkommen von "Goworek" - Sięgniew und Warsz waren Protoplasten von zwei Grundlinien: Rawiczan, Grotowice und Warszowice = Warschowitz / Schlesien , Warszawitz / Masowien !

Warszewo ( deutsch: Warswo )* im Landkreis Stettin – wird erstmals am 18.04.1261 in einem Dokument erwähnt, aus dem hervorgeht, dass Herzog Barnim I. von Pommern mit Zustimmung des Bischofs von Kamień Hermann von Gleichen und des Kollegiums der 12 Kanoniker in Stettin die Kirche in Warszewo geweiht hat, das 1278 vom Herzog Bogislaw IV. von Pommern - Wolgast schriftlich bestätigt wurde. Der Name Warszewo leitet sich vom alten polnischen Namen Warsz ( identisch mit Warsz - Warszawski = von / aus Warschau ) ab, in Quellen ist das die älteste Aufzeichnung - der deutsche Name Warsow ist eine germanisierte Version des slawischen Namens.

Grot Mateusz, der Sohn Siegniews, wurde 1310 zum Kastellan von Krakau erhoben und hielt dieses Amt bis  zu seinem Tod 1313, sein Nachfolger wurde Prandota Warszowice von Michow, der Sohn des Warsz, der diese Würde von Oktober 1313 bis zu seinem Tod im April 1316 innehatte, zuvor war er zwölf Jahre lang der Kastellan von Sandomierz.

Link: Siegel vom Landrichter von Sandomierz aus dem Jahr 1353.jpg

Grot ( Wappen Rawicz ) Woiwodschaft Rawa 1238, 1705. Gleicher Ursprung mit den Goworek, Ostrowski und Warsz, von ihnen zweigen die Biedrzycki, Grotowski, Nowomiejski, Samborzecki und Slupecki ab.

Quelle: Kasper Niesiecki, Bobrowicz, Archiv Krakau Ksk 2

Grotowski – mährische Adels - Wappentafel: 187

Polnischer Uradel des Herb Rawicz - war in Schlesien begütert gewesen.

Wappenbeschreibung: In Gold nach rechts schreitender schwarzer Bär, auf welchem eine gekrönte blau gekleidete Jungfrau mit aufgelöstem Haar und ausgebreiteten Armen sitzt.

Kleinod: Zwischen natürlichen zehnendigem Hirschgestänge der Bär wachsend, in den Pranken eine rote Rose an ihrem Blätterstängel. Decken: schwarz-golden.

Ferdinand Grotowski (2) war der Augustiner – Chorherr des Stiftes Allerheiligen in Olmütz und wurde 1731 der Pfarrverweser zu Nezamyslice und starb ibidem 1735.

Link: Grotowski - Mährische Adelswappentafel 187.jpg

Link: Adelslexikon vom österreichischen, böhmischen, mährischen, preußischen, schlesischen und lausitzischen Adel 1825 - von Johann Christian von Hellbach, Bd.1, S. 467.png

In einem Verkaufsdokument für die Pszczyna / Pless – Güter, das der Herzog Kazimierz II. Cieszyn am 21.02.1517(1) in Frysztat / Freistadt ) auf Tschechisch herausgab, wurde das Dorf Warszowice, kurz: Warsz, als das der Vršovci / Wrssowicze erwähnt.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7

  • Haus Rawiczów: Warszowice und Grotowice, Band 1, Annalen der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Torun, Towarzystwo Naukowe Torun, Bd. 1 von Rod Rawiczow / Jan Wroniszewski.
  • Haus Rawicz: Warszowice und Grotowice, Jan Wroniszewski Band 81, Band 85 von Towarzystwo Naukowe: Annalen der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Torun. Autor: Jan Wroniszewski.
  • * Andrzej Marzec - Die Amtsträgerelite im Königreich – Polen unter Wladyslaw Ellenlang und Kasimir dem Großen (1305 – 1370), Seite 313
  • * Urzednicy Malopolsey XII-XV wieku (wie Anm.22), Nr. 130,131,744, Wroniszewski, Rod Rawiczow (wie Anm. 8), Teil 1, S. 8 – 11, 91 – 96
  • Wikipedia Warsz
  • Jan Długosz, Annales seu cronici incliti regni Poloniae
  • Cosmas von Prag: Chronica Boemorum

Quellen:

  • * Beschluss Nr. VIII / 53/90 des Stadtrates in Stettin vom 28.11.1990 über die Errichtung von Bezirken und Siedlungen in der Stadt Stettin. Im Öffentlichen Informationsbulletin des Rathauses von Stettin – Online, geprüft 2013
  • Institut für deutsche Adelsforschung – Herrensitze des Adels 1860: Kreis Pless / Schlesien, ( Fürsten von Pleß Grafen von Hochberg, Herren zu Fürstenstein)
  • Warschowitz / Kreis Pless, Schlesien - Fürsten von Pleß - Grafen vom Hochberg, Herren zu Fürstenstein
  • (1) Ludwik Musioł: Dokument sprzedazy ksiestwa pszczynskiego z dn. 21. lutego 1517 R.. In: nakł. Towarzystwa ; Drukiem K. Miarki (Hrsg.): Roczniki Towarzystwa Przyjaciół Nauk na Śląsku. R. 2, 1930, S. 235–237
  • (2) Österreichische Nationalbibliothek – Kurfürsten, die 1648 unter Jan II. zu Kurfürsten gewählt wurden. 1674, die Liste der Wähler, die bei der Wahl Johanne Kasimirs 1648, Johanns III. 1674, August II. 1697 und Stanislaus Augustus zu Königen von Polen gestimmt haben – Autor: Oswald Pietruski. Verlag: Kajetan Joblonski 1845, Grot, Grotowski - Seite 107, 108
  • (3) Magazin für die Literatur des Auslandes – von Joseph Lehmann - Verlag A.W. Hayn 1838, Bände 13, 14, Seite 404 - Warschowitz

Aus dem Namen Warsz wurde der Name der heutigen Hauptstadt Polens übernommen. Es gibt kein Dokument über die Lage Warschaus, aber man kann annehmen, dass die Stadt vom 13. zum 14. Jh. gegründet wurde und so das alte Warschau entstand.

Es ist jedoch bekannt, dass Warschau nach dem Gesetz von Chełmno gegründet wurde, und durch die wohlhabenden deutschen Kaufleute aus Toruń (kaufmännische - Hanse/Via Regia, Via Imperii, Via Regia Lusatiae Superioris) expandieren konnte (4).

Ihr Name, ursprünglich Warszawa oder Warszewa, stammt von einem Großgrundbesitzer und Ritter aus der Familie Goworek ( Rawicz ) namens Warsz ( ziemia Warszowa = der Grund des Warszs ), dem im 12./13. Jh. das Dorf gehörte, das im heutigen Mariensztat (2) lag.

Im Jahre 1381 schrieb Goworek, ein Rawski und Sochaczewski, mit der Zustimmung seiner Frau Katarzynas und seinen Söhnen Goworek und Bartłomiej (nach Professor Jan Wroniszewski), Folgendes (1):

Bartłomiej verkauft für 115 Kopeken das Dorf Solec / Solca an die Bürger von Warschau mit einem Dokument von Goworek und seinem Siegel mit dem Wappen von Rawa. Solec / Solca, das Gegenstand der obigen Transaktion ist, war ursprünglich eine Warschauer - Pfarrei.

Die Tatsache, dass Rawicz das Dorf Solec / Solca, neben dem Namen Warschau, der aus dem Namen Warsz stammt, weist darauf hin, dass auch die zweite Stadt der betreffenden Familie gehörte und diese der herrschenden Klasse zugehörte (3).

Quellen:

  • Bayerische Staatsbibliothek digital - Szymon ( Simon ) Okolski "Orbis Polonus" (1641-1645), Orbis Poloni Tom II., Seite: 581-602.
  • (1) Institut für Geschichte der Polnischen – Akademie der Wissenschaften - NKDMaz. 3 Nr. 278, Wierzb. Nr. 4; Quellen 26-27, AGAD perg. 1511; A. Wejnert, Warschauer Altertümer , Vol. 3, Warschau 1854, S. 28-31
  • (2) Lech Niepieklo, Niepieklow, 2014
  • (3) Waffenmann von Szymon Okolski "Orbis Polonus" (1641-1645), Band 2, 581 - 602
  • (4) Lech Niepieklo, Niepieklow, 2014

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Goworek aus Kurzeszyn ein Rawski aus der Woiwodschaft Lodz im Kreis RAWA in der Gemeinde Rawa Mazowiecka aus dem 14. Jh. war 1374 – 1377 der oberste Rawa – Befehlshaber und Mundschenk vom König Ludwig I. von Ungarn, Kroatien und Polen und der letzte Vertreter der Familie Goworek / Rawicz in Warschau, der erste bekannte Besitzer des Dorfes Solec, das er 1381 für 115 Kopeken an den Warschauer - Bürger “ Peter “ mit dem Siegel vom RAWA - Wappen verkaufte.

Sein Sohn namens Florian Goworek diente 1374 als ruthenischer Kavallerieoffizier.

Link - Ehrentafel: Goworek aus Kurzeszyna.jpg

Hauptstadt Warschau (1611) - seit 02.09.1980 UNESCO - Weltkulturerbe:

Ihr Name, ursprünglich Warszawa oder Warszewa, stammt von einem Ritter aus der Familie Goworek (Rawicz) namens Warsz, dem im 12./13. Jh. das Dorf Solec gehörte, das im heutigen Mariensztat ( deutsch: Marienstadt ) lag.

Zum ersten Mal wurde Solec in einem Dokument aus dem Jahre 1381 erwähnt, in dem der Gouverneur Goworek des Rawicz - Wappen als sein früherer Besitzer erwähnt und 1382 erwähnt wurde, wo Prinz Janusz I. der Ältere  diese Darbringung von Solec an die Stadtbewohner Warschaus bestätigte (1).

Archäologische Ausgrabungen und die geschriebene Geschichte dieser Gebiete besagen, dass die Fürsten Masowiens lange vor der Gründung Warschaus in Jazdów eine Festung errichteten, um die Furt zwischen Solec und Kamion zu schützen. Zwischen der Burg in Jazdów und der Furt über den Fluss wurde ein Hafen und dann ein Flusshafen errichtet, in dem festgemachte Liegeplätze einschließlich Salz auf der Weichsel von Wieliczka transportiert wurden. Zu diesem Zeitpunkt kreuzten sich die Ost – West - Handelsrouten mit Wasser - Straßen von Süden nach Norden.

Im Jahr 1961 wurde eine Straße in Mokotów - ein Stadtteil von Warschau – nach Goworek aus Kurzeszyn ( Wappen Rawicz ) benannt !

Quellen:

  • Von Agrykola bis Żywny. Ein kleines Wörterbuch der Gönner der Warschauer Straßen  
  • Warschau: Historisches Museum der Hauptstadt Warszawy und Ludowa Spółdzielnia Wydawnicza, 1968, S. 63
  • (1) Ryszard Żelichowski: Straßen von Solec, Warschau: Veda Verlag, 1999, S. 11, 12
  • Kwiryna Handke: Wörterbuch der Benennung von Warschau . Warschau: Slavic Publishing Center, 1998, S. 390

Goworek II. – Provinzgouverneur von Sandomierz und Kastellan von Krakau (1212 - 1223)

Linie: Vršovci / Goworek

Mikolaj Goworek II. war der Protoplast der Warsz - Linie in Polen !

Comes Mikolaj Goworek II. (*1166 - †1227) aus der Familie Rawicz / Wappen Rawa war 1189 einer der engsten Würdenträger vom Herzog von Masowien und Kujawien Kasimir II. dem Gerechten und unter dem Seniorherzog Konrad I. von Polen zwischen 1212 und 1223 im Herzogtum - Sandomierz Gouverneur der Kastellan von Krakau, ab 1198 der Erzieher des Herzogs Leszek I. des Weißen und war mit Miloslawa Goworek (†1231) verheiratet - dessen Kinder waren:

  • Dzierżykraj war der Kastellan von Wojnicki (1224) und Kastellan von Sadecki (1228 – 1229), dessen Söhne waren Mirona und Piotr
  • Goslaw von Goslawitz war der Eigentümer von Goslawitz und der Gründer der Linie Dirschdorf und Dirschkowitz in Schlesien
  • Goworek ( Wappen Rawicz ) war der Kastellan von Sandomierz 1230
  • Warsz von Michow war der Kastellan von Lublin ( 1259 ), Woiwode von Sandomierz ( ab 1268 ) und Kastellan von Krakau ( ab 1270 )
  • und mehrere Töchter.

Link: Wappen Rawicz.jpg

INFO: Der Name Goworek heißt übersetzt Redemann, so wurden bis hin zum späten Mittelalter Rechtsberater bezeichnet. Darüber hinaus ist der Redemann ein Begriff aus der Familiennamenforschung und bedeutet - Mann von Reden -, sprachwissenschaftlich - Amtsname zum Mittelhochdeutschen “ Redeman “ = “ Rechtsanwalt “.

Die sprachwissenschaftliche Herkunft / Namensbedeutung zum Vornamen: Dzierżykraj , Dzirżykraj - ein alter polnischer männlicher Name, bestehend aus Dzirży ( Halten ) und - Land. Derjenige, der über das Land herrscht – und / oder - über die Umgebung.

Der Name der Stadt Warschau, ehemals Warszewa, leitet sich von der kurzen Form dieses Namens, Warsz , in Form eines Schwingens ab, tschechisch: Varšava / Varsavsky = Warschau. Eine andere Variante dieses Namens ist Wrocislaw, und daraus leitet sich der Name der Stadt Wrochlaw ab.

Wrochlaw / Latein: Vratislavia oder Wratislavia oder Budorgis = Breslau.

Warcisław = Warcisław, Warcsław, Warsław - der Name besteht aus dem Wroc - Mitglied ( " Komm zurück und restauriere " ) in der Form von Warci - und - ław ( " Ruhm " ). Es bedeutet sprachwissenschaftlich: Der, der den Ruhm wieder herstellen wird.

Es ist anzumerken, dass die weltweiten Namensträger – Goworek - von einem Geschlecht sind und als Nachkommenschaft von den Vršovci ihren Ursprung in Böhmen / Kroatien / Mähren / Schlesien innehaben.

 

Die Ministerialen und Grafen / Herzöge / Woiwoden von Goworek

1195 nahm Goworek an der Schlacht von Mozgawa an der Seite des Fürsten Leszka Bialego und seines jüngeren Bruders Konrad teil, wurde aber von den schlesischen Fürsten Mieszko I. Platonogiego und Jaroslawa Opolskiego - Anhänger von Mieszko III. Starego - gefangen genommen und mehrere Monate später nach einer Lösegeldzahlung freigelassen (1).

Die Rawites benutzten den Schlachtruf " Rawa ".

Am 13.09.1195 kommandierte Goworek ( erwähnt von Leszek Dlugosz ) die Sandomierz - Ritter in der Schlacht von Mozgawa, die größte Schlacht der Bezirksfraktion.

Link: Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker – Abt. 1, Band 4, Ausgabe 1 von Franz Georg Friedrich von Kausler, S. 372, 373.jpg

Im Jahre 1202 erhielten die Ritter von Krakau mit dem Vizekönig von Krakau Mikolaj an der Spitze Leszek einen Thron in Krakau.

Nach dem Tod von Nikolaus und der Einbeziehung des Krakauer - Thrones durch Leszek (≈1206) wurde Goworek zum Krakauer Kastellan ernannt.

Für seine Verdienste erhielt er vom Fürsten u.a. das Dorf Mogilany.

Zunächst gehörte das Dorf den polnischen Königen, seit 1199 zum Goworek der Familie Rawicz, seit 1231 zum Teodor Gryfita (alias Czader) und zwischen den Jahren 1243 und 1560 gehörte es den Zisterziensern in Szczyrzyc. Es wurde im Jahre 1232 als villa nomine Mogilani erstmals urkundlich erwähnt. Vor dem Jahre 1325 wurde die Pfarrei errichtet.

Ihm zu Ehren wurde im 15. Jh. in der Wawel - Kathedrale die Silberglocke „Goworek“ gestiftet.

Zusammen mit der Krakauer – Altstadt ist die Wawel - Kathedrale seit 1978 Weltkulturerbe der UNESCO.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Sigismund – Glocke

Die Sigismund - Glocke ist die größte Glocke der Wawel - Kathedrale zu Krakau und eine Stiftung des Königs Sigismund I. des Alten.

Geschichte

Die Sigismund - Glocke wurde im Jahre 1520 in Krakau von Hans Beheim dem Jüngeren ( 1480 – 1533 ), wahrscheinlich Sohn von Hans Beheim dem Älteren, aus Nürnberg gegossen.

Am 13. Juli 1520 wurde sie binnen einer Stunde auf den Turm gezogen. Dies geschah unter Beobachtung des Königs und seiner Familie sowie des Hofes und der Krakauer Bürger. Die Sigismund - Glocke war jahrhundertelang die größte Glocke Polens, bis sie fast 500 Jahre nach ihrer Entstehung von der 11,6 Tonnen schweren Glocke der 2004 fertiggestellten Kirche in Lichen Stary auf den dritten Platz verdrängt wurde.

Trotzdem ist die Sigismund - Glocke die bekannteste Glocke Polens.

Die Glocke wird zu allen Hochfesten und anderen besonderen Festtagen von zwölf ausgebildeten Glöcknern geläutet.

Weitere Glocken der Kathedrale:

Die drei kleineren Silberglocken des 14. bis 17. Jhs. sowie die Papst Johannes Paul II. Glocke von 2014 werden täglich geläutet. Sie befinden sich im Nordturm der Kathedrale:

  • Goworek aus dem 15. Jh., 98,2 cm unterer Durchmesser, ≈750 kg, h
  • Nowak aus dem 14. Jh., 83,2 cm unterer Durchmesser, ≈420 kg, cis
  • Maciek von 1669, 71,8 cm unterer Durchmesser, ≈210 kg, cis
  • Johannes Paul II. von 2014, ≈500 kg, a

Folgende Goworek lebten ≈1360/1600 in Brzostek, Makocice und Przylek (2)

Mikolaj Goworek (†1376) war der Pfarrer in der Stiftskirche von Kielce und der Kanonikus in Krakau, Kielce und Sandomierz.

Abraham von Baranowa ( Lublin ) - Wappen Rawa – dessen Sohn war:

Abraham I. von Makocice - Wappen Rawa / Zawadzkie - Oppeln - (≈†1390) ∞ Falislawa (≈†1419), dessen Nachkommen waren:

  1. Abraham II. von Makocice - Wappen / Rawa – Rawicz
  2. Dziechna von Makocice ( Tochter ) - Wappen / Rawa – Rawicz ∞ Dobek von Zębocin ( Krakau ) Wappen / Rawa – Rawicz
  3. Dzierslaw von Makocice - Wappen / Rawa – Rawicz
  4. Goworek von Makocice - Wappen / Rawa - Rawicz ∞ Katharina Goworek geb. von Tocholowa
  5. Grot von Makocice - Wappen / Rawa – Rawicz (≈†1422) ∞ Elisabeth von Czulice ( Krakau )
  6. Jan von Makocice - Wappen / Rawa - Rawicz
  7. Wydżga von Przylek - Wappen / Rawa – Rawicz ∞ Elisabeth, dessen Nachkommen waren:
  • Goworek von Przylek - Wappen Rawa / Rawicz ∞ Dorota von Wawrzenczyc ( Krakau )  
  • Jan von Przylek - Wappen Rawa / Rawicz
  • Warszka von Przylek ( Tochter ) - Wappen Rawa / Rawicz
  • Wichna von Przylek ( Tochter ) / - Wappen Rawa / Rawicz ∞ Piotr von Druzykowa ( Schlesien )
  • Wydzga von Przylek - Wappen Rawa / Rawicz ∞ Katarzyna

Goworek von Makocice, Brzostek, Przyłęk / Wappen Rawa - Rawicz (≈†1462) ∞ Katharina Goworek geb. von Tocholowa, aus dieser Ehe gingen 10 Kinder hervor:

  1. Abraham III. Goworek von Brzostek (†21.01.1535) - Wappen / Rawicz - dessen Sohn: Jan Abraham Goworek von Brzostek (†1560)
  2. Gotthard Goworek von Brzostek / Wappen Rawa / Rawicz,
  3. Grot Goworek / Wappen Rawa / Rawicz,
  4. Jakob Goworek / Wappen Rawa / Rawicz (1520) ∞ Dorota von Częstocice - Sohn Mikolaj Goworek Wappen Rawa / Rawicz
  5. Jan Goworek von Przylek (Frankenberg) / Wappen Rawa / Rawicz (1529) ∞ Jadwiga von Przyleka / Wappen Szreniawa,
  6. Job Goworek / Wappen Rawa / Rawicz,
  7. Stanislaus Goworek / Wappen Rawa / Rawicz - siehe Hans Boner von Landau,
  8. Katarina Goworek / Wappen Rawa / Rawicz ∞ Thomas Pielgrzym von Szczytnik
  9. Marta, Anna von Makocice / Goworek Wappen  Rawa / Rawicz ∞ Jakob von Miechowitz / Wappen – Oksza, dessen Sohn: Mikołaj von Radostowa Miechowicki - Wappen Oksza
  10. Ulina von Makocice / Goworek Wappen Rawa / Rawicz ∞ Stogniew von Miechowitz und Katschitz / Wappen – Oksza, dessen Sohn: Mikołaj von Miechowic und Kaczyc - Wappen Oksza.

Geographie: Makocice – Bezirk: Krakau / Brzostek – Bezirk: Sandomierz / Przyłęk - Bezirk: Masowien und Niederschlesien / Frankenberg

Adam Blaskowitz (*1823 Wierzbau, Kreis Neidenburg, Ostpreußen) ∞ war in 2. Ehe mit Maria Goworek (*1823 adelig - Kamionken, Kreis Neidenburg, Ostpreußen) seit dem 12.Juni 1848 Thalheim (Dziurdzau, Kreis Neidenburg Ostpreußen) verheiratet.

Kinder: Friedrich Blaskowitz (*04.10.1849) und Adam Blaskowitz (*1851)

Quelle: GEDBAS – Verein für Computergenealogie e.V. / Familienforschung Peters

*Folgende Goworek lebten ≈1800 in Krakau:

  • Goworek Franciszek / Franz
  • Goworek Jan Chryzostom Franciszek Ignacy / Johannes Chrysostomus Franz Ignaz
  • Goworek Tomasz / Thomas
  • Goworek Izabela
  • Goworek Rozalia
  • Goworek Krzysztof / Christoph - Wappen Rawicz (†08.02.1751) ∞ Barbara Goworek geb. Konarzewska (†06.08.1746) - 1. Ehe - Töchter: Agnieszka / Agnes, Malgorzata / Margarete, Victoria, Salomea / Salome Goworek
  • Goworek Krzysztof - Wappen Rawicz (†08.02.1751) ∞ Zofia Goworek geb. Skorupka - Padlewski 2. Ehe - Tochter: Marianna Goworek
  • Marianna Goworek ∞ Thomas Gumiński
  • Agnieszka Goworek ∞ Bartlomiej Bibersztein - Blonski / Wappen Bibersztein - 1. Ehe
  • Agnieszka Goworek (≈†1758) ∞ Tomasz Skorupka - Padlewski - 2. Ehe
  • Malgorzata Goworek ∞ Tomasz Piasecki (1747)
  • Victoria Goworek ∞ Bleszynski ( Adelsfamilie )
  • Salomea Goworek ∞ Jan Ziobrowski ( er war der Erbe eines Teils des Dorfes Zawada )
  • Julia von Bibersztein - Błońska geb. Goworek / Wappen Bibersztein & Wappen Rawicz

Von 1809 bis 1815 gehörte Krakau zum von Napoleon Bonaparte errichteten Herzogtum Warschau.

Quelle: *National - Archiv Krakau - Staatsarchiv Krakau / Archiv XXIII ( Stand: 2017 ) - Seite 39, 318, 321, 322, 323, 330

Bei der zweiten Teilung Polens 1793 fielen Wolhynien und das östliche Podolien an Russland. Nach der dritten polnischen Teilung 1795 kamen auch weite Gebiete in Mittelpolen unter dem Namen Westgalizien zum habsburgischen Kronland, mussten aber 1809 im Frieden von Schönbrunn an das napoleonische Herzogtum Warschau abgetreten werden, mit dem gemeinsam sie im Wiener Kongress 1814/1815 dem Russischen Reich zufielen. 1810 trat das Kaisertum Österreich die Kreise Tarnopol und Czortkow an Russland ab, erhielt sie aber im Pariser Frieden von 1814 zurück.

Die von Österreich 1774 besetzte, zuvor russische bzw. osmanische Bukowina wurde 1786 zu Galizien geschlagen, 1849 aber zu einem eigenen Kronland des Kaisertums Österreich erklärt. Krakau wurde mit einem kleinen Teil Galiziens beim Wiener Kongress (1815) unter den Schutz der drei Großmächte Österreich, Russland und Preußen gestellt und zur Republik Krakau erklärt, nach polnischen Aufständen 1846 aber seiner Eigenständigkeit beraubt, Österreich übergeben und von diesem 1849 als Großherzogtum Krakau zu einem Bestandteil des Kronlandes Galiziens erklärt.

Aufgrund ihrer hohen böhmischen / schlesischen distinguierten Abstammung konnte die Familie Goworek ( Wappen Rawicz ) seit 1108 sämtliche edlen Kriterien der damaligen Zeit erfüllen, die für die Führung der Adelswürde und ein Bischof - Episkopat signifikant waren, sodass nach den Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 auch die von den Teilungsmächten ( Österreich, Preußen, Russland ) geforderten Adelsnachweise problemlos erbracht werden konnten. Der Hochadel behielt alle Privilegien und bekam seine Fürstentitel bestätigt, der Mitteladel bekam die Grafentitel und die Erlaubnis, Fideikommisse zu gründen.

In Preußen garantierte 1772 Friedrich der Große dem polnischen / schlesischen Adel seinen Stand und Besitz. Seine Nachfolger führten viele Standeserhöhungen durch, vor allem der Grafenstand wurde verliehen, zuerst für alle Nachkommen, nach 1871 nur für den jeweiligen Besitzer eines Fideikommisses, während die übrigen Nachkommen einfache „Herren von“ blieben.

In Galizien und Lodomerien wurde eine besondere Adelsmatrikel angelegt und viele neue Nobilitierungen mit dem Titel „Ritter von“ durchgeführt.

Quellen:

  • (1) Kronika Wielkopolska  / Chronica Poloniae maioris / Chronik von Großpolen, Seite 181 - 183
  • (2) Institut für Geschichte der Polnischen – Akademie der Wissenschaft - Geographisches und historisches Lexikon der polnischen Länder im Mittelalter – Krakau, Teil IV. – Makocice, Seite 22 bis 36

 

Warsz – Kastellan von Lublin ( 1259 ), Woiwode von Sandomierz ( ab 1268 ) und Kastellan von Krakau ( 1270 - 1278 )

Linie: Vršovci / Goworek / Warsz / Ostrowski / Gniewosz

Piotr Warsz von Michow / Lublin - Warcislaw - (*1220 - ≈†1285) stammte aus der Familie der Vrsovci / Rawicz und war der Nachkomme vom Provinzgouverneur Goworek II. (*1166 - †1227) und der Protoplast der Warsz - Linie in Polen.

Warsz ( Wappen Rawicz – siehe auch Michalowski ) Woiwodschaft Rawa 1230. Sie sind ein Zweig der Prandota und gleichen Urspungs mit den Grot und Goworek. Von ihnen zweigten sich die Debinski, Golynski, Przyjemski, Konsinski, Kiemlicz. Michowski und Rusiecki ab. Ein Zweig führte den Beinamen Kazimierski, später nannten sie sich Warszowski (5).

Quelle: Kasper Niesiecki

Warszawski ( Wappen Rawicz ) Podolien, Preußen 1635, stammen von den Warsz. Wohl ein Haus mit den Warszowski, auch Warszewski und Warszawicki genannt (6).

Quelle: Kasper Niesiecki , Dunczewski, Neuausgabe Siebmacher, Wojciech Ketrzynski

Warszowski ( Wappen Rawicz ) Woiwodschaft Rawa, Pommerellen, sie hießen ursprünglich Warsz. Wohl ein Haus mit den Warszawski, auch wohl Warszewski genannt. Huldigten Preußen 1772 und führten um 1825 in Polen den Adelsbeweis (7).

Quelle: Kasper Niesiecki, von Zernicki Szeliga, Polnische Adels – Matrikel - Adolf Krosnowski

Michalowski ( Wappen Jasienczyk – siehe Warsz ) Masowien 1500, russische Woiwodschaft, Preußen 1650. Führten die Beinamen Kokoszka, Myszka, Nagorny, Warsz. Ein Spross erhielt 1868 den österreichischen Grafentitel (8).

Quelle: Kasper Niesiecki, Ignacy Krasicki, Jerzy Borkowski, Wojciech Wincenty Wieladko, Wojciech Ketrzynski, Herb Kr. Polnische Adels Matrikel, Pol.Zl.Ks.5

Weitere polonisierte fakultative Namensvarianten Warsz - Wappen Rawicz: Warszakiewicz, Warszawicki, Warszawski ( Wappen Rawicz ), Warszewicki ( Wappen Paprzyca ), Warszewski, Warszowski ( Wappen Rawicz ), Warszycki ( Wappen Abdank / Slepowron ) (2).

In einem Verkaufsdokument für die Pszczyna / Pless – Güter, das der Herzog Kazimierz II. Cieszyn am 21.02.1517 (1) in Frysztat (deutsch: Freistadt) auf Tschechisch herausgab, wurde das Dorf Warszowice, kurz: Warsz, als das der Vršovci erwähnt.

Aus dem Namen Warsz wurde der Name der heutigen Hauptstadt Polens übernommen. Es gibt kein Dokument über die Lage Warschaus, aber man kann annehmen, dass die Stadt vom 13. zum 14. Jh. gegründet wurde und so das alte Warschau entstand.

Warsz ( der Bruder von Siegniew ) war 1250 der Ritter von Sandomierz und einer der engsten Mitarbeiter (1252) vom Prinz Boleslaw V. dem Keuschen und gilt auch als Namensgeber der Stadt Warschau (Warszewa), in dessen heutiger Altstadt er damals Besitz innehatte (4).

Link: Namensherkunft - der Hauptstadt Warschau - mit Quellennachweisen.jpg

1255 wurde Warsz ein Kaufmann in Sandomierz und übernahm 1259 das Amt des Kastellans von Lublin. Im Jahr 1268 wurde er der Woiwode von Sandomierz und übernahm 1270 das prestigeträchtige Büro als Kastellan im Fürstentum von Boleslaw V. in Krakau.

Warsz war ein effizienter Administrator und ein exzellenter Chef.  

Im Jahr 1266 nahm er als Kommandant an einer Expedition nach Rus teil. Während des tschechischen – ungarischen Konflikts 1271 befehligte er die Expedition der Malopolska Armee in das Herzogtum Breslau.

Am 23.02.1280 kommandierte er zusammen mit dem Krakauer - Statthalter Piotr von Bogoria (≈†1287) und dem Gouverneur von Sandomierz Janusz Starza – Wappen Topor die Ritter in der Schlacht von Gozlicki bei Koprzywnica und siegte gegen die Tataren der Ruthenischen Armee des Königs Lew Halicki von Galizien.

 

         Siegel Warsz                         Siegel Warsz - Kastellan von Krakau           

                                                         

 

Quellen:

  • Alte polnische Enzyklopädie, Siegel des ältesten polnischen Adels - von Zygmunt Gloger - Siegel von Warsz – Kastellan von  Krakau / Siegelnummer 8 – Inschrift – S. Warsii Castellani Cracovia – Band IV.
  • (1) Ludwik Musioł: Dokument sprzedazy ksiestwa pszczynskiego z dn. 21. lutego 1517 R.. In: nakł. Towarzystwa ; Drukiem K. Miarki (Hrsg.): Roczniki Towarzystwa Przyjaciół Nauk na Śląsku. R. 2, 1930, S. 235–237
  • (2) Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien – Generalverzeichnis von Emilian Żernicki - Szeliga, Band 1, 2 - Hamburg 1900
  • (3) Genealogie der Familie Koninski
  • (4) Maria Lewicka - Architekturatlas der Altstadt von Warschau - Verlag Arkady, Warschau 1992, S. 10.
  • Zeugnissammlung des Mogilianerklosters bei Krakau, Seite 28, wissenschaftliche Gesellschaft Krakau, 1865
  • Antoni Malecki, 1890, Heraldische Studien - Band 2, Seite 41,42
  • Franciszek Pielkosinski, 1874, Diplomatenkodex der Krakauer Kathedrale von Waclawa, Seite 110
  • (5) Kasper Niesiecki
  • (6) Kasper Niesiecki, Dunczewski, Neuausgabe Siebmacher, Wojciech Ketrzynski
  • (7) Kasper Niesiecki, von Zernicki Szeliga, Polnische Adels – Matrikel - Adolf Krosnowski
  • (8) Kasper Niesiecki, Ignacy Krasicki, Jerzy Borkowski, Wojciech Wincenty Wieladko, Wojciech Ketrzynski, Herb Kr. Polnische Adels Matrikel, Pol. Zl. Ks. 5

Link: Organigramm - Warsz von Michow.jpg

 

Curriculum Vitae

Goworek (*1166 - †1227) aus der Familie Vrsovci / Rawicz war zwischen 1212 und 1223 im Herzogtum - Sandomierz der Gouverneur, Kastellan von Krakau und Erzieher des Herzogs Leszek I. des Weißen und war der Vater von Warsz I. von Michow.

Warsz I. von Michow / Wappen Rawicz (*1220 – †1285) ∞ Piotrumila aus Prandocin, aus dieser Ehe gingen 2 Söhne hervor:

  • Prandota von Warszowice / Wappen Rawicz (*1260 – †04.1316) - war der Kastellan von Sandomierz 1300 – 1312, Kastellan von Krakau 1313 - 1316
  • Mikolaj von Warszowice / Wappen Rawicz - war von 1291 bis 1302 der Kanoniker der Kathedrale von Krakau

Prandota von Warszowice / Wappen Rawicz (1260 – †1316) ∞ Polukozicowna (einer Schwester vom Bischof von Krakau Pawel von Przemankow) war der Kastellan von Sandomierz (1300 - 1312), Kastellan von Krakau (1313/16) und hatte 2 Söhne:

Warsz III. Warszowicz von Michow / Wappen Rawicz (*1360 – †12.08.1399) - starb in der Schlacht an der Worskla ∞ Spytka von Michow geb. von Szczeki und Prawęcina - aus dieser Ehe stammte die Tochter Elisabeth Warszówna von Płaszowa / Wappen Rawicz ∞ Jan Gniewosz aus Oleksów

Rafal Warszowicz von Michow / Wappen Rawicz (†1380) - war verheiratet mit N.N. von Michow und hatte 3 Kinder:

  • Margarete von Michow,
  • Warsz IV. von Samborzca / Heiligkreuz – Sandomierz war der Kastellan von Zawichost 1430
  • Wojciech von Michow.
Warsz V. von Ostrow war der Kastellan von Zawichost ( 1432 - 1434 ) und der Kastellan von Lublin ( 1439 - 1442 )
Warsz VI. Michowski war der Kastellan von Zawichost ( 1440 )

Quelle: Polen – Seine Geschichte und seine Betrachtungen – von Joachim Lelewel - Poznan 1856, Band IV., Seite 186.jpg

Wojciech von Michów / Wappen Rawicz war der Starost von Sanko 1446 – 1450 und Kastellan von Zawichost ab 1451. Er stammte aus der Familie Rawicz / Goworek und war mit Christian / Krystyn aus Ostrów (*1352 – †1430) verwandt.

Wojciech von Michów* war unter anderem Eigentümer von zahlreichen Dörfern in der Umgebung von Opatowa, Michowa ( eine Siedlung zog 1584 nach Denkow ), Biechow, Wodzirada, Wola, Wodziradzka, Chmielowa und Szwarzowice und ein Teilbesitzer von Bodzechow, Gozdzielin, Ostrow, Jankowa und Zurawki und hatte auch Dörfer in der Region Lukow - einschließlich Siedlce und Zalesie.

*Quelle: Historischer Atlas von Polen – Provinz Sandomierz, Teil II.

Link: Das Siegel von Wojciech Michowski, dem Zawichost - Kastellan, aus dem Jahr 1451.jpg

Eine Urkunde im Grundbuch von Łuków aus dem Jahr 1441 bestätigt den Verkauf der Hälfte von Siedlce von Wojciech Michów an seine Cousine Elisabeth Warszówna von Michow, die Ehefrau von Jan Gniewosz aus Oleksów - Wappen Rawicz aus Dalewice im Kreis Proszowski bei Krakau, Elisabeth war die Tochter von Warsz III. Warszowicz von Michow. Der Eintrag aus dem Jahr 1441 ins Katasterbuch ist darüber hinaus die erste Erwähnung dieser Stadt.

  • In 1. Ehe war Elisabeth von Warszówna ∞ Ritter / Kammerherr Gniewosz aus Dalewice / Wronów - Wappen Kościesza (≈†1445), aus dieser Ehe (≈<1406) entsprossen mehrere Kinder - diese Ehe wurde später annulliert. 
  • In 2. Ehe war Elisabeth von Warszówna ∞ Jan Gniewosz aus Oleksów - Wappen Pierzchala (†1459) - er war der Erbe von Oleksów und Smogorzów – aus dieser Ehe erblühten ebenfalls mehrere Kinder.

         Dessen Kinder waren:

  • Anna Gruszczynska geb. Gniewosz ( Wappen Zgraja ) ∞ Stanislaw Gruszczynski
  • Dorota von Dalewice – Wappen Kościesza ∞ Mroczek von Lubani
  • Dzierslaw von Dalewice – Wappen Kościesza
  • Elisabeth von Dalewice – Wappen Kościesza
  • Stanislaw Gniewosz ( Wappen Zgraja / Kościesza ) ∞ Dorota Gniewosz ( Wappen Szeliga ), dessen Sohn war: Gabriel Gniewosz - Wappen Kościesza ∞ Barbara Gniewosz geb. Tarlo - Wappen Topor - Kinder: Anna, Andrzej, Krzysztof, Mikolaj Gniewosz - Wappen Kościesza, Jan Gniewosz - Wappen Rawicz,

Gniewosz von Dalewice (†1415) Wappen Kościesza / Strzegom war der Stellvertreter des Königs Wladyslaw II. Jagiello von Polen, ab 1393 der Woiwode Rutheniens, 1397 der Krakauer Unterkämmerer - während der Schlacht von Gunwald (1410) kommandierte er das Strzegomia Banner - und der Vater vom Ritter / Kammerherr Gniewosz aus Dalewice (†1445) Wappen Kościesza.

Oleksów ( Masowien - in den Chroniken von Jan Długosz aus dem 15. Jh. wurde Oleksów auch Bierdziedze genannt ) ging aus der Vereinigung von Elisabeth von Warszówna und Gniewosz in den Besitz von Stanisławs Sohn über. Dies bedeutet, dass der Familienbesitz der Familie Gnatowski in die Hände der Nachkommen von Gniewosz überging. Stanisław Gniewosz verwendete jedoch nicht das Wappen seines Vaters, dass Wappen von Zgraja, sondern siegelte mit dem Wappen Kościesza.

Stanisław Gniewosz brach daher mit der Tradition der Familie seines Vaters. Nur der Familienname weist auf die Herkunft der Familie hin. Stanisławs Sohn war Gabriel Gniewosz - Wappen Kościesza (≈†1535), der 1482 an der Universität von Krakau eingeschrieben war. Er wurde auch der Erbe von Oleksów und anderen Dörfern in dieser Gegend. 1569 wurde das Gut bereits aufgeteilt, wie die damaligen Rekrutierungslisten es belegen.

Link: Gniewosz aus Dalewice - Wappen Kościesza.png

Gabriel Gniewosz von Wnorów - Wappen Kościesza - war mit Barbara Tarłówna verheiratet. Sie hatten vier Söhne und eine Tochter:

  1. Andrzej Gniewosz (1)(3) - Wappen Kościesza (†02.01.1656) - war der Starost von Zawichost, der Marschall der Regionalräte der Woiwodschaft Lublin in den Jahren 1633, 1639, 1642 und war 1648 der Kurfürst der Provinz Lublin vom König von Polen und Großfürst von Litauen Jan II. Kasimir Wasa und Titularkönig von Schweden
  2. Jan Gniewosz von Oleksów - Wappen Rawicz (†1654) (2)(3) – war 1648 der Kurfürst der Provinz Sandomierz vom König von Polen und Großfürst von Litauen  Jan II. Kasimir Wasa und Titularkönig von Schweden - der Sohn von Jan Gniewosz aus Oleksów - Jan Kasimier Gniewosz ( Wappen Rawicz ) - war der Kastellan von Zawichost ( 1700 – 1703 ), ab 1693 Mitglied im Sejm, 1704 Mitglied der Konföderation Sandomierz und der Eigentümer von Oleksów, Sarnów, Sławczyn im Kreis Radom, Abramowice und Wola im Kreis Lubelski. 1693 gründete er auf dem Gelände des Dorfes Oleksów die Stadt Gniewoszow (4)
  3. Mikołaj Gniewosz (†1651) - war der Starost von Radom (3)
  4. Krzysztof Gniewosz von Dalowice (3) - Wappen Kościesza (†1650)
  5. Anna Gniewosz

Quellen:

  • (1) Magdalena Ujma, Sejmik Lublin, 1572-1696, Warschau 2003, S. 236-237.
  • (1) Beamte der Woiwodschaft Lubelskie im 16. und 18. Jahrhundert. Listen. Erstellt von Witold Kłaczewski und Wacław Urban. 1991, S. 126.
  • (2) Beamte der Woiwodschaft Lublin im 16. und 18. Jahrhundert. Listen erstellt von Witold Kłaczewski und Wacław Urban. 1991, S. 111.
  • (3) Österreichische Nationalbibliothek – Kurfürsten, die 1648 unter Jan II. zu Kurfürsten gewählt wurden. 1674, die Liste der Wähler, die bei der Wahl Johannes Kasimirs 1648, Johanns III. 1674, August II. 1697 und Stanislaus Augustus zu Königen von Polen gestimmt haben – Autor: Oswald Pietruski. Verlag: Kajetan Joblonski 1845, Gniewosz – Gnatowski, Seite 92, 93
  • (4) Zofia Trawicka: Politisches Leben des Adels der Provinz Sandomierz in der zweiten Hälfte des 17. Jhs -  Zwischen Monarchie und Demokratie - Studien zur Geschichte Polens im 15. - 18. Jh, herausgegeben von A. Sucheni  - Grabowska, A. Żaryn, Warschau 1994, S. 318

Ostrowski ( Wappen Rawicz ) Woiwodschaft Sendomierz 1230. Gleichen Ursprung mit den Grot und Prandota. Lebten nach 1830 in der Emigration in Frankreich. Ein Zweig erhielt 1798 den Preußischen Grafenstand

Quelle: Kasper Niesiecki – Geschichte von Polen, Jerzy Borkowski, Konverf. Lex. Joseph Straszewicz, Adolf Krosnowski, Gritzner Chronologische Matrikel der Brandenburgisch - Preußischen Standeserhöhungen von 1600 – 1873 – Adels Matrikel Pol. Zl. Ks. 1, 6, 11 (4)

Ostrowski ( Wappen Rogala ) Preußen 1650. Führten den Beinamen Biberszstein

Quelle: Wojciech Ketrzynski, Benno von Winckler (5)

Ostrowski ( Wappen Oksza ) Königreich Polen, führten dort um 1825 den Adelsbeweis ( Polnische Adels - Matrikel ).

Ostrowski ( Wappen Nieczuja ) Woiwodschaft Sendomierz 1650, Sieradz, Preußen, Pommerellen. Huldigten Preußen 1772 und führten um 1825 in Polen den Adelsbeweis

Quelle: Kasper Niesiecki, Kneschke, von Zernicki Szeliga - Polnische Adels – Matrikel (6)

Christian / Krystyn von Ostrów

Krystyn von Ostrów (*1352 – †27.12.1430) Wappen Rawicz / Goworek war der Hofverwalter der Königin Hedwig (Jadwiga) von Polen, der Kastellan von Krakau (1410 - 1430) und der Woiwode und Kastellan von Sandomierz und war mit Katharina von Ostrów verheiratet, aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor:

  • Warsz V. von Ostrów ( Wappen Rawicz ), war 1439 der Kastellan von Krakau
  • Christian / Krystyn II. von Ostrów, der 1433 als "filius olim Christian de Ostrów castellani Cracoviensis" erwähnt wurde, und
  • Anna von Ostrów, die Frau von Jakub aus Pleszów.

Link: Siegel von Krystyn aus Ostrów - Kastellan von Krakau 1419.jpg

Prandota von Ostrow ( Wappen Rawicz ), war 1331 der Kastellan von Krakau (3).

Krystyn von Ostrów entstammt aus dem Geschlecht der Prandots - Rawiczan / Goworek. Im Jahr 1387 wurde er Hofverwalter der Königin Hedwig von Polen und wurde einer ihrer engsten Mitarbeiter. Ab 1392 diente er als Kastellan von Sandomierz und ab 1406 als Woiwode von Sandomierz. Im Jahr 1410 wurde er Kastellan von Krakau und war 1411 - 1418 dessen Starost.

1410 zeigte er sein eigenes Banner in der Schlacht von Grunwald und unterzeichnete 1411 den Frieden von Torun (1) und war 1413 der Unterzeichner des Aktes der Horodlo - Union (2).

Quellen:

  • (1) Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Band 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 42.
  • (2) Statuta, Prawo Y Constitución Koronne Łacinskie Y Polskie von Statutow Łaskie Y Herborta YZ Constituciy Koronnych Zebrane, Krakau 1600, S. 749.
  • (3) Nationalbibliothek der Tschechischen Republik - Die polnische Krone in der goldenen Freiheit aller alten Kathedralen, Provinzen und Rittertümer – 1728 - Kasper Niesiecki, Band 1
  • (4) Kasper Niesiecki – Geschichte von Polen, Jerzy Borkowski, Konverf. Lex. Joseph Straszewicz, Adolf Krosnowski, Gritzner Chronologische Matrikel der Brandenburgisch - Preußischen Standeserhöhungen von 1600 – 1873 – Adels Matrikel Pol. Zl. Ks. 1, 6, 11
  • (5) Wojciech Ketrzynski, Benno von Winckler
  • (6) Kasper Niesiecki, Kneschke, von Zernicki Szeliga - Polnische Adels – Matrikel

Nachfahren:

  • Graf Thomas Ostrowski / Wappen Rawicz (*21.12.1739 – †05.02.1817 in Warschau) Minister und Senator der Republik Polen, Woiwode, Präsident des Senats für das Herzogtum Warschau und nachher des Königreichs war mit Apollonia Ostrowski geb. Ledochowska verheiratet. 

Eine Siedlung an der Stelle des heutigen Tomaszów Mazowiecki wurde 1788 durch den Grafen Tomasz Ostrowski gegründet, als dort Eisenerz gefunden wurde. In seinem Palast ist heute das städtische Museum untergebracht. 1789 wurde die Siedlung als Kuźnice Tomaszowskie bezeichnet. 1824 erhielt der Ort den Status als Handels - und Industriesiedlung. Das Stadtrecht erhielt der Ort am 06.07.1830 als Tomaszów Mazowiecki. Der Anschluss an das Schienennetz erfolgte 1885. Der Ort war einer der wichtigsten Textilproduktionsstandorte neben Lodz.

             dessen Sohn

  • Graf Antoni Johann Ostrowski / Wappen Rawicz (*27.05.1782 – †04.12.1845) Senator, Woiwode und der Kommandeur der Nationalgrade 1831 war in 1. Ehe mit Josefa Ostrowski geb. von Morskie (15.12.1805) verheiratet, aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor:

    Julia Olimpia Ostrowski (*18.12.1807 – †15.01.1875) war verheiratet mit dem Maler und philanthropischen Aktivisten, dem Vertreter der Familie Ostrowski in Galizien und des Kongresskönigreichs Piotr Michalowski (*02.07.1800 - †09.06.1855), Ignacy Ostrowski (*1808 – †1809), Thomas Anton Ostrowski (*1810 – †02.03.1871 Lebus), Krystyna Ostrowski und Stanislaw Ostrowski.

    Mit seiner zweiten Frau Antonina Ostrowski geb. Michalowski hatte er 10 Kinder:

    Anton Ostrowski (*1822 - †1861), Ludwika Ostrowski (*1823 - †1866), Józefa Ostrowski (*1824 - †1851), Jadwiga Ostrowski (*1826 - †1832), Matylda Ostrowski (*1827 - †1863), Kazimierz Ostrowski (*1828 - †1891 Paris), Zbigniew Ostrowski (*1830 - †1832), Teresa Ostrowski (*1831 - †1903), Tadeusz Ostrowski (*1834 - †1911), Tekla Ostrowski (*1837 - †1880), die Ehefrau von Tadeusz Morawski.

    dessen Bruder

  • Graf Wladislaw Thomas Ostrowski / Wappen Rawicz (*07.03.1790 – †23.11.1869 in Krakau) Politiker, Oberstleutnant der Pferdeartillerie und Marschall des Sejm - Aufstandes 1830 / 31 war mit Clementine Ostrowski geb. Sanguszko verheiratet.
  • Professor Teodor Ostrowski (*1750 - †1802 in Lemberg) Piarist im Warschauer Konvikt, veröffentlichte die Werke - Die Geschichte und Rechte der polnischen Kirche - ( Warschau. 1793, 3 Bände, neue Auflage, Pos. 1846 ) und ein geschätztes Werk über das - Zivilrecht des polnischen Volks - ( deutsch, Berlin 1797, 2 Bände.) sowie eine Bearbeitung des – Englischen Strafrechts - nach Blackstone mit Bezugnahme auf Polen.

Quelle und Link: Meyers - Konversationslexikon, Stand: 1888

Link: Adelsgeschlecht Ostrowski.jpg

Die Lage der Kirche von 1807 bis 1828 - Die städtische und ländliche Besiedlung in Polen

  • Graf Anton Rawita - Ostrowski, Besitzer des Städtchens Ujazd und angrenzender Lände­reien und Wälder, stiftete durch Ansiedlung deutsch - evangelischer Tuchmacher und Handwerker die Stadt Tomaschow. Die Einwanderer stammten aus Grünberg, Görlitz und anderen Orten, sodass die neue Stadt eine erfreuliche Entwicklung annahm.

Quelle: Breyer, Albert, Deutsche Gaue in Mittelpolen / 1935.

  • Peter von Rawita - Ostrowski (*14.05.1902 - Schloß Zulehen / Niederösterreich – †24.10.1964 - Chaclacayo / Lima) war ein in Bayern und in Peru tätiger Maler. Er schuf vor allem Porträts, Blumenstillleben und Landschaftsbilder.
  • Peter von Rawita - Ostrowski war der Sohn von Gustav Anton Ladislaus Stanislaus Kostka Graf Rawita von Ostrow - Ostrowski (*1860 – †1923) und der Eugenie Gräfin Rawita von Ostrow - Ostrowski geb. von Haugwitz (*1875 – †1944).

Link: Österreichisches Staatsarchiv – Signatur - AT-OeStAHHStA SB Partezettelsammlung 37-490 – Vermählungsanzeige Haugwitz, Eugenie Gräfin mit Graf Gustav Rawita von Ostrow-Ostrowski.png

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 66, 67, 68

  • Rawita - Ostrowski, Peter von. In: Hans Vollmer. Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 4: Q–U. E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 27.
  • Polski Slownik Biograficzny Bd. 24, S. 573.
  • Ingrid von der Dollen: Karoline Wittmann 1913 - 1978. Das malerische Werk der Münchnerin. Edition Joseph Hierling, 2010, S. 16, 120.

Ritter Dirizlaus von Baitzen / Byczeń (†25.07.1283)

Linien - Bildungen:

Vršovci / Goworek / Dirschdorf / Kamenz / Danielwitz / Baitzen / Colditz / Rosenberg / Ostoja / Pacowie

Der adelige Böhme (Bohemus) Dirizlaus von Baitzen (1), der sich in Schlesien niedergelassen hatte, war ein Nachfahre vom Comes Dirsko von Dirschdorf, dem Woiwoden von Breslau, und mit einer Schwester vom Bischof von Meißen – *Bernhard III. von Kamenz – verheiratet, aus dieser Ehe stammten 3 Söhne:

Die Herren von Baitzen (4)

  • Ritter Dirsko von Byczeń ∞ Benedicta von Byczeń (2) hatte 1 Tochter Elisabeth von Danielwicz geb. von Byczeń,
  • Ritter Jesko von Byczeń - in einer Urkunde vom 15. Juli 1283 verkauften die Brüder Jesko und Dirsko von Baitzen ihre Erbgüter Taschenberg und Łękawica an den Abt Konrad von Kamenz und seinem Stift,
  • Ritter Moyko von Byczeń ∞ Elisabeth von Strehlen geb. de Prerichym - errichtete und dotierte am 12. April 1295 in seinem Dorf Schrom eine eigene Pfarrei mit Kirche - wo später die nahen Verwandten Julius Friedrich von Pfeil und Klein – Ellguth ( 1742 – 1756 ) und August von Gellhorn ( 1790 ) die Landräte von Frankenstein (3) waren
  • sowie mehrere Töchter.
Die Kinder vom Bernhard I. von Vesta waren:
  • Bernhard II. von Kamenz (*1170-†1245) ∞ Mabilia von Kamenz geb. von Rosenberg (≈†1248),
  • Conrad von Kamenz,
  • Volrad von Kamenz,
  • Gertrud von Kamenz (≈†1218) ∞ Hermann III. von Schönburg (≈†1238),
  • Kunigunde von Kamenz.

Bernhard II. von Kamenz Mabilia von Kamenz geb. von Rosenberg (*1190-†1248) war die Tochter von Witiko III. von Rosenberg und hatte drei Söhne:

1. Witego I. von Kamenz - war der Grund - und Lehnsherr in Kamenz (†1264) ∞ N.N. von Kamenz, dessen Tochter Mabilia von Kamenz urkundlich 1280/1286 ∞ Heinrich II. von Colditz urkundlich 1265/1320, dessen Kinder waren:

  • Wetzel von Ponickau Marschall von Freiberg (1373 - 1375),
  • Thimo V. von Colditz (†1341) war der Herr zu Graupen, Hauptmann zu Pirna (1326), böhmischer Rat (1336) ∞ Margareta von Schiltberg (†1340) 
  • Agnes von Colditz ∞ Gotsche Schaff (†1345) - dessen Sohn war Gotsche Schaff I. (†1368) ∞ Margaretha von Liebenthal (†1371) - dessen Sohn war Gotsche Schaff II. (†1420 ) ∞ Anna Skopkova von Duba (†1420) - dessen Kinder waren: Gotsche III. von Schaffgotsch (†1446) ∞ Elisabeth von Redern und Hans von Schaffgotsch (†1469) ∞ Hedwig von Zedlitz (†1491)

Die Söhne von Witego I. waren die Ritter Heinrich I. und Witego II. von Kamenz - dessen Söhne: Witego III. und Borso I. von Kamenz - Witego II. von Kamenz war der Oheim vom Bischof Witego II. von Meißen (einem Herrn von Colditz),

2. Bernhard III. von Kamenz (*1230 - †12.10.1296) - nach einem Theologiestudium in Italien war er 1268 der Dekan und 1276 der Probst des Domstifts Meißen, von 1293 – 1296 war er der Bischof von Meißen,

3. Ritter Bernhardt IV. von Kamenz (†1274) ∞ N.N. von Schönburg

4. sowie mehrere Töchter.

Link: Hermann Knothe - Geschichte des Oberlausitzer Adels und seine Güter, Band 1, Seite 280.png

*Quellen:

  • Hermann Knothe - Geschichte des oberlausitzer Adels und seiner Güter, Band 1, Seite 280, 282
  • (1) Schlesisches Urkundenbuch - Aufträge für die Historische - Kommission Schlesien - von Heinrich, Appelt, Josef Joachim Menzel, 5. Band 1282 - 1290, Bearbeitet von Winfried Irgang, Böhlaus Verlag, Köln – Weimar - 1993 Wien
  • (2) Codex Diplomaticus Silesiae, Bd. 16, 1892 – Regesten zur schlesischen Geschichte – 1301 – 1315. Herg. von C. Grünhagen und C. Wutke
  • (3) Rolf Straubel – Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs – und Justizbeamten 1740 – 1806 / 15 – K.G. Saur Verlag, München 2009
  • (4) Die Böhm – Chronik, Band 3 – Zur Geschichte der Grundherrschaften – Günter Böhm - Die Herren von Baitzen

Auszug aus dem Heinrichauer Gründungsbuch - Schlesisches Urkundenbuch Nr. 290 - 06. Juni 1228

Aus dem Gründungsbuch des Klosters Heinrichau, zweites Buch, zweites Hauptstück, in der deutschen Übersetzung von Paul Bretschneider, Pfarrer in Neu - Altmannsdorf 1927, entnehmen wir aus dem Jahre 1288:

Die 6½ Hufen der Söhne des Dirislaw.

An zweiter Stelle ist in dieser Abhandlung zu reden von den 6½ Hufen des Jesko und Moyko, der Söhne des Dirislaw von Byczeń.

Von diesem Dirislaw muss kurz bemerkt werden, dass er ein Böhme war und ein Weib aus Bautzen nahm, eine Schwester des hochberühmten Bernhard von Kamenz ( von Vesta ), nachmaligen Bischofs von Meißen.

Dirislaw zeugte mit seinem Weibe drei Söhne, Dirsko, Jesko und Moyko - urkundlich erstmals erwähnt 1283.

Jesko wird bis zum 15.12.1298 erwähnt. Moyko starb 1313. Von Dirsko und Moyko sind Wappensiegel bekannt, die einen achtstrahligen Stern zeigen, dessen Spitzen mit Federn besteckt sind. Das Siegel von Dirsko hat einen Adlerflug als Helmzier.

Link: Dirizlaus von Byczen - Zur Geschichte der Grundherrschaften von Günter Böhm - Die Böhm Chronik Band 3.png

Link: Dirsko von Byczen - Vaterländische Bilder in einer Geschichte und Beschreibung der alten Burgfesten und Ritterschlösser Preußens, Seite 86 – Autor Karl August Müller.png

Als Dirislaw sein Dorf Schirnitz ( tsch. Žirnice ), gewöhnlich Frömsdorf ( Niederschlesien ) genannt, nach deutschem Recht aussetzte, behielt er für sich außerhalb des ausgemessenen Anteils dieses Dorfes an einer abgelegenen Stelle 6½ große Hufen in Feldern und Wäldern und setzte im Dorfe auf jeder Hufe einen Vierdung, alljährlich am Fest des heiligen Martin zu zahlen, für seinen Pfarrer in Krelkau als Zehnten durch den Herrn Bischof fest.

*Graf Dirislaus von Byczeń starb am 25.7.1283, sein Sohn Dirsko von Byczeń (†03.02.1306) war mit Benedicta von Byczeń verheiratet und hatte eine Tochter Elisabeth von Byczeń, die mit dem Ritter Nicolaus von Danielwicz verheiratet war, aus dieser Ehe entsprossen die Kinder:

  1. Bernhard von Danielwicz,
  2. Borutho von Danielwicz,
  3. Dirsko von Danielwicz,
  4. Heinrich von Danielwicz (1) - war ein Urkundenzeuge des Herzogs Heinrich V. und bekleidete das Amt des Hofrichters 1306 – 1315 unter Herzog Bernhard I. von Jauer und Löwenberg,
  5. Lutko von Danielwicz,
  6. Nicolaus von Danielwicz - erhielt 1342 die herzogliche Erlaubnis, dass Allod in Beyczano ( Baitzen / Byczen ) in Bauerngüter umwandeln zu dürfen,
  7. Ramvold von Danielwicz
  8. und mehrere Töchter.

Quellen:

  • *Wappenbuch der schlesischen Städte -  Herausgegeben von Hugo Satjrma ( Freiherr von der Jeltsch ) - Berlin 1870
  • (1) Originalurkunde im Breslauer - Stadtarchiv B 15. – gedruckt bei Drescher diplom. Nebenstunden S. 67 - Herzog Heinrich VI. bestätigt der Stadt Breslau alle ihre Rechte und Freiheiten – Heinrich von Danielwitz -  Breslau den 09.11.1311

Dirsko wird am 03.02.1306 als Eigentümer von Byczeń im Kreis Frankenstein erwähnt, Jesko wird bis zum 15.12.1298 erwähnt, Moyko von Byczeń (≈†1313) war 1293 der Eigentümer von Reichenstein und gründete dort eine Kirche, die der Herzog Bolko in einer Urkunde 1293 bestätigte.

Von Dirsko und Moyko sind Wappensiegel bekannt, die einen achtstrahligen Stern zeigen, dessen Spitzen mit Federn besteckt sind. Das Siegel von Dirsko hat einen Adlerflug als Helmzier.

Die Stadt Reichenstein war keine klösterliche. 1293 verlieh Moycho filius Dirslay de Bucen dem Hermanno de Luterbach advocato nostro ein Landstück in villa nostra in Durhenrisdorf penes Richinstein. Das ist Dörndorf nördlich von Reichenstein. Wo Hermann Vogt war, sagt die Urkunde nicht, aber der Lage nach kommt nur Reichenstein in Frage. Damit ist dessen städtischer Charakter bestätigt.

Die Wendung advocatus noster erweist Reichenstein als Adelsstadt derer von Baitzen. Das Land in dem benachbarten, zum gleichen Besitzkomplex gehörenden Dörndorf, war sicher ein Ausstattungsstück der Reichensteiner Vögte. Es muss also in der Zwischenzeit ein Besitzwechseln eingetreten sein, indem die Herren von Baitzen das plötzlich wertvoll gewordene Gebirgsland, für das das Kloster keinen sicheren Rechtstitel hatte, ihm entzogen und dort die Bergstadtgründung zu Ende führten.

1295 bekundete eine Reihe von Adeligen einen Landtausch zwischen Herzog Bolko I. und dem Dominus Moyko von Baitzen.

Herzog Bolko I. von Schweidnitz und Jauer war ein energischer Herrscher, der auch sonst adlige Güter an sich zog, z.B. 1291 die großen Besitzungen der Grafen von Strehlen mit dieser Stadt. Der Gegenstand des Tausches mit dem Grafen von Baitzen wird nicht näher bezeichnet. Da aber in der gleichen Urkunde Bolko die 1293 vorgenommene Kirchengründung des Moyko bestätigte, war dieses Dorf in herzogliche Hand übergegangen. Aus späteren Urkunden wird klar, dass Moyko seinen gesamten Besitz südlich der Neiße hatte abtreten müssen.

Ganz sicher waren die heißbegehrten Goldfundstätten die Ursache dieses erzwungenen Tausches.

Quelle: Wappenbuch der schlesischen Städte -  Herausgegeben von Hugo Satjrma ( Freiherr von der Jeltsch ) - Berlin 1870

Link: Dirizlaus von Byczen - Zur Geschichte der Grundherrschaften von Günter Böhm - Die Böhm Chronik Band 3.png

Link: Dirsko von Byczen - Vaterländische Bilder in einer Geschichte und Beschreibung der alten Burgfesten und Ritterschlösser Preußens, Seite 86 – Autor Karl August Müller.png

Kirchengeschichte des Fürstentums Münsterberg und des Weichbildes Frankenstein

Kopietz, Johannes Athanasius - Frankenstein 1885

Auszug aus dem I. Abschnitt - Kirchen des Archipresbyterates Kamenz

1. Baitzen. Pfarrkirche S. Martini Ep. C.

Durch Vermählung mit Dirskos Tochter Elisabeth kam der Ritter Nicolaus Danielwitz in den Besitz von Baitzen. Dieser Nikolaus von Baitzen erklärt in einer Urkunde des Jahres 1340, dass er mit seinem älteren Sohne Nicolaus, vom Abte Sighard von Kamenz, als Entschädigung für einen von diesem gezogenen Graben bei Reichenau 7 Mark Prager Groschen erhalten habe. Andere auf die Familie Danielwitz bezügliche Urkunden sind folgende: Am 25. August 1342 gestattet der Herzog Nicolaus von Münsterberg dem Nicolaus von Danielwitz, die Bauernhufen seines Allods in Baitzen in Zinshufen umzuwandeln, und überlässt ihm über dieselben alle herzoglichen Rechte.

Unter dem 09. September 1346 bestellt Ritter Nicolaus von Danielwicz den Viceplebanus Lorenz von Baitzen zu seinem Procurator in der Streitsache zwischen ihm und dem Kloster Kamenz wegen eines Mühlwehres und wegen des Wasserlaufes, der von diesem Wehr zur Neiße geht. Definitiv wird die Sache am 14. September 1346 geordnet: Der Danielwicz erhält vom Kloster 28 Mark Prager Groschen, wogegen er demselben Ackerparzellen von dem Wehre seiner Mühle in Baitzen an, dann zu beiden Seiten der Neiße bis nach Reichenau hin abtritt.

Am 30. März 1349 verkauft Elisabeth, die Gemahlin des Nicolaus von Danielwicz und Erbherrin von Baitzen als Tochter des verstorbenen Ritters Dirsko von Baitzen, mit Genehmigung ihres Mannes und in Zustimmung ihrer Söhne das Dorf Baitzen für 900 Prager Groschen mit allen Rechten und dem Patronate der Baitzner Kirche dem Stifte Kamenz.

In der Bestätigungsurkunde des Herzogs Nicolaus von demselben Datum wurde dem Stifte auch das Recht zugesprochen, das Dorf nach deutschem Rechte auszusetzen. Am 24. April 1350 verkauft die Elisabeth von Danielwicz zu Brieg dem Kloster Kamenz 2 Mark Jahreszins von ihrem Allod in Altmannsdorf.

Als letzte auf die Familie Danielwicz bezügliche Urkunde teilen wir die vom 30. Juli 1358 mit, in welcher die Gebrüder Luther, Dirsko und Bernhard von Danielwicz zu Ottmachau vor dem Bischof Preczlaus von Pogarell (1342 - 1376) auf alle Anrechte an die Güter des Stiftes Kamenz verzichten.

Die Versorgung der Geistlichkeit von Baitzen um 1360, wie sie von Kopietz beschrieben wird, erscheint in den ältesten Lagerbüchern von Neiße. Die im Zusammenhang mit der Vermählung des Dirislaus von Baitzen erwähnten Orte Bautzen und ( Bernhard von ) Kamenz genannten Orte liegen in Sachsen.

Link: Burg Bardo, Burg Kamenz und Schloß Kamenz - https://de.wikipedia.org/wiki/Kamieniec_Z%C4%85bkowicki

Link: 1096 - Die Eroberung von Bardo - Schloß Kamenz.jpg

Im Jahr 2015 wurde die Kloster - Chronik aus dem Hochmittelalter zum Weltdokumentenerbe der UNESCO* erklärt.

Quellen:
  • Die Schlacht von Bardo 1096 - Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern – 1025 bis 1137 – von R. von Rothenburg, 3. Auflage, S. 93, 94 - Wien 1834
  • * The Book of Henrykow - UNESCO Memory of the World, abgerufen am 31.08.2017 (englisch)

1283 - 1288 - 1349
Die Herren von Baitzen verkauften ihren umfangreichen Besitz, bereits 1283 wurde ja das Gut Taschenberg an das Kloster Kamenz verkauft, 1288 Frömsdorf an das Kloster Heinrichau, um 1293 Schrom und schließlich 1349 Baitzen an das Kloster Kamenz.

In einer Stiftungs - Urkunde vom 01.04.1306 wird das Vermächtnis vom Ritter Dirsko von Baitzen an das Kloster Kamenz erwähnt*.

*Quelle: Schlesisches Urkundenbuch – Codex Schlesien – hrsg. Verein für Geschichte vom Altertums Schlesien. Band 10, Urkunden des Kloster Kamenz. Ed von Dr. Paul Pfotenhauer, Breslau 1881 - Ritter Dirsko von Baitzen macht eine Stiftung an das Kloster Kamenz

Im Jahr 1645 gehörte Baitzen zum Kamenzer - Stiftsland und das Dorf blieb von da ab bis 1810 im Besitze desselben.

Siegel - und Wappenbeschreibung:

Miles Dyrsko de Bycen. 1306 Februar 1. Kam. 67 u. 68; an beiden Urkunden an Schnüren von gedrehten Seidenfäden, bei ersterer von grün und roter und bei der zweiten von gelblicher Farbe. Der Schild enthält den bei No. 26 (T. III.) beschriebenen heraldisch merkwürdigen Stern und trägt einen en face gestell­ten Helm mit offenem Adlerfluge. Umschrift: - j - S • D IR S C O N IS • DE B IC Z N E • F I L I I • D IR S L A I. Das Siegel an Urkunde Kammer 68 trägt auch ein rundes Rücksiegel von 29 mm. Durchmesser, welches nur den eben beschriebenen Helm mit Flug zeigt und die Umschrift führt: - J - S • D IR S C O N IS • DE • B IC EN. Über den Dirsco und seine Familie vgl. Stenzel, Heinrich Gr. S. 78 - Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel VII. Nr. 71

KU172. Die Familie Baitzen führte, wie ein Siegel des Moyco an einer Urkunde vom 12. April 1295 zeigt, im Schilde einen Stern von acht Strahlen, deren Spitzen mit Fichten - oder Tannenzweigen und mit Federn besteckt sind. Pfotenhauer, Schlesische Siegel, Tafel IV. 26 - S.28

Wie das Siegel des Ritters Dirsko de Bycen ( d. i. Baitzen, Kr. Frankenstein), Moyko’s Bruder, beweist ( Tafel VII. No. 71 ), bildete dieses seltsame Sternbild bereits das ständige Familien – Wappenzeichen – vgl. Stenzel, a.a.O. Seite 78 - Pfotenhauer, Schlesische Siegel, Tafel IV. 26 – S. 28

KU191. Das Wappen der Familie Danielwicz zeigt nach dem Siegel einer Urkunde vom 24. Dezember 1344 einen Helm auf welchem ein mit 12 Federn oder Fichtenzweigen besteckter Ring zu sehen ist.

Die Familie von Danielwicz

Schreibweise: Danielewicz, Danielewitz, Danieliwicz, Daniełowicz, Danielwicz, Danielwitz, Daniłowicz

  1. Danielwitz – Preußen / siehe Siebmachers Wappenbuch
  2. Danielwitz vom Grzymala – Wappen / Litauen, Preußen
  3. Danielwitz vom Leliwa – Wappen / Litauen
  4. Danielwitz vom Rola – Wappen / Ukraine, Polen
  5. Danielwitz vom Sas – Wappen / Ukraine

Lukas – Domslau, Kreis Breslau hieß Villa Luccevich, d.h. Dorf des Lukas – Offenbar war dieses Adelsgeschlecht zur Kolonisationszeit aus Deutschland eingewandert.

Dessen Söhne waren:

  • Domaslaus – 1252 – 1257 hatte einen Sohn namens Lukas ( 1295 ) und eine Tochter ( 1282 ), Domaslaus war ein Getreuer des Herzogs Heinrich III.
  • Heinrich – 1245 – war ein Lokator von Müncheberg im Bistum Lebus
  • Daniel – 1245 – war ein Lokator von Müncheberg im Bistum Lebus, ab 1251 Graf Daniel, Getreuer des Herzogs Heinrich III. und hatte einen Sohn namens Heinrich ∞ Borsca ( 1288 )

Heinrich - 1306/15 er war ein Urkundenzeuge vom Herzog Heinrich IV, er bekleidete das Amt des Hofrichters, Heinrich / Henischo Ritter von Danielowicz war der Grundherr von Baitzen 1323.

Nicolaus von Dangelwicz erhielt 1342 die herzogliche Erlaubnis, das Allod in Beyczano / Baitzen (9) in Bauerngüter umwandeln zu dürfen.

Quelle: Archiv für schlesische Kirchengeschichte, Band 1 von Karl Eistert: Eine verschwundene Kirche im Kreise Ohlau

Wappengemeinschaft Rola – 1330 / Danielewicz

Rola bezeichnet ein polnisches Wappen, welches von verschiedenen Familien des polnischen Adels in der Zeit des Königreichs - Polen und der polnisch – litauischen Union in Litauen, Preußen, Russland und der Ukraine verwendet wurde.

Wappenbeschreibung:

In rotem Felde drei silberne, sichelförmige Pflugeisen, die in der Mitte zusammenstehen, mit den Spitzen nach den Oberecks nach unten gestellt sind, in der Mitte, wo sie zusammenstehen, mit einer silbernen Rose belegt sind, über der gräflichen Krone zieren fünf Straußenfedern als Helmschmuck das Wappen, die Helmdecken und der Wappenmantel sind rot – silbern.

Infolge der Union von Horodlo ( 1413 ) vermehrte sich das Adelsgeschlecht Danielewicz ( Wappen Rola ) nach Litauen, wurde 1450 in die Familie Ostoja aufgenommen und siegelte mit dem Wappen von Ostoja.

Danielewicz / Ostoja - Wappen Ostoja Danielewicz

Die Danielewicz der Familie Ostoja sind hauptsächlich unter Beamten in den Bezirken Vilnius, Ashmvany, Trakai und Vilkmerge zu finden. Quellen berichten über Daniel, der zwei Söhne und eine Tochter hatte und von denen David Danielewicz Mitte des 15. Jhs. der Richter von Vilnius war. 1530 besaß Michał Danielewicz 10 Dörfer mit verschiedenen Wirtschaftsgebäuden auf diesen Grundstücken. Sein Enkel Jan Kazimierz Danielewicz war Stellvertreter der Sejm aus dem Bezirk Vilnius. Iwaszko Iwanowicz Danielewicz war im Jahr 1511 genau wie sein Bruder Fedor 1523 am Königshof in Krakau tätig.(5)(6)

Link: Wappen Ostoja - Danielewicz.jpg

Die Danielewicz von der Familie Ostoja besaßen mehrere große Liegenschaften in Litauen, Preußen, Weißrussland und Wolyn in der Ukraine und hatten hochrangige Ämter im polnisch - litauischen Commonwealth inne, hauptsächlich im Großherzogtum - Litauen. Im Laufe der Jahrhunderte genoss das Adelsgeschlecht Danielewicz ein hohes Ansehen und erhielt häufig die Stellung eines Starosten ( Fürsten der Regentschaft) oder eines Bezirkrichters, auch waren sie oft in Provinzen im Sejm und vertraten so das Gemeinwesen.(7)(8)

Diese Linie von Ostoja Danielewicz wurde 1859, 1862, 1881 und 1882 in die Adelsbücher der Provinz Vilnius eingetragen.

Danielewicz / Pacowie – Wappen Gozdawa

Die Familie Danielewicz unterstützte über viele Jahrhunderte die Familie Pacowie und war ihr engster Verbündeter. Im Jahr 1653 wurde das nach Fürst Bohdan Sapieha in Weißrussland benannte Eigentum von Bohdanow an Barbara, die Tochter von Fürst Kazimierz Sapieha, übergeben. Barbaras Tochter Tekla Wollowicz heiratete Piotr Michał Pacowie und der Besitz ging an die Familie Pacowie über.

Da Piotr Michał Pacowie keine eigenen Kinder hatte, nahm er Michał Danielewicz ( Starost von Plotelsk, Inspektor der ungarischen Grenze) als Sohn seiner Schwester Katarzyna Pacowie in die Familie Pacowie auf, infolgedessen wurde das große Anwesen von Bohdanow, die Stadt Kartena und andere Liegenschaften von der Familie Pacowie an die Familie Danielewicz übergeben.

Link: Wappen Gozdawa.jpg

Gegen Ende des 18. Jhs. zog ein Teil der Familie von Danielewicz nach Preußen, wo sie sich als Offiziere der preußischen Armee anschlossen, um gegen die russische Seite zu kämpfen, die die Kontrolle über den Ostteil des Commonwealth innehatte. Von diesen war Carl Friedrich von Danielewicz 1806 ein Major in der altpreußischen Armee, ein weiterer von Danielewicz war Leutnant in der neupreußischen Armee.

Wincenty Danielewicz (*1787 – †1878) ∞ Franciska Danielewicz geb. Grunwald erhielt den französischen Orden der Ehrenlegion und die Medaille der Heiligen Helena. Er nahm u.a. an der Schlacht von Arcis – sur - Aube ( 20.-21. März 1814 ) teil, wo er verwundet wurde. Nach seiner Rückkehr ins Land im Jahr 1815 begann er als Sekretär des Büros des Senats des Kongresskönigreichs in Warschau zu arbeiten. Danach arbeitete er bis 1844 als Chefarchivar der Heraldik des Kongresses.

Nach den napoleonischen Kriegen erhielt Marcin Danielewicz den Orden des Weißen Adlers für seine Tapferkeit im Kampf für die Unabhängigkeit des Commonwealth.

Ende des 19. Jhs. wurde die Familie in drei Linien geteilt; die Linie Preußen, Litauen - Weißrussland und Wolhynien. Insgesamt wurden 26 Männer als Adlige des Ostoja - Clans registriert. Alle Mitglieder der Wolhynia - Linie von Ostoja - Danielewicz wurden von den russischen Aufzeichnungen ausgeschlossen, nachdem sie Mitglieder der Opposition und in der Gunst Polens waren. 

Quellen:

  • (5) Eugeniusz Szczepaniak, Bialystok 1986, Informacja genealogiczna
  • (6) Adam Boniecki "Herbarz Polski" Warszawa 1899 - 1913
  • (7) C. Jankowski, Powiat Oszmanski , t.1, s. 223 i n.
  • (8) Wojciech Wijuk Kojalowicz, Herbarz, Krakau 1897, S.204 - 208
  • (9) Codex Schlesien hrsg. - Verein für Geschichte vom Altertum Schlesiens, Bd. 10, Urkunden des Kloster Kamenz. Ed von Dr. Paul Pfotenhauer, Breslau 1881

Historische Persönlichkeiten der Familie Pacowie – Wappen Gozdawa - alphabetische Reihenfolge

  • Antoni Michał Pacowie (†1774) - Schriftsteller, Abgeordneter, parlamentarischer Aktivist
  • Bonifacy Teofil Pacowie (†1678) – Mitglied der Kobrynischen - Konföderation des Großherzogtums Litauen
  • Dominik Pacowie (†1579) - Abgeordneter, Kastellan von Smolensk  
  • Feliks Jan Pacowie (†1702) - Höfling, Abgeordneter, litauischer Kammerherr
  • Ignacy Pacowie (†1765) – Generalinspektor der Armee des Großherzogtums Litauen 1760 – 1763, Generalmajor der litauischen Armee, Marschall des Hauptgerichts des Großherzogtum Litauen 1761  
  • Jan Dominikowicz Pacowie (†1610) – Woiwode von Minsk und Vilnius
  • Jan Kazimierz Pacowie (†1653) – Schriftsteller und Höfling
  • Jan Kazimierz Pacowie (†1696/7) – ab 1687 litauischer Hoffähnrich
  • Jan Krzysztof Pacowie (†1702) – litauischer Kammerherr
  • Jan Samuel Pacowie (1616-1654) – königlicher Hofmann und Abgeordneter
  • Jerzy Pacowie (†1505/6) - Woiwode von Kiew, Gouverneur von Kaunas, Nowgorod und Polozk
  • Józef Franciszek Pacowie (†1764) - samogitischer Kastellan
  • Józef Piotr Pacowie (1736-1797) – Generalmajor der litauischen Armee 1757, Mitglied des litauischen obersten Regierungsrates, Starost von Vilnius
  • Kazimierz Michał Pacowie (†1719) - großer litauischer Schriftsteller
  • Kazimierz Pacowie (†1695) - samogitianischer Bischof
  • Klara Izabella Pacowa (1635-1685) - Ehefrau des Großkanzlers von Litauen
  • Konstanty Władysław Pacowie (†1686) - Oberst der litauischen Armee
  • Krzysztof Konstanty Pacowie (†1725) - großer litauischer Schriftsteller, Kastellan von Polock
  • Krzysztof Zygmunt Pacowie (1621-1684) – Großkanzler von Litauen
  • Ludwik Michał Pacowie (1780-1835) – Mitglied der provisorischen Regierung vom Königreich Polen 1831, Senator - Woiwode, Senator – Kastellan des Kongress - Königreiches
  • Michał Jan Pacowie (1730-1787) – Generalmarschall der litauischen Armee und Generalmajor der litauischen Anwaltskonföderation
  • Michał Kazimierz Pacowie (†1724) - Starost von Wasilkowski, Kastellan von Połack
  • Michał Kazimierz Pacowie (1624-1682) - großlitauischer Oberbefehlshaber der Armee und der Woiwode von Vilnius
  • Michał Pacowie (1754-1800) – Starost von Kaunas und Borciański, ab 1783 Generalmajor der polnischen Armee
  • Mikołaj Jurjewicz Pacowie (†1545/6) - litauischer Kammerherr, Woiwode von Podlachien
  • Mikołaj Pacowie (1570-1624) - samogitischer Bischof
  • Mikołaj Pacowie (1527-1585) - Bischof von Kiew, nominierter und Smolensker - Kastellan
  • Mikołaj Stefan Pacowie (1623-1684) - Woiwode von Trakai, Kastellan von Vilnius, ab 1671 Erz - Bischof von Vilnius
  • Paweł Pacowie (†1595) – Kastellan von Vilnius, Woiwode von Mścisław
  • Piotr Michał Pacowie (†1696) – Starost von Samogitia und Generalgouverneur von Samogitia
  • Piotr Pacowie (1570-1642) - Hofschatzmeister, Woiwode von Trakai
  • Samuel Pacowie (1590-1627) - Kapitän der Husaren, großer litauischer Fähnrich
  • Stanisław Pacowie (†1588) - Woiwode von Witebsk
  • Stefan Pacowie (1587–1640) – Großschatzmeister und litauischer Hofschatzmeister, ab 1635 litauischer Kanzler

 

Goworek / Lasota - Wappen Rawicz / Odrowaz

Linien – Bildungen: Goworek

Das böhmische Adels - Geschlecht der Lasota aus Oberschlesien (3), bestehend aus Grafen, Freiherren und edlen Rittern, war ein Zweig der Familie Goworek ( 1108 dokumentiert ), deren Nachkommenschaft verbreitete sich nach Litauen, Österreich, Polen, Preußen, Schlesien und Ungarn.

  1. Lasota – Wappen Jelita / ab 1580 Wappen Leczyca
  2. Lasota – Wappen Odrowaz / Schlesien – ab 1240 auch Lasata / Lessota / Lassota geschrieben, dienten 1720 in der Polnischen - Armee
  3. Lasota – Wappen Rawicz – sind ein Zweig der Goworek, waren bis 1350 in Lublin vertreten, dieser Zweig änderte den Namen in Lasotawitz ( Wappen Rawicz ) und ging nach Litauen

Bei Lassota von Steblau ( Lassota / Lassatini lateinisiert ) handelt es sich um ein altes Adelsgeschlecht und Mitglied des Malteserordens. Siehe Georg Lassota von Steblau (†1573) als Komtur von Troppau und Makau ab 1553 (nach WROBEL 2010, 85 mit Anm. 353).

Nachkommende Linienbildungen (2) sind authentisch: Die Herren von Sedlnitzky von Choltitz, die Herren von Krarvarz und Tworkau, die Herren von Dubrawitz ( in Mähren ) - alle trugen ein einstimmiges Wappen.

Unter Wadislaw I. Ellenlang König von Polen war Goworek der Kastellan von Zawichost, sein Sohn Simon Lassota war der Kastellan von Sandomierz ( Lassota albo Silvester = lat. silva - Wald / Goworek - Kastellan von Sandomierz - Wappen Rawicz ), die Söhne von Lassota trugen die Namen Goworek und Lassota ( deutsch: Waldmann ).

Gräfliche und Freiherrliche Geschlechter Schlesiens (6)

  • 1242Sedlnitzki von Sedlnice und Lassota – waren Kastellane zu Liegnitz, nahmen am 09.04.1241 an der Schlacht bei Liegnitz teil
  • 1316 – Thimo de Choltitz war der Kastellan zu Liegnitz unter Herzog Boleslaw II. von Schlesien - 1318 war Thimo der Herr von Choltitz und der Oberlandesrichter in Böhmen
  • 1337 – Thimen von Choltitz diente unter Herzog Boleslaw II. zu Münsterberg in Schlesien
  • 1373 - Der Breslauer - Landeshauptmann Thime von Choltitz bekundete, dass Martin, Margaretha und Anna Reimann den Schaffern des Hospitals zum heiligen Leichnam ihren Grundbesitz in Zedlitz verkauft haben. Breslau den 12.01.1373 (7)
  • 1437 – Die Gebrüder Albrecht, Thime und Hans Choltitz waren die Landeshauptleute im Fürstentum Schweidnitz und Jauer und waren die Herren von Choltitz in Ober – Schlesien
Böhmische Adels - Wappentafel: 104

Wappen: In Rot ein silberner Flitschbogen. Kleinod: natürlicher Pfauenwedel quer nach links belegt mit der Schildfigur. Decken: rot – silbern.

Lasota - Wappen Odrowaz, Schlesien 1240, dienten 1720 in der polnischen Armee.

Lasota von Steblau war 1350 ein Rawicz Wappen aus der Woiwodschaft Lublin und ein Zweig der Goworek (1), ein anderer Zweig modifizierte den Namen Lasota in Lasotawicz, dieses Wappen vermehrte sich 1689 nach Litauen.

 

In Titular kamen folgende Lasotas vor (2):

  • 1170 - Das Patronym von Lassota lautet Lassocic oder Lassocicz: Der Nekrolog des Klosters Lubin notiert am 05.07.1170 den Tod des Woiwoden Pakoslaw Lasocic, der Sohn des Comes Lasota (8)
  • 1240 - 1242Lassatus Castellanus Lignicensis / Lassota Kastellan von Liegnitz - nahm am 09.04.1241 an der Schlacht von Liegnitz teil, sein Nachfolger, sein Sohn Jacobus Lassota, war ebenfalls der Kastellan von Liegnitz 1242 - 1245
  • 1363 - Kastellan Lasota von Liegnitz
  • 1364 – Bartusch Lasota in Koslischen, war ein angesehener Cavaliere beim Herzog Konrad I. von Oels
  • 1364 - Lasota von Czirnobuscheze, war ein polnischer Richter zu Mielitsch / deutsch: Militsch - Niederschlesien
  • 1511 – Johann Lasota von Steblau (†1511) - liegt in der Peter Paul Kirche zu Liegnitz begraben
  • 1520 - Lasota / Sylwester Ozarowski – Wappen Rawicz (†1537) war ein Sohn von Prandota aus Ożarów im Bezirk Lublin, Lasota war der Burggraf von Krakau (1510) und königliche Kammerherr unter Sigismund I. von Polen
  • 1534 – Lasota von Tosek – Wappenbrief für Wenzel Georg und seinen Bruder Nikolaus Lasota, Prag den 06.02.1534 (S.B.CCLXXXIII,56)
  • 1545 – Georgius Lassota von Steblau (†22.05.1572 in Brieg) - war seit 1547 ein Doktor der Rechtswissenschaften, der fürstliche Kanzler von Brieg und ein vortrefflicher Cavaliere unter Herzog Georg II. von Brieg
  • 1555 – Hans Lasota von Steblau auf Dohse im Wohlauischen, unter Herzog Georg II. von Brieg war er der Landeshauptmann im Wohlauischen
  • 1561 – Nikolaus Lasota von Steblau auf Bleischwitz, war der kaiserliche Major, Rat und Kanzler der Fürstentümer von Oppeln und Ratibor
  • 1573George Lasota von Steblau (†1573 in Troppau), war der Kommandeur des Johanniter – Ordens von Troppau, sein Epitaph in böhmischer Sprache steht in Paprocio p. 117
  • 1573 - Wenzel Lassota von Steblau (†1573) - Adel - auf der Herrschaft Bleischwitz bei Leobschütz war der Vater von Erich Lassota von Steblau (†1616)
  • 1581 – Hans Lasota von Steblau auf Rothkirch – war von 1561 bis 1596 der Rath von Liegnitz unter Herzog Heinrich IX. von Liegnitz und Herzog Joachim Friedrich von Liegnitz und Brieg
  • 1582 – Johann Lasota von Steblau - Adel – war der prager Appellations – Rath ( Sch., S.³ )
  • 1586 – Hans Lasota von Steblau, war der fürstliche, briegische Kammer – Junker
  • 1596 – Abraham Lasota von Steblau auf Rothkirch im Liegnizischen, wurde bei der Beerdigung vom Herzog Friedrich IV. von Liegnitz erwähnt
  • 1616 - Böhmischer Adelsstand für Johann Lasota - königlicher, böhmischer, Appellationsrat zu Prag, de dato 1582
  • 1616 Erich Lasota (*≈1550 - †1616) - war ein deutscher Offizier, Diplomat und Mustermeister Oberungarns (1595), Rat bei der königlichen, böhmischen Kammer des Erzherzogs Maximilian III. und wurde von diesem 1590 für seine Treue zum Truchsess ernannt.

Erich Lasota von Steblau relatio de Cassovia rebellibus dedita in Mséto, citatur in CI. Gryphii Apparatu de Scriptor, Historiam Sec. XVII. illustrantibus pag. 509.

Lasota von Steblau ( mährische Adels - Wappentafel: 156 )

  • Das Wappen des schlesischen Geschlechts "Lasota" zeigt ein silbernes abgerissenes Obermaul in der eine Pfeilspitze steckt.
  • Kleinod: Auf dem gekörnten Helm ist ein Pfauenschwanz, durch welchen eben dergleichen Maul und Bart mit der Pfeilspitze geht.
  • Decken: rot - silbern.

(5) Oberschlesisches Geschlecht wird zum Wappen - Odrowaz zugerechnet und ist erstklassig in den Fürstentümern Oppeln und Ratibor aufgetreten. Johann Lasota von Steblau, der königlich - böhmische Appellationsrat zu Prag, wurde 1582 in den böhmischen Adel aufgenommen, ebenso 1615 Erich Lasota von Steblau, königlich - böhmischer Kammerrat in Schlesien des Erzherzogs Maximilian III., des letzteren Bruder Dietrich erhielt 1606 die Aufnahme im niederösterreichischen Ritterstand.

Hans Lasota von Steblau kaufte nach 1622 von der königlichen Kammer die mährische Enklave Schlatten, über welches Gut sein Sohn Heinrich am 27.06.1628 vom Kaiser Ferdinand II. einen eigenen Erbbrief erhielt.

Andreas Lasota der Unterkämmerer des Palatinats Lublin in Polen / Wappen Rawicz ∞ Sophia Zelonia, hatte 5 Töchter und 7 folgende Söhne:

  1. Stanislaus Sucamerarius Lasota zu Lublin war 1560 unter König Sigismund II. August von Polen in wichtigen Ambassaden tätig und wurde vom König Johann III. von Portugal mit dem Goldenen - Vlies ausgezeichnet,  
  2. Johannes Lasota zu Sarnki und Lipice in Klein – Reußen war der Woiwode von Lublin,
  3. Nicolaus Lasota war der Kanoniker / Domherr in Posen,
  4. Petrus Lasota war ein Eques Auratus,
  5. David Lasota war beim König Sigismund II. August von Polen Hof – Cavalier,
  6. Christophorus Lasota war beim König Sigismund II. August von Polen in Beratungen und Gesandtschaften in rühmlichen Diensten tätig und starb als Hofbeamter / Schenk in Lublin,
  7. Andreas Lasota war der königliche Ober - Jägermeister in der Provinz Lublin unter König Sigismund II. August von Polen.

Link: Österreichisches Staatsarchiv – Signatur AT-OeStAAVA Adel RAA 242.8 – Unterkämmerer Andreas Lasota – Wappenverbesserung vom 11.09.1543.png

Von der Linie zu Leusersdorf im Liegnitzischen !

N. von Lasota Steblau, dessen Ehe mit einer von Secher und Gießmannsdorf im Jaurischen.

Von ihr geboren:

Hans Ernst von Lasota auf Kleintintz und Schmerbach im Liegnitzischen, dessen Ehe mit einer von Adelsdorf und Leusersdorf ( deren Mutter eine von Falkenhayn und Kottwitz, des Vaters Mutter eine von Sack auf Lübichen, der Mutter eine von Falkenhayn und Goschke im Breslauischen ).

Von ihr geboren:

Christopher Abraham von Lasota und Steblau auf Leusersdorf (†30.03.1705) war dreimal verheiratet:

  1. In erster Ehe mit einer Tochter des Oberst - Lieutenants von Kirschbaum zu Ober, aus dieser Ehe gingen 3 Söhne hervor, alle Söhne verrichteten Kriegsdienste im königlich polnischen und kursächsischen Heer, der Hauptmann Wolf Sigismund von Lassota, der dritte Sohn, war 1728 bei der Cron – Armee – Jehro der Major vom König August II. von Polen - Litauen.
  2. In zweiter Ehe mit einer Tochter des Obrist - Wachtmeisters und Rat Mansfeld aus Eisenhut bei Liegnitz,
  3. In dritter Ehe mit Idea, Magdalena von Oßlewin, aus dieser Ehe gingen 1 Sohn † und 2 Töchter hervor:
  • Eusebia Christiana Elisabeth Lasota (*25.12.1694 in Leusersdorf - †1721 in Breslau)
  • Eleonora Luysa Idea Lasota (*15.04.1697 - ≈†1728), sie ging 1705 als geistliche Jungfrau ins Kloster zum Heiligen Kreuz nach Liegnitz und wurde nach Ihrer Firmung " Maria Victória " genannt.

Casimirus Lasota ∞ Anastasia Lasota geb. Nanik – dessen war Sohn Johannes Lasota (*1836 - ≈†1900)

Casimirus / Casimir Lasota war 1831 ein Oberleutnant / Stabsoffizier im Prager Garnisons Artillerie Distrikt zu Königgrätz

Johannes Lasota ∞ Anna Lasota geb. Przybiegl – seit dem 31.01.1864

Link: Der schlesische Adel – Verlag für Kunstreproduktionen, 1728 – Seite 770.png

Link: Der schlesische Adel – Verlag für Kunstreproduktionen, 1728 – Seite 771.png

Link: Der Schlesische Adel - Hochadelige Geschlechter - Lasota Ozarowski, Verlag für Kunstreproduktionen, 1728, Seite 851.png

Link: Polnische Wappen von Kasper Niesiecki – 1839, S. 248 – Lassota, der Kastellan von Sandomierz und Sohn von Goworek.jpg

Link: Goworek - Bayerische Staatsbibliothek Münchener Digitalisierungszentrum – Digitale Bibliothek, Abschnitt Seite 236.jpg

Link: Lasota von Tosek - Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien - von Ritter Karl von Dobra Voda - Prag 1904 - Seite 137 - Harvard Universität.jpg

Link: Österreichische Nationalbibliothek - Wappen der polnischen Ritterschaft 1584 - Text polnisch - Seite 429 bis 435 - Wappen Rawicz - Goworek, Lasota, Prandota, Odrowaz.pdf

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Quellen:

  • Schlesischer Adel, Bd. 2, Hochadelige Geschlechter
  • (1) Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamlien – 1900 – Emilian Zernicki – Szeliga, Bd.1
  • (2) Österreichische Nationalbibliothek - Schlesische Kuriositäten, darinnen die ansehnlichen Geschlechter des Schlesischen Adels mit Erzählung des Ursprungs, der Wappen, Genealogien – 1720 – Johannes Sinapius – S.578, 579. 580, 581
  • (3) Adelslexikon der preußischen Monarchie – Band: L bis S – Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Lebebur – 1854, Seite 13
  • (4) Adelslexikon der preußischen Monarchie – Band: L bis S – Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Lebebur – 1854, Seite 432
  • (5) Auszug: Der mährische Adel - Nürnberg 1899 - Seite 224 / Dr. Heinrich von Kadich und Konrad Blazek
  • (6) Nationalbibliothek der Tschechischen Republik - Der schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728, Seite 221
  • (7) Originalurkunde im Breslauer - Stadtarchiv PP 18
  • (8) Prof. Franciszek Piekosiński - Die polnische Ritterschaft des Mittelalters - II, 288
  • Bayerische Staatsbibliothek: Tagebuch des Erich Lassota von Steblau : Nach einer Handschrift der von Gersdorff-Weicha'schen Bibliothek zu Bautzen herausgegeben und mit Einleitung und Bemerkungen begleitet von Reinhold Schottin

Einzelnachweis: 33

  • Weitere Informationen zu Lasota ( Lesot ) v. Stéblov siehe Dobrá Voda 1904,137. Es besteht daneben eine polnische Linie mit Lessota = Lasota sowie Lasotawicz. ( so nach ZERNICKI -SZELIGA 2. Bd. 1900, 6, 13). „ Lassota ze Steblau “. ( MAŠEK 1. Bd. 2008, 534 ). „ Lasota (Lechtoka) ze Stéblova “ (PILNÁČEK 1930, 525). Bei Lassota von Steblau handelt es sich um ein altes Adelsgeschlecht und Mitglied des Malteserordens. Siehe Georg Lassota von Steblau als Komptur von Troppau und Makau ab 1553. (so nach WROBEL 2010, 85 mit Anm. 353).

Prandota / Odrowąż

Die Sage des Wappens

Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Vorfahr aus Mähren hatte in fremdem Lande mit dessen Bewohnern um die Wette mit dem Bogen geschossen und auch gerungen, war aber immer siegreich gewesen und hatte durch diese seine Geschicklichkeit die Gunst des dortigen Fürsten erlangt.

Einer aus dem Gefolge desselben war darüber eifersüchtig und wollte vor seinem Fürsten mit dem Fremden um Nasenstüber wetten. Der Vorfahr, der dies für eine Schmach ansah, fasste den Gefolgsmann beim Schnurrbart und riss ihm diesen mit der Oberlippe aus, die er auf den Pfeil steckte und dem Fürsten zeigte.

Dieser gab dem Ritter zum Andenken an seine bewiesene Überlegenheit als Wappen, den durch den Schnurrbart gesteckten Pfeil und nannte dieses Wappen Odrzywas ( Schnurrbart – Ausriss ), woraus später Odrowąż* wurde.

In dem Wappen sollten also die beiden heruntergebogenen Schaftenden den Schnurrbart bedeuten. Die Nachkommen dieses Ritters sollen schon um 847 im Grossmährischen - Reich unter Rastislav ( † nach 870 in Bayern ) vorgekommen sein, um 1080 kamen sie nach Polen, 1158 nach Böhmen.

In Polen war der erste Sitz des Geschlechts die Woiwodschaft in Sandomierz.

Als Stammvater der Linie Odrowąż gilt Prandota der Ältere ( siehe Wappen Rawa / Goworek ), der Anfang des 12. Jhs. aus Böhmen nach Polen kam.

Der erste polnische Odrowąż war Prandota Stary !

Woiwoden von RAWA ( Mazowiecka ) vor 1454

  • Prandota I. - Wappen Rawa – 1140
  • Prandota II. - Wappen Rawa  - 1230
  • Prandota III. - Wappen Rawa  - 1260
  • Jan Grot aus Slupce - Wappen Rawa – 14 Jh.
  • Prandota IV. - Wappen Rawa  - 1394

Link: Polnische Ritterschaft im Mittelalter – von Professor Franciszek Piekosiski.png

Woiwode von RAWA ( Mazowiecka ) - der Ersten - Polnischen - Republik

Link: Die polnische Krone in der goldenen Freiheit aller alten Kathedralen, Provinzen und Rittertümer – 1728 - Kasper Niesiecki, Band 1.jpg

Link: Polen – Seine Geschichte und seine Betrachtungen – von Joachim Lelewel - Poznan 1856, Band IV., Seite 179,180.jpg

Link: Österreichische Nationalbibliothek - Wappen der polnischen Ritterschaft 1584 - Text polnisch - S.18, 234, 392, 393, 398, 410 - Wappen Odrowaz.pdf

In den Jahren 1079 bis 1138 war Płock während der Herrschaft von Wladyslaw I. und Boleslaw III. die Hauptstadt Polens. 1237 wurde eine Urkunde ausgestellt, die das deutsche Stadtrecht / Magdeburger Recht bestätigt.

Einzelnachweis: 47, 47a

  • Kasper Niesiecki, Polish Herbal, herausgegeben von JN Bobrowicz, Leipzig 1839 - 1845, Prandota des Rawicz – Wappens, Band 11 S. 357 - 358
  • Prandota - Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts  Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker  1661 ( Originaltext ) - Seite 28

Die Steinkirche / Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Prandocin, die gleichzeitig Verteidigungsaufgaben erfüllte, gegründet zwischen 1125 und 1150 Prandota Stary von Prandocin - der Stammvater der Familie Odrowąż 1124 - erste Erwähnung.

Prandota Stary von Prandocin / Wappen Odrowąż, dessen Söhne waren:

  • Dobieslaw Prandocin aus Bialaczow, dessen Söhne waren: Piotr Odrowąż, Radoslaw ( Sad ) Odrowąż aus Bialaczow, Pawel Odrowąż.
  • Prandota der Jüngere von Prandocin, dessen Sohn war: Wisław aus Prandocin
  • Szawel ( Saul, Pawel ) Odrowąż aus Konskie, dessen Sohn war: Iwo Saul Odrowaz Graf von Konskie

Iwo Saul Odrowaz Graf von Konskie (*1145 - †1210)(4)

Dessen Söhne waren:

  1. Graf von Konskie Eustachius Odrowaz - war 1180 unter dem Herzog Mieszko I. der Herr der Güter Kamien, Sedlnice, Tworkow und Krawarz in Schlesien – dessen Söhne waren der selige Ceslaus von Breslau und der Heilige Hyazinth von Polen
  2. Graf von Konskie Iwo Odrowaz Bischof von Krakau 
  3. Prandota Dobieslaus
  4. Ivanus Bialaczow
  5. Miloslaus Bialaczow
  6. Prandota Bialaczow

Link: Ahnentafel der Grafen von Sedlnizky - Prandota - Odrowaz.pdf

Saul Odrowąż (Szaweł Odrowąż) war in der Schlacht in Pommern (10.08.1109 - Schlacht bei Naklo) wohlverdient und erhielt vom Boleslaw III. Güter im Land Konec, für seinen Sitz wählte er Konskie. Die erste Siedlung an der Stelle des heutigen Końskie bestand im 11. Jh. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1124, als sie der Familie Odrowąż gehörte. 1220 wurden eine Pfarrei und eine Kirche errichtet. Der Ort war zum Zentrum der Verwaltung der Güter der Familie Odrowąż und auch zu deren religiösem Mittelpunkt geworden.

Link: Die Schlacht bei Naklo an der Netze vom 10.08.1109.jpg

Saul Odrowąż erhielt riesige Gebiete, die sich in einem Dreieck von Opoczno über Skarżysko, Radom und wieder nach Opoczno erstreckten. Diese Güter wurden auf einzelne Erben aufgeteilt, die neben dem ererbten Wappen von Odrowąż auch die Namen von ihren Besitzern übernahmen, beispielsweise Białaczowscy aus Białaczów, Petrykowski aus Petrykóz, Parczewscy aus Parczew, Koneccy aus Końskie usw.

Der Hof von Białacz wurde Ende des 12. Jhs. von den Gütern von Konec abgetrennt. Laut Chronik: Saul Odrowąż von Końskie, Urenkel oder Enkel von Szyboty dem Alten, schenkte seinem Sohn Jan Białacz die Güter. Es ist anzunehmen, dass sie nicht nur Białaczów, sondern auch die umliegenden Dörfer umfassten.

Radosław ( Sąd ) Odrowąż aus Białaczów, dessen Söhne waren:

  • Jan Prandota,
  • Krzesław Prandota,
  • Pawel Odrowąż,
  • Piotr Odrowąż.
Dobiesław Sądowic - Kastellan von Warschau (*≈1230 - ≈†1280) ∞ Zwinislawa, der Tochter des Herzogs von Tczew – Lubiszewo Sambor II., aus dieser Ehe stammten die Kinder: Piotr aus Sprowa und Szczekocin, Andrzej, Strasz aus Końskie.

Link: Siegel von Sambor II. von 1229.PNG

Dobieslaw war der Kastellan von Zawichost, der Kastellan von Zarnow und Warschau und war der Vermittler in einem Streit zwischen Prinz Mszczuje II. und dem Herzog von Kujawy, Siemomysl. Dobieslaw kam aus der edlen Familie der Odrowaz und war der Sohn vom Kastellan am Krakauer Hof von Dobieslawicz. Sein Urgroßvater war der Krakauer Bischof Iwo Odrowaz.

Quelle: Polnisches biografisches Wörterbuch, Band 5, S. 232 - 233

1360 gibt der König Kasimir der Große dem Dorf Szydlowiec polnische Stadtrechte. Die Stadtbesitzer, die Brüder Jacob und Slavko Odrowaz nennen sich von da an Szydlowiecki. Diese Linie starb 1532 mit Graf Krzysztof Szydłowiecki im Mannesstamm aus.

Piotr Odrowąż von Sprowy (†06.09.1450) (3) ∞ Beata geb. Tęczyński - war der Eigentümer von 40 Dörfern in Rot - Ruthenien und ein polnischer Adliger, der Starost von Lemberg ( 1440, 1442 - 1450 ) und Podolski, der Woiwode von Ruthenia ( 1437 ), der Gouverneur von Podolien ( 1434 ) und Starost von Samborski und Halytsch.

Er war der Sohn von Dobieslaw aus Sprowa und Zagorze und hatte vier Brüder: Jan Odrowaz ( †1450 ) - Erzbischof von Lviv, Mikołaj Odrowaz, Pawel Odrowaz - Kastellan von Lviv ( 1463 ) und Dobieslaw Odrowaz - Kastellan von Przemyśl.

Im Jahr 1431 wurde Piotr Odrowąż der Besitzer von Satanow und Satanowa, er sollte das Schloss dort finanzieren und errichtete eine Ritterschaft, um die umliegenden Gebiete vor den Tatarenangriffen zu schützen, die mehrmals von Podole verwüstet wurden.

Das Dorf Piekoszow, ehemals Piankoszów, 1,5 km von Kielce entfernt, war Sitz der Familie Odrowąż. Piotr Odrowaz war der Mitbegründer der Kirche in Zurawica und Gründer von Szczekociny.

Er war der Woiwode von Lemberg und der Befehlshaber der Expedition nach Moldawien und führte aus der Walachei zusammen mit dem Kastellan von Sandomierz Przedborem aus Koniecpol an, während er Banner der Lemberg und Prezemysl befehligte, unterdessen der Kastellan und Starosta Theodor Buczacki an der Spitze des Podolien - Adels stand. Als sich ein Teil der polnischen und moldauischen Armee, Alexandder Eliaszewicz, zur Flucht entschied, gelang es Piotr Odrowąż, dem Befehlshaber der Schlacht, die Situation zu kontrollieren.

Am 31.12.1435 unterschrieb er die Friedensakte in Brzesc Kujawski (1) und war im Jahr 1438 Teilnehmer der Konföderation von Zbigniew Olesnicki (2).

Quellen:

  • Ilona Czamańska: Moldau und Walachei in Richtung Polen, Ungarn und der Türkei im 14. und 15. Jh. Posen: 1996.
  • Zdzisław Spieralski: Moldauische Schlägereien. Warschau: 1967
  • Teodor Żychliński: Das goldene Buch des polnischen Adels . T. 16. Poznań: 1879-1908
  • (1) - Codex diplomaticus Regni Poloniae und Magni Ducatus Lituaniae, herausgegeben von Maciej Dodgiel, Bd. 4, Vilnius 1764, S. 133.
  • (2) - Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Bd. 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 366
  • (3) - Stadt - und Grundbücher aus der Zeit der Republik Polen mit den Archiven des sogenannten Bernhard in Lemberg, Band XVII, S. 29 - Maciej Wilamowski, Familie des Hofes von Piotr und Andrzej Odrowąż Sprowski, Woiwodschaften und Starosten in Ruthenien, S. 290.
  • (4) Nationalbibliothek der Tschechischen Republik – Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728, Seite 220

Die Hauptlinie derer von Odrowąż spaltete sich im Lauf der Zeit in die Häuser Szydlowiecki und Chlewicki. Diese beiden Hauptlinien sind bereits an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit in der männlichen Linie ausgestorben. Nachfahren anderer Familien, die den Wappennamen Odrowąż tragen, leben noch heute in Polen, Österreich und Deutschland. Im 16. Jh. gab es etwa 60 Familien mit dem Odrowąż - Wappen.

Weitere verwandtschaftliche Zweige der Wappengemeinschaft " Odrowąż "

  • Bębnowscy / Bebnowski ( Wappen Odrowaz ) - siehe Jakob Dembinski aus Debno
  • Białaczowscy / Bialaczowski ( Wappen Odrowaz ) - Das Białaczowski - Anwesen von Kochanowski wurde im 17. Jh. aufgeteilt, nicht nur Kochanowski, sondern auch Dembińscy, Lubiszewski, Wolscy, Rodziński und andere hatten dort ihre Anteile
  • Dembińscy / Dembinski ( Wappen Odrowaz ) - Jakob Dembinski aus Debno / Szczekociny (*1427 – †15.01.1490) – war der Kastellan von Krakau (1478-1490), Woiwode von Sandomierz (1473–1478) und der Großkanzler der Krone (1460–1468)
  • Krawarski ( Wappen Odrowaz ) - auch Krawarn, ein Zweig der Herren von Tworkau ( Wappen Lasota / Odrowaz / Rawicz )
  • Siedlnicki - Sedlnitzky von Choltitz, mährisch – schlesisches Adelsgeschlecht / Peter Sedlnitzky von Choltitz der Ältere - aus der Ehe seiner Tochter Anna Sedlnitzky von Choltitz (*1585 - †1635) mit Isaak de Perponcher (*1570 - †1656) entstand die Linie Perponcher - Sedlnitzky*
  • Sprowski ( Wappen Odrowaz ) - Jan Sprowski war der Erzbischof von Gnesen und der Primas von Polen (1453-1464)
  • Szydłowiecki ( Wappen Odrowaz )

*Quelle: Göttinger Digitalisierungszentrum -  J. Siebmachers Wappenbuch - Preußischer Adel, Seite 36 / Wappentafel: 27

Die Perponcher waren ein altes niederländisches Geschlecht, das aufgrund der 1607 geschlossenen Ehe von Isaak de Perponcher (1) mit Anna Sedlnitzky von Choltitz später den Namen Perponcher - Sedlnitzky annahm und 1814 in den Niederlanden in den Adelsstand, 1815 in den Freiherrenstand, 1825 in den ( in Primogenitur ) erblichen Grafenstand erhoben wurde, der später auf alle Mitglieder der Familie ausgedehnt wurde. Verschiedene Mitglieder der Familie zeichneten sich im zivilen wie im militärischen Staatsdienst der Niederlande und später Preußens aus.

Link: Vermählungsanzeige Graf Kasimir mit Marie Gabrielle Reichsfreiin von Sedlnitzky – Odrowaz von Choltitz.jpg

Quellen:

  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in gen 32.16
  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA SB Partezettelsammlung 24-399
  • (1) Adelslexikon der preußischen Monarchie – Band:  L bis S – Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Lebebur – 1854, Seite 189

Link Sedlnitzky: Gothaisches, genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Seite 794.jpg

Link Perponcher - Sedlnitzky: Gothaisches, genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Seite 630.jpg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 34, 35, 36

  • R.E. de Bruin, Perponcher Sedlnitzky, Willem Emmery de, in: Biografisch Woordenboek van Nederland.
  • De gevangenneming van W. E. de Perponcher Sedlnitzky te Utrecht - Titel, De gevangenneming van W. E. de Perponcher Sedlnitzky te Utrecht, in November 1813, door de Franschen en zijne wegvoering naar Parijs, door.
  • Biographical Dictionary of the Netherlands: 1780 - 1830 - Biographical Dictionary of the Netherlands: 1780 - 1830. Once the Biografisch Woordenboek van Nederland ( BWN ) 1880 - 2000 sub-project had drawn to an end.

Im Verlaufe der Zeit verzweigten sich die Sedlnitzky immer mehr, und es entstanden viele Seitenlinien. So die Linien Sedlnitzky auf Sedlnitz und Bartassowitz, auf Geppersdorf, auf Ottaslawitz und Prödlitz, auf Polnisch - Ostrau, auf Rosswald, Füllstein und Meidelberg.

Es blühten im Mannesstamme nur noch die Linien Jäschkowitz und Dirschkowitz, deren Träger Anton Franz Freiherr von Sedlnitzky, Landstand, Oberstlandrichter in Troppau, Abgeordneter und Präsident beim schlesischen öffentlichen Konvent, war, sowie die Linie Wagstadt - Wischkowitz.

Die Grafen Sedlnitzky, die mit dem Freiherrn Karl Julius mit Diplom vom 25.07.1695 von Kaiser Leopold I. aus dem Hause Habsburg in den Reichsgrafenstand erhoben worden waren, leben durch die Heirat Marie Leopoldinens, der jüngsten Tochter des letzten Grafen Anton Sedlnitzky, mit Anton Freiherrn von Widmann in der gräflichen Linie Widmann - Sedlnitzky fort, da mit kaiserlicher Entschließung vom 09.12.1870 und mit Diplom vom 05.03.1871 gestattet wurde, dass Grafenstand, Namen und Wappen der Sedlnitzky auf Victor Freiherrn von Widmann übergingen.

Ebenso gingen durch weibliche Abstammung die Grafen Perponcher – Sedlnitzky in Holland hervor.

Durch Heiraten ist die Familie Sedlnitzky auch mit einer langen Reihe adeliger Geschlechter Böhmens, Polens, Ungarns und Deutschlands verschwägert, so mit den:

Arko, Bees, Falkenhain, Haugwitz, Hoditz, Kalkreuth, Kuenburg, Lichnowsky, Liechtenstein, Lüttichau, Mattinkloit, Nostitz, Oppersdorff, Podstatzky, Reway, Sak von Bohunowitz, Serenyi, Skrbensky, Szubalsky, Szydlowic, Töring - Seefeld, Vetter, Wrbna ( Würben ), Wlczek.

Auch ist zu bemerken, dass die Sedlnitzky in ihrem Stammland Mähren und in Schlesien zu Zeiten die obersten Landeswürden als Oberstlandeskämmerer, Oberstlandrichter etc. bekleideten, auch sonst im höheren Staats - und Militärdienst sowie in kirchlichen Würden standen, eine große Rolle in den blutigen Tagen der Religionskämpfe und des Winterkönigs spielten, und dass auch die Wissenschaft einige Namen ihrer Familie in ehrenvoller Weise aufgezeichnet hat.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 37, 38

  • Emilian von Zernicki – Szeliga: Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien, General - Verzeichnis. 2 Bände, Henri Grand, Hamburg 1900.
  • Harvard University: Die polnischen Stammwappen, ihre Geschichte und ihre Sagen. H. Grand, 1904.

 

      Bischof Prandota                   Beneschau                          böhmische Adels - Wappentafel: 104                 Wappentafel: 105

Die bedeutendsten Vertreter dieser Dynastie waren:
  • Iwo Odrowąż (*1160 - †21.07.1229 in Modena) war der Kanzler vom Herzog Leszek I. den Weißen ( von 1206 – bis 1218 ) und Jan Prandota / Wappen Odrowąż (*1200 in Białaczów - †20.09.1266 in Krakau), die beide das Amt des Bischofs von Krakau bekleideten,
  • sowie ihre schlesischen Verwandten dem Jacek Odrowąż / Der Heilige Hyazinth von Polen (*1183 Groß Stein - †15.08.1257 Krakau) - war ein polnischer Adeliger und Geistlicher, der als Begründer des Dominikanerordens in Polen gilt, 1594 wurde er heiliggesprochen - und Czeslaw Odrowąż / Der Selige Ceslaus von Breslau (*1180 Groß Stein - †1242 Breslau), 1713 wurde er seliggesprochen und war ein Mitbegründer der Dominikaner in Polen - beide waren Dominikanermönche,
  • die Selige - Bronislawa von Polen aus Kamien / Großstein – Schlesien – (*1203 – †29.08.1259), war eine Adelige und trat 1219 in das Prämonstratenserinnen - Kloster Zwierzyniec ein, wo sie 40 Jahre lebte, sie war mit dem Dominikanerheiligen Hyazinth von Polen verwandt,
  • Jan Odrowąż von Szczekocin (†1433), Kastellan von Lublin,
  • Jan Odrowąż von Sprowski (†14.04.1464) war der Kanonikus von Krakau, Gnesen und Posen, von 1450 – 1453 der Sekretär des Königs und wurde von 1453 – 1464 der Erzbischof von Gnesen und der Primas von Polen, er war Protegé und Anhänger von König Kasmir IV. Jagiello,
  • Andrzej Odrowąż von Sprowa ( †1465 ) war ein Adeliger und der Gouverneur, Statthalter, Starost von Lemberg (1450) und Podolski, der Woiwode von Ruthenien (1452 – 1465) und Podolien (1456). Er war der Administrator von Sedziszow seit 1455 und der Gründer der Bernhardinerkirche in Lemberg (1460).
  • Jan Odrowąż von Sprowa (†1485) Wappen Odrowaz – war Sohn von Piotr Odrowąż und der Woiwode von Ruthenen 1479 - 1485, der Woiwode von Podolski 1477 - 1479, der Starost von Halicki 1485, der Starost von Kamieniec und Podolski 1477 – 1481, der Starost im Unterbezirk Sandomierz 1465 – 1475, der Starost von Lwiw 1465 und der Starost von Samborski 1465 - 1469.
  • Jakub Odrowąż von Debno ( Dembiński / Odrowąż - †1490 ) war der Kastellan von Krakau und Großkanzler des polnischen Königs Kasimir IV. Jagiello.
  • Stanislaw Odrowąż (*1509 – †1545) war ein Adeliger und der Kastellan von Lemberg (1533), der Hauptmann von Lemberg (1534), der Woiwode von Podole (1535) und von Ruthenien (1542) sowie der Starost von Samborzec / Sandomierz. Er war seit 1530 verheiratet mit der Prinzessin Anna von Masowien (*1498 – †1557), der letzten Vertreterin der Linie der Masowien – Piasten, aus dieser Ehe ging 1 Tochter -  Sofia Odrowąż (*1537 – †1580) hervor, die 1555 den Militärkommandanten Jan Krzysztof Tarnowski (*1537 – †1567) Wappen Leliwa heiratete.

 

Hans Boner war ein deutscher Kaufmann und Bankier in Krakau

Linie: Vršovci / Goworek / Boner

Hans Boner (*≈1450 in Landau in der Pfalz - †15.12.1523 in Krakau) war 1498 ein Stadtratsmitglied, 1515 Burggraf und wurde 1520 in den polnischen Adelsstand erhoben und war 1522 der “ Magnus Procurator “ ( Gouverneur ) von Krakau. Er war außerdem Starost = Verwalter des Vermögens von Rabsztyn und Ojcow in Kleinpolen.

In Krakau, der damaligen Hauptstadt von Polen, handelte Boner mit Bauhölzern, Gewürzen, Glas, Silber, Tuche, Vieh und Zinn, während Zink und Schlachtvieh exportiert werden konnten. Er eröffnete Zweigniederlassungen seines Unternehmens in vielen Städten Polens, Deutschlands, Russlands und Ungarns.

Hans Boner galt zu seiner Zeit als einer der reichsten Männer Europas ( Fugger Polens ).

Boner war Spross einer wohlhabenden Tuchhändlerfamilie mit Handelsbeziehungen nach Frankfurt am Main, Nürnberg, Deutsch - Wagram und in die Tuchmacherstadt Gent. Früh eröffnete er sein eigenes Handelsgeschäft in Breslau, da es schon damals enge Handelsbeziehungen zwischen Gent und Breslau gab. Im Jahr 1483 gründete er ein neues Unternehmen in Krakau, während sein Bruder Jakob Andreas Boner (1454–1517) die Firma in Breslau weiterführte.

Jakob Andreas Boner aus Landau (†1517 in Breslau) - Kaufmann und Bankier von Breslau. Er leitete ein Familienunternehmen in Breslau. 1512 kaufte er das Haus seines Bruders auf dem Hauptmarkt in Krakau, aus dessen Ehe mit Barbara Lechner ( †1518 )  hatte er sechs Kinder:

  1. Severin Boner aus Landau (*1487 - †1549) ∞ Sophie Boner geb. Bethmann (1. Ehe - 15.10.1515) / (2. Ehe - 23.10.1532 Hedwig Koscielecka),
  2. Franz Boner aus Landau ( *1499 - †1552 ) ∞ Anna Krupka ( Krupczanka ),
  3. Jakob Boner aus Landau ( *1511 – †1556) ∞ Lucretia Huber,
  4. Helena Boner aus Landau (†1550) ∞ Sebald Huber,
  5. Barbara Boner aus Landau (†1555) ∞ Sebastian von Uthmann,
  6. Magdalena Boner aus Landau (†1529), die seit 1527 mit Stanislaus Radziwiłł (†1531) verheiratet war.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Andreas Boner von Landau, dessen Eltern: Franz Boner von Landau (*1499 - †1552) und Anna Krupka († nach 1552) waren, war mit Hedwig Goworek verheiratet, aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor:

  1. Abraham Boner von Landau,
  2. Andreas Boner von Landau,
  3. Adam Boner von Landau.

Hedwig Goworek war die Tochter von Stanislaus Goworek - Wappen Rawa / Rawicz.

1496 verbot man dem Adel alle Beschäftigungen außer dem Landbau und Waffendienst.

Da auch die Güter der Pferde - und Viehzucht einen allodialen Status besaßen, wurden diese vom Vater auf den Sohn vererbt und konnten, wenn sie länger als zwei Generationen innerhalb einer Familie verblieben, nicht außerhalb des Verwandtschaftskreises veräußert werden.

Verschiedene Mitglieder der Familien – Dynastie GOWOREK sind seit 1496 erfolgreich im Pferde / Vieh und - Paarhuferhandel bis zum heutigen Tag - dieser Familienclan war bis 1970 der größte Fleischer - Familienverband Deutschlands - in diesem Metier tätig und sind seit über 5 Jahrhunderten Garanten für eine gedeihende Bevölkerungsentwicklung in Europa.

  • Vinzenz Goworek (≈1875)
  • Ignaz Goworek (≈1919)
  • Franz Goworek ( ab 1947)
  • Jürgen Goworek ( ab 1986)

Johann Boner, aus Landau in der Pfalz zugewandert, bekam 1483 das Bürgerrecht in Krakau.

Er wurde von Severin Bethmann (*1420–†1515), der aus Weißenburg im Elsass stammte und damals schon ein reicher Kaufmann und Ratsherr war, ins Geschäftsleben eingeführt und in dessen Unternehmen aufgenommen. Boner erwirtschafte schnell ein großes Vermögen als Kaufmann und Bankier. Durch die Heirat mit der Tochter eines der reichsten Bürger stieg er in das Patriziat auf.

Er erfreute sich großer Wertschätzung in der Stadt und gehörte von 1498 bis zu seinem Tod 1523 dem Stadtrat an. In seinen weit gespannten Handelsaktivitäten unterstützte ihn König Johann Albrecht, dem er Geld lieh, ähnlich wie dessen Nachfolger, König Alexander. Eine steile Karriere machte Johann Boner am Hof vom König Sigismunds I. von Polen.

Er avancierte zum königlichen Hauptlieferanten und stellte verschiedene Luxuswaren für die Hochzeit des Königs mit Bona sowie venezianische Fensterscheiben für den Palast auf dem Wawel. Der König unterstützte seinen Lieferanten, der ihm großzügige Kredite gewährte und finanzielle Mittel bei außerordentlichen Bedarfsfällen des Staates bereitstellte – so 1519, als der Krieg mit dem Deutschen – Orden ausbrach.

Deswegen war der König bei Boner ständig hoch verschuldet. Als Vertrauter des Monarchen bekleidete dieser verschiedene Ämter, die mit der Verwaltung der königlichen Güter verbunden waren, wie z.B. der Salzgruben und Grundherrschaften. Boner ordnete, sanierte und führte die Staatsfinanzen.

 

Severin Boner von Landau - Händler und königlicher Bankier von Bona Sforza

Er war Herr auf Osiecki und Bietsch ab 1520, Ciezkowice ab 1520, Ratsherr zu Krakau bis 1532, Burggraf zu Krakau 1520, Humanist, adelig seit 1522 und österreichischer Freiherr 1540.

Severin Boner von Landau (*1486 – †12.05.1549) ∞ Sophie Boner geb. Bethmann (1. Ehe - 15.10.1515) / (2. Ehe - 23.10.1532 Hedwig Koscielecka) war der Neffe von Hans / Johann Boner von Landau. In der Marienkirche in Krakau befindet sich sein Grabmal, eine Arbeit von Hans Vischer.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 39.18

Severin Boner war der Neffe und Erbe des kinderlosen Johann Boner von Landau. Er verband große Handels – und Kreditgeschäfte mit staatlichen Würden. Er verfügte über ein großes Vermögen, das er von seinem Onkel und auch von seinem Schwiegervater Severin Bethmann (*1420 –†1515) geerbt hatte. Dies waren Grundherrschaften aber auch Ziegelhäuser in der Stadt. In erster Linie führte er eine Bank, die auf europäischem Niveau operierte, damit wurde er zum Hofbankier des Königs Sigismund I.** von Polen, er bekleidete hohe Staatsämter und erreichte die Senatorenwürde.

 

Kanoniker Franz, Christoph, Jakob Goworek  (*1619 in Oppeln – †1681 in Rybnik)

Franz Goworek wurde 1619 in Oppeln geboren. Er absolvierte ein Studium in Olmütz und wurde 1644 in Neiße zum Priester geweiht.

Am 10.07.1652 wurde er in das Presbyterium eingeführt und dem Pfarrer in Rybnik sowie dem Grafen Bernhard von Prażma / Praschma vorgestellt.

1660 wurde er Kanonikus der Stiftskirche in Oberglogau (1) und 1672 Kanoniker der Stiftskirche in Ratibor. Auf seine Initiative stiftete Graf Bernhard von Oppersdorff 1675 in Rybnik / Jankowice ( königlich Jankowitz ) an der Stelle der zerstörten Fronleichnamskirche eine neue Holzkirche, die bis heute in Jankowice als eine architektonische und sakrale Sehenswürdigkeit in der Region Rybnik - Ratibor - Schlesien als Kulturerbe erhalten ist.

Link: Wappen Rybnik.png

Sie ist eine von zwei hölzernen Kirchen in Schlesien und wurde auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes  gebaut. Der Tempel hat eine Blockkonstruktion und ein Schindeldach. Das Neobarock - Innere der Kirche hat auch die typischen aus dem 17. Jh. stammenden Denkmäler zum Beispiel das Bild von der Himmelfahrt und ein barockes Taufbecken.

Franz Goworek starb 1681 in Rybnik / Schlesien ( deutsch: Fischteich ).

Link: Das Siegel von Grot aus Jankowice, Kastellan von Kleinpolen, von 1419.jpg

Das landesherrliche Rybnik wurde 1575 als Herrschaft Rybnik von Ladislaus II. Popel von Lobkowitz erworben. In dessen Familie verblieb die Herrschaft Rybnik, die aus der Stadt Rybnik und 13 Dörfern bestand, bis 1638. Nach weiteren Besitzerwechseln fiel sie nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 wie der größte Teil Schlesiens an Preußen.

Quellen:

  • (1) Augustin Weltzel - Geschichte der Stadt Ratibor (1861), Seite 404 - Bayerische Staatsbibliothek
  • Institut für deutsche Adelsforschung – Herrensitze des Adels 1860: Jankowitz – Rauden / Kreis Rybnik, Schlesien ( Herzöge von Ratibor Prinzen zu Hohenlohe – Waldenburg – Schillingsfürst, Fürsten zu Corvey )
Einzelnachweis: 129
  • L. Musioł, Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Schmerzen in Rybnik - historische Monographie, mPs 1963; O. Drobny, Kirche des Heiligen. Katharina in Rybnik 1648 - 1805, "Ziemia Rybnicka" 1934, Nr. 3, S. 51.

Historische Goworek - Familienmitglieder:

  • Goworek von Rawita / Wappen Rawicz – Bezirk: Lodz / Rawa Mazowiecka (*1080 - †1140) - Goworek und seine Nachkommen Sięgniew und Warsz waren Protoplasten ( 1108 ) von zwei Grundlinien: Rawiczan / Wappen Rawicz, Grotowice und Warszowice
  • Goworek I. von Goslawice - deutsch: Goslawitz / Bezirk: Oppeln - (*≈1120 - ≈†1180) war der Protoplast der Linie Prerichym, woraus später der Familienstamm von Dirschdorf / Dirschkowitz wurde
  • Goworek II. (*1166 - †1227) aus der Familie Rawicz war zwischen 1212 und 1223 im Herzogtum - Sandomierz Gouverneur, Kastellan von Krakau und ab 1198 der Erzieher des Herzogs Leszek I. des Weißen (*1186 – † 23.11.1227 in Gasawa )
  • Goworek III. vom Wappen / Rawa war 1242 der Landvogt des Fürsten Konrad II. von Schlesien
  • Ritter Goworek von Konary ( deutsch: Kunern ) des Rawa Wappens erbaute die Burg – Konary / Bezirk: Krakau im 13 Jh. und war der Kastellan von Radom - Bezirk: Masowien
  • Dirsko I. de Prerichym / von Dirschdorf (*1189 – †1243), war 1222 der Pfalzgraf / Woiwode von Breslau und 1230 – 1241 der Kastellan von Wartha
  • Pribislaw de Prerichym / von Dirschdorf, war der Kastellan von Lebus (≈1247)
  • Dirsko II. von Dirschdorf war der Kastellan von Dirschdorf (*≈1216 – †1289) er urkundete 1264 als Dirsco de Prerichym
  • Graf Dirislaus von Byczeń starb am 25.7.1283
  • Ritter Dirsko III. Sagittarius von Dirschdorf und Klein - Ellguth (*≈1270 – ≈†1311) war der Erbherr auf Dirschdorf und Klein - Ellguth
  • Ritter Goworek IV. aus Kurzeszyn ( Bezirk: Rawa Mazowiecka ) namens Warsz / Wappen Rawicz – war ein Großgrundbesitzer und der Namensgeber der Hauptstadt Warschau / Polen ( 1381 ), dessen Sohn Mikołaj Goworek war der Kanoniker von Krakau
  • Goworek V. vom Wappen / Rawa war 1333 der Kastellan von Radom und der Rat der Räte - war der Bruder vom Bischof von Krakau Jan Grot
  • Goworek VI. vom Wappen Rawa - wurde 1339 in Jankowice / Jankowitz erwähnt
  • Goworek VII. aus Rzędowice ( Bezirk: Oppeln / Oberschlesien ) und Kościelnik ( Bezirk: Krakau / erstmals 1369 erwähnt ) Wappen Rawicz ( der Nachkomme von Mikolaj Goworek (*1166 - †1227 )) war 1356 der Richter von Krakau und 1374 der Kastellan von Zawichy / Zawichost ( Bezirk: Sandomierz ) und mit Elisabeth Goworek geb. Gutowska verheiratet – Sohn Jan Guta ( erstmals 1384 als Eigentümer von Kościelnik erwähnt )
  • Goworek VIII. vom Wappen / Rawa ∞ Miloslawa Goworek und war der Gründer des Gutshofs von Gowarczow im Kreis Konecki in der Woiwodschaft Heiligkreuz
  • Goworek IX. von Chobrzan (*≈1310 /≈†1380) - war der Kammerherr vom König Kasimir I. der Große (†1370) – die Brüder vom Krakauer Bischof Jan Grot, Zbigniew und Goworek, bauten 1333 in Chobrzany eine Kirche aus Lärchenholz
  • Ritter Goworek X. von Błeszno / Tschenstochau Bezirk: Schlesien - de clenodio RAWA = der Familie RAWA - zugehörig, wurde nach der Schlacht von Koronowo ( 10 / 1410 ) für seine militärische Tapferkeit ausgezeichnet
  • Goworek XI. von Chobrzan - Bezirk: Radom, Masowien / Wappen Rawicz - war 1427 der Besitzer von Goszczy / Goschütz - 1427 streiten sich der neue Besitzer von Goszczy, Goworek aus Chobrzan, und der Abt von Świętokrzyski über die Grenzen zwischen Goszcza und Braciejowice, von denen der Abt in den Tagen der früheren Besitzer von Goszcz ausgegangen war (Quelle: Kodeks Małop. T.IV S.1243)
  • Goworek XII. von Makocice - Bezirk: Krakau / Wappen Rawicz ( 1500 )
  • Jan Goworek von Przyleka ( Frankenberg ) / Wappen Rawicz (1529) ∞ Jadwiga von Przyleka / Wappen Szreniawa
  • Marta, Anna von Makocice / Goworek Wappen – Rawicz ∞ Jakob von Miechowitz / Wappen – Oksza
  • Ulina von Makocice / Goworek Wappen – Rawicz ∞ Stogniew von Miechowitz und Katschitz / Wappen – Oksza
  • Kanoniker Franz Goworek  (*1619 in Oppeln – †1681 in Rybnik)
  • Ernst Konrad Goworek - Reichshof Rats - Secretario der Königlichen - Böhmischen – Regierung (1742)
  • Vinzenz Goworek (≈*1850 Lohnitz / Oppeln - ≈†1919 in Bottrop) - deutscher Unternehmer, in Primogenitur
  • Ignaz Goworek (*1889 in Bottrop - †1948 in Essen) - deutscher Unternehmer, in Primogenitur
  • Franziskus, Ignatius Goworek (*1918 in Bottrop - †1979 in Essen) - deutscher Unternehmer, in Primogenitur
  • u.v.a.m.

LINK: Einzelnachweise - Ritterschaft im Mittelalter von Franciszek Piekosinski - Goworek Wappen RAWA.png

       Goworek / Rawicz - 1789

       

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 49, 50, 50a, 50b

  • Titel - Goworek des Rawicz – Wappens, Woiwode von Sandomierz - Autor: Franzciszek Salezy Jezierski ( 1740 – 1791 ) Ausgabedatum: 1768 – Verlag: Michal Gröll
  • Polnische Ritterschaft des Mittelalters von Franciszek Piekosinski 1844 - 1906 - S. 18, 146, 149, 291, 306, 363, 523, 603, 635, 777, 786, 794 
  • Albert Zasada und Andreas Philipp: Die Geläute der Basilika St. Mariä Himmelfahrt und der Kathedrale St. Stanislaus und Wenzeslaus zu Krakau. In: Jahrbuch für Glockenkunde. Band 21/22 (2009/2010), S. 139.
  • *National - Archiv Krakau - Staatsarchiv Krakau / Archiv XXIII ( Stand: 2017 )

Goworek von Dirschdorf und Klein - Ellguth / If you can't beat them join them

 

Die Vršovci gehörten zu dem ältesten und vornehmsten Adel in Böhmen, von wo aus sie sich nach Sachsen, Schlesien, Ungarn und von da nach Masowien gewendet haben. Nach Böhmen kam die Familie mit ihrem sagenhaften Stammvater Warsz und den nahen Blutverwandten den Fürsten Czech und Lech 644 und erbauten da selbst den Stammsitz Wrsch - ≈722 die Burg Werschowetz -.

Link: Organigramm Goworek.jpg

² Czech hatte 6 Brüder, mit 86 Jahren starb Czech (†670) in Ctinioves / Ehrendorf, wo er nach einem Totenritual verbrannt und in der letzten Ruhestätte neben seiner Frau Kratochvile beigesetzt wurde. Seine Frau Kratochvile starb bei der Geburt des Sohnes Klen. Czech bestimmte den Richter Krok / Krokus den Weisen (†709) zum Erzieher des Sohnes Klen.

Krok / Krokus und Klen lebten im Dorf Kleneč - Bezirk Litoměřice.

" Das Werk soll den Meister loben ! ( Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832 / deutscher Dichter der Klassik ) "
  • 682 hatten die Wrssen / Wrssowecz sehr große Viehbestände und bauten bei Leutmeritz = Litoměřice / Lutomericii / Leitmeritz, das später ihnen gehörte (1019), einen Hof namens Račice ( Radčice / Radcicz = deutsch: Ratschitz ) !
  • 730 errichteten die Wrsch nahe dem Berg Libin ( Südböhmen: Stadt Prachatice ) ein Dorf namens Wrssowecz !
  • 757 errichteten die Wrsch bei der Stadt Prag unter dem Vyšehrad ein weiteres Dorf namens Wrssowecz !
  • 764 errichteten die Wrsch / Wrssowecz bei der Stadt Postelberg ( Bezirk: Laun ) das Schloss - Postelberg !
  • 804 erbaute Rohowicz von Wrssowecz auf dem Berg Wladarsch bei Luditz ein Schloss !
  • 850 errichtete Zianda von Wrssowecz das Schloß - Ziandow in Böhmen !
  • Der Bau zu Schönberg, die Feste Schönberg, unweit der Stadt Jung - Woschitz im taborer Kreis in Böhmen, stand schon im 5. Jh. In der Fehde zwischen König Ludwig II. der Deutsche und dem Böhmenherzog Hostivit ( Regierungszeit: 839 – 869 ) wurde sie zerstört, erstand aber nach Beendigung dieses Krieges neuerdings aus ihrem Schutt und gelangte im Jahr 1030 an das Geschlecht der Wrssowecz / Werschowetz !

³ Angehörige der Vršovci erscheinen schon mit der Bezeichnung nobiles in der Adalbert von Prag Vita aus dem Anfang des 11. Jhs. – um das Jahr 1000 heiratete eine Tochter vom Herzog Boleslavs III. der Rote einen Angehörigen der Vršovci.

Der Vladike Krzesomil von Werschowetz (1) (†787) war der Statthalter und oberster Landesrichter vom Herzog Mnata von Böhmen (†804), Borzislai Werschowetz, dessen Vater Borzislaw Werschowetz aus Werschowitz war, war der Vater vom Krzesomil Werschowetz,

Schiba von Werschowetz (1019)

Kochan ( Chac ) von Werschowetz (*990 – ≈†1037) - dessen Söhne waren:

  • Bosey von Werschowetz ( ≈*1030 - ≈†1098 ), war Kastellan in Žatec ( deutsch: Saaz ), dessen Söhne waren:
  1. Bořut von Werschowetz,
  2. Miloslav von Werschowetz,
  3. Protislav von Werschowetz,
  4. Smil von Werschowetz,
  • Dětřich von Werschowetz (*Vršovec) - dessen Sohn war Buz von Werschowetz - der Sohn von Buz von Werschowetz war: Dětřich I. von Werschowetz (†1110).

Smil von Werschowetz (†1068) – dessen Söhne waren:

  • Bosey I. von Werschowetz war der Kastellan von Libice,
  • Ceca von Werschowetz - dessen Sohn war Bosey von Werschowetz - dessen Söhne waren Borut und N.N. von Werschowetz,
  • Česta / Čestuv von Werschowetz - dessen Söhne waren *Johannes von Werschowetz und *Krivosud von Werschowetz (†20.06.1130) - die Söhne von *Johannes von Werschowetz waren *Miroslav (†1130) und *Strezimir von Werschowetz (†1130),
  • Jarohnev von Werschowetz,
  • Mutina von Werschowetz - dessen Söhne waren Bozej und Borszak von Werschowetz (†28.10.1108),
  • Nemoj I. von Werschowetz.

Nemoj I. von Werschowetz – dessen Söhne waren:

  • Jarohnev I. von Werschowetz war Kastellan in Žatec ( deutsch: Saaz ) - dessen Sohn war Vlastislav von Werschowetz,
  • N.N. von Werschowetz - dessen Sohn war Dobrohost von Werschowetz,
  • N.N. von Werschowetz - dessen Sohn war Gumpold von Werschowetz,
  • Nemoj II. von Werschowetz / von Netolice – Kastellan in Litomierzyce (≈†1178) - dessen Söhne waren: Veleslav, Matous (Matthäus) und Mutina I. von Werschowetz.

Folgende Familienmitglieder der Warsz / Vršovci überdauerten das Morden vom 28.10.1108:

  • Dětřich von Vršovec / Werschowetz – erwähnt 1108
  • Hrut von Vršovec / Werschowetz / Hrutovice – erwähnt 1130
  • Johannes von Vršovec / Werschowetz – erwähnt 1109
  • Krivosud von Vršovec / Werschowetz - erwähnt 1130
  • Miroslav von Vršovec / Werschowetz - erwähnt 1130
  • Nemoj von Vršovec / Werschowetz – erwähnt 1108
  • Tista von Vršovec / Werschowetz – erwähnt 1109
  • Ratibor von Vršovec / Werschowetz – erwähnt 1184
  • Smil I. von Vršovec / Werschowetz – erwähnt 1108
  • Strezimir von Vršovec / Werschowetz - erwähnt 1130
  • Goworek, Grot, Mecina, Prandota – erwähnt 1108

Werschowetz = Vršovec - Link: Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt.jpg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:
  • Weitere Informationen zur Familiengruft - Kloster Postelberg - der Vršovci / Werschowitz in Böhmen sind im Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts, Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 (Originaltext) auf Seite 18, 27, 30, 33, 34, 41, 47, 48 dargestellt.
  • Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 25, S. 681 – 685 von Johann Heinrich Zedler
  • Böhmische Chronica - vom Ursprung der Böhmen von ihren Herzögen und Königen, Seite 37
  • 1) Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – herausgegeben von Johann Heinrich Zedler 1749 – Krzesomil von Werschowetz - Band 25, Seite 681, 682
  • (1) Bayerische Staatsbibliothek - Chronicon Bohemiae, historische und genealogische Beschreibung der uralten Geschlechter im Königreich Böhmen, Band 1, Seite 10 - von Peter Becklern
  • * Moravia Magna – Kroniky Letopis von Vyšehrad Konovnik / Das Gericht mit dem Geist 2/2 – 1130, Die Schlucht von Vyšehrad (1130)
  • * Vratislav Vanicek: Sobeslav I. Premyslid im Kontext der Geschichte in den Jahren 1092 bis 1140. Paseka, Prag und Litomyšl 2007.
Vršovci / Goworek / Goslawitz / Prerichym / Dirschdorf / Dirschkowitz

Linien - Bildungen Goworek:

  • ≈1108 - 1675: Schlesische Linie der Dynastie der Piasten
  • 1200 - 1810: Kirchenfürsten - Geschlecht

Politische Vermögenselite / Ahnentafelgemeinschaft in Schlesien und Polen - Genealogische - Grundherren - Familien im 13. - 14. Jh.*:

  • Bischof Thomas I. von Breslau ( Wappen Rawicz – eigenes Wappen )
  • Fürstbischof Thomas II. von Breslau ( Wappen Zaremba – eigenes Wappen )
  • Die Familie Pakosz von Festenberg  ( Twardogora )
  • Die Gutsherren aus Prausnitz ( Prusice )
  • Die Gutsherren aus Brauchitsch ( Schlesien )
  • Die Gutsherren aus Dirschdorf ( Przerzeczyn / Prerechino / Prerichym )
  • Die Gutsherren aus Prachwitz ( Prochowice / Schlesien ) - Sind verwandt mit den Gutsherren aus Nialek und Keblowo in Großpolen
  • Die Gutsherren aus Trachenberg ( Zmigrod )
  • Die Herren aus Strehlen ( Strzelin )

Im Rahmen dieser Gruppe erschienen ständig neue, von den Fürsten unterstützten Familien. Die Herrscher in Schlesien übten einen sehr großen Einfluss, der viel stärker war, als auf anderen polnischen Gebieten, auf die Gestaltung der Elite aus. Das polnische Recht sah vor, dass man über sein Eigentum frei und beliebig verfügen konnte und das Recht innehatte, dieses Dominium auf die Söhne und Töchter zu vererben.

* Quelle: Thomas Jurek ( Posen ) 1992 - Die Familie des Breslauer Bischofs – Thomas I.

Schlesische Biogramme und Stammbäume schlesischer Ritterfamilien

  • Die Herren von Strehlen ( Tabelle 1 )
  • Die Familie Przerzeczyn / Prerechino / Prerichym / Wezenborg ( Tabelle 2 )
  • Die Familie Danielwitz ( Tabelle 4 )
  • Die Familie Goslawitz ( Tabelle 6 )
  • Die Familie Bieberstein ( Tabelle 7 )
  • Die Familie Dzirzykrajowitz / Dzirzykaj <1177 ( Tabelle 9 )
  • Die Familie Pogrell 1155 ( Tabelle 14 )

Quelle: Marek Cetwinski – Schlesische Ritter bis zum Ende des 13. Jhs. – Serie A Nr. 229 - Biogramme und Stammbäume – Auszug aus dem wissenschaftlichen Treffen der Fakultät für Philosophie und Geschichtswissenschaften vom 01.12.1977, Breslau Wissenschaftliche Gesellschaft

Die profunde Lineage zur tschechischen Adels - und Klerikerfamilie der Vršovci des böhmischen / schlesischen Uradelsgeschlechtes der Familie Goworek beginnt mit der Erwähnung 1108 des am Hofe Herzogs Boleslaw III. Schiefmund von Polen dokumentierten Goworek (†1140) aus dem späteren Stamm der Rawici / Rawicz und dem böhmischen Chronisten Cosmas von Prag, der bekundete, dass der Blutsverwandte, der Woiwode Mutina von Werschowetz (†28.10.1108) aus dem mächtigen böhmischen Geschlecht der Wrssowecz, nach Castrum Suini in Poloniae ( Landkreis Jauer / Niederschlesien ) geritten war, um seinen Onkel Nemoj I. von Werschowetz ( Nemoj war der Oheim von Mutina* ) zu treffen und den Widerstand gegen den Herzog Svatopluk von Olmütz zu organisieren.

GOWOREK war der Sohn (1) vom Stammesfürsten Mutina von Werschowetz (*1070 - †28.10.1108) dem Statthalter von Böhmen und Berater / Sekretär des Fürsten Bretislav II. und Kastellan der Burg in Litomerice - verheiratet mit Bertha von Werschowetz - aus dem Stamm der Vršovci.

Die Ministerialen und Grafen / Gutsherren von Dirschdorf / Dirschkowitz

Die adelige Familie Goworek und deren Nachkommen waren Protoplasten, Schlechtizen sowie Lokatoren, sie spielten eine signifikante Rolle bei der Deutschen – Ostsiedlung und der Instanziierung mehrerer distinguierten Grundlinien in Böhmen, Österreich, Polen, Preußen, Schlesien und anderorts.

Goworek (†1140) war der erste beurkundete Rawita, dessen Frau Męcina von Rawita trat nach seinem Tod 1140 in das Kloster Lubin ein. Im Jahr 1144 wurde die Frau von Goworek bei der Beerdigung von Prinzessin Salome von Berg - Schelklingen (*1099 - †27.07.1144) ebenfalls erwähnt.

Goworeks Enkel (*1166 - †1227), der ebenfalls Goworek II. hieß, war der Kastellan von Krakau und wurde am Hof des Herzogs Mieszko III. des Alten dokumentiert. Goworek II. war ab 1198 der Erzieher vom Herzog Leszek I. den Weißen.

Goworek ( Wappen Rawicz ) war 1230 der Kastellan von Sandomierz

Konrad II. von Schlesien (*1232 - †06.08.1273 in Glogau) war der Herzog von Schlesien und 1247 / 1249 der Electus von Passau und der Begründer der Glogauer Herzogslinie und titulierte ab 1249 / 51 als Herzog von Glogau und ab 1251 auch als Herzog von Crossen.

Goworek III. vom Wappen / Rawa war 1242 der Landvogt - Stellvertreter der Landesherren, entschied damit in Lehnssachen, stand dem obersten Gericht vor und war der militärische Oberbefehlshaber - des Fürsten Konrad II. von Schlesien.

Ritter Goworek von Konary ( deutsch: Kunern ) des Rawa Wappens erbaute die Burg – Konary / Bezirk: Krakau im 13 Jh. und war der Kastellan von Radom - Bezirk: Masowien

Ritter Goworek IV. aus Kurzeszyn ( Bezirk: Rawa Mazowiecka ) Wappen Rawicz – war 1381 ein Großgrundbesitzer und der Mundschenk vom König Ludwig I. von Ungarn, Kroatien und Polen, dessen Sohn Mikołaj Goworek war der Kanoniker von Krakau

Goworek V. vom Wappen / Rawa, war 1333 der Kastellan von Radom, der Rat der Räte und der Bruder vom Bischof von Krakau Jan Grot

Goworek VI. vom Wappen Rawa - wurde 1339 in Jankowice / Jankowitz erwähnt

Goworek VII. aus Rzędowice ( Bezirk: Oppeln / Oberschlesien ) und Kościelnik ( Bezirk: Krakau / erstmals 1369 erwähnt ) Wappen Rawicz, der Nachkomme von Mikolaj Goworek (*1166 - †1227) - war 1356 der Richter von Krakau und 1374 der Kastellan von Zawichy / Zawichost, Bezirk: Sandomierz - ∞ Elisabeth Goworek geb. Gutowska – dessen Sohn Jan Guta wurde erstmals 1384 als Eigentümer von Kościelnik erwähnt

Goworek VIII. vom Wappen / Rawa ∞ Miloslawa Goworek und war der Gründer des Gutshofs von Gowarczow im Kreis Konecki in der Woiwodschaft Heiligkreuz

Mikolaj Goworek (†1376) war der Pfarrer in der Stiftskirche von Kielce und der Kanonikus in Krakau, Kielce und Sandomierz

Goworek IX. von Chobrzan (*1310 /†1380) - war der Kammerherr vom König Kasimir I. der Große – die Brüder vom Krakauer Bischof Jan Grot, Zbigniew und Goworek, bauten 1333 in Chobrzany eine Kirche aus Lärchenholz

Ritter Goworek X. von Błeszno / Tschenstochau Bezirk: Schlesien - de clenodio RAWA = der Familie RAWA - zugehörig, wurde nach der Schlacht von Koronowo ( 10 / 1410 ) für seine militärische Tapferkeit ausgezeichnet

Goworek XI. von Chobrzan - Bezirk: Radom, Masowien / Wappen Rawicz - war 1427 der Besitzer von Goszczy / Goschütz - 1427 streiten sich der neue Besitzer von Goszczy, Goworek aus Chobrzan, und der Abt von Świętokrzyski über die Grenzen zwischen Goszcza und Braciejowice, von denen der Abt in den Tagen der früheren Besitzer von Goszcz ausgegangen war ( Quelle: Kodeks Małop. T.IV S.1243 )

Goworek XII. von Makocice - Bezirk: Krakau / Wappen Rawicz ( 1500 )

Kanoniker Franz Goworek (*1619 in Oppeln – †1681 in Rybnik)

Georg Goworek war bis zum 27.11.1652 der Pfarrer in Breslau, danach bis 1691 der Diener Gottes zu Powiczko in Trachenberg und Laskowitz / Kreis Oppeln

Ernst Konrad Goworek - Reichshof Rats - Secretario der Königlichen - Böhmischen – Regierung (1742)

Goworek Krzysztof / Christoph - Wappen Rawicz (†08.02.1751) ∞ Barbara Goworek geb. Konarzewska (†06.08.1746) - 1. Ehe - Töchter: Agnieszka / Agnes, Malgorzata / Margarete, Victoria, Salomea / Salome Goworek

Goworek Krzysztof - Wappen Rawicz (†08.02.1751) ∞ Zofia Goworek geb. Skorupka - Padlewski 2. Ehe - Tochter: Marianna Goworek

Victoria Goworek ∞ Bleszynski ( Adelsfamilie ) - (≈1820)

Salomea Goworek ∞ Jan Ziobrowski ( er war der Erbe eines Teils des Dorfes Zawada ) - (≈1820)

Julia von Bibersztein - Błońska geb. Goworek / Wappen Bibersztein & Wappen Rawicz (≈1820)

Link: Ritterschaft im Mittelalter von Franciszek Piekosinski - Goworek, der Vogt von Konrad II..png - Goworek, S. 18, 146, 149, 291, 306, 363, 523, 603, 635, 777, 786, 794 

Goworek von Rawita

Goworek von Rawitas Nachfahre, sein Sohn Gosław Goworek I. von Goslawice (*1130 - ≈†1190) - deutsch: Goslawitz / Bezirk: Oppeln, erstmals 1254 urkundlich erwähnt - war der Protoplast der Linie Prerichym im Eulengebirge in Schlesien, woraus durch seine Nachkommen später die Familienstämme der von Dirschdorf und von Dirschkowitz erblühten. Der Adelige Dirsko I. von Prerichym, der urkundlich erstmalig 1247 erwähnt wurde, war der Namensgeber von Dirschdorf / Dirsdorf.

INFO: Die sprachwissenschaftliche Herkunft / Namensbedeutung zum Vornamen: Gosław - ein alter polnischer männlicher Name = die Abkürzung von Godzislaw, Gorzyslaw oder Goscislaw. Der Name gehört zu der Gruppe der patronymischen Namen und stammt vom alten polnischen männlichen Namen des Gründers von Goslawitz ab, der die Bedeutung von - Dorf des Gosław  ( polnisch: Wiesław Gosława ) - hat.

Quelle: Der Popularisator für geographisches und historisches Wissen über Schlesien und Breslau Heinrich August Adama listete 1888 den ältesten Namen des Dorfes namens Gosław auf und gibt ihm die Bedeutung von - Dorf des Gosław -, was auf Polnisch - Wieś Gosława - bedeutet. In dem lateinischen Buch Liber Fundationis episcopatus Vratislaviensis ( Polnisch – Buch der Bürokratie des Bistums Breslau ), das während der Regierungszeit vom Bischof Heinrich von Würben in den Jahren 1295-1305 geschrieben wurde, wird der Ort in der lateinischen Form von Cosilwicz erwähnt. Quelle: Markgraf, JW Schulte, Codex Diplomaticus Silesiae T.14 Liber Fundationis episcopatus Vratislaviensis, Breslau 1889.

Link: Organigramm - Goworek I. von Goslawice.jpg

Goworek I. von Gosławice(1) (*1130 - ≈†1190) hatte drei Söhne und mehrere Töchter:

  • Dirsko de Prerichym auch Dirsko I. von Dirskowitz genannt,
  • Pribislaus de Prerichym (13) - war der Comes von Leubus an der Oder und der Herr auf Dirschdorf und Ruschkowitz
  • Jesko de Prerichym.

1. Dirsko de Prerichym (*1185 – †1243) ∞ Elisabeth de Prerichym war der Pfalzgraf von Breslau , aus dieser Ehe gingen vier Söhne und mehrere Töchter hervor:

  • Comes Dirsko I. de Prerichym* (*1226 –†1289) ∞ Boguscha de Prerichym / geb. von Pogrell
  • Piotr ( deutsch: Peter ) de Prerichym (†1296), war der Kanzler des Domkapitels in Breslau,
  • Konzo von Dirskowitz (3), war 1251 ein Mitglied des Breslauer – Kapitels, 1253 wurde er deren Kantor, 1258 der Domherr und war der Erzbischofselekt von Gnesen (1271 - 1278), wurde aber 1278 (Sedisvakanz) vom Papst Nikolaus III. in diesem Amt nicht bestätigt,
  • Pribislaus de Prerichym - er hatte 1 Sohn: Petrus de Prerichym (6), er war der Oheim vom Bischof Thomas I. und der Probst der Domkirche zu Breslau - nachweislich 1234/59
  • N.N de Prerichym - sie starb †1229 bei der Geburt ihrer Tochter ∞ Albert von Karczyn / Kreis Strehlen
2. Comes Pribislaus de Prerichym (†1250) (1) war der Kastellan von LebusN.N. de Prerichym geb. von Lekno, aus dieser Ehe gingen vier Söhne und mehrere Töchter hervor:
  1. Martin de Prerichym (†1259) war von 1233 bis 1239 der Kanzler des Bischofs Thomas I. von Breslau und danach der Kanoniker von Breslau (1239 - 1259)
  2. Comes Pribislaw de Prerichym (†1273) ∞ Wislawa de Prerichym geb. Jaktorowna hatten zwei Kinder:
  • Sobieslaw de Prerichym ∞ Elisabeth de Prerichym (verheiratet seit 1296), dessen Söhne waren: Jasko de Prerichym (*1298) und Sobko ( Sebastian ) de Prerichym (*1300),
  • Jaroslawa de PrerichymGünther I. von Bieberstein (†1296) - war der Sohn von Rudolf von Bieberstein -, aus dieser Ehe gingen 3 Söhne hervor:
  • Günther II. von Bieberstein (*1241 - †1278) ∞ Jutta von Bieberstein, dessen Söhne waren Otto von Bieberstein ∞ Elisabeth von Bieberstein, dessen 2 Söhne waren Otto I. und Heinrich - Rudolf von Bieberstein, dessen Sohn war Janusz von Bieberstein
  • Rudolf von Bieberstein (†1304),
  • Ulrich von Bieberstein (†13.08.1248/50),
  1. Thomas de Prerichym (1) und / oder - Thomas von Koźle - Rogi (deutsch: Cosel Rogau / Oppeln) - war der Bischof Thomas I. von Breslau (1232 - 1268), sein Nachfolger im Bischofsepiskopat war sein Neffe Thomas ( Wappen - Zaremba ) aus dem polnischen Geschlecht der Zaremba (4), der Fürstbischof Thomas II. von Breslau (1270 - 1292). Nach dem Tod des Administrators Wladislaw von Schlesien wurde Thomas II. 1270 vom Domkapitel zum Bischof von Breslau gewählt.
  2. Zbylut de Prerichym (†1260) von Prusice ( deutsch: Prausnitz ) (1,2)Waclawa de Prerichym (1244-1273) geb. Wezenborg (1) ( später Wappen Ciolek ) hatte zwei Söhne und vier Töchter. Zbylut war im Gefolge der Herzöge Boleslaw I. von Schlesien und dem Seniorherzog Heinrich III. von Schlesien und war der Kastellan von Lublin (1250 - 1259) und von 1250 bis 22.07.1260 der Hofrichter vom Herzog Heinrich III. von Schlesien / Breslau. Unter dem Eigentümer Zbylut, der das Patronat über Prausnitz ausübte, erhielt die Stadt Prausnitz am 15.05.1253 das Stadtrecht und Zbylut gründete dort die Pfarrkirche zu Sankt Jakob und das Hospital mit der Kapelle Maria Heimsuchung ( heute: Hedwigskapelle ).
  • Die Kinder von Zbylut waren:
  • Gebhard de Prerichym (†1306) von Prusice ( deutsch: Prausnitz ) Berta de Prerichym geb. Poduszki (die Tochter vom Ritter Paweł Poduszki aus Brzezimierz bei Oława), aus dieser Ehe stammten die Söhne: Timo de Prerichym - sein Sohn war: Günter von Osolina (1326) ∞ mit Eufemia , seine Tochter Lutka Pakoslawica war mit Mikolaj Parsifal von Piotrowice verheiratet - und Jasko de Prerichym - hatte eine Tochter namens Agnieszka,
  • Johannes de Prerichym (†1315) von Zmigrod, dessen Sohn Imbram de Prerichym von Zmigrod (Trachenberg) ∞ Agnes de Prerichym geb. von Prittwitz - sie war eine Tochter vom Hoygerns von Prittwitz ( Wappen Wczele ) - Czencko von Prittwitz, Hoygerns von Prittwitz, Johannes de Prerichym – urkundlich von 1251 – 1261 und vom 15.08.1296 – tauschte seinen Anteil von Prausnitz ( gehörte mit zu Trachenberg ) an den Herzog Heinrich von Glogau gegen das Schloss, der Stadt und dem Distrikt Trachenberg ein, was der Herzog wieder an seinem Bruder Gebhard de Prerichym verkaufte.
  • Beatrix de Prerichym,
  • Eva de Prerichym,
  • Jagna de Prerichym,
  • Sara de Prerichym.

5. N.N. de Prerichym ∞ Comes Boguslaw von Strehlen (6) (Wappen Zaremba) war urkundlich 1239 der Burggraf von Retzen (12), der Kastellan von Nimptsch (1242-1248) (11), der Kastellan von Raudnitz (poln.: Rudnica) und der Eigentümer von Prieborn und Schreibersdorf (7) - dessen Kinder waren:

  • Boguslaw I. von Strehlen, dessen Tochter: Elisabeth von Strehlen ∞ ( ≈1264 ) Jaroslaw von Owiesno ( deutsch: Habendorf )
  • Razlaw I. von Strehlen, dessen Sohn Wojciech war der Kastellan von Milicza (1251)
  • Thomas II. Bischof von Breslau (5)

Comes Boguslaw von Strehlen war ein Neffe vom Herzog Heinrich II. von Schlesien - Breslau.

Die Herren von Strehlen waren die Gebrüder: Boguslaw von Strehlen ( der Ältere, ein deutscher Kastellan ), der Kanoniker von Breslau Albert von Strehlen (†1212) und Razlaw von Strehlen.

(15) Der Vater, Boguslaw von Strehlen, der Brüder Comes Boguslaw I. und Razlaw I. war der Besitzer von Strehlen und ein Hofbeamter beim Herzog Heinrich I. von Schlesien. 1228 war sein Sohn Comes Razlaw I. von Strehlen der Kastellan von Breslau und der Hofrichter vom Herzog Heinrich I. von Schlesien und Herzog Heinrich II. von Schlesien. Comes Boguslaw I. war der Kastellan von Nimptsch und beschenkte die Michaeliskirche anno 1264.

3. Jesko de Prerichym

Die Beziehungen der Breslauer Bischöfe zu Breslau und Neisse

Die Breslauer – Bischöfe ( Thomas I., Thomas II., Nanker, Preczlaus von Pogarell ) erreichten denselben Rang wie andere schlesische Herzöge und haben bis zur Säkularisierung im Jahr 1810 das Breslauer - Fürstentum behauptet.

Ihre Stellung gegenüber den böhmischen Königen war sogar noch günstiger, als die der anderen schlesischen Fürsten. Sie trugen nur das Grottkauer Land, das Bischof Preczlaus von Pogarell 1344 gekauft hatte, zu Lehen, das Neisse – Ottmachauer Gebiet blieb dagegen unabhängig. Die böhmischen Könige wurden dort nur als Patrone der Breslauer Kirche anerkannt (8)(9)(10).

Link: Wappen des Herzogtums Breslau 1232 - 1605.jpg

(14) An dieser Stelle sei an den Breslauer - Pfarrer Georg Goworek gedacht, der bis zum 27.11.1652 dieses Amt unter der Königlichen - Böhmischen – Regierung in Breslau innehatte. Pastor Goworek wurde nach dieser Zeit der Diener – Gottes zu Powiczko in Trachenberg und war danach bis 1691 im Pastorat mit der Leitung der Kirchengemeinde zu Laskowitz / Oppeln betraut.

Er war der letzte Pastor in Laskowitz, der Jeltsch mit evangelischen Predigten und anderen geistlichen Amtsdiensten versah, da der Gottesdienst der Lutherischen - Kirche 1653 eingestellt wurde.

Quellen:

  • (1) Werke der Breslauer Wissenschaftsgesellschaft. Reihe A. = Travaux de la Société der Wissenschaften und der Lettres de Wroclaw, Serie A, Nr.229, Marek Cetwiński. Schlesische Bildung bis zum Ende des 13. Jhs. – Biogramme und Familien Breslau – Veröffentlichung der Polnischen Akademie der Wissenschaften 1982, C.512, C589, C676 – Tabelle 6 Goslawice / Goslaw (A.11).
  • (2) Der Nachfolger vom Kastellan von Lublin Zbylut de Prerichym war der Verwandte Warsz von Michow (*1220 - †≈1280) Kastellan von Lublin (ab 1259), Woiwode von Sandomierz (ab 1268) und Kastellan von Krakau (ab 1270). Warsz war ein Nachkomme vom Provinzgouverneur Goworek II. (*1166 - †1227).
  • (3) Thomas Jurek ( Posen ) 1992 - Die Familie des Breslauer Bischofs – Thomas I. - Seite 24 bis 31
  • (4) Bischof Thomas II. – Geschichte der Diözese Breslau, Band 1, S.208 – von Joseph Ignaz Ritter, 1845
  • (5) Thies – Zymalkowski - herausgegeben von Rudolf Vierhaus, Verlag: Walter de Gruyter, 2011, S.10
  • (6) Österreichische Nationalbibliothek - Versuch einer Geschichte des vormaligen Fürstlichen Zisterzienser-Stiftes Heinrichau bei Münsterberg in Schlesien, 1846 von Wilhelm Pfitzner, S.43,44,45
  • (7) Heydebrand und der Lasa, Fedor von, Die Herkunft der Breslauer Bischöfe Thomas I. und Thomas II., in: Zeitschrift des Vereins für Geschichte Schlesiens, Band 51 (1917), S. 134–163, hier S. 150
  • (8) Silnicki, Dzieje ( wie Anm. 7 ) S. 255, 256, Orzechowski, Dzieje ( wie Anm. 1 ) S. 14, 15, Wünsch, Landesherrschaft ( wie Anm. 1 ) S. 224, 226
  • (9) LBUS II Nr. 22 S. 203 f, Pfitzner, Besiedlungsgeschichte (wie Anm.1) S.158, Silnicki, Dzieje (wie Anm.7) S.236, Wünsch, Landesherrschaft (wie Anm.1) S.224
  • (10) Max – Planck – Institut für Geschichte Göttingen - Bischof und Bürger: Herrschaftsbeziehungen in den Kathedralstädten des Hoch- und Spätmittelalters – Uwe Grieme, Stefan Pätzold, Nathalie Kruppa, Band 26, S. 247
  • (11) Gründungsbuch des Klosters Heinrichau – von Gustav Adolf Stenzel, Breslau 1854
  • (12) Bayerische Staatsbibliothek – Geschichte der Stadt Strehlen in Preußisch Schlesien 1853 – von Franz Xaver Görlich, S. 48,49,50
  • (13) Bayerische Staatsbibliothek - Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates – Bd.18, S.23 - Comes Pribislaus de Prerichym
  • (14) Heinrich Heine Universität Düsseldorf / Universitäts – und Landesbibliothek – Geschichte des Geschlechts der Saurma und Sauerrma, Erste Abteilung: Die Jeltscher Hauptlinie, Seite 32, 39
  • (15) Marek Cetwinski – Schlesische Ritter bis zum Ende des 13. Jhs. – Serie A Nr. 229 - Biogramme und Stammbäume – Tabelle 1 – Die Herren von Strehlen - Auszug aus dem wissenschaftlichen Treffen der Fakultät für Philosophie und Geschichtswissenschaften vom 01.12.1977, Breslauer Wissenschaftliche Gesellschaft
  • Die Gutsherren aus Dirschdorf siegelten im 13./14. Jh. mit dem Geschlechtswappen / Bärensiegel, siehe Dr. Paul Pfotenhauer, op. cit, S.33, tabl. B VII fig 70. is. 39, tabl. CXII fig. B. Zob. o nich w Ksiedze henrykowskiej, S.329,364
  • * Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel IX. Nr. 99 - Graf Dirsgo 1272 o. T. (Regg. 1417). Stadtarchiv Brieg III. E. 1. Pergamentstreifen. Rundes Siegel. Ein schreitender Bär. Umschrift: D I R S C O N I S - D E –
  • * Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel X. Nr. 109 - Konzo, Domherr zu Breslau.1258 Aug.14. (Regg. 1005). Kam. 15. Pergamentstreifen. Im spitzova­len Siegel ein schreitender Bär mit Halsband und einem durch die Nase gezogenen Ringe. Umschrift: (-f- S.) C O N - Z O N IS • CAN • V R A T I Z L A V I E N.
  • Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts  Dresden – Rudolf von Bieberstein -, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker  1661 ( Originaltext ) Seite 53,54

Link: Thomas Jurek ( Posen ) 1992 - Die Familie des Breslauer Bischofs – Thomas I. - Seite 26.png (3)

Link: Zusammenfassung - Bischof Thomas I. von Breslau - Thomas Jurek 1999.jpg

Graf Pribislaus, sein Sohn Pribislaus und seine Tochter werden in Urkunden 1228, 1244, 1273 erwähnt

Link: (1) Geschichte des ehemaligen Bistums Lebus und des Landes dieses Namens - 1829 - von Siegmund Wilhelm Wohlbrück, Bd. 1, Seite 119.png

Link: (2) Geschichte des ehemaligen Bistums Lebus und des Landes dieses Namens - 1829 - von Siegmund Wilhelm Wohlbrück, Bd. 1, Seite 120.png

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Schlesisches Urkundenbuch Band 3, Nr. 69. - villam nomine Cadce et aliam que dicitur Parva villa - als Heiratsgut der Jaroslawa von Bieberstein geb. de Prerichym, Enkelin des ehemaligen Kastellans von Lebus, gehen in den Besitz von Rudolf von Biebersteins Sohn Günther III. von Bieberstein - Quelle: Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski I, Nr. 451.

Günther II. von Bieberstein wird häufig in Urkunden der Herzöge Boleslaw II. von Schlesien - Liegnitz und Heinrich II. von Schlesien - Breslau genannt. Im Dienste des ersteren ist er schon 1243 Kastellan von Glogau, 1247 Kämmerer in Liegnitz, seit 1250 wird ihm der Titel eines Grafen beigelegt. Bei Frankenstein besitzen die Biebersteiner 1266 das Dorf Stolz ( = Stolec in Niederschlesien ) und geraten darüber in Streit um Pfarreirechte mit dem Pfarrer in Zadel. Stolz wird zum Stammsitz einer Linie der Biebersteiner, die sich durch ihre Memorialstiftung im Kloster Kamenz über drei Generationen verfolgen lässt. Ihr gehören die Söhne Günthers II. und Juttas, Otto mit seiner Frau Elisabeth und Rudolf (Kanoniker in Breslau) an, sowie der gleichnamige Sohn Ottos.

1547 wird ein Johann von Bieberstein* (*1518 – †1550) auf Kost vom Herrenstand in den böhmischen Freiherrnstand erhoben*.

Quellen:

  • *Weitere Informationen zum Grafen - Geschlecht  der Bieberstein sind im Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts, Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) auf Seite 53, 54 dargestellt.
  • Julius Helbig: Urkundliche Beiträge zur Geschichte der edlen Herren von Biberstein und ihrer Güter. Aus dem handschriftlichen Nachlass des Generalmajors Paul Rogalla von Bieberstein mitgeteilt von Albert Hirtz. Bearbeitet, erläutert und um einen Regesten-Nachtrag vermehrt von Julius Helbig. Reichenberg, im Selbstverlag des Vereines für Heimatkunde des Jeschken-Isergaues, 1911. S. 7

Comes Dirsko de Prerichym (*1185 – †1243), war 1222 der Woiwode von Breslau und 1230 – 1241 der Kastellan von Wartha.

1230 verlieh Herzog Heinrich I. der Bärtige  vermählt mit Hedwig von Andechs dem Kloster Kamenz Zinsen aus der Ortschaft Wartha. Im Jahr 1645 gehörte Wartha zum Kamenzer - Stiftsland.

Comes Dirsko de Prerichym war Kastellan auf der Burg Bardo (1223–1234). Quelle: Zeitgeschichte der Städte Schlesiens, Bd. 2

Link: 1096 - Die Eroberung von Bardo - Schloß Kamenz.jpg

Link: Bayerische Staatsbibliothek - Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates – Bd. 18, S. 38 - Kastellan Dirsko de Prerichym.jpg

Quelle: Die Schlacht von Bardo 1096 - Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern – 1025 bis 1137 – von R. von Rothenburg, 3. Auflage, S. 93, 94 - Wien 1834

Sein Sohn Dirsko I. de Prerichym war der Kastellan von Dirschdorf (*1226 –†1289) er urkundete 1264 als Dirsco de Prerichym, wonach seine Nachkommenschaft den Namen von Dirschdorf führte und heiratete 1244 Boguscha (Petra) de Prerichym / geb. von Pogrell (*1222), aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor:

  • Andreas von Dirschdorf (†1330)
  • Philipp von Dirschdorf (†1329) war der Bischofsmarschall - marscalcus - von Breslau ∞ Zofia von Dirschdorf geb. Gancz - dessen Sohn Philipp I. von Dirschdorf (†1360) war der Kanoniker und Breslauer - Domherr ∞ N.N. von Dirschdorf

Die Eltern von Boguscha de Prerichym geb. von Pogrell waren:

Jaroslaw von Pogrell (†1232) ∞ N.N. von Pogrell, aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor:

  1. Predlaw von Pogrell ( *1234 – †1273 ),
  2. Boguscha von Pogrell ∞ Dirsko I. de Prerichym - Kastellan von Dirschdorf
  3. Bogauslaw von Pogrell ( auf Wroblin / Fröbel in Oberschlesien, Gemeinde Oberglogau ),
  4. Budziwoj von Pogrell ( †1276 ),
  5. Janusz von Pogrell ( auf Michalowa )

Die Eltern von Jaroslaw von Pogrell waren:

Jaroslaw von Pogrell ( *1175 – †1202 / 1216 ) ∞ N.N. von Pogrell:

Kinder: Jaroslaw von Pogrell, Przelaw von Pogrell, Vinzenz von Pogrell, Janusz von Pogrell

Die Eltern von Jaroslaw von Pogrell waren:

Grzymislaw von Pogrell auf Grzymala ∞ N.N. von Pogrell, dessen Söhne waren:

  • Jaroslaw von Pogrell - der Truchsess vom Herzog Heinrich I. von Breslau,
  • Predslaw von Pogrell - dem Schenken vom Herzog Heinrich I. von Breslau

Die Eltern von Grzymislaw von Pogrell waren:

Thomas aus Kopanica, auf Popino bei Schmiegel ( †1180 ) und dessen Ehefrau Gregiria von Kopanica ( *1050 ) - aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor: Grzymislaw von Pogrell begründete das Herrengeschlecht Grzymala in Polen - siehe Wappen Union von Horodlo 1413 -.

Von dessen Söhnen, Jaroslaw, dem Truchessen und Predslaw, dem Schenken des Herzogs Heinrich I. von Breslau ( urkundlich 1203 ) wurde vor 1210 das Kloster Kamenz ( Niederschlesien ) auf ihrer dortigen Burg gegründet. Bogussius dictus de Pogarell, Sohn des Predslai de Michelow, führt nach dem Dorf Pogarell bei Brieg erstmals 1276 urkundlich den heutigen Namen.

Dirsko I. de Prerichym, urkundlich genannt in den Jahren 1222–1241, setzt Dirschdorf ( Niederschlesien ) zu deutschem Recht aus. Er besaß auch das benachbarte Klein – Ellguth und bekam das Dorf vom damaligen Herzog als Lehen. Seine Witwe, Boguscha de Prerichym, die 1289 mit ihren beiden Söhnen Andreas und Philipp, urkundlich erwähnt wurde: Diözesan - Archiv Breslau J. J. 47, setzte nach dem Tod ihres Mannes, so wie es mit dem Bischof Thomas II. von Breslau vereinbart wurde, ebenfalls ihr Gut Klein - Ellguth ( Oberschlesien ) zu deutschem Recht aus.

Graf Andreas von Dirschdorf (†1330) ∞ N.N. von Dirschdorf - aus dieser Ehe gingen 3 Söhne hervor:

  • Ritter Dirsko II. Sagittarius von Dirschdorf,
  • Heincze von Dirschdorf,
  • Nickel von Dirschdorf.

Ritter Dirsko II. Sagittarius von Dirschdorf und Klein - Ellguth (*1270–†1311) ∞ Margarethe von Dirschdorf geb. von Gancz (*1272-†?), die Tochter von Stefan I. von Gancz, um 1293, aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor:

  • Budke ( Budislaus ) von Dirschdorf und Klein - Ellguth (≈†1339),
  • Hen(t)schel ( deutsch: Hans ) von Dirschdorf und Klein - Ellguth (≈†1360),
  • Matthias von Dirschdorf und Klein - Ellguth,
  • Margarethe von Dirschdorf und Klein - Ellguth ∞ Otto von Niemitz (*1320 – †1367)
  • Peschko ( deutsch: Peter / Jeschko und Jeschke = Johannes ) von Dirschdorf und Klein - Ellguth.

Ritter Dirsko II. Sagittario von Dirschdorf und Klein - Ellguth, der 07.03.1310 urkundlich erwähnt wurde ( Schles. Reg. 3118, Staatsarchiv Breslau, Heinrichau W 50 ), war im Gefolge der Herzöge Bernhard II. und Heinrich V. von Schlesien und erschien am 07.07.1311 urkundlich (Schles. Reg. 3214, a. a. O., Vincens Kloster 117) und erhielt die Vogtei von Kanth / Breslau (Kanth gehörte 1314 zum Fürstentum Schweidnitz).

*Die Stadt Kanth - Man ist sich seit 100 Jahren einig, dass Kanth aus dem poln. kąth. Winkel, zu erklären ist. Es wird ziemlich spät, 1297, erst von der Burg Kanth und 1302 von einem Pfarrer und einem Erbvogt in Kanth ge­sprochen. Ersterer setzt die Kirche, Letzterer die städtische Verfassung voraus. Dies scheint zu beweisen, dass die Stadt erst in Anlehnung an die Burg entstanden ist. Der 1302 genannte Pfarrer, Nikolaus, war Kaplan und Notar am Hofe des Herzogs Bernhard von Münsterberg, 1318 zahlt Leo, Pfarrer von Fürstenau, für seine Tochterkirche in Kanth 15 M. als dem Papst vorbehaltene Einkünfte des ersten Jahres. Der 1311 um die einträgliche Erbvogtei zwischen Peter Schaf, dem Besitzer von Gilgenau, und Dirsco dem Bogenschützen entbrannte Streit wurde in der Weise geschlichtet, dass jenem 6 Brotbänke und freie Fahrt erbrechtlich und dienstfrei verliehen wurden. 1314 erwirbt Otto von Kaltenbrunn von Jakob gen. Gancz und dessen Bruder Hein­rich die Erbvogtei mit allen ihren Einkünften.

Quelle: * Die Ortsnamen des Kreises Neumarkt von Adolf Moepert, Bibliothek des Zentral – Instituts für Oberschlesische Landesforschung, Bücherverzeichnis Nr. 1968 von 1935, Band 13, Teil III, Seite 84

27. Juni 1281 - Herzog Heinrich V., Herr in Liegnitz, urkundet, dass vor ihm der Ritter Dirsco gen. de Domancz* - deutsch: Domanze - an den Breslauer Bürger Wernher Schartilczan sein Dorf Bogdaschawicz ( Puschwitz sö. Neumarkt ) im Neumarkter Weichbild verkauft hat, er befreit das Dorf vom Rossdienst und allen Lasten sowie dem Landgericht und behält sich nur die Hochgerichtsbarkeit vor.

Zeugen: Ycho, Heinrich de Provin, Günther von Biberstein, Peter von Gusik, Hermann Buch, Hartmann de Ronow, Berthold von Borow, Themo de Poserne und Friczco von Ierschow, herzoglicher Notar und Ausfertiger der Urkunde. Geg. feria sexta infra octavam Iohannis Baptiste.

  • Quellen: Kop. Breslau St.A. Rep. 16 ältestes Landbuch A fol. 6 (B); ebenda III 9e, fol. 52' (C nach Marginalnotiz im Handexemplar der Regesten, ad 1271). SR 1664, Hirtz, Urkundl. Beiträge Nr. 52. Schlesisches Urkundenbuch, Herausgegeben von der Historischen Kommission für Schlesien, Vierter Band 1267 - 1281, Bearbeitet von Winfried Irgang, Böhlau Verlag, Köln-Wien 1988
  • * Die Ortsnamen des Kreises Neumarkt von Adolf Moepert, Bibliothek des Zentral – Instituts für Oberschlesische Landesforschung, Bücherverzeichnis Nr. 1968 von 1935, Band 13, Teil II, Seite 59

Otto von Niemitz (*1320 – †1367) Margarete von Niemitz geb. von Dirschdorf (*1323 -†1375) seit 1344, aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor:

  • Agnes von Niemitz (†1380) ∞ Thomas von Haugwitz auf Pischkowitz (†1388), aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor: Hainel von Haugwitz, Kunigunde von Haugwitz, Proczel von Haugwitz, Rüdiger von Haugwitz - Frankensteiner Landeshauptmann, Wenzel von Haugwitz.
  • Eberhard von Niemitz,
  • Hans von Niemitz,
  • Heinrich von Niemitz (*1350 – †1388) - dessen Sohn war Thomas von Niemitz auf Dirschdorf (≈†1420)   
  • Nikusch von Niemitz,
  • Otto von Niemitz.

Diersdorf / Dirschdorf: 1388 beweist Michael von Trachenberg, Priester und Altarist zu Diersdorf, vermöge Privilegiums der Herzogin Agnes von Schweidnitz, dass Otto: Heinrich, Nikusch, Hans und Eberhard, Gebrüder von Nymands / Niemitz, die Söhne des vorgedachten Otto, zwei Morgen Gehölz und zwei Gärten dem Altare der Jungfrau Maria in der Kirche zu Diersdorf geschenkt haben ( Original - Urkunde zu Thomnitz bei Nimptsch ).

Peschko von Dirschdorf und Klein - Ellguth Margarete von Bischofsheim / geb. von Nimptsch (*1340 - †1374), aus dieser Ehe gingen 3 Söhne hervor:

  • Dirsko III. von Dirschdorf und Klein - Ellguth,
  • Haske von Dirschdorf und Klein - Ellguth,
  • Johann von Bischofsheim* / Halbbruder,
  • Nikolaus von Dirschdorf und Klein - Ellguth ∞ N.N. von Dirschdorf und der Vater von Budke (Budislaus) von Dirschdorf / Pfeil gen. (≈†1407), Peter von Dirschdorf und Agnes von Dirschdorf.

*Margarete von Bischofsheim war in 1. Ehe mit Bernhard von Bischofsheim vermählt, aus dieser Ehe entspross Johann von Bischofsheim.

Die Eltern von Margarete von Bischofsheim waren:

Johann Vogt von Nimptsch (1) Sophia von Nimptsch geb. von Schaffgotsch (1)(†1375), einer Tochter von Gotthard Schaffgotsch, dessen Söhne waren: Der Domherr von Breslau Johann von Nimptsch und Vinzenz von Nimptsch

Die Eltern von Sophia von Nimptsch waren:

Gotthard von Schaffgotsch genannt - Gotsche I. Schaff (1)Margaretha Schaff geb. von Liebenthal (Š1371) - Margaretha war eine Tochter des Kuncze von Liebenthal auf Liebenthal

Die Eltern von Gotsche Schaff waren:

Gotsche (*1293 – †1345) und Agnes von Colditz, Agnes war die Erbin von Senftenberg und die Tochter von Heinrich II. von Colditz und Mabilia von Colditz geb. von Kamenz ( Tochter vom Witego I. von Kamenz ). Gotsche war der Sohn vom Landvogt der Oberlausitz Ulrich Schaff und Erbe von Kemnitz und der Lausitzer Güter, er erwirbt Kynast und erhält durch seine Frau auch Senftenberg in der Niederlausitz.

Link: Nationalbibliothek der Tschechischen Republik - Großes vollständiges Universal – Lexikon alles Wissenschaften – von Johann Heinrich Zedler 1740 - Seite 945, 946.png (1)

Link: Witego I. von Kamenz - Zur Geschichte der Grundherrschaften von Günter Böhm - Die Böhm Chronik Band 3.png

Nach dem Stammbaum des britischen Prinzen Charles - Prince of Wales und Duke of Cornwall, dem Thronfolger des Vereinigten - Königreiches -, gehören die von Colditz mit zu seinen Vorfahren.

In der 16. Generation Dorothea von Colditz (*1480 – †1520), in der 17. Generation Johanna von Colditz und Thimo von Colditz (†1508) sowie in der 18. Generation Hans von Colditz.

Auszug: Neues allgemeines deutsches Adels – Lexikon, Band 2

Bischofsheim: Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, dessen Name seit dem 14. Jh. in münsterbergischen Urkunden vorkommt. Dasselbe soll in der ersten Hälfte des 14. Jh. mit der Prinzessin Jutta von Savoyen (†1342), welche sich mit dem Herzog Boleslaw II. / Bolko II. von Schlesien - Münsterberg und Fürstenberg (*1298 – †1341) 1321 vermählte, aus dem Elsass nach Schlesien gekommen sein und Reinhard von Bischofsheim, der Rat des Herzogs Boleslaw II., wird als Stammvater der Familie angenommen.

Nach den Hauptbesitzungen schied das Geschlecht in die Linien Bischofsheim – Leipe – Eisenberg und Bischofsheim – Seifersdorf.

Die erstere, deren Besitzungen in den jetzigen Kreisen Strehlen und Münsterberg lagen, ging zuerst aus und später, im Anfang des 18. Jhs., erlosch auch die im Kreis Grottkau begüterte zweite Linie und zwar mit Christoph von Bischofsheim (≈†1650), welcher aus der Ehe mit einer Hedwig von Pfeil und Dirschdorf keine Nachkommen hinterließ - Sinapis Schles. Curios. T. I. p. 265. Tom. II. p. 528 -.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 8, 8a

  • Bucelini, II. S. 10 und 26. – Sinapius, I. S. 265 – Gauhe, I. S. 155 – 156 – Biedermann, Geschl.- Reg. D. Orts Rhön – Werra, Tab. 376 – N. Pr. A. – L. I. S. 241. – Frh. v. Ledebur, I. S. 67. – Siebmacher, I. 59, III. 150 u. V. Zusatz 28.
  • Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – herausgegeben von Johann Heinrich Zedler 1733, Hedwig von Pfeil und Dirschdorf - Seite 1957, 1958
Nach dem Tod Bernhards I. 1286 erbte Bolko I. das Herzogtum Löwenberg und verband es wieder mit seinem Herzogtum Jauer.

Mit Unterstützung der " Breslauer Bischöfe " ( Bischof Thomas I. und Thomas II. von Breslau ) setzte sich Bolko I. für eine weitere Kolonisierung der gebirgigen Grenzgebiete ein. Gleichzeitig verfolgte auch Böhmen die Besiedlung seiner an Schlesien grenzenden Gebiete.

Die späteren Herren von Dobruška, dass erste namentlich bekannte Mitglied der Familie war Mutina von Kostomlaty (≈*1234 - †1290), dessen Prädikat von Dobruška ab 1279 - 1290 belegt ist, war mit einer von Dobrusch (auch von Dobirus, Dobrus, Doberschau aus Meißen) verheiratet, aus dieser Ehe stammten die Kinder:

  • Čeněk ( tsch. Chenek / Vincent ) von Dobruška (Prädikat belegt 1312)
  • Johann von Dobruška (†1332)
  • Mutina von Dobruška (†1332) – dessen Sohn Sezema von Dobruška (†1373) ∞ Elisabeth von Smiřický von Smiřice
  • Sezema von Dobruška (Prädikat belegt 1317)
  • Elisabeth von Dobruška ∞ Heinrich I. von Rosenberg.

Mutina von Dobruška verlagerte seinen Wirkungskreis in den 1270 / 80er Jahren nach Ostböhmen, wo er sich Verdienste um die Kolonisierung des Adlergebirgs - Vorlandes erwarb - siehe Berg Goworek -. Da er dort nach der Dalimil - Chronik u. a. die Burg in Skuhrov errichtet hat, wird er auch als Mutina von Skuchrow ( Mutina Skuhrovský ) bezeichnet.

Die Tochter von Mutina von Dobruška ( Skuchrow ) Elisabeth / Eliška (*1255 - †22.01.1307) heiratete standesgemäß den südböhmischen Adeligen Heinrich I. von Rosenberg (†04.07.1310 in Prag) 1285 und brachte so die Verbindung mit dem mächtigen Adelsgeschlecht der Witigonen mit sich.

Link: Mutina von Dobruška – Bayerische Staatsbibliothek Digitalisierungszentrum – Digitale Bibliothek, Abschnitt Seite 81.gif

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 9

  • Abteilung - VII Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne 1314 -1347, Band: VII, 2 Die Regesten der Herzoge von Österreich sowie Friedrichs des Schönen als Deutschen König 1314 – 1330 hg. Gross. 1924

Wissenswertes / Instruktives zu Dirschdorf - im Eulengebirge der schlesischen Mittelsudeten:

Ortsbezeichnungen / place names / toponimia:

  • Niemcza ( deutsch: Nimptsch: tschechisch Němčí ) ist heute eine Stadt im Powiat Dzierzoniowski (Powiat Reichenbach im Eulengebirge) in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Die Stadt war damals der Hauptort Schlesiens, bevor Breslau es wurde,
  • Nowa Wieś Niemczańska ( deutsch: Neudorf bei Bad Dirsdorf ),
  • Podlesie ( Kunsdorf ),
  • Przerzeczyn - Zdrój ( deutsch: Ober Diersdorf / Bad Dirsdorf ) mit Ligota Mała ( deutsch: Klein Ellguth ),
  • Ruszkowice ( Ruschkowitz, 1936 – 1945: Lohenstein ).

Der adelige Dirsko von Prerichym, war der Namensgeber von Dirschdorf / Dirsdorf – urkundlich erstmalig am 01.10.1247 erwähnt.

Historischer Überblick und aktueller Status:

Das Dorf, das 1247 als Prerichym erwähnt wurde, erschien auch in den Quellen unter den Namen Prerečim = slowenisch: ich überquere.

Nach dem Prerichym und Ligota Mala ( Dirschdorf und Klein – Ellguth ) 1289 nach deutschem Recht bestätigt wurden, wurde der Name Dirsdorf auf das Dorf angewandt, worauf die Formulare Diersdorf / Dirschdorf in den Dokumenten verwendet wurden.

Freiherren Niemitz von Niemete

Die Niemitz ( auch Nimands genannt ) hatten Besitz in Dirschdorf, das Gut - Oberhof. Sie übten das Patronatsrecht über die evangelische Kirche aus. Die Brüder Johann Friedrich und Sigmund Ritter von Niemitz / Niemetz erhielten am 10.03.1660 den böhmischen Freiherrenstand ( böhmische Wappentafel: 140 ).

Link: Böhmische Wappentafel Nr. 140 - Freiherren von Niemetz.jpg

Die Linie ist in Böhmen 1669 erloschen und das Gut - Oberhof ging für kurze Zeit an die Familien von Rohr und Seidlitz über.

Nymancz. Niemand, Niemandis, Niemitz. Eine edle, aus Baiern stammende Familie, die deshalb noch im 14. Jh. mit dem Zunamen – Beier - bezeichnet und damit wahrscheinlich von andern gleichlautenden Namen unterschieden wurde. Es kommen in Urkunden mit dieser Bezeichnung vor: Albert von Niemand, Bavarus 1318. Bavarus Nymands 1348. Baver von Nymantz, Bavir vom Nymands.

Anno 1351 konfirmierte Bolko II. / Boleslaw V., Herzog von Schweidnitz - Jauer in Schlesien (*05.1308 - †28.07.1368), Herr von Fürstenberg und zu Schweidnitz den Kauf Otto von Nimands von seinen Schwägern Hans und Peschke / Peter von Dirschdorf und Klein - Ellguth.

Die herzogliche Konfirmation des Verkaufs erfolgt im Beisein des Petzold von Betschow, Reintsch Schaf des Jungen, Hermannus von Zeteras, Ritter, und des Hans und Nitsche, Gebrüder von Nebelschütz, des Arnold Trach und des Hofschreibers Peter von Nebelschütz.

Dzierżkowice ( tsch: Držkovice, deutsch: Dirschkowitz, nach 1936 Dirschkenhof )

In seiner 1888 in Breslau veröffentlichten Ortsliste Schlesiens klassifiziert Heinrich Adama den Namen des Dorfes als eine Gruppe patronymischer Namen und leitet ihn vom alten polnischen Vornamen des Gründers und des ersten Inhabers von Dzierzyslaw - sprachwissenschaftliche / slawische Namensbedeutung: derjenige, der Ruhm hat -, altböhmisch Drzek, Dzierzek ab.

Adama erwähnt den Namen Dirschkowitz als den ältesten Namen in lateinischer Sprache, der die Bedeutung von Dorf des Dirislaw angibt. Der ursprüngliche slawische Name wurde später von den Deutschen bei Dirschel phonetisch germanisiert und verlor seine ursprüngliche Bedeutung.

Historisch liegt die Stadt an den sogenannten polnischen Mähren oder im Bereich der ehemaligen Diözese Olmütz. Es wurde zum ersten Mal im Jahre 1270 als Driskovice erwähnt, als das Herzogtum Opava (Troppau) von Mähren getrennt wurde, später wurde es als Dirscowicz (1377), Drzkowicz (1413) bezeichnet.

Dirsko von Dirskowitz und sein Sohn Jesko – wurden u.a. am 10.05.1280 als Zeugen vom Bischof Bruno von Olmütz erwähnt.

Link: Dirsko von Dirskowitz Prag 1280 - Mähren unter König Rudolph I. von Antonin Bocek, Seite 35, Prag 1835.jpg

Am 05.08.1455 wird in Herrlitz / Troppau - Hans Günther von Dirschkowitz* - in einem Verkaufsdokument als Bürge des Herrn Hans von Zossen erwähnt. Zu größeren Sicherheit haben die Bürgen ihre Siegel an diesem Dokument angehängt. Dan a psan na Heraltyczich wten pondiely przed matku bozy snyeznu po narozeny syna bozieho 1455 leta.

Das Original mit einem Siegel ist verfügbar in der Museumsbibliothek in Troppau.

*Dirschkowitz in der Gemeinde des Gerichtsbezirks Troppau war bis ins 16 Jh. Eigentum des Rittergeschlechts gleichen Namens, danach wurde Dirschkowitz ein Teil vom Fürstentum Troppau und Jägerndorf / 1656 Dirschkowitz, 1671 Statekdrffkowsky, 1683 Drffkowiczni, 1754 Dzbožischkowitz. ( SKASIK 1945, VIII ).

**Anno 1407:

Link / Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728 – Bd. 2: Schlesische Kuriositäten Teil II. - Niklas von Dischkowitz S. 588.jpg

Link: Genealogia des Hoch - Gräflich Freiherrlich - und Hoch - Adelichen Geschlechts derer von Stosch - Zeuge Peter Dirskowitz – Melchior Friedrich von Stosch 1736, Bd. 1, S. 45.jpg

**Quelle: Johannes Sinapius - Der Schlesische Adel, Band 2, Seite 588, 917 - Hochadelige Geschlechter / Dirschkowitz

*Anno 1401: Hans Seidlitz, den man nennt von Samptfor ( Samotwor / Niederschlesien ), verreicht dem Peter Dirschcowicz all sein Gut zu Peterwitz im Neumarkter Weichbilde. Breslau 1401. Z.: Poppo von Hugwicz - Haugwitz. Gleich darunter wird Hans Seidlitz von Samptfor bezeichnet als Vormund der Alusch, Frau des Heinrich Reinbaben ( Rymbabe ). Breslau 1403. Z. : Georg Seydlicz (Seidlitz) von Galow.

Link / Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728 – Bd. 2: Schlesische Kuriositäten Teil II. - Dirschkowitz - Hochadelige Geschlechter, S. 927.jpg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 10, 11, 12, 13

  • Archiv für österreichische Geschichte, Akademie der Wissenschaften in Wien, herausgegeben von der zur Pflege vaterländischer Geschichte aufgestellten Kommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Band 50 – Wien 1871.
  • Dirschkowitz,1270 Driscoviƺ,1377 Dirscowicƺ,1413 Drƺkowic (HOF - RICHTER Teil II, Heft III, 1914, 366. Historie des Ortes dto. 1914, 366–368).
  • Mähren unter König Rudolph I.: Abhandlung – Band 4 – Seite 35
  • *Günter Böhm - Die Böhm - Chronik Band 3, Seite 22 / 1401: Zur Geschichte der Grundherrschaften

 

Goworek von Dirschdorf & Klein - Ellguth / von Pfeil & Klein - Ellguth / Pfeil - Burghauß

Linien - Bildungen 1720:

  • von Bischofsheim, von Brauchtisch, von Gellhorn und Garlsdorf, von Gregersdorf, von Niemitz und Groß – Wilcke,
  • von Nimptsch, von Pogrell und Lampersdorf, von Posadowsky, von Rothkirch und Teppelmude,
  • von Scheliha, von Sebottendorf, von Seidlitz und Panthen, von Steinsdorf und Tädelwitz,
  • von Stosch zu Siegroth / Roßwitz / Wammen, von Studnitz und Schönau, von Tschirsky und Wurgwitz, von Zabeltitz.

Wappenbeschreibung: Das Drei – Kronen – Wappen der Grafen von Pfeil

Linie: Vršovci / Werschowitz / Goworek / Prerichym / Dirschdorf / Pfeil / Burghauß

Über dem Wappen im Schild mit zwei gekreuzten Bärenpranken auf silbernem Feld ist ein goldener Reif mit neun silbernen perlenbesetzten Zacken auf der Grafenkrone sichtbar, in der Mitte über der gräflichen Krone ist ein geschlossener Adlerflug (Vršovci) angelegt, über der rechten gräflichen Krone ist der schlesische Adler (Goworek) angeordnet, bei der dritten gräflichen Krone schmücken ein fächerförmiger Pfauenstoß und sechs Pfeile (Pfeil) als Helmzier das Wappen, die Helmdecken und der Wappenmantel sind schwarz - silbern. Als Schildhalter zwei einwärts gekehrte sehende natürliche Bären.

Link: Wappen von Pfeil.jpg

Quellen:

  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, S. 392, Teil A, 115. Jg. 1942
  • Universität – und Landesbibliothek, Heinrich Heine Universität Düsseldorf – Deutsche Grafen – Häuser der Gegenwart / Ernst Heinrich Kneschke 1853 – Grafen von Pfeil und Klein - Ellguth - Band 2, Seite 197, 198, 199, 200

Die Bärensage von Protzan - 1220

Herzog Heinrich I. der Bärtige soll, als er auf der Jagd bei Protzan von einem Bären angefallen wurde, in seiner Todesnot die Gründung einer Kirche für die Heiligen St. Peter und St. Paul gelobt haben. Zur Zeit der sagenhaften Bärenjagd im Jahr 1220 befand sich Protzan im Besitz des Grafen Stognew der Jüngere.

Die sagenhafte Bärenjagd von 1220 mit dem Gelöbnis hätte nur 45 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes (1175) stattgefunden.

Ein Pfarrer von Protzan, es muss Augustin Thaddäus Hachberg gewesen sein, schrieb am 17.01.1737:

Ein Jäger namens Dirsko, welcher den Herzog mit dem Bären hatte kämpfen sehen, kam eilends hinzu gesprungen, da die Not am größten war, hieb dem Bären beide Pratzen hinweg, mit welchen er den Herzog gefasst hatte, und erlegte den Bären nachgehend durch seine Tapferkeit. Der Kampf mit dem Bären soll sich an der Stelle zugetragen haben, wo später am Bach in Protzan die Trapke - Mühle stand.

Sollte ein Kern Wahres an der Sage sein, dann war der Jäger Dirsko de Prerichym, der Heinrich I. den Bärtigen rettete, ein adeliger und schwerttragender Jagdgefährte gewesen. Heinrich I. der Bärtige soll dann aus Dank die erste Kirche zu Ehren von Peter und Paul für das Dorf Protzan gestiftet haben.

Dirsko de Prerichym, der Woiwode von Breslau 1222 und ein Blutsverwandter vom Goworek (1108) - Wappen RAWA - aus dem sagenhaften Geschlecht der Vršovci und ein Neffe vom Bischof von Breslau Thomas I. -, war ein Urahn der Grafen von Pfeil, seine gräflichen Nachfahren führten in Schlesien die abgeschlagenen Bärenpranken in ihrem Wappen wie Protzan in seinem Siegel.

INFO: Zur Namensherkunft derer " von Pfeil " sei anzumerken, dass der Ehrenname auf die Tapferkeitsauszeichnung der Familie Goworek vom 24.08.1109 ( Schlacht bei Glogau ) zurückzuführen ist – slawisch: Grot = deutsch: Pfeilspitze.

Sie hatten große Besitzungen nördlich von Protzan in Zülzendorf ( Kreis Schweidnitz ) und Bad Dirsdorf, welches seinen Namen von Dirsko de Prerichym erhalten hatte. Am Schloss Kleutsch befand sich ebenfalls das Wappen der Grafen von Pfeil, es war eine Zeit lang deren Eigentum. Ein Jahr nach der sagenhaften Bärenjagd im Jahr 1221 schenkte der Besitzer des Dorfes Protzan Graf Stognew der Jüngere, der im fernen Ratibor Kastellan war, das Dorf Protzan zur Hälfte dem Kloster Leubus.

Leubus war 1235 im Besitz des Breslauer Bischofs Thomas I. - um einen Zehntstreit mit dem Breslauer Bischof Thomas I. beizulegen, überließ ihm der Abt Günther von Leubus 1235 Kostenthal und halb Protzan. Diesen Vergleich hatte der päpstliche Legat, Bischof Wilhelm von Modena, als Schiedsrichter vermittelt. (Urkunde Leubus Nr. 66)

Der Name Proczano trat 1305 zum ersten Mal auf, 1586 hieß der Ort Protzen und seit 1750 ist der heutige Name Protzan in Gebrauch. Bis 1810 blieb Protzan Eigentum des Breslauer Domkapitels - es war der einzige Ort im Kreis, der dem Kapitel gehörte.

1403 lebte in Dirschdorf Heincze von Dirschdorf, er war ein Urenkel vom Grafen Dirsko I. de Prerichym (*1185 – †1241) aus dem mythologischen Geschlecht der Vršovci / Goworek und erschien 28.05.1403 erstmalig urkundlich ( Staatsarchiv Breslau, Kloster Kamenz ) am 04.07.1407 (a. a. O.) als Heincze von Dirschdorf mit den Bärentatzen im Schilde - 1496 urkundlich erwähnt (a.a.O.) tritt ein Hans von Dirschdorf, Pheyl genannt, zu Elgot ( Ellguth ) mit gleichem Siegel auf.

Heincze I. von Dirschdorf Pheyl von Pfeil (*1382 – †1459) ∞ Margarethe von Dirschdorf Pheyl von Pfeil geb. von Maschlitz: aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: Heincze II. und Hans.

Heincze II. von Pfeil (*1422 – †1473) ∞ Agnes von Pfeil geb. von Predel, aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor:

  • Hans I. von Dirschdorf / Pfeil genannt von Ellguth,
  • Margarethe von Senitz geb. Pfeil,
  • Christoph von Pfeil.

Hans von Pfeil Barbara von Pfeil geb. von Gellhorn und hatte einen Sohn, Hans I. von Pfeil.

Hans I. von Pfeil (*1466 - †1507)Hedwig von Pfeil geb. von Schindel, aus dieser Ehe ging 1 Sohn hervor:

  • Ludwig von Pfeil

Ludwig von Pfeil (*1495 - †1570) ∞ Katharina von Pfeil geb. von Schindel (†1580), aus dieser Ehe ging 1 Sohn hervor:

  • Hans II. von Pfeil - lebte 1525 auf Klein – Ellguth, Schönheide, Habendorf, Kleusch (†1588) und war dreimal verheiratet:
  • 1. Ehe mit einer Tochter aus dem Haus Romolkwitz
  • 2. Ehe mit einer Tochter von Seidlitz aus dem Haus Fürstenau
  • 3. Ehe mit Elisabeth Kuhl von Kammerau aus dem Haus Tannhausen

Zu Beginn des 16. Jhs. gehörte ein Teil des Dorfes einem von Pfeil aus Ligota Mała und dann seinem Enkel Henryk und Urenkel Jan Henryk. Jan Henryk von Pfeil aus zwei Ehen mit einer N.N. von Brauchitsch und danach mit einer N.N. von Niemitz aus Wilków Wielki ( Groß Wilkau ) hatte sieben Kinder. Das Gut in Dirschdorf wurde ihm von seinem dritten Sohn - Joachim Fryderyk von Pfeil - übergeben.

Link: Schlesische Kuriositäten Teil II. S. 842 - Niemitz zu Dirschdorff und Jungferndorff, dessen Ehe mit Hedwig von Pfeil und Klein – Ellguth.jpg
  • Georg von Pfeil zu Klein Ellguth (†1670) ∞ Anna geb. von Stosch - Siegroth zu Klein Wilkau - 2. Ehe (†1667)
  • Daniel von Pfeil auf Schönheide und Peilau ∞ Ludmilla geb. von Stosch aus dem Hause Lortzendorf im Ohlauischen - dessen Tochter: Blandina Johanna ∞ Johann von Bogten auf Niklasdorf, Schönheide und Peilau
  • Friedrich von Pfeil auf Korsangwitz ∞ Susanna geb. von Stosch aus dem Hause Lortzendorf - dessen Sohn: Daniel von Pfeil ∞ Magdalena, Caroli von Sebottendorf (1.Ehe), in (2.Ehe) ∞ Magdalena von Schlichting – dessen Tochter: Magdalena ∞ mit einem von Schmidt und Wilcksen

Die Stosch - Linien im Neißischen, Oppelischen etc. wurden von den Bischöfen Thomas I. und Thomas II. von Breslau von 1232 bis 1292 bei Verkäufen - u.a. der Vogtei Patschkau im Neißischen - als Zeugen erwähnt.

Piel genannt von Pfeil – Ein Magnus Pfeil aus Westfalen beantragte 1620 die Eintragung in die Kurländische – Ritterbank, dasselbe Geschlecht wurde in Livland 1742 aus dem Haus Saulhof bei der Matrikel – Kommission angegeben, besaß dieses Gut im Jahr 1781 nicht mehr und war danach mit den Namen Piele / Pfeil im Kurland nicht mehr vorhanden - siehe Wappen Piele von Pfeil 1662.

Des Weiteren war ein Ernst Konrad Goworek bis 06 / 1742 der Reichshof Rats - Secretario der Königlichen - Böhmischen – Regierung, ab 07 / 1742 beim Friedrich II. König in Preußen / Herzog in Schlesien ( später Friedrich der Große / auch der Alte Fritz genannt ) und wurde von 1727 bis 1742 als Bevollmächtigter in Breslau nach dem 1. schlesischen Krieg ( 1740 - 1742 ) erwähnt (2).

Link / von Pfeil: Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius - Band 2 - 1728, Seite 863.png

Link / von Pfeil: Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius - Band 2 - 1728, Seite 864.png

  • (2) Helden – Staats - und Lebens - Geschichte des Allerdurchlauchtigsten und Großmächtigsten Fürsten und  Herrn Friedrichs Königs in Preußen, Chur - Fürstens zu Brandenburg, und souveränen Herzogs in Schlesien - von Christian Friedrich Hempel – 1758, Band 2, Seite 238, 241
  • (2) Deutsches Historisches Museum - Quittung des Ernst Konrad Goworek in der Schuldsache des Grafen Erdman von Reder auf Krappitz und Adams von Franckenberg – Inventarnummer: Do 55 / 79

Seyfried von Nimptsch auf Kummelwitz, Falkenhahn, Haunold, Kleutsch und Lampersdorf war der frankensteinische Weichbild Landesrechtsbesitzer (†1667) und in 2. Ehe ∞ Anna Elisabeth von Pfeil, aus dieser Ehe entsprossen mehrere Kinder.

N.N. von Niemitz zu Dirschdorf und Jungferndorf (um 1560) ∞ Hedwig von Pfeil und Klein – Ellguth, dessen Sohn N.N. von Niemitz zu Dirschdorf ∞ Helena von Niemitz und Wilcke, dessen Sohn Joachim von Niemitz und Jungferndorf auf Dirschdorf, Kosernitz, Tadelwitz war der fürstlichliegnitzbriegischer Rath der Weichbilder Strehlen und Nimptsch und war deren Landeshauptmann (†1669)

Neuere Quellen aus deutschen Adressbüchern aus den Jahren 1905 – 1937 geben an, dass Nieder - Dirschdorf 1593 und Ober – Dirschdorf 1723 in den Händen der Familie von Pfeil war, die das ganze Dorf in ihren Händen vereinten.

Dies geschah um die Wende des 17. / 18. Jhs.

1721 kam das Gut - Oberhof an die Familie von Pfeil. Ein Friedrich Ludwig Graf von Pfeil, der 1786 in den Grafenstand erhoben wurde, war auch der Erbauer des Bades Dirschdorf.

Im letzten Viertel des 18. Jhs. war Dirschdorf bereits Bestandteil der Güter von Friedrich Ludwig von Pfeil (*1741 - †1821). Nach der Beschreibung von 1783 wurde das Dorf in zwei Teile geteilt in Nieder - Dirschdorf und Ober - Dirschdorf. Der Inhaber beider Abteilungen war Herr Friedrich Ludwig von Pfeil. Nach dem Tod von Friedrich Ludwig von Pfeil gab es eine neue Teilung des Reichtums.

Nieder - Dirschdorf wurde von seinem Sohn Friedrich August Rudolf (*10.03.1785 - †08.11.1830) und Ober - Dirschdorf von Friedrich Ludwig Karl von Pfeil (*24.05.1780 - †1857) betreut.

Die Grafen von Pfeil - schlesischer Uradel / Wappenbuch der Preußischen - Monarchie, Band II. Seite 52
  • 13.09.1636 - Ludwig Pfeil, Hoftrompeter und Musikus, Adelsstand, Wappenverbesserung, Rotwachsfreiheit, Salva GuardiaÖsterreichisches Staatsarchiv: Signatur – AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.37
  • 1702 Ritter von Pfeil und Tichebach – böhmischer alter Ritterstand, Diplom vom 16.03.1702 für Johann Ferdinand Pfeil, markgräflicher badischer Kammerrath
  • 1736 Reichsadels - und Wappenbestätigung, am 23.05.1736 erhielt Joachim Friedrich von Pfeil (1), königlich preußischer wirklicher geheimer Rat, die Adelsbestätigung für das Reich und die Erbländer sowie eine Wappenbestätigung - privilegium denominandi - 1736.05.23
  • 1764 Paul Eberhard von Pfeil – erhielt am 18.07.1764 eine Adelsrenovation und am 01.10.1767 die Erhebung in den Freiherrenstand,
  • 04.02.1767 - Pfeil, Christoph Karl Ludwig, (2) königlich preußischer bevollmächtigter Minister in den schwäbischen und fränkischen Kreisen, Freiherrenstand, Wohlgeboren
  • 1767 Reichsfreiherrenstand mit Wohlgeboren – 01.10.1767 preußischer Freiherrenstand für Paul Eberhard von Pfeil, königlicher Major und Herr auf Rohrbach bei Hirschberg,
  • 1786 preußischer Grafenstand für Friedrich Karl und Friedrich Ludwig von Pfeil und Klein - Ellguth am 15.10.1786,  
  • 1822 preußischer Adelstand - Johann Carl Heinrich Pfeil wurde am 21.03.1833 in den Adelsstand erhoben,
  • 1889 preußische Namens - und Wappenvereinigung mit dem der Grafen von Burghauß als Graf von Pfeil Burghauß,
  • 1981 Eintrag in die Tiroler - Adelsmatrikel.

Quellen:

  • Bayerische Staatsbibliothek digital, Siebmachers großes Wappenbuch III, 1 Abt. Seite 21
  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.38 (1)
  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.39 (2) 

Link: Wappen von Pfeil 1736.jpg

Link: Wappen von Pfeil 1767.jpg

Aufgrund ihrer hohen böhmischen / schlesischen distinguierten Abstammung konnte das Adels - und Klerikergeschlecht Goworek ( Wappen Rawicz ) seit 1108 sämtliche edlen Kriterien der damaligen Zeit erfüllen, die für die Führung der Adelswürde und ein Bischof - Episkopat signifikant waren, sodass die geforderten Adelsnachweise in Preußen problemlos erbracht werden konnten, der Mitteladel erhielt die Grafentitel und die Erlaubnis, Fideikommisse zu gründen.

In Preußen garantierte 1772 Friedrich der Große dem Adel seinen Stand und Besitz. Seine Nachfolger führten viele Standeserhöhungen durch, vor allem der Grafenstand wurde verliehen, zuerst für alle Nachkommen, nach 1871 nur für den jeweiligen Besitzer eines Fideikommisses, während die übrigen Nachkommen einfache „Herren von“ blieben.

Link: Pfeil - Burghauß - Wappen 1889.png

Link: Ahnentafel von Pfeil - 1728.pdf - siehe Hans Aßmann Freiherr von Abschatz – Die alten Ritter der Ovaden und Lugier

In Titular kamen folgende von Pfeil und Klein - Ellguth / Pfeil - Burghauß vor (Stand ≈†1900 - usque hodie):

  • Pfeil und Klein-Ellguth, Fredemarie Gräfin von, geb. von Oheimb
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Charlotte Gräfin von, aus Hausdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ingeborg Gräfin von, geb. Michaelis
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Evy Gräfin von, geb. Freiin von Salza und Lichtenau
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ursula Gräfin von, vermählte Kothe
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Auguste Gräfin von, geb. von Zastrow, aus Neiße und Hausdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Bernhard Graf von, Kapitän
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Clementine Gräfin von, aus Ober-Dirsdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Dietrich Graf von, Oberstleutnant aus Langenorla
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Dorothee Gräfin von, aus München
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ewald Graf von, fliegerverunglückter Herr auf Nieder Dirsdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Fanny Gräfin von, geb. von L`Estocq, aus Herischdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Franz Graf von, Königlich Preußischer General der Artillerie / Berlin
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Friedrich Graf von, Leutnant aus Ober-Dirsdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Friedrich Wilhelm Graf von, Generalmajor zur Disposition aus Dresden
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Friedrich-Karl Graf von, aus Breslau
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Günther Graf von, Herr auf Kreisewitz
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Heintze Graf von, Herr auf Deutsch Kessel
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Helene Gräfin von, aus Sagan
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ilse Gräfin von, geb. Röhl
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ingeborg Komtess von, vermählte Schalhorn
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Isa Gräfin von, geborene von Tettenborn
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Jutta Gräfin von, geb. von  Waldthausen, verwitwete von Oppen
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Karl Friedrich Graf von, Major der Reserve
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Maria-Carla Gräfin von, geb. von Lingen, verwitwete Hübschle
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Marie Gräfin von, geb. Brandt von Lindau
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Otto Graf von, Major der Reserve
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Sigrid Gräfin von, geb. Voigt
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Stanislaus Graf von, Oberleutnant zur See / Berlin
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ursula Gräfin von, geb. von Kleist-Retzow
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Ursula Gräfin von, geb. von Tiedemann
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Wendula Komtess von, vermählte Menz
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Wilhelm Graf von, aus Ober-Dirsdorf
  • Pfeil und Klein-Ellguth, Woldemar Graf von, aus Deutsch-Kessel
  • Pfeil-Burghaus, Friedrich-Niclas Graf von, Herr auf Laasan
  • Pfeil-Burghauß, Erika Gräfin von, geb. von Eicke und Polwitz
  • Pfeil-Burghauß, Richard Graf von, Oberleutnant der Reserve / Laasan

Quelle: Institut für deutsche Adelsforschung – Herrensitze des Adels 1860:

  • Ober - Dirsdorf  / Kreis Nimptsch, Schlesien ( Grafen von Pfeil )
  • Nieder – Dirsdorf  / Kreis Nimptsch, Schlesien ( Grafen von Pfeil )
  • Klein – Ellguth / Kreis Militsch - Trachenberg, Schlesien ( Fürsten von Hatzfeld –Trachenberg )
  • Klein – Ellguth / Kreis Nimptsch, Schlesien ( Freiherren von Bissing )
  • Klein – Ellguth / Kreis Oels, Schlesien ( Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen )

Gut erhalten sind ca. 70 alte Grabsteine in Dirschdorf, auf welchen die Verstorbenen, Ritter des 16. und 17. Jhs. herausgemeißelt sind. Interessant sind die Grabsteine der Wickelkinder, Anna von Seidlitz †1615 und der des Vaters, des Ritters Ernst von Seidlitz †1616 aus Kunsdorf. Weitere Grabsteine sind von den Geschlechtern der Niemitz, die in Dirschdorf wohnten und das Patronatsrecht über die Kirche ausübten und von den Geschlechtern Brauchitsch von Neudorf und Pfeil von Dirschdorf und Lohenstein.

  • Urban von Niemitz 1566
  • Heinrich von Niemitz 1573
  • Grabplatte für die Kinder von Fridrich von Kaldenbrun ( Grabstein von Kindern von Fridrich von Kaldenbrun aus dem Jahr 1573, das Album hat vier Wappen: von Kaldenbrun, von Porschnitz, von Stuschen ( Stosch ) und von Nimitz )
  • Georg von Niemitz 1576 – Elisabeth von Niemitz 1593
  • Grabplatte für die Kinder der Familie von Seidlitz 1582
  • Paula von Seidlitz 1584
  • Georg von Brauchitsch aus Neudorf / Kreis Nimptsch 1584 ∞ Hedwig von Brauchitsch geb. von Dornheim, dessen Sohn Georg (27.11.1605), war der herzogliche, pommerische Rat in Stettin im Herzogtum Pommern ∞ Dora von Berg - Ein Urenkel vom Georg von Brauchitsch war Christopher von Brauchitsch (†1737 in Vorpommern), er hatte sich zwischen 1715 / 1718 am Burgwall bei Rothemühl in Vorpommern angesiedelt.
  • Barbara Niemitz geb. von Schindel 1603
  • Barbara von Seidlitz 1610
  • Johann Georg von Seidlitz 1614
  • Ernst von Seidlitz 1616
  • Ernst Friedrich von Seidlitz 1617
  • u.v.a.m.

Aus den Wappen lässt sich die Verwandtschaft der Verstorbenen nachweisen.

Es besteht die Gewissheit, dass die Mitglieder der edlen Familie Goworek von Dirschdorf und Klein - Ellguth, die als freie Erbherren auf eigenem Grund und Boden saßen und die durch ihre Abstammung vom Böhmischen - Königshaus - und / oder - Adelsgeschlecht Warsz an mehreren adeligen Linienbildungen in Europa überlieferte und gedeihende Impulse setzten bzw. pflanzen konnten, die Vorläufer der Familie Pfeil sind.

Damit wäre dieses Geschlecht seit ältesten Zeiten in Dirschdorf ansässig.

Viele der o. a. verwandten Adelsfamilien konnten ihr ererbtes Vermögen - 23.06.1920 ( das Preußische Gesetz über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels und die Auflösung des Hausvermögens ) - behalten und nach dem 2. Weltkrieg ( 1939 - 1945 ) in der BRD ≈1953 mithilfe einer Abstammungsbeglaubigung in Form von Stammbucheintragungen der Familie:

Franziskus, Ignatius Goworek / kurz: Franz Goworek (*1918 / Bottrop – †1979 / Essen) und seinen Mitgliedern:

Die Eltern von Franz Goworek waren:

Ignaz Goworek (*1889 / Bottrop - †1948 / Essen) ∞ Maria Goworek geb. Siegel (*1893 - †1959 / Essen)

Die Eltern von Ignaz Goworek waren:

*Vinzenz Goworek (*1850 Lohnitz, Oppeln / Schlesien - †1920 in Bottrop) ∞ Magdalena Goworek,

ihren römisch - katholischen, urschlesischen Herkunftsnachweis bei den zuständigen länderübergreifenden Instanzen überzeugend ableiten und den pekuniären Verlust der Grundstücke / Immobilien in Schlesien und anderorts nach 1945 glaubhaft nachweisen und so die Entschädigungsansprüche über den Lastenausgleich prosperierend gelten machen.

*Mit der Abteufung der Zeche Prosper I. begann 1856 die Zeit des Steinkohlenbergbaus in Bottrop ( Einwohnerzahl: 01.12.1871 – 5.396 ), die am 21.12.2018 ( Einwohnerzahl: 31.12.2017 – 117.364 ) endete.

Nach dem Deutsch – Französischen Krieg 1870 / 1871 kam Vinzenz Goworek mit seiner Familie von Preußisch - Schlesien nach Bottrop, wo anschließend der Verwandte Graf Günther von Stosch ( *29.05.1893 Schlesien - †23.03.1955 Essen ) ein deutscher Politiker - von 1935 bis 1941 Oberbürgermeister der Stadt Bottrop , Regierungsbeamter und Regierungspräsident in Minden und Münster -, war.

Die Nachkommenschaft der Familie Goworek benutzten die Prädikate “ Graf “ sowie “ von Dirschdorf und Klein – Ellguth “ nach 1918/1919 ( verdunkelter Adel - siehe Essener – Stadtarchiv ≈1953 ) nicht mehr !

Die Nachfolger der Familie " Goworek " leben heute noch in Amerika, Australien, Dänemark, Deutschland, Groß – Britannien, Frankreich, Kroatien, Niederlanden, Österreich, Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn und anderorts.

Historische Goworek - Familienmitglieder dieser Dynastie:

  • Goworek von Rawita / Wappen Rawicz – Bezirk: Lodz / Rawa Mazowiecka (*1080 - †1140) - Goworek und seine Nachkommen Sięgniew und Warsz waren Protoplasten ( 1108 ) von zwei Grundlinien: Rawiczan / Wappen Rawicz, Grotowice und Warszowice
  • Graf Johannes von Werschowitz - war der Protoplast ( 1109 ) der Familie Oksza / Wappen Oksza
  • Nemoj II. von Netolice - Kastellan in Litomierzyce war ≈1160 der Kammerherr vom König von Böhmen Vladislav II. (*1110 – †1174)
  • Graf Ratibor von Werschowitz ( 1184 ) - war ein Heeresführer im böhmisch - mährischen Krieg 1184
  • Goworek I. von Goslawice - deutsch: Goslawitz / Bezirk: Oppeln - (*1120 - ≈†1180) war der Protoplast der Linie Prerichym, woraus später der Familienstamm von Dirschdorf / Dirschkowitz wurde
  • Goworek II. / Wappen Rawicz – war der Provinzgouverneur von Sandomierz und Kastellan von Krakau (*1166 - †1227), 1195 war Goworek der Kommandant der Ritter von Sandomierz und ab 1198 der Erzieher vom Herzog Leszek I. den Weißen
  • Iwo Odrowąż / Wappen Odrowąż (*1160 - †21.07.1229 in Modena) war der Kanzler vom Herzog Leszek I. den Weißen (1206/1218) und der Bischof von Krakau (1218 – 1229)
  • Dětřich Theodoricus Hrutovice war in den Jahren 1225 -1232 der Staatsanwalt der Provinz Znojmo
  • Thomas I. - war der Bischof von Breslau ( 1232 - 1268 )
  • Czeslaw Odrowąż / Der Selige Ceslaus von Breslau (*1180 Groß Stein - †1242 Breslau), 1713 wurde er seliggesprochen und war ein Mitbegründer der Dominikaner in Polen
  • Goworek III. vom Wappen / Rawa war 1242 der Landvogt des Fürsten Konrad II. von Schlesien
  • Jacek Odrowąż / Der Heilige Hyazinth von Polen (*1183 Groß Stein - †15.08.1257 Krakau) - war ein polnischer Adeliger und Geistlicher, der als Begründer des Dominikanerordens in Polen gilt, 1594 wurde er heiliggesprochen
  • Die Selige - Bronislawa von Polen aus Kamien / Großstein – Schlesien (*≈1203 – † 29.08.1259), war eine Adelige und trat 1219 in das Prämonstratenserinnen - Kloster Zwierzyniec ein, sie war mit dem Dominikanerheiligen Hyazinth von Polen verwandt  
  • Jan Prandota von Bialaczew - war der Bischof von Krakau (1242 - 1266)
  • Warsz von Michow (*1220 - ≈†1280 ) – Kastellan von Lublin ( ab 1259 ), Woiwode von Sandomierz ( ab 1268 ) und Kastellan von Krakau ( ab 1270 )
  • Graf Dirislaus von Byczeń starb am 25.7.1283
  • Mutina von Dobruška (*≈1234 - †1290) war ein Pionier der Kolonisierung des Adlergebirges 1270 / 1280
  • Thomas II. - war der Fürstbischof von Breslau ( 1270 - 1292 )
  • Ritter Goworek von Konary ( deutsch: Kunern ) des Rawa Wappens erbaute die Burg – Konary / Bezirk: Krakau im 13 Jh. und war der Kastellan von Radom - Bezirk: Masowien
  • Sięgniew Grot / Wappen Rawicz ( †1268 ) war der Kastellan von Krakau
  • Dirsko I. de Prerichym / von Dirschdorf (*1189 – †1243), war 1222 der Pfalzgraf / Woiwode von Breslau und 1230 – 1241 der Kastellan von Wartha
  • Pribislaw de Prerichym / von Dirschdorf, war der Kastellan von Lebus (≈1247)
  • Dirsko II. von Dirschdorf war der Kastellan von Dirschdorf (*≈1216 – †1289) er urkundete 1264 als Dirsco de Prerichym
  • Ritter Dirsko III. Sagittarius von Dirschdorf und Klein - Ellguth (*1270 – ≈†1311) war der Erbherr auf Dirschdorf und Klein - Ellguth
  • Nanker - Bischof von Krakau ( 1320 – 1326 ) und Fürstbischof von Breslau (1326 – 1341)
  • Jan Grot von Slupczy – Bezirk: Sandomierz / Wappen Rawicz (*1290 – †1347), war der Bischof von Krakau
  • Ritter Goworek IV. aus Kurzeszyn ( Bezirk: Rawa Mazowiecka ) namens Warsz / Wappen Rawicz – war ein Großgrundbesitzer und der Namensgeber der Hauptstadt Warschau / Polen ( 1381 ), dessen Sohn Mikołaj Goworek war der Kanoniker von Krakau
  • Goworek V. vom Wappen / Rawa, war 1333 der Kastellan von Radom und der Rat der Räte - war der Bruder vom Bischof von Krakau Jan Grot
  • Goworek VI. vom Wappen Rawa - wurde 1339 in Jankowice / Jankowitz erwähnt
  • Goworek VII. aus Rzędowice ( Bezirk: Oppeln / Oberschlesien ) und Kościelnik ( Bezirk: Krakau / erstmals 1369 erwähnt ) Wappen Rawicz ( der Nachkomme von Mikolaj Goworek (*1166 - †1227)) war 1356 der Richter von Krakau und 1374 der Kastellan von Zawichy / Zawichost ( Bezirk: Sandomierz ) und mit Elisabeth Goworek geb. Gutowska verheiratet – Sohn Jan Guta ( erstmals 1384 als Eigentümer von Kościelnik erwähnt )
  • Goworek VIII. vom Wappen / Rawa war mit Miloslawa Goworek verheiratet und der Gründer des Gutshofs von Gowarczow im Kreis Konecki in der Woiwodschaft Heiligkreuz
  • Grot von Slupczy / Wappen Rawicz (*1334) war der Kastellan von Lublin (1362–1374) und Zawichost / Bezirk: Sandomierz (1358–1363) 
  • Lasota von Steblau – Bezirk: Lublin - war 1350 ein Rawicz Wappen – Träger aus der Woiwodschaft Lublin und stammt aus einem Zweig der Goworek
  • Łukasz Grot von Słupczy - Bezirk: Sandomierz / Wappen Rawicz (*1400 – †1471)
  • Krystyn von Ostrów – Nach der Schlacht bei Tannenberg / Grunwald ( 07 / 1410 ) unterzeichnete er am 01.02.1411 den Frieden von Torun und war Unterzeichner des Aktes des Horodroms vom 02.10.1413
  • Jakob von Werschowitz (*≈1390 - †10/12 - 1462) – war der Gouverneur der Region Litoměřice, Gouverneur der Saazer – Region, Heeresführer in den Hussitenkriegen, ein Hussitischer - Gouverneur sowie Politiker und Diplomat
  • Goworek IX. von Chobrzan (*1310 /†1380) - war der Kammerherr vom König Kasimir I. der Große (†1370) – die Brüder vom Krakauer Bischof Jan Grot, Zbigniew und Goworek, bauten 1333 in Chobrzany eine Kirche aus Lärchenholz
  • Ritter Goworek X. von Błeszno / Tschenstochau Bezirk: Schlesien - de clenodio RAWA = der Familie RAWA - zugehörig, wurde nach der Schlacht von Koronowo ( 10 / 1410 ) für seine militärische Tapferkeit ausgezeichnet
  • Goworek XI. von Chobrzan - Bezirk: Radom, Masowien / Wappen Rawicz - war 1427 der Besitzer von Goszczy / Goschütz - 1427 streiten sich der neue Besitzer von Goszczy, Goworek aus Chobrzan, und der Abt von Świętokrzyski über die Grenzen zwischen Goszcza und Braciejowice, von denen der Abt in den Tagen der früheren Besitzer von Goszcz ausgegangen war (Quelle: Kodeks Małop. T.IV S.1243)
  • Goworek XII. von Makocice - Bezirk: Krakau / Wappen Rawicz ( 1500 )
  • Ritter Wenzel ( Vaclav ) von Werschowitz und Doubravská Hora (*1532 - †18.06.1583) war ein Förderer der Wissenschaften
  • Graf Jobst von Limburg – Styrum (*1560 - †1621) / Gräfin Maria von Schauenburg und Holstein – Pinneberg (*1559 – †1616)
  • Graf Hermann Otto I. von Limburg – Styrum (†17.10.1644) / Freiin Anna Magdalene Spies von Büllesheim zu Frechen (†16.05.1659)
  • Kanoniker Franz, Christoph, Jakob Goworek - Bezirk: Oppeln / Oberschlesien (*1619 in Oppeln – †1681 in Rybnik)
  • Ernst Konrad Goworek - Reichshof Rats - Secretario der Königlichen - Böhmischen – Regierung (1742)
  • Graf Ferdinand Gottfried von Vehlen und Meggen (†07.07.1685) / Gräfin Anne Sophie von Vehlen und Meggen geb. von Limburg – Styrum (†26.10.1685)
  • Graf Karl Felix von Werschowitz Sekerka und Sedczicz ( *1654 – †29.03.1720 in Prag ) war ein Kunst - Mäzen
  • Graf Anton Peter Przichowský von Przichowitz - war der 21. Erzbischof von Prag (*28.08.1707 Böhmen - †14.04.1793 Prag)
  • Graf Hugo von Werschowitz Sekerka und Sedczicz war von 30.06.1855 bis zum 07.01.1857 der Kommandant des Regiments: 2. Leib – Husaren - Regiment der Königin Victoria von Preußen Nr. 2 – im Kavallerieverband
  • Graf Friedrich Wilhelm von Pfeil und Klein – Ellguth war von 12.09.1902 bis zum 01.07.1908 der Kommandant des Regiments: 2. Leib – Husaren - Regiment der Königin Victoria von Preußen Nr. 2 – im Kavallerieverband
  • Vinzenz Goworek (≈*1850 Lohnitz, Oppeln - Schlesien - ≈†1919 in Bottrop) - deutscher Unternehmer, in Primogenitur
  • Ignaz Goworek ( *1889 in Bottrop - †1948 in Essen ) - deutscher Unternehmer, in Primogenitur
  • Franziskus, Ignatius Goworek (*1918 in Bottrop - †1979 in Essen) - deutscher Unternehmer, in Primogenitur
  • Graf Günther von Stosch (*29.05.1893 Schlesien - †23.03.1955 Essen), deutscher Politiker - war von 1935 bis 1941 Oberbürgermeister der Stadt Bottrop -, Regierungsbeamter und Regierungspräsident in Minden und Münster
  • u.v.a.m.

 

Quelle: Der Adel der Böhmischen Kronländer – Wappenbriefe und Adelsdiplome des böhmischen Adelsarchivs im k.k. Ministerium des Inneren in Wien ( Stand: 1900 )

  • Bestätigung des Grafenstandes für Ernst Graf von Gellhorn, Wien 24.10.1655
  • Grafenstand mit dem Prädikat Hoch – und Wohlgeboren für Alexander Haugwitz von Biskupitz, Wien 13.05.1642
  • Freiherrenstand für die Brüder Georg und Heinrich Wilhelm von Haugwitz und Kleinabisch, Prag 04.10.1723
  • Grafenstand für Georg Carl Freiherrn von Haugwitz, Wien 11.10.1733
  • Grafenstand für den General – Major Karl Freiherrn von Haugwitz, Wien 07.12.1779
  • Adelstand für Johann Casper von Lohenstein – 16.07.1670
  • Herrenstand für Hans Friedrich und Sigmund ( Brüder ) von Nimptsch, Wien 08.03.1660
  • Freiherrenstand für Carl Friedrich von Nimptsch, Wien 11.02.1692
  • Grafenstand für Hans Heinrich Freiherren von Nimptsch, Wien 05.02.1699
  • Alter Ritterstand für Johann Ferdinand Pfeil mit von Pfeil und Tichebach, Wien 16.03.1702
  • Freiherrenstand für Johann Ernst Schaffgotsch, Wien 30.10.1658
  • Grafenstand für Johann Ernst Schaffgotsch, Linz – 28.01.1681
  • Grafenstand für Johann Ernst Schaffgotsch, Linz 22.02.1681
  • Alter Herrenstand für Johann Wilhelm Schaffgotsch, Wien 23.09.1696
  • Freiherrenstand für Caspar von Stosch, Wien 17.01.1701
  • Wappenbrief für Nicolaus Chmela von Werschowitz, Wien 06.09.1553
  • Confirmatio der Nobilitation für den Johann Chmel von Werschowitz mit Wappenbesserung, Prag 14.03.1587
  • Freiherrenstand für das Reich und die Erbländer für Johann Habart von Wřesowitz, Wien 04.11.1628
  • Bestätigung des Freiherrenstandes für Johann Habart von Wřesowitz, Wien 22.05.1629
  • Bestätigung des Grafenstandes für die Brüder Wilhelm und Wolf Illburg Grafen von Wřesowitz, Wien 14.11.1629
  • Bestätigung des Prädikats Hoch – und Wohlgeboren für die Brüder Wilhelm und Wolf Illburg Grafen von Wřesowitz, Wien 01.09.1632
  • Grafenstandbestätigung für Jaroslav Graf Vrsovci Sekerka von Sedcice und für das ganze Geschlecht der Vrsovec, Wien 1666
  • Alter Herrenstand für die Brüder Johann Wilhelm und Ferdinand Kisspersky Wřesowitz von Wrzesowicz, Laxenburg 30.05.1668.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 14, 15

  • Cosmas von Prag ( *≈1045 - †21.10.1125 ), Chronica Boemorum,
  • Thiermar von Merseburg, Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon,
  • Jan Długosz, Annales seu cronici incliti regni Poloniae,
  • Simon Okolski, Orbis Polonus, Kraków 1642, V.2. 581 – 602,
  • Kasper Niesiecki, Herbarz, VIII, 97 – 99,
  • Bartosz Paprocki, Herby rycerstwa polskiego, Kraków 1584 ( II ed. Kraków 1858 ),
  • Josef Teige, Blätter aus der altböhmischen Genealogie. Slavnikiden - Die Vrsovcen - Die Herren von Lichtenburg, Damböck 2005.
  • *Geographisches Wörterbuch des Königreichs - Polen und anderer slawischer Länder, Band II., Seite 758.
  • Polnische Ritterschaft des Mittelalters von Franciszek Piekosinski, Krakau 1901 - Goworek, S. 18, 146, 149, 291, 306, 363, 523, 603, 635, 777, 786, 794 
  • ³ Prof. Dr. FRANTISEK GRAUS - Adel, Land und Herrscher in Böhmen vom 10. bis 13. Jh.
  • ³ Autor: Bruno Querfurtensis ( Brun von Querfurt ) - Vitae s. Adalberti episcopi Pragensis recensio II
  • ² Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg / Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt / Das Wrssoweze Geschlecht – Kapitel IX., ab Seite 60
  • ² Heinrich Ludwig Gude – Staat von Böhmen / anno 1710 – Staatliche Bibliothek Regensburg
  • Chronicae Bohemorum libri III - ( Chronik von Böhmen in vier Büchern ) – Autor: Cosmas ecclesiae Pragensis decanu
  • Thiele, Andreas - Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser -, Königs - und Fürstenhäuser Ergänzungsband / Tafel 89

 

Uradelig - und das vom Scheitel bis zur Sohle !

Vršovci / Werschowitz / Goworek = Eine Genealogie, die ihres Gleichen sucht !

Der Stammbaum einer uradeligen böhmischen / preußischen / schlesischen / tschechischen Dichter -, Freimaurer -, Fürsten -, Grafen -, Kaufmanns -, Kleriker -, Königs -, Kreuzritter -, Kriegsherren -, Künstler -, Magnaten -, Politiker -, Ritter und Schriftsteller – Dynastie !

Authentische Wappennachweise der damaligen Zeit:

  • Vršovci / böhmische Adels - Wappentafel: 124
  • Vresovec von Vresovic / Wřesowitz - böhmische Adels - Wappentafel: 123
  • Goworek / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Rawicz Tafel IX.  
  • Oksza / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Oksza Tafel VII.
  • Topor / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Topor Tafel XI.
  • Pfeil von Klein – Ellguth / Wappenbuch der Preußischen - Monarchie, Band II. Seite 52
  • Sekerka – mährische Adels - Wappentafel: 197
  • Sekerka von Sedczicz / böhmische Adels - Wappentafel: 124
  • Werschowitz Sekerka / böhmische Adels - Wappentafel: 124  
  • Werschowitz Sekerka von Sedcice / böhmische Adels - Wappentafel: 124
  • Werschowitz Sekerka von Sedczicz / böhmische Adels - Wappentafel: 124
  • Werschowitz Sekerka von Sedczicz / Wappenbuch der österreichischen Monarchie ( VII. 51 )
  • Werschowitz / Wappenbuch der Preußischen - Monarchie, XI. Bd., Hauptregister zum 1. – 11. Bd. - Bd. VI. - Tafel 29
  • Werssowitz / Wappenbuch der Preußischen - Monarchie, XI. Bd., Hauptregister zum 1. – 11. Bd. - Bd. II. - Tafel 13 - Provinz Pommern
  • Wrschowetz und Naglowicze / böhmische Adels - Wappentafel: 124
  • Wrschowetz und Rey / böhmische Adels - Wappentafel: 124

z Vršovci Sekerka a Sedčice / Sedczicz = von Werschowitz Sekerka und Sedschitz 

  • Vršovci oder Wrschowetze ( auch Rawici ) = Werschowitz ( Herkunftsname ) ist ein mittelalterliches Adelsgeschlecht, das auf den Stammvater des Geschlechts der Warsz (644) zurückgeht
  • Goriwei = Goworek ist ein mittelalterliches Adelsgeschlecht, das auf den Stammvater des Geschlechts der Goriwei zurückgeht
  • Pfeil = Tapferkeitsauszeichnung 1109 / Schlacht bei Glogau vom 24.08.1109
  • Sekerka / Oksza / Topor = Tapferkeitsauszeichnung 1109 / Schlacht bei Glogau vom 24.08.1109
  • Sedczicz ( Herkunftsname ) = Sedschütz: Oberschlesien / Bezirk: Oppeln
  • Sedčice ( Herkunftsname ) = Scheditz in Böhmen / Bezirk: Louny - Žatec ( Saaz )
  • Nagłowice ( Herkunftsname ) = Bezirk in Heiligkreuz
  • Vřesovice ( Herkunftsname ) = in Südmähren, Bezirk: Hodonin - deutsch: Wresowitz, früher auch Brzesowitz, Bresowitz
  • Warszowice ( Herkunftsname ) = Warschowitz in Oberschlesien

Wršowece, Wršowci altböhmisch Wršowici oder Wršewici sind eine patronymische Form des Namens Wrš, ihres Ahnherren, die Schreibung des Namens Vrsovci / Werschowitz mit Bezug auf die Familien – Genealogie ist ungemein mannigfaltig.

Alternativnamen: deutsch - Werschowitz = Verschowitz, Vrš, Warschowitze, Warsz ( Wappen Rawicz ), Wersch, Werschowetz, Wersewitz, Wersowicz, Wersowitz, Werssowitz, Werszowców, Werszowice, Werszowiec / Wierszowiec ( Wappen Oksza ), Wreschowitz, Wřesowitz, Wretschko, Wrsch, Wrschowetz, Wrschowitz, polonisiert: Wrschowsky, Wrssen, Wrsowicz, Wrssowecz, Wrssowre, Wrszowic, Wrzessowitz !

Werszowzen / Werschowitz(en) – Warszawezen / Warschawitz(en) = polnische Namensvarianten 

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 21, 22

  • Wrschowitz, Wrschowetz, Wreschowitz, Wersewitz – eine Familie. In: Johann Heinrich Zedler: Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681 – 685.
  • Geschichte von Böhmen - größtenteils nach Urkunden und Handschriften von František Palacký

 

" Die Sage der Warsz "

Warsz ( Warsch, Wersch, Wirsch, Wrssen ) war der mythische Stammvater des ursprünglich böhmischen Adelsgeschlechts der Wrchowez und ist gleichzeitig auch ein immer wiederkehrender Leitname in diesem Geschlecht.

Der Sage nach kam der Stammvater des Geschlechts Warsz ≈ 644 mit seinen nahen Verwandten, Lech und Czech - Lineages -, aus Weißkroatien** nach Böhmen und gründete dort den Stammsitz der Familie. Nach anderer Lesart war er ein Nachkomme des Czech, woraus sich der über Jahrhunderte dauernde Konflikt mit den Přemysliden um die Macht in Böhmen erklärt.

Link: Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt.jpg

**Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Weißkroatien ist die Bezeichnung für eine Gruppe kroatischer Stämme, die in der Zeit der Völkerwanderung im Zeitraum von etwa 610 - 641 n. Chr. in die damals römische Provinz Dalmatia ( Dalmatien ) zogen. Zuvor bevölkerten sie die Gebiete Kleinpolen. Diese Region, die heute zwischen der Ukraine und Polen geteilt sind, wurde zu jener Zeit auch Weiß - Kroatien genannt. Nach dem Bericht des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. Porphyrogennetos (*905 -†09.11.959) stammten die Kroaten aus dem Gebiet des heutigen Kleinpolens.

Später bekämpften die Vršovci als Gefolgsmänner der Přemysliden das konkurrierende Geschlecht der Slavnikiden. In der Schlacht bei Libice am 28.09.995, die zwei Tage dauerte, wurden alle Einwohner getötet, auch die, die sich in der Kirche verschanzt hatten. Danach brannten die Angreifer die wichtigsten Festungen und Burgen der Slavnikiden nieder. Die Přemysliden besetzten die Gebiete und schenkten den Vršovci zum Dank Libice.

Auf Befehl Herzog Svatopluks II. wurden die Vršovci am 28.10.1108 niedergemetzelt.

Anlass war die Beschuldigung vom Waczek von Werschowetz, dass der Führer, der Stammesfürst namens Mutina von Werschowetz, insgeheim mit Polen paktiert und damit Landesverrat begangen habe. Polnische Truppen hatten in diesem Jahr Böhmen überfallen, während der Herzog außer Landes war. Mutina als einer seiner Stellvertreter trug die Verantwortung für die Niederlage des böhmischen Heeres. Svatopluk ließ daraufhin Angehörige der Familie in der Burg Vraclav, in Libice , Prag und anderorts hinrichten und ermorden.

Der Chronist Kosmas von Prag versuchte Svatopluks Vorgehen trotz der Grausamkeit zu legitimieren. Er stellt die Vršovci in seiner Chronik daher als ärgste Feinde des Herrscherhauses dar, die seit alters her gegen die Přemysliden gekämpft und sich dabei zahlloser Verbrechen schuldig gemacht hätten.

Der Mord an den Vršovci !

Dem Anschein nach wurden ca. 3000 Mitglieder der Familie Vršovci am 28.10.1108 auf dem Prager Marktplatz auf Befehl des Fürsten Svatopluk niedergemetzelt.

Svatopluk von Olmütz ( tschechisch: Svatopluk Olomoucký ) ließ 1108 Mutina von Werschowetz und dessen Verwandte ermorden, sodass auch die Güter von Mutina und Nemoj Vršovec - Bozej, Černuc, Chrabberk, Ledčice, Lewtomor, Mnetěš, *Mutyna ( Muttersdorf ), Sanz und Vražkov in Litoměřice an Svatopluk verloren gingen.

Erstmals erwähnt wurde Mnetěš, bis 1922 Netěš ( deutsch Netiesch ), 1102 in einer von Gustav Friedrich 1907 im Band 1 des Codex diplomaticus et epistolaris regni Bohemiae ausgewerteter Sammlung von alten und von Sobeslav II. bestätigten Urkunden aus dem Archiv des Vysehrader Kapitel, die Friedrich als Besitzurkunden der Vrsovci aus der Zeit Borivojs II. zwischen 1100 und 1107 datieren konnte. Nach der Ausrottung der Vršovci durch Svatopluk II. eignete sich dieser 1108 auch den Besitz von Jarohněv Vršovec an und Mnetis gelangte zusammen mit Vrazkov, das dessen Bruder Nemoj gehört hatte, an die Premysliden.

Quellen:

  • Annales Quedlinburgenses. MGH SRG 72. Ed. Gies, Martina. Hannover 2004.
  • Codex diplomaticus und epistolaris regni Bohemiae I. Ed. Friedrich, Gustav. Prag 1904 - 1907.
  • Codex diplomaticus und epistolaris regni Bohemiae II. Ed. Friedrich, Gustav. Praha 1912
  • Chronik. Edd. Neškudla, Borek - Zytek, Jakub. Praha 2008
  • Chronik der Tschechen. Edd. Hrdina, Karel - Blahova, Marie - Moravova, Magdalena - Wihoda, Martin. Prag 2011

*Quelle Deutsche Nationalbibliothek / Bezirk Hostau: Heimat zwischen Böhmerwald und Egerland

Um das Jahr 1180 war Mutina von Bukovec / Bukowetz ( siehe Berg Bukowetz ), ein Burggraf zu Prag, der Besitzer von Muttersdorf. Bereits im Jahr 1176 werden die Brüder Dobrohost und Mutina als Besitzer des Dorfes angeführt, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1253 und betrifft eine Schenkungsurkunde an Zbraslaus de Mutin, einem Nachkommen Mutinas.

Bukovec / Bukowetz

Bukovec wurde erstmals im Zusammenhang mit den Brüdern Dobrohostem und Mutina aus Bukovec erwähnt, die Sedláček von 1174 bis 1185 sind als Burggrafen in Prag belegt und die mit der Gründung von Hostouna ( Dobrohost ) und Mutěnína ( Mutina ) Geschichte schrieben. Im Jahr 1289 wird auch ein gewisser Jaroslav aus Bukovec als Besitzer von Čečovice erwähnt. Derselbe Jaroslav oder sein Nachfolger zogen nach Čečovice und besaßen beide Orte, da von 1355 bis 1358 Jaroslav von Čečovice als Gründer der Kirche in beiden Dörfern erwähnt wurde.

Wenige Familien überlebten die Verfolgung des Jahres 1108. Das polnische Geschlecht der Rawicz ( in Polen wechselten die Vršovci ihre Namen zu Rawicz ) leitete seine Herkunft von den Vršovci ab. Nach der Ausrottung dieses Geschlechts in Böhmen am 28.10.1108 wanderten einige Familienmitglieder nach Sachsen, Schlesien und Ungarn aus, wo sie ursprünglich in Polen 20 Familiengeschlechter gründeten, unter anderem die späteren Geschlechter der Warschowitze und Grotowitze ( Wappen Rawicz ).

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 23, 24, 25, 26, 27, 28

  • Thietmar von Merseburg: Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon
  • Gustav Friedrich: Codex diplomaticus et epistolaris regni Bohemiae. Bd. 1, 1907
  • Wrschowitz, Wrschowetz, Wreschowitz, Wersewitz, Wersowitz – eine Familie. Johann Heinrich Zedler: Großes vollständiges Universal - Lexikon aller Wissenschaften und Künste. Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681–685.
  • Josef Teige: Blätter aus der altböhmischen Genealogie. Slavnikiden – Die Vrsovcen – Die Herren von Lichtenburg, Damböck 2005, (Reprint der Ausgabe Wien 1887)
  • Petr Kopal: Neznámý známý rod. Pokus o genealogii Vršovců. Sborník archivních prací 2001/1, 3–84.
  • Petr Kopal: Kosmovi ďáblové. Vršovsko-přemyslovský antagonismus ve světle biblických a legendárních citátů, motivů a symbolů. In: Medievalia Historica Bohemica 8, 2001, S. 7–41.

" Familien - Wappen "

   Vresovec v. Vresovic                   Vršovci                          Sekerka              Werschowetz Sekerka

                   

  

      Wrschowetz & Rey            Wrschowetz & Naglowicze                Goworek 1108              Rawicz - Wappen 1413

                              

        Oksza - Wappen           Zaremba - Wappen                                                            Prag - Vršovice          Kurländische Ritterschaften

                         

 

" Familiäre - Kleriker - Wappen "

 

                

       Bischof Nanker           Bischof Thomas I.       Bischof Jan Prandota       Bischof Thomas II.               Bischof Nanker

                  

  Bischof Johann III. Grot    Erzbischof Jan Odrowąż   Bischof von Talmberg     Bischof von Miličin & Talmberg    Erzbischof Anton Peter

 

Wappenbeschreibungen:

Wappen I. - Vresovec von Vresovic - mährische / schlesische Linie ( bis 1755 ) - böhmische Adels - Wappentafel: 123

  • Wappenschild: In Blau eine aufwärts gewendete goldene Mond - Sichel
  • Kleinod: Die Mond - Sichel ist aufwärts gewendet auf der gräflichen Helmkrone
  • Decken: blau - golden

Wappen II. - Vršovci ( bis 1184 ) - böhmische Adels - Wappentafel: 124

  • Wappenschild: In Blau schrägrechts eine goldene Fischreuse
  • Kleinod: über der Grafen - Krone ein natürlicher rechtsgewandter Fischreiher
  • Decken: blau - golden

Wappen III. - Sekerka ( ab 1184 ) - böhmische Adels - Wappentafel: 124 / mährische Adels - Wappentafel: 197

  • Wappenschild: In Blau zwei geschrägte goldene Beile über der gräflichen Krone.
  • Kleinod: vor offenem blauen Flug die Schildfigur mit zwei Beilen
  • Decken: blau - golden

Wappen IV. - Werschowitz Sekerka ( 1184 - usque hodie ) - böhmische Adels - Wappentafel: 124 - und Wappenbuch der österreichischen Monarchie ( VII. 51 )

In einem die Länge herab geteilten Schilde in dem blauen Felde zur Rechten eine goldene Fischreuse (Stammwappen / Stammsitz Wrsch) und über dem Helm dieses Feldes einen Fischreiher, welcher in der linken Klaue einen Stein hält, in dem blauen Felde zur Linken zwei über einander gelegte Streitäxte mit gelben Stielen (Vermehrung des Wappens von 1184) und auf dem Helm dieses Feldes eine goldene Krone, welche gleichfalls zwei über einander gelegte Streitäxte mit gelben Stielen zwischen zwei schwarzen Adlerflügeln trägt. Die Helmdecken sind auf beiden Seiten blau und golden.

  • Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser - 1848, Seite 759
  • Siebmachers Wappenbuch VIII. 4

Wappen V. - Wrschowetz Rey - galizische Linie ( 1775 - 1918 ) - böhmische Adels - Wappentafel: 124

  • Wappenschild: In Rot ein rechtsgekehrtes zu Pfahl gestelltes silbernes Beil
  • Kleinod: die Schildfigur schrägrechts auf der Helmkrone
  • Decken: rot - silbern

Wappen VI. - Wrschowetz Naglowicze - galizische Linie ( 1775 - 1918 ) - böhmische Adels - Wappentafel: 124

Gespalten und vorne geteilt, oben in Rot drei aneinandergereihte überall anstoßende silberne Rauten, unten in Gold eine blaue Lilie, hinten in Silber ein links aufgerichtetes, golden bewehrtes, rotes Einhorn - Grafenkrone und roter, silbern gefütterter Wappenmantel

Wappen VII. - Goworek / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Rawicz Tafel IX. ( 1108 )

In goldenem Felde ein schreitender, den rechten vorderen Fuß erhebender schwarzer Bär, auf welchem, nach vorwärts gekehrt, eine Jungfrau sitzt, in rotem Gewande, das den Hals freilässt, die Arme nur bis zum Ellbogen bedeckt, die Arme nach beiden Seiten ausgebreitet, das Haar offen, auf dem Haupte eine goldene Krone, Helmschmuck: zwischen zwei Hirschhörnern, jedes mit fünf Enden auf der Außenseite, ein halb aufwachsender, nach links gewendeter schwarzer Bär, der in der linken erhobenen Tatze eine rote Rose hält.

Wappen VIII. Rawicz - Wappen ( Union von Horodlo - 1413 )

Wappen IX. Oksza / Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Oksza Tafel VII. ( 1109 )

Im roten Feld die Streitaxt Silber, die Klinge rechts. Im Juwel über dem Helm in der gräflichen Krone befindet sich auch eine Streitaxt mit einer Klinge in der Krone. Dieses Wappen führten die " Werschowitz " ab 1109 in Polen.

Wappen X. Zaremba - Wappen des Königreichs Polen – Stammwappen Zaremba Tafel VIII. ( 1108 )

In rotem Felde eine die untere Hälfte desselben einnehmende silberne Mauer mit vier viereckigen Zinnen, aus welcher ein halber schwarzer Löwe herauswächst, mit ausgeschlagener Zunge, die linke Pranke über die rechte erhoben, die Schwanzspitze sichtbar, die Mauer ist belegt mit drei zu 2 und 1 gestellten, viereckig golden eingefassten Edelsteinen, Helmschmuck: ein halb aufwachsender Löwe. Die erste Heimat desselben war in der Woiwodschaft Płock.

Wappen XI. Pfeil - Wappenbuch der Preußischen - Monarchie ( 1736 / 1786 )

Über dem Wappen im Schild mit zwei gekreuzten Bärenpranken auf silbernem Feld ist ein goldener Reif mit neun silbernen perlenbesetzten Zacken auf der Grafenkrone sichtbar, in der Mitte über der gräflichen Krone ist ein geschlossener Adlerflug angelegt, über der rechten gräflichen Krone ist der schlesische Adler angeordnet, bei der dritten gräflichen Krone schmücken ein fächerförmiger Pfauenstoß und sechs Pfeile als Helmzier das Wappen, die Helmdecken und der Wappenmantel sind schwarz - silbern.

Als Schildhalter zwei einwärts gekehrte sehende natürliche Bären.

Wappen XII. Stadt Prag - Stadtbezirk Vršovice ( 1918 - usque hodie )

Der silberne Löwe auf Rot symbolisiert die Zugehörigkeit zu Böhmen. Türme und Mauer stehen für die Prager - Burg, das Schwert für die Verteidigungsbereitschaft, die Beile / Fischreuse stehen für das Adelsgeschlecht der Vršovci.

Wappen XIII. - Kurländische Ritterschaften ( 1809 )

Kleriker - Wappen

Der Selige - Ceslaus von Breslau ( *1180 - †1242 ) – ohne Wappen

Der Heilige - Hyazinth von Polen ( *1183 - †1257 ) – ohne Wappen

Die Selige Bronisława ( ≈*1203 – †29.08.1259 ) – ohne Wappen

Iwo Odrowaz – Bischof von Krakau ( 1218 – 1229 ) – ohne Wappen

XIV. Bischof Nanker von Lebus 1248 - 1252

XV. Bischof von Breslauer Thomas I. 1232 – 1268

XVI. Bischof von Krakau Jan Prandota 1242 – 1266

XVII. Bischof von Breslauer Thomas II. 1270 – 1292

XVIII. Bischof von Breslauer Nanker 1320 – 1326

XIX. Bischof von Krakau Johann III. Grot 1326 – 1347

XX. Bischof von Olmütz Paul von Miličin und Talmberg 1435 - 1450

XXI. Erzbischof von Gnesen Jan Odrowąż 1453 – 1464

XXII. Bischof / Weihbischof von Königgrätz Johann Franz Christoph von Talmberg 1677 - 1698

XXIII. Bischof von Königgrätz 1754 - 1763 und 21. Erzbischof von Prag 1763 - 1793 Graf Anton Peter Przichowský von Przichowitz

Heraldik / Wappenkunde

Das Kriegsgeschrei, auch Feldgeschrei, Schlachtruf oder Panier genannt, ist in der Heraldik ein Prachtstück im Wappen. Von der Devise als Wahlspruch oder Parole im eigentlichen Sinne unterscheidet sich das Panier dadurch, dass es tatsächlich auf einen Schlachtruf zurückgeht.

Link: Wappenkunde ( Heraldik ) - Blasonierung, Kleinode, Ritter, Turniere, Wappen und deren Bedeutungen.jpg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 29, 30, 31, 32

  • Josef Teige: Blätter aus der altböhmischen Genealogie. Slavnikiden – Die Vrsovcen – Die Herren von Lichtenburg, Damböck 2005.
  • Petr Kopal: Neznámý známý rod. Pokus o genealogii Vršovců. Sborník archivních prací 2001 / 1, 3 – 84.
  • Petr Kopal: Kosmovi ďáblové. Vršovsko - přemyslovský antagonismus ve světle biblických a legendárních citátů, motivů a symbolů. In: Medievalia Historica Bohemica 8, 2001, S. 7 – 41.
  • Universal - Lexikon aller Wissenschaften und Künste: Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681 - 685

Link 1 - Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681 – 685.jpg

Link 2 - Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681 – 685.jpg

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Herrenstand ( Böhmen )

Der Herrenstand war ein Teil der böhmischen Ständeordnung. Aufgrund seiner staatsrechtlichen Stellung unterschied er sich vom übrigen titulierten Adel im Heiligen Römischen Reich.

Historisches

In der ältesten böhmischen Herrenstandordnung vom 18.03.1500 wurde festgelegt, dass niemand in den Herrenstand aufzunehmen sei, der nicht den Ritterstand seiner Familie über vier Generationen nachweisen konnte und darüber hinaus musste nicht nur der König, sondern zusätzlich auch die alten Herrenstandfamilien selbst einer möglichen Aufnahme zustimmen.

Zu diesem Zeitpunkt gab es nur 30 solcher alten Herrenstandfamilien in Böhmen. Die politischen Veränderungen nach der Schlacht am Weißen - Berg ( 08.11.1620 bei Prag ) ermöglichten es dem König, die Einflussnahme der alten Geschlechter abzuschwächen.

Mit der erneuerten Landesverordnung vom 10.05.1627 wurde auch eine neue Ständepyramide in Böhmen geschaffen. An der Spitze stand die hohe Geistlichkeit ( der Erzbischof von Prag, die übrigen Bischöfe usw. ), es folgte der Herrenstand, der neben den Freiherren und Grafen nun auch die Herzöge und Fürsten einschloss, dann der Ritterstand mit Landbesitz und schließlich die Königlichen - Städte.

Zur Aufnahme in den Herrenstand genügte jetzt jedoch die Verleihung eines Freiherren -, Grafen - oder Fürsten - Titels durch den König von Böhmen oder das Inkolat an eine entsprechende ausländische Familie. Das Mitspracherecht der bisherigen Herrenstandfamilien war entfallen.

Gehörte jemand nur dem Ritterstand an, so erhielt er zunächst die Aufnahme in den böhmischen Freiherrenstand. Erst drei Generationen später erfolgte die Verleihung des alten Herrenstandes oder auch der Titel Alter böhmischer Freiherr. Von dieser Wartefrist befreit, waren die Familien, in der bereits zuvor zumindest eine Linie den Freiherren - oder Grafenstand erhalten hatte.

Die besondere Stellung des böhmischen Herrenstandes endete mit der Auflösung der ständischen Verfassung von 1849. Doch sahen sich dessen ehemalige Mitglieder noch bis 1918 als Bewahrer und Hüter der Rechte des Landes Böhmen.

Der Vysehrad und der tschechische Nationalfriedhof

Das Vysehrader - Kapitel ( Prager - Hochburg ) des Hl. Peter und Paul gehört zu den ältesten und historisch wichtigsten kirchlichen Institutionen in Tschechien. Herzog Borivoj I. (*852 - †889) legte den Grundstein der Prager – Burg auf dem Berg Hradschin.

Die große Zeit des Vysehrad war das letzte Drittel des 11. Jhs., hier residierte der erste Böhmenkönig aus dem Haus der Premysliden, Vratislav, als Herzog II. ( 1061 - 1085 ), als König Vratislav II. ( 1085 – 1092 ). Er erhielt 1086 auf der Reichsversammlung in Mainz als Vratislav I. die Königswürde über Böhmen und Polen ( noch nicht erblich ) für die Unterstützung des König Heinrich IV. im Kampf gegen die Sachsen. Die Krönung als erster böhmischer Herrscher in Prag am 15.06.1086 erfolgte durch den Erzbischof Egilbert zu Trier. 

Aus diesem Grund hatte der Vysehrad immer den Ruf, die eigentliche Königsburg zu sein. Damals entstand neben anderen Steingebäuden die Peter - und Pauls - Kirche, deren Türme heute das Wahrzeichen des Vysehrad sind.

Vršovci

Vrsovice ( deutsch: Werschowitz ) ist ein Bezirk im Südosten des Zentrums in der heutigen tschechischen Hauptstadt Prag, er grenzt an die eingemeindeten Städte: Strasnice, Kralovske - Vinohrady, Nuslemi und Michle.

Vršovci oder Wrschowetze* ( auch Rawici ) waren eine tschechische frühmittelalterliche Velmožský - Familie ( Magnaten ) und ein Adelsgeschlecht, die im 11. Jh. und Anfang des 12. Jhs. die Geschichte des Přemysliden - Staates maßgeblich beeinflusste.

Die Vršovci wurden um das Jahr 1000 in Böhmen / Mähren “ Die Schriftsteller “ genannt - in Europa waren zu dieser Zeit rund 95 % der Bevölkerung Analphabeten. Bildung und Literatur in dieser Zeit haben sich nur auf eine kleine Gruppe von Menschen, vor allem Geistliche, beschränkt.

Während im Früh - und noch im Hochmittelalter die Landesherren für ihre Regierungsgeschäfte fast ausschließlich Geistliche, da diese der lateinischen Sprache und des Schreibens kundig waren, einsetzten, stellten sie ab dem 15., vor allem aber im 16. und 17. Jh. zunehmend lateinkundige bürgerliche Rechtsgelehrte ein, sodass die Grundherrschaft ( Eigentum / Besitz ) die wirtschaftliche Basis des Adels bildete.

Im 10. und 11. Jh. herrschten die Fürsten der Přemysliden - Dynastie über Böhmen. Eines der wichtigsten Adelsgeschlechter waren die Vršovci, sie waren durch Ehen mit den Mitgliedern der Fürstenfamilie verbunden.

Eine führende Position der Vršovci wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jhs. erreicht, als sein führendes Mitglied Mutina von Werschowetz ein Berater und Sekretär des Fürsten Bretislav II. wurde, zu dieser Zeit war er auch Kastellan in der Burg Litomerice. Ein weiteres Mitglied der Familie namens Bosey ( Gott ), war der Kastellan in Zatec ( Saaz ).

Mitglieder des Geschlechts standen am längsten im Kampf mit den Premysliden um die Vorherrschaft in Böhmen. Die herrschende Dynastie der Přemysliden versuchte dreimal, den mächtigen Clan der Vršovci auszulöschen: 09.02.1003, um 1014 und 28.10.1108.

Nach der Tötung im Jahr 1108 blieb nur eine Familie " Goworek ", deren Leiter Detricus de genus Wrsowic / Dětřich von Vršovec war, von der großen Familie am Leben. 

INFO: Die sprachwissenschaftliche Herkunft / Bedeutung zum Vornamen Dětřich = Dietrich. Zu altfränkisch thiuda ( althochdeutsch: diot das Volk und rihhi reich und mächtig, rihhan beherrschen ), d.h. im Volk mächtig. Der Name spielte in der Namensgebung im Mittelalter eine große Rolle. Er war allgemein bekannt durch die Sagengestalt Dietrich von Bern, in der der Ostgotenkönig Theoderich ( 5./6.Jh.) fortlebt. (Theoderich, Theodericus ist die latinisierte Form von gotisch piuda – reiks = Herrscher des Volkes und entspricht Dietrich).

Diese verbliebenen Vršovci konnten bis zum Ende des 12. Jhs. in Böhmen ihre früheren Positionen wiedergewinnen.

Gustav Friedrich bereitete 1907 die sich im Archiv des Vysehrader - Kapitels* befindlichen Urkunden auf, die über Besitzrechte der Vršovci aus der Zeit von 1100 bis 1107 Aufschluss geben und 1108 an die Přemysliden fielen.

Der mährische Zweig der Vršovci

Neben dem tschechischen Vršovci gab es im 12. Jh. auch einen mährischen Zweig bei Dětřichov ( Hrutovice ), die in der Provinz Znojmo - Bítov feste Positionen innehatten.

Die Mitglieder der Familie erwarben später viele Güter in Mähren und errichteten dort ihr Adelsgut.

Hruta - der Sohn / Enkel von Dětřich von Vršovec ließ sich nach dem Morden von 1108 eine Generation später in Mähren nieder, dessen Nachkommen nannten sich nicht Vrsovci, sondern Hrutovice. Der Berühmteste war Dětřich Theodoricus Hrutovice ( Sohn von Hrut ), der in den Jahren 1225 -1232 Staatsanwalt ( tschechisch: Státní zástupce / slowenisch: Tožilec ) der Provinz Znojmo war.

Im Jahre 1202 wurde Dětřich Hrutovic, der Sohn von Hrutův erwähnt, und im Jahre 1210 Zdislav, der Sohn von Hrutův.

Hrut hatte eine Reihe von Nachkommen und gründete ein Netz sehr verzweigter Adelsgeschlechter, zu denen die Familien aus: Bítov, Boleradic, Branisovic, Bukovina, Holštejn, Huzová, Kněžice, Loučka und Újezda gehörten, die ihre ursprünglichen Domänen in der Region Bitov, Brünn und Znojmo hatten.

Stammvater der Herren von Holštejn war Wok / Vok I. von Holštejn, der für die Jahre 1321 bis 1358 belegt ist, er entstammte wie die Herren von Sovinec dem mährischen Geschlecht der Hrut, begründete jedoch einen eigenständigen Familienstamm.

Burg Bukovina

Die Burg Bukovina ( deutsch: Puchawein in Okres Znojma / Znaim ) wurde zum Schutz des Haberner Steiges, einer wichtigen Handelsverbindung zwischen Böhmen und Mähren, errichtet. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1173 als Sitz des Hrut von Bukovina. 

Hrut von Bukovina, mit einem halbierten Wappen mit drei horizontalen Balken in der linken Hälfte, hatte drei Söhne: Dětřich, Mutina und Zdislav, die sich durch das Kollektiv Hrutovici bezeichneten.

Hrut der jüngere Sohn von Détřich und Enkel von Vater Hrut dem Älteren, nannte sich Filius Detrici und Détřich von Kněžice, Sohn von Hrut, der jüngere und große Enkel von Hrut dem Älteren, wurde als Filius Gruth bezeichnet.

Mutkov

Mutkov ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer nördlich von Sternberk und gehört zum Bezirk Olmütz. Weitere Namensformen waren Mautzendorf (ab 1676), Mautzndorf (1692), Mautzendorfium, Mutkowa (1771), Motkow (ab 1793), Mauzendorf (ab 1834) und Molkov (ab 1839).

Die Herren von Hrutovice ließen in der zweiten Hälfte des 13. Jhs. über dem Tal der Sitka als Herrschaftssitz eine Burg anlegen. Besitzer des Lehns waren zu Beginn des 14. Jhs. die Verwandten des Olmützer Kanonikers Stephan von Luczka, Markvart, Vok und Pavel von Hrutovice. 1320 wurde das Dorf Muchochov erstmals im Lehnsverzeichnis des Bischofs Konrad von Ölmütz als neu gegründeten Ort erwähnt.

Im Jahre 1371 wurde das Dorf als Mutkov erwähnt. Die Besiedelung des westlichen Teils des niederen Gesenkes erfolgte in der Mitte des 13. Jhs. durch zwei Grundherren - den Brüdern Vok und Pavel von Hrutovice.

Vor 1333 errichteten die Brüder Vok und Pavel von Hrutovice auf den neu zugewonnenen ehemaligen landesherrlichen Gütern, eine neue größere Burg - die Burg Sovinec -, nach der sie sich das Prädikat von Sovinec zulegten. Die alte Burg verlor ihre Funktion und war dem Verfall preisgegeben.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 39, 40, 41

  • Beyerte, F. (Ed.) 1962: Leges Langobardorum 643 — 866.
  • Deutschrechtlicher Institutsverlag, Witzenhausen. Bisih'cky. J. - Pojst, M. (Eds.) 1982: Sbornik k 850. vyroßi posvSceni katedraly sv. Vaclava v Olomouci ( Volume of studies on the occasion of the 850th anniversary of consecration of Sr. Venceslas’s cathed ).
  • Bldhovd, E. 1988: Staroslavinske pisemnietvi v dechäch 10. stoleti — Altslawisches Schrifttum in Böhmen im 10. Jahrhundert. In: Reichertovd - Bldhovä - Dvofdckovd« HuÜdiek 1988, 55 - 69.

Auszug: Der mährische Adel - Nürnberg 1899 - Seite 58,59 / Dr. Heinrich von Kadich und Konrad Blazek

Kněžice ( von Holaubek ), auch Knezic von Holabek ( mährische Adels - Wappentafel: 43 ).

Wappen: In Blau zwei rote Hüte mit abfliegenden Bändern übereinander.

Geschlecht des mährischen Uradels mit dem Dorf Kněžice als Stammsitz. Hrut von Kněžice †1350. Seine Witwe hieß Doberka. Sein Sohn und Erbe Michael verkauft 1361 Güter in Opatau an Ingram von Jakobau. 1363 ließ ein anderer Hrut von Kněžice mit seinen Brüdern Tobias, Hers und Wok dem Bohuslaw von Starzicz die Dörfer Kněžice und Petrowicz intabulieren. 1376 verschrieb Niklas Ruland von Holaubek seiner Gattin Agnes auf das ganze Dorf Kněžice mit Ausnahme eines großen Waldes 500 Groschen. Hrut kaufte auch 1365 einen Teil des Dorfes Lutschen - Margaretha von Kněžice - sie war die Gemahlin des Andreas von Studnicz (†1454).

Quellen:

  • Der mährische Adel, bearbeitet von Dr. Heinrich von Kadich und Conrad Blazek, Nürnberg 1899 – Seite 58, 59
  • Wolny VI, Worzikowskysche Sammlung, Paprocky

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Kněžice ( deutsch: Groß - Knieschitz ) - Burg Rokštejn

Als die ursprünglichen Besitzer und Erbauer der Burg Rokštejn ( deutsch: Ruckstein) wird das Adelsgeschlecht der Hrutovice erwähnt.

In einen vom mährischen Markgraf Vladislav Jindřich / Herzog von Böhmen (*1160 – †1222) in Kyjov für die Zisterzienser von Velehrad ausgestelltem Dokument ist Heinrich von Kněžice unter den gleichen Zeugen wie Dětřich von Kněžice.

Dětřich von Kněžice zusammen mit Hruta erscheinen unter den Zeugen in Brünn von König Přemysl Ottokar I. und seinem Bruder der mährische Markgraf Vladislav Jindřich in einer ausgestellten Urkunde, die Hartleb aus Znaim den Auftrag zur Gründung von Načeratice (deutsch: Naschetitz = ein Ortsteil der Stadt Znaim / Znojmo in Mähren) gaben und durch den Adel bestätigten.

Dětřich von Kněžice wurde auch unter Zeugen in der Bestätigung von Konrad III. Otto von Znaim / Herzog von Böhmen für die Znojmo und Bítov Provinzen durch König Ottokar I. Přemysl erwähnt.

Diese erste Erwähnung von Kněžice in schriftlichen Quellen bedeutet, dass dieses Dorf im Besitz des oben genannten Dětřich war.

Die Burgruine Rokštejn, auch Rukštejn bzw. Rokštýn ( deutsch: Ruckstein ) befindet sich fünf Kilometer nordöstlich von Brtnice in Tschechien. Die Doppelburg ist eine der ältesten in der Bauweise des Donaugebiets errichteten Burgen in Mähren.

Das Gebiet gehörte zu den Ländereien, die Konstanze von Ungarn 1233 bei der Stiftung des Kloster Porta Coeli diesem übergab. Wenig später entriss ihr Sohn König Wenzel I. Premysl von Böhmen dem Zisterzienserkloster die Gegend um Brtnice wieder, weil er dort Silberlagerstätten vermutete. Nach vergeblichen Bergbauversuchen überließ König Wenzel I. Premysl von Böhmen den Pirnitzer Gau an Hrut von Kněžice.

Der aus dem Adelsgeschlecht von Hrutovice entstammende Hrut ließ über dem Tal des Pirnitzer Baches eine Schutzburg errichten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1289 als Besitz der Brüder Bernart, Zdislav und Vrš ( Vršovci ) von Rukstein.

Die Herren von Hrutovice überließen die Herrschaft Ruckstein einschließlich der zugehörigen Dörfer Caslavice, Cichov, Dolní Smrčné, Jestřebí, Malé, Okrisky, Petrovice, Pribyslavice, Rimov, Slavice, Starec und Uhřínovice 1360 an: Johann Heinrich Graf von Tirol.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 42, 43

  • Zdenek Merinsky: Hrad Rokštejn. Dějiny, stavební vývoj a výsledky čtvrtstoletí archeologického výzkumu 1981–2006. Městský úřad v Brtnici u. a., Brtnice 2007,
  • Zusammenfassung in deutscher Sprache: Burg Rokštejn, mittelalterliche Burg bei Panská Lhota ( Stadtgemeinde Brtnice, Mähren ): Geschichte, Bauentwicklung und Ergebnisse eines Vierteljahrhunderts archäologische Forschungen 1981–2006.
Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Quelle: Das Königreich Böhmen - Band Chrudimer Kreis - Stand: 1837

Die Burg auf dem Berg gelegene Burg Wratislaw, aus welcher der jetzige Name entstanden ist, gehörte im 12. Jh. dem Mutina von Werschowetz, welcher hier am 28.10.1108 mit seinen zwei kleinen Söhnen auf Befehl Svatopulk umgebracht wurde. Von dieser Burg führte die Mauther – Provinz, deren Hauptort sie war, den Namen Provincia Wratislaviensis, und nach ihr nannten sich später die Depoltici (Theobaldinger) in Böhmen Duces Wratislavienses – siehe Palacky: Geschichte von Böhmen, I. Band, Seite 360.

" Der Berg heißt heute noch der Werschowetzer - Berg und hat Überreste einer alten Burg ".

Später strebten sie wegen ihrer hohen Abkunft nach der Krone Böhmens, sie wurden vertrieben, gingen nach Sachsen, Polen und Ungarn, erwarben dort sowie in Preußen, Pommern und anderen Landen der diesseitigen Staaten viele Herrschaften und Güter.

Am 24.08.1109 kam es bei Glogau ( Schlesien (1) ) zu einer Schlacht zwischen dem Herzog Svatopluk von Böhmen, dem Herzog Zbigniew aus Polen, er war der uneheliche Bruder des Herzogs Boleslaw III. von Polen, auf der Seite vom römisch - deutschen König Heinrich V. und dem gemeinsamen Gegner Herzog Boleslaw III. Schiefmund von Polen.

Aufgenommen von den mittelalterlichen Chronisten Gallus Anonymus in seine Gesta principum Polonorum, zwischen 1112 und 1118 geschrieben, und dem polnischen Chronisten Bishop Wincenty Kadłubek von Krakau in seinem chronica seu originale regum et principum Poloniae einige Jahrzehnte später aufgezeichneten Berichterstattungen, ist dies eine der bekanntesten Schlachten der polnischen Geschichte, der Feldzug vom römisch - deutschen König Heinrich V. (*1081 - †23.05.1125) erwies sich als völliger Fehlschlag, der mit der Niederlage in der Schlacht von Hundsfeld (2) endete.

Link: Die Belagerung von Glogau 24.08.1109.jpg

Link: Die Schlacht vom Hundsfeld - bei Breslau 1.jpg

Link: Die Schlacht vom Hundsfeld - bei Breslau 2.jpg

Quellen:
  • (1) Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern, seit dem Jahre 1025 bis 1137 n. Chr. - von R. v. Rothenburg K. Pr. Artillerie - Premier – Lieutenant a.D., dritte Auflage, S. 116, 117, 118, Wien 1834 - Belagerung von Glogau - Martin Gallus p. 96. – Kadlubek. Hist. Pol. III. 19. p. 717. – Boguphali Chron. p. 35. – Dlugoss. - Ilist. Polon. p. 379 – Cromer de Orig. et Reb. gest. Polon. p. 112. – Cosmas Prag. p. 2098. – Chron. Ursperg. p. 266 – Otto Frising. VII. 19. p. 149. – Spangenberg, Mansfeld. Chronik c. 21 1 p. 239. – Schickfuß, Schlesische Chronik I. p. 48, 49. – Ch. de Solignac, - Hist. de Pologne II. p 38– 49. – Wagner, Gesch v. Polen I. p. 195 – 195. – Luden, Geschichte des deutsch. Volkes IX. p. 366–370.
  • (2) Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern, seit dem Jahre 1025 bis 1137 n. Chr. - von R. v. Rothenburg K. Pr. Artillerie - Premier – Lieutenant a.D., dritte Auflage, S. 118, 119, 120, Wien 1834 - Schlacht bei Hundsfeld - Vincent Kadlubek. III. 19. p. 718.– Dlugoss. p.358. – Cromer. p. 116. – Stanisl. Sarnic. Annal. pol. VI. c. 11. p. 1064. – Boguphal. Chronic. Polon. p. 35. – Hennenfeld. Annal. Siles. P 227. – Spangenberg, Mansfeldische Chronik c. 221 p. 20, 241. – Schickfuß, Schlesische Chronik I. p. 49, 50. – Lucae, Chronik von Schlesien I. p 60.– Ch. de Solignac, Ilisstoire de Pologne II. p. 50–55.

Auf der siegreichen Seite der Polen kämpfte auch *Graf Johannes von Werschowitz mit seinen Verwandten aus Schlesien, einer der Vrsovci - Lehnsleuten nahm Blutrache (10) an dem Herzog Svatopluk und tötete ihn noch im Lager Glogau am 21.09.1109 mit einem Pfeil - siehe die späteren Grafen von Pfeil.

  • *Weitere Informationen sind im Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) auf Seite 24, 25 dargestellt.
  • Digitale Bibliothek der Philosophischen Fakultät der Masaryk Universität – Tschechien / Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol – genetische Analyse, Seite: 55, 56, 57 - Quelldokument: Hrabětová, Irena. Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol. Ed. 1. In Brünn: Masarykova univerzita, c1992, pp. 21-123
  • (10) Neuer Nekrolog der Deutschen - von Friedrich August Schmidt, Bernhard Friedrich Voigt – Bd. 7, Teil 2, S.912,913

Daraufhin wurde Graf Johannes von Werschowitz in Böhmen gejagt, er kämpfte aber so gut mit Spieß und Axt, dass er der Hand seiner Feinde entkam und der Herzog Boleslaw III. von Polen ihn anschließend mit dem Stammwappen Oksza ehrte.

Das Wappen, eine rechtsgewendete silberne Axt im roten Feld, löste somit das alte Wappen Wrsch, eine goldene Fischreuse im blauen Feld ab.

Als Anerkennung für den Sieg erhielt Graf Johannes von Werschowitz vom Herzog Boleslaw III. von Polen die Güter Bogumilowitz, Broszecin, Dylow, Lipnick, Radoszewice, Rodoschewice, Siemkowice und Zielecin.

Im Laufe der Zeit teilten sich die Nachkommen von Johannes von Werschowitz ( er war der Sohn vom Tista Werschowitz und der Protoplast der Familie Oksza ), unter dem Protektorat der Familie Oksza / Wappen Oksza, die Dörfer des Landes und nahmen im 15. Jh. die Namen: Błeszynski, Gromadzcy, Jackowski, Kłobukowski, Kłomnicy, Okszyńscy, Ostrowski, Radoszewski und Siemkowscy an und führten um 1825 in Polen den Adelsnachweis und viele erlangten dadurch 1835 den Coburg - Gothaischen Freiherrntitel.

Während der Regierungszeit von Heinrich I. von Schlesien ( Heinrich der Bärtige ) und seinem Sohn Heinrich II. Herzog von Schlesien (1231 - 1241) in Krakau, während der Zeit des Zusammenbruchs des Bezirks, wurden Waren an die Pfarrei Witów gegeben, die zum fürstlichen Gebiet gehörte. Wegen ihres Besitzes in der Sieradz / Schieratz – Region Warta ( Lodz ), waren die Okszyce / Okszas aus Witow Unterstützer des Leszek II. der Schwarze - Herzog von Sieradz, der ab 1279 regierte und zur gleichen Zeit der Prinz von Sieradz war.

Die Okszyce hatten auch Ländereien in Sandomierz, in den Quellen von Okszyce wurden folgende Besitzer erwähnt: Sieciech, er starb nach 1287 und war der Kammerherr von Sandomierz, sein Bruder Boksza, er war der Woiwode von Sandomierz in den Jahren 1286 – 1288 und auch Imram aus Witów, er diente in der Krakauer - Armee in den Jahren 1286 - 1288. In den folgenden Generationen war Sieciech der am häufigsten vergebene Name von Witowska aus Okszyców.

Auf dem Grundstück der Oksza – Familie in Strzelce Wielkie siegelte der Oksza Ritter Zukia, der das Oksza - Wappen in der ersten Hälfte des 14. Jhs. nutzte und in Strzelców herrschte, seine Verwandten herrschten in Morsk und Witów, auch Reyowie aus Naglic Werszowiec ( Rey von Werszowice und Naglowice ) stammte aus Okszyców Witowskie.

Ein Teil der Familie kehrte nach Böhmen zurück und nannte sich fortan Werschowitz Sekerka („kleine Axt“). Diese Familie Werschowitz breitete sich aber auch in Sachsen / Schlesien / Polen / Ungarn aus und das Stammwappen Oksza wurde zu einem der bekanntesten polnischen Stammwappen.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 44, 45

  • Wörterbuch der historischen und geographischen Länder im Mittelalter
  • Geschichtlich – geographisches Wörterbuch der polnischen Länder im Mittelalter.

Als im Jahr 1184 Konrad III. Otto von Znaim Markgraf von Mähren sich gegen seinen Vetter, dem Herzog Friedrich von Böhmen, auflehnte, um ihm Mähren zu entreißen, kam Graf Ratibor von Werschowitz mit seinen Verwandten aus Polen und Schlesien* dem Herzog Friedrich am 12.02.1184 zu Hilfe. Er konnte dem Herzog von Böhmen Mähren nach der Schlacht bei Loděnice am 10.12.1185 wieder übergeben, und es wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen dem Herzog und dem Grafen geschlossen, wonach den früheren bestandenen Feinseligkeiten zwischen beiden Häusern nicht mehr gedacht werden sollte. Als Dank für den Sieg erhielten Ratibor von Werschowitz und seine Geschlechtsgenossen u.a. das Schloß Prynda an der bayerischen Grenze.

  • *Digitale Bibliothek der Philosophischen Fakultät der Masaryk Universität – Tschechien / Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol – genetische Analyse, Seite: 55, 56, 57 - Quelldokument: Hrabětová, Irena. Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol. Ed. 1. In Brünn: Masarykova univerzita, c1992, pp. 21-123
  • Neues preußisches Adels – Lexikon von Leopold Freiherr von Zedlitz – Neukirch 1837, Band 4, Seite 356

Link - Vertrag - Herzog von Böhmen und Graf Ratibor Werschowitz 1184.jpg

Link - Grafen und Rittergeschlecht - Ratibor Werschowitz.jpg

 

Andreas von Dubravice - Bischof von Mähren und Olmütz ( 1091 - 1096 )

Andreas von Dubravice - Wappen Odrowaz – war der vierte Bischof in Mähren und der erste Bischof von Olmütz.

Andreas von Doubravice war ein Doktor des kanonischen Rechts und der Probst des Kollegialstifts in Leitmeritz.

Andreas wurde von König Vratislav I. von Böhmen zum Bischof von Olmütz ernannt und am 04.01.1092 auf dessen Bitte vom deutschen König Heinrich IV. in Mantua mit Bischof Cosmas von Prag bestätigt. Am 12.03.1092 wurden beide von Erzbischof Ruthard von Mainz auf einer Synode in Mainz geweiht.

Andreas war der erste Bischof von Olmütz in Mähren und stammte aus einem adeligen Geschlecht aus Mähren und wurde deshalb Dubravirius / Dubravicius zubenannt. Er war anfangs der Kanonikus zu Prag, als aber Johannes, der dritte Bischof von Poleschowitz / Mähren starb, trat er an seiner Stelle und wurde vom Erzbischof von Mainz Ruthard geweiht. Als der König von Böhmen Vratislav I. den bischöflichen Sitz 1091 nach Olmütz verlegte, wurde Andreas dort zum ersten Bischof von Olmütz eingesetzt und hatte dieses Episkopat 5 Jahre inne.(1)

Am 22. Mai 1096 starb er und wurde in der Kathedralkirche St. Peter in Olmütz bestattet.

Link: Nationalbibliothek der Tschechischen Republik – Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728, Seite 220 - Andreas von Dubravice.png

Quellen:

  • Nationalbibliothek der Tschechischen Republik – Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728, Seite 220 - Andreas von Dubravice
  • (1) Nationalbibliothek der Niederlanden - Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaft und Künste – von Johann Heinrich Zedler und Carl Günther Lodovice 1732 – Bd, 2, S. 179, 180 - Andreas Bischof von Olmütz

 

Nemoj II. von Netolice - Kastellan in Litomierzyce ( 1167 erstmals erwähnt ) und1160 Kammerherr des Königs von Böhmen Vladislav II. (*1110 – †18.01.1174)

Linie: Vršovci

Cosmas von Prag nannte 1091 in der Funiculus hereditatis IV. 278 (1) alte adelige Familien:

  • Berthold von Rudic,
  • Detleb von Bechin,
  • Drzislav von Hradec,
  • Drzislav von Pilsen,
  • Jarohnev von Zatec,
  • Nemoj von Netolic,
  • Zdeslav von Kufim.

Mutina von Werschowetz war 1108 der Kastellan von Litomerice, ein weiteres Familienmitglied, Bosey, war der Kastellan von Zatec. Nach dem Morden vom 28.10.1108 lebte nur noch eine Familie / Goworek von der großen Familie, die verbliebenen Vršovci konnten bis zum Ende des 12. Jhs. die früheren Positionen in Böhmen wiedererlangen.

Der Magnat Nemoj II. war nach dem Stammesfürsten Mutina von Werschowetz der älteste namentlich bekannte fürstliche Kastellan von Litomierzyce, er wurde 1167 urkundlich erwähnt und war ≈1160 der Kammerherr vom Vladislav II. König von Böhmen.

Sein Bruder Jarohnev Vršovec war von 1146 bis 1177 der Kastellan in Zatec ( deutsch: Saaz ).

Link: Wappen Vrsovci.bmp

Als bedeutendes Zentrum existierte Žatec zweifellos im 11. und 12. Jh., als es ein wichtiges administratives und wirtschaftliches Zentrum war. Zu Beginn des 13. Jhs. trat Žatec in eines der wichtigsten Siedlungszentren auf tschechischem Boden ein.

Neben dem tschechischen Vršovci gab es im 12. Jh. auch einen mährischen Zweig bei Dětřichov / Dittersdorf ( Hrutovice = Hrottowitz ), die in der Provinz Znojmo - Bítov feste Positionen innehatten.

Die Netolicer - Burg und die Marktsiedlung waren zu der Zeit ein bedeutendes fürstliches und königliches Verwaltungszentrum und Militär - und Handelszentrum für einen beträchtlichen Teil Südböhmens an der Kreuzung mehrerer Handelswege.

Die bekanntesten von ihnen waren der Linzer - Steig nach Österreich und der Goldene - Steig nach Bayern.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Erste historische Nachrichten über Ledčice weisen das Dorf im Jahre 1102 als Besitz des Vršovci - Fürsten Nemoj aus. Dessen Sohn Mutina verkaufte sämtliche seine Güter im Jahre 1187 an das Kloster Doxan. Ottokar I. Premysl bestätigte 1226 den Besitz des Prämonstratenserinnenklosters, dies ist auch eine erste urkundliche Erwähnung von Ledčice ( deutsch: Letschitz ).

Während des Hussitenkrieges gelangte das Dorf an weltliche Besitzer. 1436 erwarb Jan Smiricky von Smirice den Ort. Weitere Besitzer waren ab 1556 Samuel von Hrádek und ab 1616 Polyxena von Lobkowicz. Ledčice war zu dieser Zeit ein außergewöhnlich großes Dorf.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 48

  • General - Register und Nachschlage - Buch zu den zehn Bänden von Dudík's Allgemeiner Geschichte Mährens von Dudik, Beda Franziskus, 1815 – 1890 ( Czechoslovakia ) Landes – Ausschuss.

Quelle: (1) Generalregister und Nachschlagebuch zu den zehn Bänden von Dudik’s - Allgemeine Geschichte Mährens

 

 

Iwo Odrowaz – Bischof von Krakau ( 1218 – 1229 )

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowaz

Iwo Odrowąż / Wappen Odrowąż (*1160 - †21.07.1229 in Modena) war der Kanzler vom Herzog Leszek I. den Weißen ( 1206 – 1218 ) und der Bischof von Krakau ( 1218 – 1229 ).

Namensbedeutung Ivo / Iwo = Im Südslawischen ist Iwo eine Variante von Ivan / Iwan ( Johannes ).

Er stammte aus der Familie Odrowąż, die das Gut auf dem Gebiet des heutigen Konecki – Bezirks besaß und war der Sohn von Saul Odrowaz aus Konskie.

Iwo Odrowaz studierte in Paris und Papst Honorius III. wollte ihn zum Erzbischof von Gnesen / Gniezno ernennen, er verweigerte jedoch die Amtsannahme, 1218 wählte das Krakauer Domkapitel ihn zum Bischof von Krakau, er gründete viele Klöster und baute Kirchen.

Bischof Iwo Odrowaz berief 1222 einige Leubuser Zisterzienser nach Kleinpolen, schenkte ihnen die Ortschaft Mogila und stiftete die dortige Klosterkirche als Keimzelle für ein neues Kloster. Mogiła – laut Gründungsmythos angelegt über dem Grab Wandas, der Tochter des legendären Stadtgründers von Krakau, Krak, und damals als Clara Tumba (= helles Grab) bezeichnet – wurde zum ersten Tochterkloster von Leubus.

Die Tochtergründungen des Klosters Leubus

  • Leubus ( 1175 )
  • Trebnitz ( 1220 ) das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz, das von Hedwig von Andechs / Hedwig von Schlesien gegründet wurde, stand unter der Aufsicht des Klosters Leubus
  • Mogila ( 1222 )
  • Heinrichau ( 1227 )
  • Kamenz ( 1249 )
  • Byszewo ( 1256 – 1288 )
  • Koronowo ( 1288 )
  • Grüssau ( 1292 )

Doch auch die schlesischen Herzöge Heinrich I. der Bärtige und später sein Sohn Heinrich II. der Fromme wurden mit der Zeit vom Breslauer Bischof gedrängt, das wirtschaftlich und kulturell erfolgreiche Kloster für die weitere Landesentwicklung heranzuziehen.

Iwo Odrowaz verstarb 1229 während einer Italienreise in Modena, sein Leichnam wurde nach Krakau überführt und in der dortigen Dominikanerkirche beigesetzt.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 51

  • Emilian von Zernicki – Szeliga: Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien, General - Verzeichnis. 2 Bände, Henri Grand, Hamburg 1900

 

Der Selige - Ceslaus von Breslau ( *1180 - †1242 )

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowaz

Ceslaus von Breslau auch Czesław Odrowąż (*1180 in Groß Stein, Oberschlesien - †1242 in Breslau) war ein Jurist und Missionar.

Namensbedeutung = Der Name Časlav ( latinisiert: Ceslaus ) wurde zuerst im 10. Jh. in Serbien erwähnt, für Fürst Časlav Klonimirovic. Er setzt sich aus den beiden Bestandteilen Čas-/Czes-, möglicherweise für „česť/cześć“ (Ehre) und „slava / sława“ (Ruhm) zusammen.

Er wird auch als der Apostel Schlesiens oder Retter der Breslauer Burg bezeichnet. Der Kult um ihn als Seliger der katholischen Kirche wurde offiziell durch Papst Clemens XI. Anfang des 18. Jhs. bestätigt.

Er gilt seit 1963 offiziell als Schutzpatron von Breslau.

Sein Gedenktag ist der 15. Juli, der auch als sein Todestag vermutet wird. In Breslau wird ihm auch am 20. Juli gedacht.

Geboren wurde Ceslaus als Graf Ceslaus Odrowąż und war ein Bruder des späteren Hyazinth von Polen. Er studierte zunächst Rechtswissenschaften und Theologie in Prag und an der Universität Bologna. Nach der Rückkehr nach Polen war er als Kirchenjurist tätig. Durch seinen Onkel Iwo Odrowąż, der Bischof von Krakau war, wurde er Domherr in Krakau und später Kustos  zu Sandomierz. Er begleitete seinen Onkel gemeinsam mit Hyazinth auf einer Reise nach Rom. Dort traf er auf den heiligen Dominikus und wurde gemeinsam mit seinem Bruder durch Dominikus in den Orden der Dominikaner aufgenommen.

Hiernach begab er sich zunächst nach Prag und später nach Breslau. Nachdem er in Prag erfolgreich als Missionar tätig gewesen war gründete er bei Breslau ein Kloster, dessen erster Prior er auch war. Insgesamt missionierte er in Böhmen, Polen, Pommern und in Sachsen. Er soll mit der Heiligen Hedwig zusammengearbeitet haben.

Seine Reliquien befinden sich seit 1724 in der Ceslaus - Kapelle der Adalbert – Kirche in Breslau, die eine Dominikanerkirche ist und zu den ältesten der Stadt zählt.

Graf Ceslaus Odrowaz wurde am 18.10.1713 vom Papst Clemens XI. seliggesprochen - venerabilis servus dei.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 52, 53, 54, 55

  • Johannes Chrzaszcz: Drei schlesische Landesheilige. Der heilige Hyacinth, der selige Ceslaus und die selige Bronislawa. G. P. Aderholz, Breslau 1897
  • Ekkart Sauser: Ceslaus. In: Biographisch - Bibliographisches - Kirchenlexikon (BBKL). Band 15, Bautz, Herzberg 1999, Sp. 408 – 409.
  • Franz Xaver Seppelt: Ceslaus In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, S. 185
  • Adolf Schimmelpfennig: Ceslaus Odrovasius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 4, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 92 f.

 

Nanker - Bischof von Lebus ( 1248 - 1252 )

Linie: Vršovci / Goworek / Werschowitz / Oksza / Nanker

Nanker war ein Nachkomme aus dem Geschlecht Werschowitz ( Oksza – Wappen ) und entstammte aus einer begüterten Familie adeliger Grundherren aus dem Herzogtum Ratibor - Oppeln ( ab 1281 Herzogtum Beuthen ).

(2) Kastellan Nanker von Bolesławiec / Bunzlau (1201-1205) war der Burggraf von Beuthen (1206-1208) und der Vater vom Bischof Nanker, er wurde als Zeuge in einer Urkunde Heinrichs des Bärtigen 1202 erwähnt, die deutsche Stadt Bunzlau wurde 1242 durch Herzog Boleslaw II. von Liegnitz nach dem Mongolensturm vom 09.04.1241 gegründet.

1227 war Nanker der Domherr in Breslau, 1237 und 1238 Probst des Domkapitels in Lebus. 1240 wurde Nanker als Kanzler von Schlesien unter Herzog Heinrich II. von Schlesien erwähnt, 1245 als Dechant des Domstifts in Breslau.

Im Jahr 1248 kam des Pabsts Innocenz IV. Kapellan Jacob, Archidiaconus zu Lüttich, als sein Legat nach Breslau, wo er am 10.10.1248 eine Synode (1) hielt. Auf dieser waren der Erzbischof Fulco von Gnesen, und die Bischöfe Thomas I. von Breslau, Boguphal von Polen, Pandota von Krakau, Michael von Wladislav, Peter von  Plocz, Nanker von Lebus und Heinrich von Kulm zugegen.

Im Jahr 1248 wurde der Bischof Nanker von Lebus als Zeuge in einer Urkunde für das Kloster Kamenz erwähnt.

Link: Wappen des Bistums Lebus von 1605.jpg

Link: Österreichische Nationalbibliothek - Schlesien wie es war - von Carl Friedrich Anders, Breslau 1810, Bd. 1,Teil 1 , S. 289, 290.jpg

Quellen:

  • Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemaligen Bistums Lebus und des Landes dieses Namens. Band 1. Berlin 1829 S. 73, 74, 80 - mit Urkundenverweisen
  • J. Szymanski: Nanker, biskup lubuski. In: Polski słownik biograficzny. Band 22. 1977. S. 513–514.
  • Marek Golemski: Trudny pontyfikat biskupa Nankera. In: Nasza Przeszłość. Band 115/116. 2011. S. 555–566. mit spekulativen Hypothesen
  • (1) JaKKOS - Jahrbuch für Kirchen - und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel und Südosteuropa - E. Walter: Zum romanischen Dom des Breslauer Bischofs Walter (+1169); W. Irgang: Die Statuten der Breslauer Synode vom 10. Oktober 1248, Band 34, 1976
  • (2) Bayerische Staatsbibliothek - Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates – Band 18, Seite 8 bis 11 – Kastellan Nanker von Boleslawiec / Bunzlau

     

Der Heilige - Hyazinth von Polen ( *1183 - †15.08.1257 )

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowaz

Hyazinth von Polen auch Jacek Odrowąż, latinisiert Hyazinthus Odrovantius (*1183 Groß Stein, poln. Kamien  Slaski - †15.08.1257 Krakau) war ein polnischer Adliger und Geistlicher, der als Begründer des Dominikanerordens in Polen gilt.

Als Sohn von Graf Eustachius von Kątsky und Beate Koński wurde Hyazinth 1183 auf Schloss Groß Stein, das der Familie seit 1104 gehörte, in Oberschlesien geboren.

Die polnische Adelsfamilie Koński gehörte zur Wappengemeinschaft Odrowąż, weshalb der polnische Name Hyazinth Jacek Odrowąż lautet. Der Bruder Hyazinths war der später seliggesprochene Czeslaw Odrowąż.

Sein Studium absolvierte er in Paris, Krakau und Bologna. Er wurde Doktor für kanonisches Recht und Theologie. Bald kehrte er wieder nach Polen zurück, wo ihn sein Onkel Iwo Odrowąż, der ein Jahr zuvor zum Bischof von Krakau geweiht worden war, zum Domkanoniker der Wawelkathedrale ernannte.

Am 17.04.1594 wurde Jacek Odrowąż vom Papst Clemens VIII. heiliggesprochen.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 56, 57, 58, 59

  • Johannes Chrzaszcz: Drei schlesische Landesheilige. Der heilige Hyacinth, der selige Ceslaus und die selige Bronislawa ( Verlag: G. P. Aderholz, Breslau, 1897 )
  • Adolf Schimmelpfennig: Hyazinthus. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 13, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 487.
  • Friedrich Wilhelm Bautz: Hyacinthus von Polen. In: Biographisch – Bibliographisches - Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Bautz, Hamm 1990, Sp. 1230.
  • Antoni Jonecko, Gundolf Keil: Studien zum Dichterarzt Nikolaus von Polen. Eine Skizze des mittelalterlichen Arztes und Dichters unter besonderer Akzentuierung seiner „ Antipocras “-Streitschrift, seiner „Experimenta“, der „Chirurgie“ sowie seiner Verbindungen nach Schlesien. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen, Band 11, 1993, S. 205–225, hier: S. 221 f.

 

Die Selige Bronisława (≈*1203 – †29.08.1259)

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowaz

Auszug: Herder - Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz – Gemeinschaft

Dann erschien am Firmament das heilige polnische Dreigestirn aus der Familie der Odrowąż ( ein altes Geschlecht, das lange Jahrhunderte an der Oder in Oberschlesien seinen Sitz hatte ).

Der größte von ihnen ist der heilige Hyazinth – polnisch Jacek genannt –, ein Dominikanerapostel, der ganz Osteuropa von Mähren bis zum Baltikum, von Litauen bis Kiew mit Riesenschritten durchmaß.

Sein Verwandter, der selige Czesław, ebenfalls Dominikaner, der die damalige Stadt Wrocław gegen die Mongolen verteidigte und im heutigen Wrocław, in der neuerbauten Wojciech - ( Adalbert ) Kirche begraben ist, wird von der frommen Bevölkerung als Patron der aus den Trümmern von 1945 wiedererstandenen Stadt verehrt.

Und schließlich ruht in Kraków die selige Bronisława, der Tradition nach Schwester des seligen Czesław, eine Norbertanerin aus Schlesien.

Die Seligsprechung erfolgte am 23. August 1839 durch Papst Gregor XVI.

Quelle:

  • Herder - Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz – Gemeinschaft - Botschaft der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder - Die Einladung der polnischen Bischöfe zu den Feierlichkeiten anlässlich des 1000jährigen Bestehens von Polen beinhaltet einen Abriss der polnischen Geschichte und zeigt Verflechtungen von Glaubensgeschichte zwischen Polen und Deutschen auf – Modul: Volksrepublik Polen, Kategorie: Kultur und geistiges Leben

 

Thomas I. - Bischof von Breslau ( 1232 - 1268 )

Linie: Vršovci / Goworek / Dirschdorf

Thomas I. (†30.05.1268) und / oder Thomas von Koźle - Rogi (deutsch: Cosel Rogau / Oppeln) entstammte dem hochadeligen Geschlecht der Rawitsch, dass auf das mächtige böhmische Geschlecht der Wrchowez zurückgeht und war ein Sohn vom Grafen Pribislaw de Prerichym, dem Kastellan von Lebus.

Er studierte in Italien, wo er den Magistertitel erwarb. 1220 wurde er Domherr in Breslau und führte den Titel: Doctor decretorum.

Link: Wappen des Breslauer Bischofs Thomas I. 1232 - 1268.jpg

Bischof von Breslau

Nach dem Tod des Breslauer Bischofs Lorenz wurde Thomas I. 1232 vom Domkapitel zu dessen Nachfolger gewählt.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA Siegelsammlung Smitmer-Löschner m 0197

In seine Amtszeit fällt der Konflikt mit Herzog Heinrich I. und nach dessen Tod 1238 mit dessen Sohn Heinrich II. wegen der kirchlichen Immunitätsrechte. Auch mit den deutschen Siedlern, die aus ihrer westlichen Heimat eigene kirchliche Bräuche mitgebracht haben, hatte er mehrere Auseinandersetzungen, die jedoch 1248 auf der Provinzialsynode in Breslau beigelegt werden konnten. Weitere Synoden wurden 1253, 1264 und 1267 abgehalten.

Im Besitz des Breslauer Bischofs 1235

Um einen Zehntstreit mit dem Breslauer Bischof Thomas I. beizulegen, überließ ihm der Abt Günther von Leubus 1235 Kostenthal und halb Protzan. Diesen Vergleich hatte der päpstliche Legat, Bischof Wilhelm von Modena, als Schiedsrichter vermittelt. Außerdem erwirkte Bischof Wilhelm von Modena von Herzog Heinrich I. als besondere Vergünstigung die Verleihung der deutschen Freiheiten für den nun bischöflichen Anteil von Protzan. Bis 1235 hatte hier polnisches Recht gegolten, zu dem es der Bischof auch erhalten hatte. ( Urkunde Leubus Nr. 66 )

Im Besitz des Bischofs von Lebus 1253

Doch im Jahr 1253 überließ Bischof Thomas I. von Breslau den Ort „Weswrocena“ als Tauschobjekt dem Bischof Wilhelm von Lebus. Lebus, seit 1133 bereits Bistum, liegt am Westufer der Oder, nördlich von Frankfurt. Protzan blieb jetzt für fast ein Jahrhundert im Besitz des Bischofssitzes und der Bischöfe von Lebus. Eine Erwähnung der Kirche von Protzan findet sich nochmals ein einem Dokument von Bischof Thomas I. vom 24.02.1268. Hier wird Teodorik Archipresbiter de Wezurozona genannt. Er wäre der erste bekannte Pfarrer von Protzan.

1232 gründete Thomas I. ein Kollegiatkapitel in Oppeln und 1262 das vierte Archidiakonat des Bistums in Liegnitz. Auch mehrere Klostergründungen gehen auf seine Zeit zurück:

  • Zisterzienser in Rauden (1258)
  • Magdalenerinnen in Naumburg am Queiss (1247)
  • Franzikaner in Löwenberg (1248), Schweidnitz (1249), Glogau (vor 1257) und Goldberg (vor 1258)

Da der romanische Breslauer - Dom während des Mongolensturmes 1241 zerstört wurde, begann Thomas I. 1242 mit dem Bau des neuen, gotischen Domes, konnte dessen Vollendung jedoch nicht mehr erleben.

Er gehört zu den hervorragendsten Breslauer Bischöfen, und sein Episkopat ist reich an wichtigen Ereignissen. Die von seinem Vorgänger begonnene Kolonisation setzte er mit solcher Beharrlichkeit fort, dass selbst der verwüstende Einfall der Mongolen das Werk nur zeitweilig unterbrechen, aber die Vollendung nicht hindern konnte. Sein Eifer für die Wahrung der kirchlichen Rechte verflocht ihn in harte Kämpfe mit Herzog Boleslaw von Liegnitz. Er begann den Bau der gegenwärtigen Kathedrale und führte zunächst den Chor auf.

Während seiner Regierung starb die heilige Hedwig, und er erlebte noch ihre Kanonisation, starb jedoch vor ihrer feierlichen Erhebung am 30. Mai 1268 und fand in der Kathedrale die letzte Ruhestätte.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 60, 61, 62

  • Colmar Grünhagen: Thomas I., Bischof von Breslau. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd. 38, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 67–69.
  • Bruno W. Häuptli: Thomas I. von Breslau (Neiße). In: Biographisch – Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007
  • Jan Kopiec, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. 1198-1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001

 

Johannes Prandota von Bialaczew - Bischof von Krakau (1242-1266)

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowaz

Radosław Odrowąż von Białaczów – erstmalig 1167 erwähnt / Kirche St. Jakub in Skaryszewo - Der Apostel Jakobus in Skaryszewie – war der Vater von Jan Prandota (*1200 - †20.09.1266).

Der Bruder des Bischofs Jan Prandota war Krzesłow Odrowąż aus Białaczów, der in der ersten Hälfte des 13. Jhs. lebte und der 1233 am Adelskongress teilnahm, der in Miedzna Drewniana, damals Wielka, stattfand, darüber hinaus gibt weitere Hinweise auf andere Familienmitglieder der Odrowąż aus Białaczów in Dokumenten.

Johannes Prandota vom Wappen Odrowaz besuchte in seiner Jugend die Kathedralschule in Krakau und studierte anschließend Rechtswissenschaften im Ausland.

In Begleitung von Bischof Iwo Odrowaz erreichte er schnell eine hohe Stellung in der polnischen Kirche. Er wurde an der Krakauer - Domschule ausgebildet und war als Bischof von Krakau Unterstützer und Berater von Prinz Boleslaw V. dem Keuschen.

Während der Regierungszeit von Prinz Boleslaw V. dem Keuschen erhielt die Hauptstadt Krakau 1257 das Magdeburger - Stadtrecht.

Krakau, die kreisfreie Stadt an der oberen Weichsel, war bis 1596 die Hauptstadt des Königreichs Polen.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Auszug aus dem Dokument zur Neugründung der Stadt Krakau ( 06 / 1257 )

Privileg des Seniorherzogs Bolesław V. von Polen vom 05.06.1257 zur Neugründung der Stadt Krakau nach dem Breslau verliehenen Magdeburger Recht mit Bestimmungen über Verwaltung, Rechtswesen und Wirtschaft.

Link: Siegel des Bischofs Jan Prandota 1242 - 1266.PNG

Damit aber dies alles ewige Rechtskraft erlangt, glaubten wir, dem Vorliegenden unser Siegel anhängen zu sollen, außerdem das Siegel unseres hochwürdigen Vaters, des schon genannten Prandota, von Gottes Gnaden Bischof von Krakau, des Domkapitels dieser Kirche und unserer Barone, des Grafen Adam Kastellan, und des Grafen Nikolaus Palatin von Krakau. Verhandelt wurde dies auf dem Hoftag beim Dorf namens Kopernia, im Jahre der Geburt des Herrn 1257, am 05.06. in Gegenwart folgender:

Unser mehrfach genannter hochwürdiger Vater in Christus Prandota Bischof von Krakau und der zuvor genannte Graf Adam Kastellan von Krakau, Fulko unser Kanzler, der genannte Graf Nikolaus Palatin von Krakau, Graf Johann Richter von Sandomir, Graf Nikolaus Richter von Krakau, Graf Warso Schenk zu Sandomir, Lassota Propst von Szkalmierz, Twardozlaw Unterkanzler unseres Hofes.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 63, 64, 65

  • Krzysztof Rafał Prokop, Bischof von Krakau , Verleger der hl. Stanisława BM, Krakau 1999, S. 61 - 64
  • Bolesław Przybyszewski: Ein kurzer Abriss der Geschichte der Krakauer Diözese , Bd. I, Krakau 1989.
  • Die Krakauer Kirche im Millennium, hrsg. "Znak", Krakau 2000.

 

Thomas II. - Fürstbischof von Breslau ( 1270 - 1292 )

Linie: Vršovci / Goworek / Dirschdorf / Zaremba

Thomas Zaremba von Kalinow ( †15. März 1292 )

Pfotenhauer: Schlesisches – Bischofssiegel, S. 14 - Tafel VIII. 53 - 54

Link: Wappen des Breslauer Bischofs Thomas II. 1270 - 1292.jpg

Herkunft und Werdegang

Thomas II. war der Sohn vom Kastellan von Raudnitz Graf Boguslaw von Strehlen (Wappen Zaremba) ∞ mit einer Tochter vom Grafen Pribislaw de Prerichym und war der Neffe des Breslauer Bischofs Thomas I. aus dem mächtigen Geschlecht der Wrchowez / Goworek, dessen enger Mitarbeiter er war. Seit 1250 war er Domherr in Breslau und von 1264 bis 1268 der Archidiakon von Oppeln.

Link: Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – von Günther Ludovici 1749, Seite 1647, 1648 – Thomas II. Zaremba.png

Fürstbischof von Breslau

Nach dem Tod des Administrators Wladislaw von Schlesien wurde Thomas II. 1270 vom Domkapitel zum Bischof von Breslau gewählt.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA Siegelsammlung Smitmer-Löschner m 0199

Seine Amtszeit war überschattet von Konflikten mit Herzog Heinrich IV. (*≈1256 – †23.06.1290), der von Thomas II. die Übergabe von Ortschaften verlangte, die ohne herzogliche Genehmigung angelegt worden waren. Nachdem Heinrich 65 Dörfer gerichtlich zugesprochen wurden, besetzte er sie und ließ aus den Pfarreien und Klöstern die Anhänger des Bischofs vertreiben. Thomas II. floh nach Ratibor und exkommunizierte den Herzog.

In einem jahrelangen Streit des Breslauer Herzogs Heinrich IV. mit dem Breslauer Bischof Thomas II. gewährte Herzog Primislaus von Ratibor im Jahre 1285 dem Bischof Schutz auf seiner Ratiborer Burg. Bei dem Streit ging es um die Immunitätsrechte sowie um die Zehnzahlungen der deutschsprachigen Dörfer im Neisser Bistumsland. Zum Dank für die gewährte Hilfe gründete Bischof Thomas bei der damals erneuerten Burgkapelle ein dem heiligen Thomas von Canterbury geweihtes Kollegiatstift.

Nach der 1288 erfolgten Aussöhnung stiftete Heinrich IV. die Breslauer Kreuzkirche mit einem Stiftskapitel. Bischof Thomas II. stiftete gleichzeitig ein Stiftskapitel in Ratibor.

1290 bestätigte Herzog Heinrich IV. dem Bischof die Landeshoheit über das Bistumsland Ottmachau - Neisse, wodurch Thomas II. und seine Nachfolger Landesfürsten wurden.

Am 12.01.1291 beurkundete Thomas II., dass der Breslauer Domdekan Mileyus das zur Dekanatspfründe gehörende ungefähr 40 Hufen große Dorf Groß - Mochbern bei Breslau dem Breslauer Bürger und Notar Arnold und dem Tilo von Banz zur Aussetzung zu deutschem Recht verkauft hat.

1274 nahm Thomas II. am Zweiten Konzil von Lyon teil und veranstaltete 1279 und 1290 Diözesansynoden. Er ließ ein Verzeichnis der bischöflichen Güter erstellen und das sächsische Landrecht ins Lateinische - Sachsenspiegel - übersetzen.

Nach seinem Tod wurde er im Breslauer - Dom am 15. März 1292 bestattet.

Sachsenspiegel – Autor: Eike von Repgow ( PND118529501 ) - Repertorium Fontium 4, 291

Die Bilderhandschriften (IIb) gehen möglicherweise auf eine Stammhandschrift aus dem Bistum Halberstadt (um 1290 bzw. 1295) zurück und zeigen zum Teil erstmals Landrecht in Dreibücher - Einteilung. Aus dem Herzogtum Lüneburg stammen die Sachregister-Handschriften (IIc). Im Bistum Hildesheim entstanden die mit Sachrubriken ausgestatteten Handschriften (IId), in Brandenburg nach 1300 die Klasse, die Grundlage der Glosse des Johann von Buch ( PND102423008 ) ( Glossen zum Sachsenspiegel - Landrecht ) (IIe, stets mit IIIc verbunden) wurde.

Die lateinischen Rückübersetzungen (III) verbreiteten das Rechtsbuch bis nach Schlesien, Böhmen, Polen ( IIIa: zw. 1272 u. 1292 von Konrad von Oppeln ( PND1012026264 ) für Bischof Thomas II. von Breslau ( PND1386621659 ), IIIb ( Landrecht ): vor 1359 vom Notar Konrad von Sandomir ( PND1012026264 ) (a), unbekannt (b), IIIc (Landrecht): Vulgata aus der Mark Brandenburg ca. 1300 bzw. 1330 nach Klasse IIe ).

Familienchronik Zaremba - 1000 bis 1660*

  • Comes Gedeon Zaremba (1008)
  • Janko Zaremba war der Woiwode von Kalisch (1040)
  • Comes Magnus Zaremba (1094) war der polnische Statthalter von Breslau in Schlesien unter dem Herzog / König Boleslaw II. von Polen und Herzog Wladislaw I. von Polen. Unter Boleslaw III. kämpfte er siegreich gegen die Pommern
  • Magnus Zaremba war der Domherr in Krakau und der Bischof von Breslau (1141-†1146)
  • Nikolaus Zaremba war der Woiwode von Krakau – im Jahr 1182 unterstützte er den Herzog Kasimir im Kampf gegen seine Widersacher und erhielt für seinen Beistand die Güter: Jasienica, Godowo, Niemki, Czopoweze in der Siradischen – Woiwodschaft
  • Graf Benjamin Zaremba in Grabow war der Woiwode in Posen, er stiftete 1220 das Kloster Wielem, sieben Meilen von Posen gelegen, und besetzte es mit Zisterziensern
  • Simon Zaremba Kastellan von Kruswitz (†1240) – Sohn Andreas war der Bischof von Posen Andreas I. Zaremba (1298-†1317)
  • Bischof von Breslau Thomas II.  Zaremba (1270-†1292)
  • Tistan Zaremba wird 1368 als Zeuge in einem Brief über das Gut Schmollen im Oelsnischen erwähnt
  • Bischof von Breslau Johann Zaremba (1450) wird in der Statistik nicht erfasst in Schlesien
  • Johann Zaremba war 1505 der Kastellan von Posen, 1510 der Woiwode von Lęczycz und 1513 der Woiwode von Kalisz
  • Stanislaus Zaremba (†1653) kämpfte bei Choczym gegen die Türken und im 30jährigen Krieg gegen den König Gustav von Schweden, wechselte 1645 in den geistlichen Stand und war der Bischof von Kiew (1645-1653)
  • Adam Zaremba war ein Ritter und der Hofgeograf vom König Sigismund III. – er verfasste eine Beschreibung des Fürstentums Smolensk, die 1621 im Druck erscheinen sollte

Quelle:*Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – von Günther Ludovici 1749, Band 60, Seite 1647, 1648 - Herausgeber: Universität Michigan ( USA )

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 69, 70, 71

  • N.N.: Thomas II. Bischof von Breslau, 13. Jh. In: Rudolf Vierhaus ( Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie ( DBE ). 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Band 10: Thies – Zymalkowski. De Gruyter / K. G. Saur, Berlin / Boston / München 2008
  • Colmar Grünhagen: Thomas II., Bischof von Breslau.. In: Allgemeine Deutsche Biographie ( ADB ). Bd. 38, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 69–71.
  • Bruno W. Häuptli: Thomas II. Zaremba von Breslau ( Neiße ). In: Biographisch – Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007

 

Bernhard III. von Kamenz - Dekan von Meißen ( 1268 ), Propst von Meißen ( 1276 ), Bischof von Meißen ( 1293 – 1296 )

Linie: Goworek / Dirschdorf / Baitzen / Vesta / Kamenz / Colditz

1293 wurde Bernhard III. von Kamenz zum Bischof von Meißen  (*1230 – †12.10.1296 in Meißen) gewählt. Es war keine leichte Aufgabe, die unter dem streitsüchtigen Vorgänger fast gänzlich zugrunde gerichteten Finanzen des Bistums wieder zu heben und in dem bald darauf zwischen dem König Adolf von Nassau und dem Markgrafen Friedrich von Meißen ausbrechenden Krieg (1294) die Interessen des Bistums zu wahren.

Unter den ältesten, durch ausgedehnten Grundbesitz, sowie durch segenreiche Schöpfungen und wechselnde Geschicke hervorragenden Adelsgeschlechtern der Oberlausitz nimmt das der Herren von Kamenz eine der ersten Stellen ein (2). Von seinem ersten Auftreten in diesem Lande bis zu seinem endlichen Erlöschen lässt sich ihre Geschichte urkundlich verfolgen.

Die Herren von Kamenz stammen weder, wie bisher behauptet worden ist, von den Freiherren von Greifenstein am Rhein ab, noch dürfen sie als ein urböhmisches Geschlecht angesprochen werden, sondern waren ein Zweig der osterländischen Familie von Vesta, deren gleichnamiges Stammgut bei Weißenfels lag, die aber auch im Meissner Lande teils als Markgrafen, teils von den Bischöfen von Meißen zu Lehn trugen (5).

Bernhard I. von Vesta, der mehrfach im Gefolge vom Markgrafen Dietrich des Bedrängten erscheint, besaß das Gut Lastau bei Colditz, welches nach seinem Tod seine Kinder Bernhard II., Conrad, Volrad ( filius Bernardi de Vesta ) und Kunigunde mit Zustimmung ihrer Mutter 1221 an das Kloster Buch verkauften. Dieser Bernhard I. hatte aber auch vom König Ottokar I. von Böhmen die große oberlausische Herrschaft Kamenz zu Lehn erhalten, und so wurden die Söhne Bernhard II. und Conrad bei der Bestätigung des Verkaufs von Lastau durch Bischof Bruno von Meißen (1221) und durch Kaiser Friedrich II. (1245) als Gebrüder von Kamenz bezeichnet.

Ebenso bekundete 1225 Bischof Bruno, dass Bernhard I. von Vesta zuerst die Stadt Kamenz erbaute, sowie die Stadtkirche daselbst gründete, und dass sein Sohn und Erbe Bernhard II. die Stadt an einem anderen Platz neu aufgeführt und die durch die Feuerbrunst zerstörte Kirche aufs Neue beschenkt und neu habe weihen lassen.

Obgleich Bernhard I. noch den alten Familiennamen von Vesta führte, war er der erste Herr von Kamenz. Sein Sohn Bernhard II. dagegen nannte sich auch selbst von Kamenz. Als Inhaber der großen Herrschaft Kamenz, gehörten die von Kamenz zu dem Herrenstand der Oberlausitz und führten daher das Prädikat “ Herren “(3).

Auch Bernhard II. besaß noch Güter im Meißnischen, er schenkte dem Markgrafen Heinrich dem Erlauchten 1241 Land in Colm (1) und dem Kloster Buch 1241 einen Hof in der Stadt Meißen sowie Äcker und Weinberge. Schon 1220 war er Zeuge, als Bruno II. die Pfarrei Lampertswalde, welches Dorf ihm gehörte, dem Kreuzkloster zu Meißen überwies, 1221 gehörte er neben Hermann von Schönburg zu den Theidingsmännern ( Schiedsmänner ), welche die zwischen dem Bischof und den Gebrüdern von Mildenstein geführte Fehde beilegten, und 1228 abermals 1241 zu den Kommissaren, welche die Grenzen zwischen den bischöflichen-meißnischen und den königlich böhmischen Territorien in der Oberlausitz festsetzen sollten. Zeuge war er ferner, als 1234 Bischof Heinrich den Zdizlaus von Schönburg, der bis dahin die Pflege Bernstadt von dem Bistum zu Lehn besessen, jetzt zur Entschädigung mit anderen bischöflichen Gütern in der Oberlausitz belehnte.

Ein Sohn Bernhards II., der nachmalige Bischof Bernhard III. von Meißen, war von Friedrich von Schönburg sein consanguineus genannt.

Der Bruder dieses Bischofs, Bernhard IV. von Kamenz, besaß im 13. Jh. von der kurz vorher noch bischöflichen meißnischen Pflege Bernstadt die eine, die Herren von Schönburg die andere Hälfte, als Erbe und Eigen.

Vielleicht war die oben erwähnte Schwester Bernhards II., Kunigunde, mit einem Schönburg vermählt, oder die Gemahlin Bernhards IV. von Kamenz eine geborene Schönburg, welche ihrem Gatten die Hälfte der von den Schönburg erworbenen Erbgütern bei Bernstadt zugedacht hatte. Als frommen, tapferen Rittersmann lehrt eine Urkunde vom 28.12.1232 Bernhard II., demzufolge war er zugegen, als Hermann von Salza, Meister des Deutschen Ordens, und Hermann Balk, des Ordens Landpfleger in Preußen, zu Thorn sowohl dieser Stadt als der Stadt Culm Privilegien verliehen wurden. Auch er also hatte sich aufgemacht, um mit seinem tapferen Schwert dem Deutschen Orden gegen die heidnischen Preußen beizustehen.

Bernhard II. hinterließ außer seiner Witwe Mabilia drei Söhne: Witego I., Bernhard III. und Bernhard IV. sowie mehrere Töchter, von denen eine mit dem böhmischen Ritter ( Bohemus ) Dirizlaus von Bycen verheiratet war. Hatten schon die ersten beiden Herren von Kamenz auf ihrer Herrschaft eine Anzahl Kirchen, so mindestens die zu Kamenz, zu Crostwitz und Wittichenau, so fügten nach Bernhards II. Tod seine Witwe, seine Söhne und Töchter eine noch großartigere Stiftung hinzu, indem sie 1248 für das Seelenheil ihres Vaters und ihrer Vorfahren das Jungfrauenkloster Zisterzienserorden Marienstern erbauten und dasselbe sowohl von ihren Lehn, als von ihren Erbgütern in der Oberlausitz auf das Reichste dotierten (4).

Wenngleich die betreffenden Urkunden von allen drei Brüdern ausgestellt sind, ward dieser Klosterbau doch ganz besonders von einem derselben, von Bernhard III. betrieben. Er hatte all sein ererbtes Hab und Gut, bewegliches wie unbewegliches, ja selbst was er persönlich noch hinzuerworben, der neuen Stiftung zugeeignet und sich selbst nur eine Jahresrente von 100 Mark vorbehalten, er hatte dem Kloster den Namen Marienstern beigelegt, er widmete demselben auch bis zu seinem Lebensende unausgesetzt seine umsichtige und einflussreiche Fürsorge.

Mit Recht wurde er daher schon bei Lebzeiten als dessen eigentlicher Stifter bezeichnet. Nachdem der Bau, sowie die innere Einrichtung vollendet war, auch die Bestätigung durch die weltlichen und geistlichen Behörden erfolgt war, trat Bernhards III. von Kamenz ( 1264 ) selbst in den geistlichen Stand. Er machte in Italien ein Theologiestudium.

Da er des Lateinischen kundig war erschien er 1269 als Dekan, 1276 als Propst des Domstiftes Meißen, und als Herr Bernhard, Propst zu Meißen wird er seitdem in all den verschiedenen Stellungen bezeichnet, die er bis zu seiner Erhebung auf dem bischöflichen Stuhl seines Stiftes seit 1293 bekleidete.

Bischof Bernhard III. starb am 12. Oktober 1296 in Meißen und wurde, wie er es gewünscht hatte, im Kloster Marienstern begraben.

Bis heute wird sein Todestag dort alljährlich in feierlicher Weise begangen.

Quellen:

  • (1) Cod. Saxon. II. 4. 303.
  • (2) Geschlecht der Herren von Kamenz, Laus. Mag. 1866
  • (3) Hennes, Urkundenbuch zur Geschichte des Deutschen Ordens I. 94
  • (4) Knothe, Geschichte von Marienstern 1871
  • (5) Palacky, Geschichte von Böhmen II. 2.20.

 

Nanker - Bischof von Krakau ( 1320 – 1326 ) und Fürstbischof von Breslau ( 1326 – 1341 )

Linie: Vršovci / Goworek / Werschowitz / Oksza / Nanker 

Nanker (*1265 Kamien, Oberschlesien - †10.04.1341 Neiße) war der Bischof von Krakau und Fürstbischof von Breslau. Nankier, Nakier Kolda, eigentlich Jan Kolda des Oksza – Wappen, nahm nach der Benennung des Episkopats in Übereinstimmung mit dieser Sitte den Namen Nanker an.

Link: Wappen des Breslauer Bischofs Nanker 1320 – 1326.jpg

Nanker entstammte einer begüterten Familie adeliger Grundherren vom Oksza - Wappen aus dem Herzogtum Beuthen. Ein Bruder vom Bischof Nanker, Ritter Albert Nankeri - er war der Sohn vom Woiwoden / Pfalzgrafen Nanker - wurde am 01.02.1306 als Zeuge erwähnt und war der Schwiegersohn vom Ritter Dirsko von Baitzen.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA Siegelsammlung Smitmer-Löschner m 0203

Nach dem Besuch der Krakauer Domschule wurde er 1304 Domherr des dortigen Domkapitels und ein Jahr später Archidiakon von Sandomir. Da man für das Archidiakonat ein mindestens dreijähriges Studium der Rechte nachweisen musste, studierte er ab 1305 in Bologna, wo er als Vertreter der polnischen Nation auftrat.

Nach der Rückkehr 1308 knüpfte er enge Beziehungen zu Herzog Wladyslaw I. Ellenlang, dem späteren König von Polen, genannt Ellenlang, dem er vielfältige kirchenpolitische und juristische Dienste erwies. Mit Wladyslaws Unterstützung wurde er 1316 Kanzler des Herzogtums Sieradz, 1318 Archipresbyter und Pfarrer an der Marienkirche in Krakau und daselbst 1319 Domdekan.

Link: Siegel des Krakauer Bischofs Nanker.JPG

Bischof Nanker von Breslau sprach über den König Johann von Böhmen und den Breslauer - Rath den Bann, über die Stadt Breslau das Interdikt aus. Neiße den 15.12.1340

Quelle: Abschrift im Archiv des Domkapitels NN 8, gedruckt bei Stenzel BU. S. 282 ff.

Bischof von Krakau ( 1320 – 1326 )

Nach dem Tode des Krakauer Bischofs Johann Muskata bestellte König Władysław Łokietek am 20.01.1320 Nanker zu dessen Nachfolger. Die Bestätigung durch Papst Johannes XXII. erfolgte im März 1320. Die Bischofsweihe nahm der genesene Erzbischof Jaroslaw vor.

Schon im November desselben Jahres rief Nanker eine Diözesansynode ein, auf der zahlreiche Statuten erlassen wurden, die Vorschriften über das geistig - religiöse Verhalten des Klerus enthielten und die Diözesan - Gesetzgebung begründeten. Während seiner Krakauer Amtszeit wurde 1320 der Neubau der gotischen St. Wenzel - Kathedrale begonnen.

Nanker lebte asketisch und wurde wegen seiner Frömmigkeit und seiner Verdienste um die Belange der Kirche heiligmäßig verehrt. Nach seinem Tod 1341 in Neiße wurde er im Breslauer - Dom bestattet.

Bischof Nanker wurde 1951 vom Papst Pius XII. seliggesprochen - venerabilis servus dei.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 72, 73, 74, 75, 75a

  • Colmar Grünhagen: Nanker. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 23, Duncker & Humblot, Leipzig 1886, S. 243–245.
  • Hubertus Seibert: Nanker. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 18, Duncker & Humblot, Berlin 1997.
  • Karl Kastner: Breslauer Bischöfe. Ostdeutsche Verlags-Anstalt, Breslau 1929.
  • Jan Kopiec, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. 1198-1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001.
  • Bischof Nanker - Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts  Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker  1661 ( Originaltext ) Seite 29

 

Johann III. Grot - Bischof von Krakau ( 01.10.1326 - 06.08.1347 )

Linie: Vršovci / Goworek / Grot

Jan Grot X. ( deutsch: Pfeilspitze ) Wappen Rawicz (*1290 in Słupcza - †06.08.1347 in Wawrzeńczyce) war der Bischof von Krakau.

Jan Grot X. war der Bruder vom Goworek V. Wappen / Rawa ( 1333 der Kastellan von Radom ) und der Sohn von Mateusz / Matthäus eines Kammerherrn von Sandomierz, der auch das Amt des Kastells von Połaniecki innehatte.

Das erste bekannte Bild des Rawicz Wappen ist auf dem Siegel von Jan Grot von 1334 zu sehen.

Link: Wappen des Bischofs von Krakau Johann II. Grot 1326 - 1347.jpg

Papst Johannes XXII. ernannte ihn am 01.10.1326 in Avignon zum Bischof von Krakau, er führte den Weiterbau der Kathedrale in Krakau und wurde in seiner Kapelle in der Wawel – Kathedrale beigesetzt.

Ab 1313 war er Kanzler von Kujawien. 1325 studierte er in Bologna, am 01.10.1326 wurde er Bischof von Krakau und erhielt 1327 die Bischofsweihe.

Link: Siegel des Bischofs Jan Grot aus dem Jahr 1334.jpg

Aktivitäten in der Diözese

Er setzte den Wiederaufbau der Wawel - Kathedrale fort, 1346 weihte er seinen Hauptaltar ein. Er war auch  der Gründer vieler Dörfer im Mietrecht und in ländlichen Gemeinden. 1328 erließ er die ersten Kapitelstatuten, 1331 Synodenstatuten. Er verteidigte die finanzielle Unabhängigkeit der Kirche gegen weltliche Autorität. Er kümmerte sich auch um die finanzielle Unabhängigkeit seiner Diözese in der Kirche und tat dies mit den Laien und dem Klerus.

Link: Siegel Jan Grot um 1330.JPG

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 76, 77, 78, 79, 80, 81, 81a

  • Gałuszka T., Piotr , Owernia Collector und das Presbyterium gegen Bischof Jan Grotowic und die Dominikaner: eine historische Studie über das Notar - Instrument von 1333 aus der Archivum Secretum Sammlung im Vatikan , "Przegląd Historyczny" 3 (105) / 2014, S. 315 - 337,
  • Jan Długosz Roczniki oder die Chroniken des berühmten Königreichs Polen , Priester 9, M. Skowronek (Hrsg.), J. Mrukówna ( Übersetzung ), Warschau 2009,
  • Jawor G., Aus der Geschichte der politischen Opposition im mittelalterlichen Polen: Grot und Łukasz aus Słupcza (um 1370 - 1471) , "Rocznik Lubelski" 27-28 / 1988, S. 7 - 23,
  • Kowalska A. , päpstlich appelliert an Polen für die Hilfe für das Heilige Land (XII-XIV Jahrhundert) , "Acta Universitatis Lodziensis. Folia Historica "67/2000, S. 129 - 145,
  • Łętowski L. , Katalog der Bischöfe, Kanoniker und Prälaten von Krakau , Band 1 Krakauer Bischöfe , Krakau 1852, S. 247-260, "Wielkopolska Digital Library",
  • Niwiński M., Bischof von Krakau Jan Grotowic und seine Kontroversen mit Włodzisław Łokietek und Kazimierz Wielki. Eine Passage aus der Geschichte der Beziehung der Kirche zum Staat in Polen im 14. Jahrhundert , Nova Polonia Sacra, Band 3, Krakau 1939, S. 57 - 99, "Jagiellonian Digital Library",
  • Polnische Ritterschaft des Mittelalters von Franciszek Piekosinski , Kraksu 1901 / Grot: Seite 18, 230, 231, 323, 450, 494, 563, 582, 607, 633, 663, 765, 783, 787, 791, 802.

 

Johann von Nimptsch – Domherr in Breslau ( 1334 – 1355 )

Linie: Goworek / Dirschdorf / Bischofsheim / Nimptsch / Schaffgotsch / Liebenthal / Colditz

Die Familie soll ihren Namen von einem Gut Alt - Nimptsch bei Nimptsch erhalten haben. Johann von Nimptsch war 1334 Domherr in Breslau und begleitete 1353 die Prinzessin Anna von Schweidnitz nach Prag zur Heirat mit Kaiser Karl IV.

Der urkundlich früheste Grundbesitz der Familie war Stephanshayn ( Kreis Schweidnitz ), der ihnen von 1319 bis 1626 gehörte. Den Böhmischen Freiherrenstand erhielt Johann Friedrich von Nimptsch am 10.03.1660 mit dem Prädikat Freiherr von Oelse verliehen. Johann Heinrich und dessen Bruder Friedrich Leopold von Nimptsch, Freiherren von Oelse, wurde am 05.02.1699 in den böhmischen Grafenstand erhoben. Schließlich erhielt 1732 Christoph Ferdinand Graf von Nimptsch die Erlaubnis, sein Wappen mit dem der ausgestorbenen Freiherren von Fürst und Kupferberg zu vereinen und sich fortan Graf von Nimptsch, Freiherr von Fürst und Oelse zu nennen.

Link: Wappen der Nimptsch.jpg

Bis zum 15. Jh. besaßen die Nimptsch die Herrschaften Schmiedeberg und Warmbrunn im Vorland des Riesengebirges, die später an die Schaffgotsch verkauft wurden.

Im 17. Jh. war Johann Friedrich von Nimptsch Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz - Jauer. Er war maßgeblich an der Errichtung der Friedenskirche in Jauer beteiligt, wo eine prächtige Loge an die Familie erinnert. 1660 wurden die Nimptsch zu Freiherren und 1699 zu Grafen erhoben.

Im 18. Jh. waren die Nimptsch Grundherren von Hohenfriedeberg und gehörten nach 1741 zur katholischen Adelsopposition gegen die preußische Herrschaft.

Die Familie zog im 19. Jh. nach Mähren. Sie erlosch vermutlich 1877 mit Karl von Nimptsch auf Geiersberg in Ostböhmen. Ab 1775 besaß die Familie das Palais Nimptsch in Wien.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 82, 83, 84, 85, 86, 87

  • Ernst Heinrich Kneschke, Neues allgemeines deutsches Adels – Lexikon, Leipzig 1864.
  • Constantin von Wurzbach: Nimptsch, die Grafen, Genealogie und heutiger Familienstand. In: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich. 20. Teil. Kaiserlich - königliche Hof -  und Staatsdruckerei, Wien 1869, S. 362 
  • Alexander von Freyer, Barbara Skoczylas - Stadnik, Mirosław Szkiłądź: Kościół Pokoju w Jaworze / Friedenskirche in Jauer. Jawor 1994.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band IX, Band 116 der Gesamtreihe, S. 429 – 430, C.A. Starke Verlag, Limburg ( Lahn ) 1998.
  • Staatsarchiv Breslau
  • Eintrag über Palais Nimptsch auf Burgen - Austria

 

Preczlaw von Pogarell - Fürstbischof von Breslau ( 1342 – 1376 )

Linie: Goworek / Dirschdorf / Pogrell / Grzymala

Preczlaw von Pogarell (*1299 in Pogarell bei Brieg - †06.04.1376 - Ottmaschau) war der Fürstbischof von Breslau und Hofkanzler Kaiser Karls IV.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in gen 19.41

Preczlaw aus dem schlesischen Adelsgeschlecht Pogrell wird erstmals 1329 als Breslauer Domherr erwähnt. Während seines Studiums in Bologna wurde er am 05.05.1341 vom Breslauer Domkapitel als Nachfolger des verstorbenen Bischof Nanker gewählt. Nachdem der Gnesener Erzbischof Janislaw die Wahlbestätigung und die Konsekration verweigerte, wandte sich Preczlaw an den Heiligen. Papst Benedikt XII., der bestätigte am 28.01.1342 die Wahl und nahm am 17.03.1342 die Bischofsweihe in Avignon vor. Am 06.05.1342 kehrte Preczlaw nach Breslau zurück.

Als Landesherr des Fürstentum Neisse legte Preczlaw den Lehnseid vor dem böhmischen König Johann von Luxemburg ab, dem er auch die umstrittene Burg Militsch verkaufte, wodurch die Streitigkeiten und Spannungen aus der Zeit seines Vorgängers Bischof Nanker beigelegt werden konnten. Auch politisch lehnte sich Preczlaw eng an Böhmen und dessen späteren König und Kaiser Karl IV.

Link: Preczlaus de Pogrella.png

1342 bestätigte Preczlaw die Lehensabhängigkeit der schlesischen Fürsten ( außer Schweidnitz – Jauer ) vom böhmischen König sowie dessen Patronat über die Breslauer Kirche, womit er die 1344 erfolgte Inkorporation Schlesiens an die Krone Böhmen und damit mittelbar an das Reich unterstützte.

Außerdem war er maßgeblich am Zustandekommen des Vertrags von Namslau im Jahre 1348 beteiligt, in dem der polnische König Kasimir III. endgültig die Oberherrschaft Böhmens über Schlesien anerkannte.

Wohl deshalb wurde Preczlaw 1352 der Hofkanzler Karls IV.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 88, 89, 90, 91

  • Ulrich Schmilewski: Preczlaw von Pogarell. In: Allgemeine Deutsche Biographie Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001.
  • Andreas Rüther: Przeclaus von Pogarell (1299-1376). In: Schlesische Lebensbilder, Bd. VIII.
  • Jan Kopiec, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. 1198 -1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001.
  • Colmar Grünhagen: Preczlaw von Pogarell. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 26, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 541–545.

 

Bischof von Olmütz ( 1435 - 1450 ) - Paul von Miličin und Talmberg

Linie: Vršovci / Werschowitz Sekerka und Sedčice / Wřesowitz

Paul von Miličin und Talmberg (†02.05.1450) war der Bischof von Olmütz.

Paul von Miličin entstammte dem böhmischen Adelsgeschlecht Talmberg. Für 1420 ist er als Kanoniker des Prager Domkapitels nachgewiesen, dessen Propst er 1431 wurde.

Nach dem Tod des Olmützer Bischofs Konrad III. von Zwole wählte das Domkapitel Paul von Miličin zu dessen Nachfolger. Der päpstlichen Bestätigung vom 25.01.1435 folgte am 31.07.1435 durch den Legaten Philibert de Montjeu, Bischof von Coutances, die Bischofsweihe in Brünn, bei der auch Kaiser Sigismund und Erzherzog Albrecht von Österreich anwesend waren, da sie dort an den gleichzeitig stattfindenden Kompaktatenverhandlungen teilnahmen.

Nachfolgend ordneten die Konzilslegaten eine Visitation der Olmützer Besitzungen an. Der bei den Verhandlungen erzielte Kompromiss zur Kelchkommunion wurde zunächst vom mährischen Klerus abgelehnt, und auch das Domkapitel widersetzte sich den Iglauer Verhandlungen von 1436.

Paul von Miličins Episkopat fiel in eine wirtschaftlich schwierige Zeit, die durch die Zerstörungen, Besetzungen und Verpfändungen der Hussitenkriege verursacht worden war. Es gelang ihm zwar, einzelnen Bistumsbesitz wieder zu erwerben, gleichzeitig musste er aber wegen finanzieller Schwierigkeiten andere Bischofsgüter verpfänden.

Gemäß der Weisung des Papstes Eugen IV. ging Paul von Miličin gegen disziplinlose und verheiratete utraquistische Priester vor, die jedoch von dem hussitisch gesinnten Adel geschützt wurden. Obwohl er ihnen anfangs die Priesterweihe erteilte, verweigerte er den späteren Kandidaten die Weihe. Nachdem der Prager Bischofsstuhl seit 1421 nicht besetzt war, krönte er am 29.06.1438 den römisch – deutschen König Albrecht II. zum König von Böhmen.

Paul von Miličin starb am 02.05.1450. Sein Leichnam wurde in der Brünner Kollegiatkirche St. Peter beigesetzt.

 

Jan Odrowąż aus Sprowa - Erzbischof von Lemberg ( 1437 – 1450 )

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowąż

Jan Odrowąż (*≈1390 - †09.1450 Lemberg) war ein polnischer römisch – katholischer Priester, Adeliger, königlicher Sekretär, der Erzbischof von Lemberg und der Notar vom Wladyslaw II. Jagiello und Wladyslaw III. Warnenski in Ungarn.

Er war der Sohn von Dobieslaw aus Sprowa und Zagorze und hatte vier Brüder:

  1. Piotr Odrowąż  (†1450) - Starost von Lemberg, Samborski, Halytsch - der Gouverneur von Ruthenien und Woiwode von Podolien
  2. Mikołaj Odrowąż - Kastellan von Lemberg
  3. Pawel Odrowąż - Kastellan von Lemberg
  4. Dobieslaw Odrowąż - Kastellan von Przemyśl

Der russische Woiwode Jan Odrowaz aus Sprowski (†1485) war ein Neffe von Jan Odrowąż.

Dank des Schutzes von der Königin Zofia (Sonka) Holszańska und des moldauischen Hospodars ( Fürsten ) Eliasz Muszatowicze wurde er nach dem Tod vom 1. Erzbischof von Lemberg Jan Rzeszowski am 25.02.1437 zum Erzbischof der Metropole Lemberg ernannt.

Er war ein Mitbegründer der Kirche in der Weißukraine, einschließlich der Pfarrei Stankt Jakobus der Apostel in Skierniewice.

Quellen:

  • Polish Biographical Dictionary, Bd. 23, S. 547
  • Dziegielewski J., Enzyklopädie der polnischen Geschichte: Politische Geschichte, Bd. 2, Morex, 1995, S. 48

 

Jan Odrowąż von Sprowski - Erzbischof von Gnesen ( 1453 – 1464 )

Linie: Vršovci / Goworek / Prandota / Odrowąż

Jan Sprowski auch Jan ze Sprowa – Wappen Odrowąż (14.04.1464) war ein polnischer Adeliger und der Erzbischof von Gnesen sowie der Primas von Polen ( 1453 – 1464 ).

Sein Bruder war: Eustachy Odrowąż von Sprowa (†1478) – war der Kastellan von Radom (1460), Kastellan von Wiślica (1478) und der Starost von Opoczno / Lodz ∞ Ursula Odrowąż geb, Kurozwęcka aus Kurozwęki - Wappen Poraj

Dessen Eltern waren: Jan Odrowąż von Sprowa (†1440) ∞ Anna Odrowąż

Jan Sprowski war der Kanoniker von Krakau, Gnesen und Posen sowie ein Mitglied des Königlichen Sekretariats von 1450 bis 1453. Im Jahre 1453 ernannte ihn der Papst Nikolaus V. zum Erzbischof von Gnesen und damit zum Primas von Polen, die Ämter bekleidete Jan Sprowski bis zu seinem Tode 1464.

Am 10.02.1454 krönte er Elisabeth von Habsburg , die Frau von Kazimierz Jagiellończyk und Königin von Polen, in der königlichen Wawel - Kathedrale. 1460 gründete er die Mariä - Verkündigungs - Kapelle, die heute dem Fronleichnam in der Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Gnesen gewidmet ist.

Er war ein Mentor und Unterstützer vom König Kazimierz IV. Jagiellonczyk.

Als Primas von Polen berief er drei Synoden ( 1456, 1457 und 1459 ). Im Jahre 1460 stiftete er die Auferstehungskapelle ( heute Kapelle des Christi Leib ) in der Erzkathedrale von Gnesen.

Er starb am 14.04.1464 und wurde in der Erzkathedrale von Gnesen bestattet.

Quelle: Eintrag zu Jan Sprowski auf catholic – hierarchy.org – Datenbank zu den Bischöfen und Bistümern der römisch – katholischen Kirche.

 

Jost II. von Rosenberg - Fürstbischof von Breslau ( 1456 - 1467 )

Linie: Vršovci / Dobruška / Rosenberg

Jost II. von Rosenberg (*11.11.1430 - †12.12.1467) war der Fürstbischof von Breslau und der Großprior des Malteserordens für Böhmen und Österreich. Jost entstammte dem südböhmischen Adelsgeschlecht Rosenberg. Sein Vater war Ulrich II. von Rosenberg.

Nach einem Studium in Prag trat er in jungen Jahren dem Malteserorden bei, als dessen Großprior er für das Jahr 1451 belegt ist. Bereits 1450 hatte er die Würde des Domprobsts am Prager Veitsdom erlangt. Am 24. August 1453 wurde er in Salzburg zum Priester geweiht.

Neben Breslau hielt sich Jost auch in Strakonitz, dem Sitz der Malteser - Großpriorats und in Krumau, der Hauptresidenz der Rosenberger, auf. Im Alter von nur 37 Jahren starb er in der bischöflichen Residenz in Neisse und wurde im Breslauer Dom bestattet, dessen Westvorhalle er erbauen ließ.

Link: Wappen Rosenberg.jpg

 

Johann Franz Christoph von Talmberg * - Bischof von Königgrätz ( 1677 – 1698 )

Linie: Vršovci / Werschowitz Sekerka und Sedčice / Wřesowitz / Talmberg

Johann Franz Christoph von Talmberg (*31.12.1644 - †03.04.1698), war ein römisch – katholischer Geistlicher und Bischof von Königgrätz.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in spec 260.10

Seine Eltern waren Franz Wilhelm von Talmberg, königlich böhmischer Kammergerichtsrat und Kreishauptmann des Tschaslauer Kreises und Ursula Katharina, geb. von Pappenheim.

Nach der Priesterweihe 1669 war er Domherr und deutscher Domprediger am Veitsdom sowie Dekan von St. Apollinaris in Prag. Zudem erhielt er Kanonikate in Olmütz und Wischkowitz ( Výškovice ) sowie die Propstei zu Allerheiligen auf der Prager - Burg.

Kaiser Leopold I. nominierte Johann Franz Christoph von Talmberg zum Nachfolger des Königgrätzer Bischofs Johann Friedrich von Waldstein, der Erzbischof von Prag geworden war. Die päpstliche Bestätigung erfolgte am 19.10.1676, die Bischofsweihe durch seinen Vorgänger am 03.01.1677 im Veitsdom. Da Königgrätz noch keine Bischofsresidenz besaß, wurde Talmberg erst auf Drängen des Papstes am 23.10.1677 in Königgrätz eingeführt.

Obwohl die finanzielle Situation des Bistums sehr beschränkt war, gelang es Talmberg, das ehemalige Haus der Adelsfamilie Gallas zur Bischofsresidenz auszubauen. Jedoch versuchte er 1686 vergeblich, seine Residenz in das alte Burggrafenamt und in das alte Schloss zu übertragen. Ebenso war es nicht möglich, ein Priesterseminar und Domherrenwohnungen zu errichten, da die Stadt Königgrätz nicht auf ihre Privilegien verzichten wollte. Trotzdem gelang es Talmberg, eine Diözesanverwaltung aufzubauen und sein Bistum erstmals zu visitieren.

Nach seinem Tod wurde er in der von ihm erbauten Margaretenkirche in Podlazice beigesetzt.

 

Philipp Gotthard von Schaffgotsch – Fürstbischof von Breslau ( 1747 – 1795 )

Linie: Goworek / Dirschdorf / Bischofsheim / Nimptsch / Schaffgotsch / Liebenthal / Colditz

Philipp Gotthard Graf von Schaffgotsch (*03.07.1716 in Warmbrunn - †05.01.1795 auf Schloss Johannesberg bei Jauernig), war der Fürstbischof von Breslau und ein bedeutender Förderer der Musik.

Ende des 12. Jhs. gehen Teile der Familie mit der Heiligen - Hedwig, Tochter des Herzogs Berthold von Meran, im Zuge der Deutschen – Ostsiedlung nach Schlesien, wo in den folgenden Jahrzehnten über 100 Städte nach deutschem Recht sowie Kirchen und Hospitäler entstehen.

Die Familie, die erstmals 1174 mit Hugo dictus Scof, Domherr und Sacristan zu Würzburg, in Franken urkundlich erwähnt wurde, lässt sich seit 1242 im Riesengebirge nachweisen, als Herzog Heinrich II. den Sibotho de nobili familia ovium ( lateinisch Siegboth aus der edlen Familie der Schafe ) mit der Burg Kemnitz bei Hirschberg belehnte.

Schaffgotsch entstammte der gleichnamigen schlesischen - böhmischen Adelsfamilie, die im Riesen - und im Isergebirge ansässig war. Sein Vater war der in zweiter Ehe verheiratete – 20.07.1710 – Johann Anton Gotthard von Schaffgotsch ( 1675 – 1742 ), seine Mutter war Anna Theresia Kolowrat - Nowohradsky ( 1690 – 1759 ).

Er studierte bei den Jesuiten am Collegium Romanum in Rom und wurde 1738 in Wien zum Priester geweiht. 1740 wurde er Domherr in Olmütz und in Halberstadt und Kustos an der Breslauer Kathedrale sowie Propst an der dortigen Kreuzkirche.

Schaffgotsch war " Freimaurer " und vom Gedankengut der Aufklärung sehr angetan. Wohl deshalb begrüßte er als einziger Breslauer - Domkapitular die Eroberung Schlesiens durch den preußischen König Friedrich.

Die Entstehung der Freimaurerei in Österreich geht auf Schaffgotsch zurück. Auf seinen Wunsch hin wurde 1742 in Wien die erste Loge gegründet, obwohl Papst Klemens die Freimaurerei bereits 1738 in der Bulle - In eminenti - verdammt hatte. Es war die erste Freimaurerloge in Österreich, sie hatte aber nur kurzen Bestand, denn im Jahr 1743 ließ Maria Theresia sie auflösen.

Philipp Gotthard Fürst Schaffgotsch starb auf Schloss Johannesberg. Sein Leichnam durfte in der Familiengrabstätte in Warmbrunn, das zum preußischen Teil seines früheren Bistums gehörte, beigesetzt werden.

 

Graf Anton Peter Przichowský von Przichowitz – Bischof von Königgrätz ( 1754 – 1763 ) und 21. Erzbischof von Prag ( 1763 – 1793 )

Linie: Vršovci / Werschowitz Sekerka und Sedčice / Wřesowitz / Przichowský

Graf Anton Peter Przichowský von Przichowitz war der 21. Erzbischof von Prag (*28.08.1707 - †14.04.1793).

Graf Anton Peter Przichowský von Przichowitz entstammt einer alten böhmischen Adelsfamilie und war ein Sohn des 1713 verstorbenen Graf Anton Przichowský von Przichowitz und dessen Ehefrau Gräfin Judith Theresa von Werschowitz.

Er studierte die Theologie und begab sich dann nach Rom, wo er die theologische Doktorwürde erlangte, trat in die Seelsorge, wurde Kaplan und dann Dechant zu Sobótka in Böhmen.

Daraufhin wurde er zum Domherrn an die Prager - Metropolitankirche ernannt, wurde er bald Konsistorialrat und Domdechant bei Allerheiligen in Prag. Im September 1753 wurde er auf den Bischofstuhl zu Königgrätz berufen und schon zwei Jahre später zum Koadjutor und Nachfolger im Prager Erzbistum von der Kaiserin Maria - Theresia bestimmt.

Zwischen 1754 und 1763 war Přzíchovský Bischof von Königgrätz. Nach dem Tode des Prager Erzbischofs Johann Moritz Gustav von Manderscheid - Blankenheim wurde Přzíchowský dessen Nachfolger und am 13.05.1764 inthronisiert.

Am 23.10.1763 trat er das Erzbistum an. Im Jahre 1791 krönte er den Kaiser Leopold II. zum König und seine Gemahlin Maria Ludovica zur Königin von Böhmen und im Jahre 1792 den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Franz II. und seine Gemahlin Prinzessin Maria - Theresia von Neapel und Sizilien. Im Jahre 1781 beging er festlich seine Sekundiz. Anton Peter hat die noch stehende erzbischöfliche Residenz in Prag erbaut.

Während seiner Amtszeit erfolgte die Errichtung des neuen erzbischöflichen Palais auf dem Hradschiner - Platz, das bis heute in seiner damaligen Form erhalten ist.

Seine letzte Ruhestätte fand er im Veitsdom.

Quelle:

  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreichs ( Stand: 01/2016  ) Band 24 (1872), ab Seite 32
  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 328.96

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 131, 132, 133

  • Constantin von Wurzbach: Przichowský von Przichowitz, Anton Peter Graf von. In: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich. 24. Teil. Kaiserlich - königliche Hof - und Staatsdruckerei, Wien 1872, S. 32 f.
  • Biographisches Lexikon des Kaiertums Österreich, Band 24 (1872) ab Seite 32
  • Österreichische National – Enzyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 319. – Lederer (Ignaz), Erinnerungen aus und an Pilsen (Pilsen 1862, 12°) S. 9.

 

Regnum Poloniae Magnusque Ducatus Lithauen ( lat. ) = Königreich Polen und das Großherzogtum Litauen 1569 - 1795

Historisches:

Der erste Schritt zur Schaffung eines gemeinsamen polnischen – litauischen Staates wurde 1385 in Krewa abgeschlossen. Über zwei Jahrhunderte hinweg wurde diese Union gestrafft, geschwächt und sogar aufgelöst. Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. wurden in Abwesenheit der Nachkommen der Jagiellonen - Dynastie Anstrengungen unternommen, um die zwischenstaatlichen Beziehungen zu festigen.

Die Bundesrepublik beider Nationen wurde 1569 durch die Union von Lublin gegründet. Der Abschluss einer echten Union zwischen Polen und Litauen war eine der wichtigsten Errungenschaften von König Zygmunt II. August. Nach seinem Tod im Jahr 1572 kam es zum Interregnum, bei dem das Rechtssystem des Landes reformiert wurde. Der Einfluss des Adels nahm beträchtlich zu, und eine freie Wahl wurde eingeführt, um einen Monarchen zu wählen.

Link: Wappen Polen - Litauen.png

Die größte territoriale Ausdehnung hatte Polen mit fast 1.000.000 km² und einer Bevölkerung von 11 Millionen Menschen im frühen 17. Jh.

Die erste Teilung Polens 1772 und die zweite Teilung Polens 1793 reduzierten die Größe des Staates erheblich und das Commonwealth brach als unabhängiger Staat nach der dritten Teilung Polens im Jahr 1795 zusammen.

Von 1795 bis 1918 war das polnisch – litauische Commonwealth vollständig von der Europakarte verschwunden. Polen und Litauen wurden erst nach dem 1. Weltkrieg 1918 wieder als unabhängige Länder hergestellt.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 92, 93, 94, 95

  • Teresa Chynczewska Hennel: Rzeczpospolita XVII wieku w oczach cudzoziemców
  • Davies, Boże Igrzysko , E. Tabakowska (tłum.), Kraków: Wydawnictwo Znak, 2006,
  • Ireneusz Ihnatowicz, Maczak A., Zientara B. Janusz Zarnowski: Społeczeństwo polskie od X do XX wieku , część czwarta Od połowy XV wieku do rozbiorów , s. 213–428, wyd. Książka i Wiedza, Warszawa 1999
  • Jasienica, Rzeczpospolita Obojga Narodów , Warszawa: Państ. Instytut Wydawniczy, 1986

 

Die Schlacht bei Tannenberg / Grunwald ( 07 / 1410 )

Am 15.07.1410 standen sich dabei zwei Heere gegenüber, auf der einen Seite der Deutsche - Orden unter Hochmeister Ulrich von Jungingen, auf der anderen die gemeinsame Streitmacht des polnischen Königs Jagiello und des litauischen Großherzogs Witold. Die Niederlage der deutschen Seite leitete damals den Aufstieg Polen - Litauens zur europäischen Großmacht ein.

Die Vršovci, unter dem Wappen von Rawicz - die Warschauer - ( Goworek, Warz ) und dem Oksza - Wappen ( Werszowiec = Vršovci ), wurden von Christian / Krystyn von Ostrów (*1352 - †1430) dem Kastellan von Krakau und Kriegsrat, einer der sieben Hauptmänner vom König Wladyslaw II. Jagiello vom Generalhauptquartier, geführt und erhielten hohe Tapferkeitsauszeichnungen.

50 Gonfanons ( Kampffahnen ) unter dem RAWA - 26. Wappen - und Oksza – Wappen wurden von Christian von Ostrów geführt.

Christian / Krystyn von Ostrów unterzeichnete am 01.02.1411 den Frieden von Torun (1) und war Unterzeichner des Aktes des Horodroms (2) vom 02.10.1413 sowie ein Mitglied der Horodelvereinigung.

  • Quellen: (1) Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Band 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 42.
  • (2) Statuta, Prawo Y Constitución Koronne Łacinskie Y Polskie von Statutow Łaskie Y Herborta YZ Constituciy Koronnych Zebrane, Krakau 1600, S. 749.

Link: Banner der Polen und Litauer und deren Verbündeten in der Schlacht von Tannenberg.jpg

Die Schlacht von Koronowo ( 10 / 1410 )

Sie fand am 14.10.1410 in der Nähe des Dorfes Lasko Wielkie statt, aus dieser zweiten Schlacht gegen den Deutschen – Orden – Kommandant und Kriegsführer Michael Küchmeister von Sternberg - ging die polnische – litauische Allianz ebenfalls siegreich hervor.

In dieser Schlacht wurde der Rawicz – WappenträgerRitter Christian Goworek von Błeszno ( Tschenstochau ) - de clenodio RAWA - " für seine militärische Tapferkeit urkundlich ausgezeichnet. Oksza Ritter nahmen auch an dieser Schlacht teil, insbesondere Dobko Oksza und Jan Rey von Naglowice.

Ein Nachfahre von Mikolaj Rey von Naglowice (*1505–†1569), dem Dichter, Politiker und Musiker, war Nicholas Andrew Rey (*1938–†2009), der als amerikanischer Botschafter (1994 - 1997) in Polen tätig war.

Quelle: Scriptores Rerum Polonicarum - Band 9, Seite 129 - Goworek de clenodio RAWA

Union von Horodło ( 10 / 1413 )

Die Union von Horodło war ein in der Ortschaft Horodlo im Jahre 1413 geschlossenes dynastisches Bündnis zwischen Polen und Litauen. Wladyslaw II. Jagiello, König und von Polen, und der Großfürst von Litauen, Vytautas, schlossen am 02.10.1413 in Horodlo ein Abkommen, dass das Königreich - Polen und das Großfürstentum Litauen fester miteinander verband und gleichzeitig der katholischen Kirche in Litauen und dem litauischen niederen Adel gewisse Privilegien gab.

Es ergänzte frühere polnische - litauische Abkommen über die Union von Krewo und Union von Vilnius und Radom. Damit wurde das dynastische Bündnis zwischen beiden Staaten vertieft und die Grundlagen für die Vorherrschaft des polnischen - litauischen Elements im künftigen Vielvölkerstaat geschaffen. Mit der Union wurden die Privilegien des katholischen Adels festgeschrieben und die ruthenischen Bojaren griechisch - orthodoxen Bekenntnisses von der Macht ferngehalten.

Das Abkommen stellte einen weiteren Schritt zur Anerkennung des litauischen Adels dar, der in dieser Union zweier souveräner Staaten mit dem polnischen Adel gleichgestellt wurde.

In dem Abkommen wurde dem Großherzogtum Litauen ferner ein eigener Großherzog und ein eigenes Parlament zugestanden. Die polnische und die litauische Ritterschaft sollten sich künftig in allen wichtigen Angelegenheiten - beispielsweise der Wahl der Könige und Großfürsten - gemeinsam beraten. Der litauische und ruthenische Adel bekam die gleichen Rechte wie die polnische Szlachta, was dazu führte, dass ruthenische und litauische Adelsfamilien in die polnische Szlachta aufgenommen wurden und in Litauen Adelswappen eingeführt wurden.

Folgende Adelsfamilien erhielten damals litauische Wappen:

  • Awdaniec ( Abdank ), Bogorya, Ciołek, Dębno, Doliwa, Dołęga, Drya ( Dryja ), Działosza, Gierałt ( Osmoróg ),
  • Godziemba, Gryf, Grzymała ( Panier - Grzymala ), Janina*, Jastrzebiec, Jelita, Kopacz ( Topacz ), Korczak,
  • Kot Morski, Paprzyca ( Kuszaba ), Leliwa, Lis, Łabędź, Łodzia, Nalecz, Nowina, Odrowąż ( Panier - Odrowaz ),
  • Ogończyk, Oksza ( Panier - Kolda ), Ossoria, Pierzchała, Pobóg, Pomian, Poraj, Półkozic, Rawicz ( Panier - Rawa ),
  • Rola ( Danielwitz ), Sulima, Syrokomla, Szreniawa, Świnka, Topor ( Panier - Starza auch Kołka / Kołki ), Trąby, Trzaska,
  • Wadwicz, Wąż, Zadora, Zaremba.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Infolge der Vereinigung mit adeligen Erbfamilien wurden am - 02.10.1413 - 47 litauische Adelswappen in die Unionsakte aufgenommen. Damit wurde der Grundstein für das Zusammenwachsen des Adels beider Länder gelegt und das Wappen Rawicz (Vršovci / Rawicz - Clan) konnte an litauische, russische und ukrainische Wappen übertragen ( adoptiert ) werden.

Übernahme litauischer Bojarenfamilien in polnische Heroldfamilien:

  • Grzymala > Jan Rymwidowicz
  • Leliwa > Den Starost von Vilnius – Monivid
  • Odrowaz > Wyszegerd
  • Oksza > Minimund Sesnikowicz ( Sessnicouicz, Sessnykouicz )
  • Rawicz > Die Brüder Michal Minigajlo und Giedgold
  • Zaremba > Ginet Konczewicz
Das Oksza – Wappen, das vom Herzog Boleslaw III. von Polen den böhmischen Vrsovci 1109 wegen Tapferkeit an Johann von Werschowitz verliehen wurde, konnte an ca. 100 polnisch – litauischen Clans übertragen werden.

In Böhmen hieß dieses Wappen 1184 " Werschowetz Sekerka " ( Bradatice / Barte - Sekerka / Axt ).

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 96, 96a, 96b

  • Stanislaw Kutrzeba, Wladyslaw Aleksander Semkowicz: Akten der polnischen Einheit mit Litauen, 1385 – 1791. Krakau: Polnische Akademie für Lernen, 1932
  • a Korczak ( Hrsg.), Unia horodelska 1413 , Krakau: Jagiellonian University Publisher, 2014
  • b Das Enzyklopädische - Wörterbuch von Brockhaus und Efron: In 86 Bänden (82 Bände und 4 Extras). - St. Petersburg. : 1890-1907.

 

              Rawicz                     Oksza / Topor                        Grzymala                        Zaremba                     Werschowetz Sekerka

                 

Topor ( Wappentafel: XI )

Der Stamm Topor ( Beil ) war eines der 21 alten Geschlechter Polens. Der erste bekannte Ahnherr war Zegota Topor, Woywode und Kastellan von Krakau sowie von 1271 bis 1290 Reichsfeldherr von Polen.

Sein Sohn Nawoy war Palatin und Woywode von Sandomir und Kastellan von Krakau, 1319 Erbauer des Schlosses Tenczin. Seine beiden Söhne Andreas und Jasko gründeten die beiden Geschlechter Tenczin und Paczensky.

Der Ursprung dieses Wappens wird bis auf die früheste Zeit des ersten Fürsten Lech zurückgeführt. Sein erster Name und Panier war wohl, dem Wappenbilde entsprechend, Topor ( das Beil ), dann wurde es aber seines Alters wegen Starza ( von stary, alt ) genannt. Später wurde wieder die Bezeichnung Topor allgemein. Zweige dieses Stammes Topor führten das Beil in goldenem oder blauem Felde im Wappen und das Panier = Feldgeschrei / Schlachtruf war Kołka. Aus dem Wappen Topor ging das Wappen Starykoń hervor.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Link: Stammwappen - Paczensky.png

 

Auszüge aus dem Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz - Sekerkischen Geschlechts

Link: Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz - Sekerkischen Geschlechts 01.png

Link: Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz - Sekerkischen Geschlechts 02.png

Link: Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz - Sekerkischen Geschlechts 03.png

Paczensky

Die Familien von Paczensky und Tenczin stammten aus Oberschlesien und gehörten zum Uradel, das heißt, seit 1400 nachgewiesener ritterbürgerlicher deutscher Landadel. Sie stammten vom alten polnischen Geschlecht der Tapor / Topor ab.

Die Familie von Paczensky erscheint urkundlich erstmals 1316 mit Prosho de Pacyna, Notar des Herzogs Wladislaus II. von Beuthen - Cosel. Die sichere Stammreihe beginnt mit den Brüdern Jan dem Älteren (*1500 ) und Nikolaus (*1510 ) von Paczyna. Am 28.07.1692 erlangen Albert Leopold Paczensky und seine Vettern Adam Wenzel und Georg Friedrich die Anerkennung über die Stammesverwandtschaft mit den ausgestorbenen Grafen von Tenczin und zugleich die Reichsgrafenwürde mit der Erlaubnis sich von Tenczin nennen zu dürfen.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in spec 287.17

Historisches: Zweite Wiener – Türkenbelagerung / 14.07.1683 – 12.09.1683

Die Zweite Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 war – wie die Erste von 1529 – ein erfolgloser Versuch des Osmanischen Reichs, Wien einzunehmen. Sie dauerte vom 14.07.1683 bis zum 12.09.1683, als ein von Polens König Johann III. Sobieski befehligtes Entsatzherr die osmanische Armee des Großwesirs Kara Mustafa Pascha in der Schlacht am Kahlenberg zum Rückzug zwang.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA UR AUR 1683 III/ V 31

Unter dem Stadtkommandanten Ernst Rüdiger von Starhemberg wurde Wien, damals Residenzstadt des römischen – deutschen Kaisers, zwei Monate lang gegen ein rund 120.000 Mann starkes Belagerungsherr verteidigt. Zum Entsatz der Stadt verbündeten sich erstmals Truppen des Heiligen Römischen Reiches mit solchen aus Polen – Litauen. Weitere Unterstützung leisteten die Republik Venedig und der Kirchenstaat.

Johann ( Jan ) entstammte dem polnischen Adelsgeschlecht der Sobieskis, das der Wappengemeinschaft Janina* angehörte. Er war der Sohn des Kastellans von Krakau Jakub Sobieski und Sofia - Teofila aus dem Haus Daniłowicz und ein Urenkel von Stanislaw Zolkiewski.

 

Ritter Jakob von Vřesovice / Wřesowitz (*1390 - †10/12 - 1462)

Baltische - Aristokratie

Die Veršoveci - Sekerka und Zedšici ( von Wrschowetz - Sekerka und Sedschitz , Kr. von Wrshovec - Sekerka und Zedschütz ) – waren ein altes tschechischstämmiges ( böhmisches ) Rittergeschlecht der polnischen, deutschen Länder und seiner baltisch – deutschen Niederlassung im Piltenes - Distrikt und den baltischen Provinzen des Russischen - Reiches.

Link: Ludwig Maximilians Universität München - Ahnentafel - Jakob von Wřesowitz.jpg

Quelle: Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Jakob von Wřesowitz - KH 12122 - GND 1155262158 - VIAF 299900665 – ISNI 1679604

Die mährischen Ahnen Medvídková von Vřesovice, die in der zweiten Hälfte des 14 Jhs. erwähnt werden, gelten als die Vorfahren der von Vřesovice. Einer ihrer Nachkommen war der VladikeJakob von Vřesovice – der nach Böhmen zog und während der Hussitenkriege signifikante Landesämter bekleidete.

Darüber hinaus legte – Jakob von Vřesovice – den Grundstein für Die Herren von Vřesovice / deutsch: Wřesowitz , die bis zum Ende des 18. Jhs. in Böhmen / Mähren dokumentiert wurden.

Gründungsjahr: 14. Jh. – Regierungsende: 1755 – der letzte männliche Herrscher war Jan Maximilian Reichsgraf Kerspersky von Vřesovice, der auf seinem Hof in Privoz ( mährisch Schlesien ) 1755 starb.

Kaiser Albrecht II.  ernannte Jakob von Wřesowitz zum Gemeinderat von Saaz und Leitmeritz, dieser große Politiker und Diplomat erlangte maßgeblichen Einfluss in der Region, die Nachkommen von Jakob gründeten eine eigene Linie namens - Die Grafen von Vřesovice - dieser Familienzweig hatte seine ursprünglichen Wurzeln bei den Werschowitz Sekerka von Sedcice, deren Familie in Zedošice ( von Sedschitz ) ansässig waren.

  • Böhmische Wappentafel: 124Der Böhmische - Uradel vom Stammhaus Sedcice ( böhmische Adels - Wappentafel: 124 ), der mit Beness von Sedcice 1372 – 1389 und Borzita Sekerka von Sedcice 1441 urkundlich erwähnt wurde, führte das Axtwappen,
  • Ritter Ratibor Sekerka von Sedczicz und dessen Sohn Ctibor Sekerka von Sedczicz (†1464) verblieben im Ritterstand,
  • Beneš Sekerka von Sedčice war 1495 der Besitzer von Ovčáry – deutsch: Wowtschar
  • Ritter Wenzel von Wřesowitz – war 1569 der Besitzer der Stadt Bischitz,
  • Ritter Johann von Wřesowitz – Am 01.01.1595 ernannte der Kaiser den Grafen Friedrich Schlick zum Obrist - Münzmeister, aus dem Herrenstand war der Ritter Johann von Wresowitz der Bevollmächtigte dieser Kommission (1),
  • Sekerka von Sedczicz ( mährische Adels – Wappentafel: 197 ) - Böhmischer Uradel, war in Mähren im 16 Jh. im Besitz von Hostiz gewesen - Quelle: Der mährische Adel 1899 – Dr. Heinrich von Kadich und Conrad Blazek, Wien - Nürnberg, Sekerka von Sedczicz, S. 276.

Link: Ludwig Maximilians Universität München - Ahnentafel - Johann Wenzel Wřesowitz.jpg

Link: Sekerka von Sedcici - Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien - von Ritter Karl von Dobra Voda - Prag 1904 - Seite 240 - Harvard Universität.jpg

Quellen:

  • Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön Johann Wenzel von Wřesowitz - KH 14831 - GND 119875128 - VIAF 13127431 – ISNI 015590753
  • (1) Umrisse einer Geschichte der böhmischen Bergwerke – vom Graf Kaspar Maria Sternberg 1836, Seite 157

Kurländische Ritterschaft      

Die Kurländische - Ritterschaft war eine der vier deutsch – baltischen Ritterschaften, sie bestand ursprünglich aus zwei Ritterschaften, 1809 wurden die Kurländische und die Piltensche Ritterschaft vereinigt.

Eine Eintragung erhielt nur die Familie, deren Adel unverkennbar war oder die nachweisen konnte, dass der Titel nicht gekauft, sondern geehrt wurde.

Nur die durch Immatrikulation eingetragenen Personen hatten einen Anspruch auf Eigentumsrechte an ritterlichen Ständen, das Recht, Ämter in der obersten Verwaltung des Herzogtums Kurland und Semgallen zu besetzen und sich persönlich am Grundbesitz zu beteiligen.

Die Adelsmatrikel ( Adelsbücher ) wurde im Jahre 1620 bzw. 1634 fertiggestellt und schlossen damals 115 Geschlechter ein. Heute umfasst die kurländische Matrikel 304 Eintragungen, die 397 Geschlechter betreffen, wovon 131 bis in die Gegenwart fortbestehen.

Im Jahr 1841 wurden die Veršoveci - Sekerki zusammen mit anderen Stämmen von Piltenes in die Kurzeme Armored Matrix aufgenommen.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 97, 98, 99, 99a

  • August Wilhelm Hupel: Kurlands alter Adel und dessen Landgüter, oder kurländische Adelsmatrikel und Landrolle. In: Nordische Miscellaneen Band. 3, Riga 1781, S. 5–68
  • Eduard von Fircks: Die Ritterbanken in Kurland. In: Jahrbuch für Genealogie, Heraldik und Sphragistik. Herausgeber: Kurländische Gesellschaft für Literatur und Kunst. 1895, S. 1ff
  • Carl Arvid Klingspor: Baltisches Wappenbuch. Stockholm 1882, S. 48 – 61.
  • 99a - Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich ( Stand: 07 / 2018 )  Quelle: Band 58 (1889), ab Seite: 201

 

Die Ministerialen und Grafen / Freiherren von Wřesowitz

(99a) Jakob von Wřesowitz spielte 1419 – 1436 bei den Hussitenkriegen eine große Rolle und bekleidete unter Georg Podiebrad ansehnliche Landesämter. Wir verdanken dem deutsch – böhmischen Historiker Dr.Hallwich eine sehr gründliche quellenmäßige Studie über Jakob von Wresowitz, der in den „Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen“ im IV. Jahrgang im 2. Heft auf der Seite 33 – 49 (15.09.1865 ausgegeben) abgedruckt ist.

Dr.Hallwich betrachtet Jakob von Wřesowitz als den Ahnherrn des Geschlechtes Wřesowitz in Böhmen.

Jakobs Enkel Jaroš und Johann Ilburg sind die Stifter der zwei Linien Kispersky ( Geiersberg ) und Kostomlaty ( Kostenblatt ) des Stammes Wřesowitz, welcher noch durch zwei Jahrhunderte fortdauerte.

Jakob von Wřesowitz war mit Benigna Zajic von Hasenburg in 1. Ehe verheiratet und hatte einen Sohn - Jan von Vřesovci*.

Die Eltern von Benigna Zajic waren Nikolas Hase von Hasenburg ( †1395 ) und Jutta von Beskovic.

In 2. Ehe war Jakob von Wřesowitz mit Anna Kaplirz von Sulewicz geb. Sezima von Austi, der Witwe von Albrecht Kaplirz von Sulewicz, verheiratet, er kaufte Oltarik für seine Frau Anna, baute dort eine Burg und übergibt dieses Gut 1431 an seinen Sohn Johann (Jan) – ab dem 16 Jh. wird Jakob von Wřesowitz mit den katholischen Hasenburger und Kaplirz erwähnt.

Jakob von Wřesowitz war ein Adeliger aus Mähren, er kam 1420 nach Böhmen und war der:

Politische Aktivität

Jakob von Wřesowitz gehörte zu den pragmatischen Politikern / Diplomaten. Er zeichnete sich durch seinen großen Mut und Tapferkeit aus, aber auch das diplomatische Fingerspitzengefühl gehörte zu seinen Stärken, darüber hinaus arbeitete er mit an der Louny – Zatec - Union und mit dem:

eng zusammen, gleichzeitig konzentrierte er sich auf den Aufbau “ Der Grafen von Vřesovice ( deutsch: Wřesowitz ) “ in Nordwestböhmen.

Link: Urkunde vom König Friedrich als Vormund des Königs Ladislaus im Rechtsstreit mit Jakob von Wřesowitz.jpg

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv – Signatur: AT-OeStA/HHStA UR AUR, 1441 VII 27

Jakob von Wřesowitz eroberte am 16.06.1426 Aussig ( Hussitenkriege ) an der Elbe und hielt es zehn Jahre lang. Er führte ebenfalls Eroberungszüge in Sachsen und Bayern an. Am 18.05.1432 nahm er an den Verhandlungen der Hussiten mit Vertretern des Basler Konzils in Cheb / Eger teil.

Bis zur Wahl Sigismunds von Luxemburg zum böhmischen König stand er an dessen Seite und zählte nach der Wahl zu den Königstreuen. Als Geschenk erhielt er in Böhmen die Grundherrschaften des Klosters in Teplitz, Ploschkowitz und Theusing.

Jakob von Wřesowitz war 1436 der Eigentümer vom Schloss Ploschkowitz, dessen Nachkommen befestigten das Schloss zur Burg und benannten sich demgemäß nach Ploschkowitz.

Unter der Herrschaft Albrechts II. von Habsburg wurde Jakob von Wřesowitz zum Hauptmann des Kreises Saaz und Leitmeritz ernannt und mit diplomatischen Aufgaben beauftragt.

Nach 1448 unterstützte er die Wahl Georg von Podiebrad zum König vom Böhmen ( 1458 – 1471 ) und häufte ein Vermögen an, dies war Grundstein des Geschlechts Wřesowitz / Wrssowecz ( in Böhmen ) aus dem Haus der Sekerka von Sedcice ( Wrschowetz von Werschowitz Sekerka und Sedschitz ).

Link 1 - Regesta Imperii - Jakob von Wřesowitz

Abteilung XI Die Urkunden Kaiser Sigmunds. 1410-11-1437 - Band XI, 2 Regesten Sigmund 1425 - 1437, hg. Altmann. 1897 - Seite 383.gif

Link 2 - Regesta Imperii - Jakob von Wřesowitz

Abteilung XI Die Urkunden Kaiser Sigmunds. 1410-11-1437 - Band XI, 2 Regesten Sigmund 1425 - 1437, hg. Altmann. 1897 – Seite 431.gif

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Hermann Hallwich: Jakaubek von Wřesowitz. Ein Beitrag zur Geschichte der hussitischen Bewegung. In: Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen, Jg. 4 ( 1866 ), S. 33 – 49 ( als Separatdruck: Haase, Prag 1870 ).
  • Constantin von Wurzbach: Wresowitz, Jakaubek von. In: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich 58. Teil. Kaiserlich - königliche Hof -  und Staatsdruckerei, Wien 1889, S. 201 ( Digitalisat ).

*Der Sohn von Jakob von Wřesowitz, Johannes (*1420 - †1478), hatte fünf Söhne:

  • Jakub (*1445 - †1491) ∞ Kateřina von Helfenburka,
  • Jan Ilburk (*1444 - †1486) ∞ Eliška von Landštejna,
  • Jaroš (*1443 - †1491) ∞ N.N.,
  • Jindřich (*1446 - †1515) ∞ N.N.,
  • Jan - der Jüngere (*1447 - †1495) ∞ Johanna von Libestjnski Kolovrat.

Die Familie wurde in fünf Linien unterteilt:

  1. die Kypersperi von Vřesovice,
  2. Doubravští von Vřesovice,
  3. Kostomlatští von Vřesovice,
  4. Brozans von Vřesovice,
  5. Žlutičtí von Vřesovice.

Diese Linien blühten noch in 9. Generationen im Mannesstamm weiter - wobei anzuführen ist, dass die weiblichen Linien der Vřesovci durch Vermählungen und Verwandtschaften bis in die Gegenwart weiterhin existieren !

Die Vřesovci besaßen überwiegend Güter in Nord - und Nordwestböhmen.

Link: Ludwig Maximilians Universität München – Ahnentafel - Johann von Wresowitz.jpg

Quelle: Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Johann von Wřesowitz - KH 12116

Wappen der Herren von Vřesovice                  Vresovec von Vřesovice

                                         

Wappenbeschreibung: Im Schild eine aufwärts gewendete ungesichtete goldene Mondsichel auf blauem Grund, über der gräflichen Krone eine waagerecht liegende Mondsichel, ebenfalls ungesichtet. Die Decken sind blau – golden.

Vresovec von Vresovice ( böhmische Wappentafel 123 )

Vřesovice = bis 1924 Březovice, deutsch Wresowitz - früher auch Brzesowitz, Bresowitz in Mähren

Die mährischen Herrscher Medvidkova von Vřesovice / Bezirk: Göding waren ein uraltes, weitverzweigtes Geschlecht, von dem die Grafen Kostomlatsky und die Freiherren Kispersky, beide mit dem Prädikat von Vresovice, erst im 18 Jh. im Mannesstamm erloschen. Der Stammsitz Vresovice, ist bei den vielen gleichnamigen Orten schwer zu bestimmen, doch nimmt Schaller in seiner Topografie des prachiner Kreises Vrezovice/Vreovice die Herrschaft Drhovl, dafür an.

  • Bavor von Vresovice auf Citoliby – wird 1300 in den Gedenkbüchern des Klosters Vilimov erwähnt,
  • Jakob von Vresovice auf Waltsch ( Valec ) im saazer Kreis, Landesunterkämmerer von Böhmen, dessen Sohn Johann, des Königs Kämmerer, fiel in der Schlacht bei Mohacs in Ungarn am † 28.08.1526,
  • Joachim von Vresovice (†1561) in Prag, der eine Schenkung von 2.000 Talern zur Anschaffung des jährlich notwendigen Kommunionweins machte ( legauit Senatui Minoris Pragae 2.000 Joachimucos, cet ).

In Titular kamen 1589 folgende Vresovice vor*:

  • Wilhelm und Wolf auf der Doubravska Hora ( bei Teplitz ) und Podsedic, des Herrn Burggrafen von Königgrätz, Herren Söhne, Jaroslav Kispersky auf Klomin, Oberkämmerling der königlichen böhmischen Landtafel (†1601),
  • Jakob auf Ksenic, Johann auf Kosenic, Johann Ilburg auf Obora und Krec,
  • Johann Wilhelm auf Hasic, Wilhelm auf Neuschloss ( saazer Kreis ),
  • Die Brüder Peter, Paul, Sigmund, Christopf, Udalrich Kostomlatsky auf Kostomlat,
  • Jörg Kostomlatsky auf Vohnic, Johann der älteste auf Vchynic, Jaroslav der jüngste auf Ujezd, Jakob der jüngere in Buchlovic,
  • Dietrich auf Klencin, Sebastian von der Doubravska Hora auf Neuschloss,
  • Wolf Ilburg von der Doubravska Hora auf  Hostivic und Kystre, Sigmund von der Doubravska Hora auf Obora, Peter Kostomlatsky auf Ploskovic, Hans Wilhelm auf Lipsov.

Quelle: * Der Böhmische – Adel von Rudolf Johann Graf Meraviglia - Crivelli, 12 / 1885, Seite 266, 267

Link: Mutina von Kostomlat - Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien - von Ritter Karl von Dobra Voda - 1904 – S. 169 - Harvard Universität.jpg

Link: Christopf Kostomlatsky - Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien - von Ritter Karl von Dobra Voda - Prag 1904 – S. 124 - Harvard Universität.jpg

Link: Ritter Jaroslaw Brozansky - Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien - von Ritter Karl von Dobra Voda - Prag 1904 – S. 25 - Harvard Universität.jpg

Vřesovice, war der Familienname einer alten weitverzweigten böhmischen Ritter und Adels - Familie, deren Vorfahren in Mähren lebten, zu ihren nahen Verwandten gehörten die Fürsten von Dubčany / Bezirk: Olmütz.

Weitere Namensformen von Dubčany deutsch: Dubtschan (ab 1412) waren, Dubany (1490), Dubczian (ab 1676), Tupschan (1692), Dubczanium, Dubtschan (ab 1771) und Dubschan (1787).

Die erste schriftliche Erwähnung von Dubczan erfolgte 1342 als Sitz des Vladikengeschlechts Medvídek von Dubczan. Seit 1407 ist die Feste Dubczany nachweislich. Im Jahre 1464 kaufte Bares von Čechovice und Dubčany das Gut Vilemov und schlug es zu Dubčany hinzu.

Vladiken ( tschechisch: Vladyka - niedriger Adel ) - waren ein eigener Stand der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen tschechischen Gesellschaft. Ursprünglich bildeten sie die relativ breite Schicht der freien, Waffen tragenden Landbesitzer. Erhebungen in den Vladikenstand kamen auch im 16. Jh. noch vor.

Schlechtizen ( hoher Adel ) - waren in Böhmen Beamte - Zupane = Kreisverwalter und Richter -, die aus den Adelsgeschlechtern der einzelnen Regionen entstanden und dem jeweiligen Landesherzog untergeordnet wurden. 

Johann Medvídek von Dubčany wurde 1391 beim Verkauf des Dorfes Vilémov urkundlich in der Landtafel* erwähnt (*1312 – †1396) und Zbyněk von Dubčany (*1365 – †1397), der das Kirchenpatronat in Medvidek innehatte, wurde nach seinem Tod im Jahr 1481 ebenfalls schriftlich erwähnt, sie waren Brüder, der Sohn von Johann Medvídek von Dubčany, die Söhne von Všebor von Dubčany (1391- †1437) und Johann von Dubčany (≈†1425) wurden 1419 in der Olmützer Landtafel erwähnt und stammen ebenfalls aus dieser Familie.

*1321 wurde die böhmische, 1348 die mährische Landtafel eingerichtet.

Der Vladike Medvedek von Dubcany wurde als erster im Jahr 1342 erwähnt, einer seiner Nachkommen war Jakob von Wresowitz ein Vorfahre der Vřesovský von Vresovice (*1390 – †1462), der seit 1426 der Hauptmann in Bilina und Tabor war.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 100, 101

  • RI / Regesta Imperii – Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Regestendatenbank - 184.913 Regesten im Volltext

König Sigismund von Luxemburg schenkte Všebor von Dubčany und dessen Erben einen Meierhof vor der Stadt Mährisch Neustadt.

  • X. Buch der Olmützer Landtafeln, in MZA Brno, Bestand A 3 – Stavovské rukopisy, Inv. Nr. 91, fol. 4v (Ed.: ZDO I, S. 363, Buch X, Nr. 67).

König Sigismund von Luxemburg erteilt seine Zustimmung zu dem Gütertausch (09 /1419) zwischen dem Augustiner - Chorherrenstift zu Sternberg und den Edlen Všebor und Magister Johann, Brüdern von Dubčany, bei dem die Augustinerchorherren ihren Maierhof im Dorf Zierotein mit einer Hufe und einer Aue, bebauten und unbebauten Feldern, Wiesen, Weiden, einem Teil des Waldes genannt Na Przidole und Super Lubna, mit Flüssen und Bächen, besonders einem Teil des Flusses Oskava mit einer Mühle und einem Wehr, mit vier kleinen Höfen und abgabepflichtigen Leuten und mit allem anderen Zubehör gegen die Güter der Brüder von Dubčany im Dorf Chvalkovice bei Eiwanowitz in der Hanna, die acht Hufen, zwei kleine Höfe und eine Taverne mit allen Wiesen, Weiden, einem Teil der Hecken, Flüssen, Bächen, abgabepflichtigen Leuten und allem anderen Zubehör umfassen, tauschen wollen. König Sigismund von Luxemburg ernennt die Edlen Jaroslav von Sternberg ansässig in Wessely an der March und Aleš von Rohnau zu Relatoren der Intabulation in die Landtafeln.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 102

  • IX. Buch der Olmützer Landtafeln, in MZA Brno, Bestand A 3 – Stavovské rukopisy, Inv. Nr. 90, fol. 30v–31r (Ed.: ZDO I, S. 354, Buch IX, Nr. 341,342).

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

In der Kolster - Kirche Allerheiligen in Graupen, die gegen Ende des 15. Jhs. den Franziskaner – Observanten in Graupen gestiftet wurde, befand sich die Grabstätte der Familie von Vřesovice, woher der gut erhaltene Grabstein der Sabine von Vřesovice stammt. Der Grabstein wanderte später auf die Graupener Burg und von dort in das Mariascheiner Wallfahrtsareal, wo er bis heute ist.

Johannes von Vřesovice (†1495) - 2. Ehe mit ∞ Johanka Libšteinská aus Kolovraty - dessen Söhne waren Burjans aus der ersten und Johannes aus der zweiten Ehe - war der Gründer von Touzim ( deutsch: Theusing – nach 1488 verkaufte Jindřich von Vřesovice die Herrschaft an Heinrich III. von Plauen ). Unter den Herren von Vřesovice begann eine Blütezeit der Stadt Touzim, die von der Burg als Adelssitz der Vřesovicer profitierte.

Das Geschlecht wurde durch die Söhne in die fünf Zweige aufgegliedert:

  1. Jaroš Kišperský von Vřesovice hatte 3 Söhne, sein ältester Sohn Jakub, der in der Schlacht von Mohacs am 29.08.1526 starb, war der Gouverneur der Region Saaz und danach der königliche Unterkammerherr. Die Familie Kišperský aus Vřesovic verzweigte sich weiter, nach dem Dreißigjährigen Krieg erbte die Familie Kišperský Besitztümer und Titel von ihren ausgestorbenen Verwandten Doubravský von Vřesovice und die Güter Vseruby und Bela wurden ihr Eigentum.
  2. Jan Ilburk Doubravšky*von Vřesovice (†1485), siehe Ritter Wenzel ( Vaclav ) von Werschowitz und Doubravská Hora,
  3. Jakub Kostomlatsky von Vřesovice (≈*1445 - ≈†1491) ∞ Katharina von Vřesovice – dessen 7 Söhne waren:

    Jan Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1523), Jaroslav Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1530), Jindrich Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1520), Krystof Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1569), Mikulas Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1519), Vaclav Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1545), Zikmund Kostomlatsky von Vřesovice (≈†1521).

  4. Johannes I. Brozansky von Vřesovice (≈†1539) - dessen Söhne waren Jaroslav und Jindřich,
  5. Jan Žlutičky von Vřesovice (†1495) - sein Sohn Johannes II. hatte 1535 in Žlutice das Amt des Gouverneurs der Region Žatec inne.
  • Das letzte männliche Mitglied des Geschlechts Jan Maximilian Kišperský von Vřesovice starb †1755 auf seinem Schloss in Přívozec
  • Das letzte männliche Mitglied des Geschlecht Jan Vikhart Doubravští von Vřesovice starb †1659,
  • Das letzte männliche Mitglied des Geschlecht Volf Rudolf Kostomlatsky von Vřesovice starb 1690 in Dresden,
  • Jan Vaclav Brozany von Vřesovice verkaufte 1644 die Herrschaft,
  • Jan Žlutický von Vřesovice verkaufte 1537 die Herrschaft an Plavenští von Plauen.

Verwandtschaftliche Familienzweige:

Folgende Linienbildungen der Herren von Vřesovice sind dokumentiert - mit den:

  • Beřkovské aus Šebířov,
  • Gutštejn,
  • Horažďovice
  • Kolovraty,
  • Kozelky aus Hřivice,
  • Salma,
  • Smiřické.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 103

  • Abteilung - VII Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne 1314 -1347, Band: VII, 2 Die Regesten der Herzoge von Österreich sowie Friedrichs des Schönen als Deutschen König 1314 – 1330 hg. Gross. 1924

**Die späteren Herren von Dobruška und Opočno besaßen die Burg Kostomlaty an der Elbe. Das erste namentlich bekannte Mitglied der Familie war Mutina von Kostomlaty (*≈1234 - †1290), dessen Prädikat von Dobruška ab dem Jahr 1284 belegt ist. Dieser Mutina von Dobruška war der Sohn von Sezema von Kostomlaty und verlagerte seinen Wirkungskreis in den 1270 / 80er Jahren nach Ostböhmen, wo er sich Verdienste um die Kolonisierung des Adlergebirgs - Vorlandes erwarb - siehe Berg Goworek -. Da er dort nach der Dalimil - Chronik u. a. die Burg in Skuhrov errichtet hat, wird er auch als Mutina von Skuchrow ( Mutina Skuhrovský ) bezeichnet.

Link: Mutina von Dobruška – Bayerische Staatsbibliothek Digitalisierungszentrum – Digitale Bibliothek, Abschnitt Seite 81.gif

Die Tochter von Mutina von Dobruška ( Skuchrow ) Elisabeth / Eliška (*1255 - †22.01.1307) heiratete standesgemäß den südböhmischen Adeligen Heinrich I. von Rosenberg (†04.07.1310 in Prag) um 1285 und brachte so die Verbindung mit dem mächtigen Adelsgeschlecht der Witigonen mit sich. Aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor:

  1. Agnes von Rosenberg (†1334) ∞ Pertold / Berthold von Leipa - Das Adelsgeschlecht von Leipa, z Lipeho, Berka von Dub und Leipa (tschechisch z Lipé, Berka von Duba), die von Lichtenburg und Krzineczky von Ronow nahmen in der Rangordnung der alten Herrenstandsfamilien in Böhmen den 1. Rang ein.

    Berthold von Lipa ( z Lipeho ), Propst des königlichen Kollegiatskapitel auf dem Wischehrad ( tschechisch Vyšehrad ) bei Prag, Oberstlandmarschall des Königreich Böhmen (†1347), verehelicht mit Agnes, eine Tochter des Heinrich I. Herr von Rosenberg, auf Krumau ( Krumlov ) und Klingenberg ( Zwikow ), königlicher böhmischer Oberstkämmerer und Oberburggraf zu Prag ( Oberhaupt der Landesregierung ) (†04.07.1310) in Prag und seiner Ehefrau Elisabeth Freiin von Dobrusska ( Elisska z Dobrussky ), Tochter des Freiherren von Dobrusska auf Skuhrow.

  2. Elisabeth von Rosenberg (†1333) ∞ Wok II. von Krawarn
  3. Johanna von Rosenberg (†1317) ∞ Benes von Michalovice
  4. Margarethe von Rosenberg (†1357) ∞ Bavor III. von Strakonice
  5. Peter I. von Rosenberg (†14.10.1347) - war mit der Witwe des Königs Wenzel III. Viola Elisabeth von Teschen verheiratet (1316). Nach ihrem Tod (1317) vermählte er sich 1318 mit Katharina von Wartenberg (*1295 - †06.04.1355), aus dieser Ehe stammen sieben Kinder:
  • Heinrich II. von Rosenberg ( fiel am †26.08.1346 in der Schlacht von Crecy ) ∞ Barbara von Abensberg (*1325), sie war die Tochter von Ulrich III. von Abensberg und Elisabeth von Gundelfingen,
  • Johann I. von Rosenberg (†01.09.1389) ∞ Elisabeth von Hals (*1340), sie war die Tochter von Johann von Hals und Margarete von Leuchtenberg,
  • Jost von Rosenberg (†24.06.1369), höchster Kämmerer in Böhmen ∞ Agnes von Walsee (*1335), sie war die Tochter von Reinprecht I. von Walsee und Elisabeth von Lengenbach,
  • Peter II. von Rosenberg (†16.11.1384), Domherr in Passau, Olmütz und Regensburg, Propst an der Prager Burg,
  • Ulrich I. von Rosenberg (†04.03.1390) ∞ Elisabeth von Wartenberg (*1387), sie war die Tochter von Jesko von Wartenberg, dessen Sohn war: Heinrich III. von Rosenberg (*1361 - †28.07.1412), dessen Sohn war: Ulrich II. von Rosenberg (*13.01.1403 - †28.04.1462)
  • Anna von Rosenberg (†22.12.1388), heiratete vor 1357 Heinrich von Leipa, mit dem sie eine Tochter Elisabeth hatte, die später Rudolf von Walsee ehelichte. In zweiter Ehe war sie mit Ulrich IV. von Neuhaus verheiratet,
  • Mechthild ( Mecela ) von Rosenberg (†1380) ∞ Johann von Leuchtenberg, Graf von Hals.

Dobruška ( deutsch: Gutenfeld )

Dobruška entwickelte sich aus einer Siedlung mit dem Namen Leštno, an der sich bedeutende Handelswege kreuzten. In der Folgezeit wurde der Ort nach den Besitzern der Herrschaft, den Herren von Dobruška, benannt.

1320 wurde Leštno von Mutina von Dobruška (†1332) zur Stadt erhoben, die Untergebenen wurden vom Frondienst befreit und Mutina bestätigte ihnen gleichzeitig das Braurecht. Durch seinen Sohn, Sezema von Dobruška, erhielt die Stadt 1364 eine eigene Gerichtsbarkeit.

Das heutige weltbekannte Mutina – Bier geht auf dessen Ursprünge aus dem Jahr 1320 zurück.

Mutinas Söhne, die die Prädikate von Kostomlaty bzw. von Skuhrow nicht mehr benutzten, unterstützten den böhmischen König Johann von Luxemburg und führten die von ihrem Vater begonnene Kolonisierung fort. Mit Jan von Dobruška (Johannes de Dobrusca †1332) erfolgte 1312 erstmals die Nennung des gleichnamigen Städtchens, dem sein Bruder Mutina ( †1332 ) 1320 das Braurecht bestätigte.

Während der Herrschaft seines Sohnes Sezema von Dobruška wurde 1364 das Königgrätzer bzw. Magdeburger Stadtrecht eingeführt. Letzter Besitzer aus dem Geschlecht der Dobruška war Johann Mestecky von Opocno, der 1432 starb.

Er vererbte Dobruška dem Georg / Jiřík von Dubá auf Vízmburk, der es mit seiner Herrschaft Frymburk verband. 1455 wurde Dobruška als Oppidum der Herrschaft Opočno bezeichnet, deren Besitzer ab 1495 die Trčka von Leipa waren.

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Trčka von Lípa - Trčka von der Lippe

Böhmischer Herrenstand erfolgte 1567 für Jaroslav Trčka von Lípa. 1593 für die Brüder Maximilian, Burian und Nikolaus Trčka von Lípa Erhebung in den Reichsgrafenstand mit besonderen Privilegien und dem Großen Palatinat ( primog.) Wien 09.06.1630. Die böhmische Grafenstandsbestätigung erfolgte Regensburg 22.06.1630 mit Diplom 06.07.1630 für Johann Rudolph Trczka Freiherr von der Lippe.

INFO: Ritter Wenzel Vresovec von Vresovic und Doubravská Hora ( *1532 – †18.06.1583 ) stammt von diesem Ahnenzweig - Mutina von Kostomlaty - ab.

** Die Burg Kostomlaty ( auch Kostomlaty pod Milešovkou, Sukoslav, deutsch: Kostenblatt ) befindet sich im linkselbischen, böhmischen Mittelgebirge in Tschechien. Von der einstigen gotischen Höhenburg sind heute nur noch Teile des Bergfriedes, des Palas und der Mantelmauern erhalten.

Im Jahr 1434 wurde die Burg während der Belagerung durch ein hussitisches Heer unter Jakob von Vřesovic schwer beschädigt. Jakoubek z Vřesovic / Jakob von Vřesovic wird 1435 als Halter der Burg genannt, er siegte im Eigentumsstreit um die Burg gegen die Herren von Dauba (tschechisch: z Dubá/Dubé), seitdem wird die Familie als Kostomlater von Vřesovice bezeichnet.

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1268, als König Ottokar II. Premysl das zuvor vom Vladiken Něpro Boruta konfiszierte Gut Vršovice zum Zuge eines Gütertausches dem Prager Bischof Johann III. übergab. 1331 verkaufte Bischof Johann IV. von Drazice das Gut an Zdeslav von Kyšice.

Nachfolgende Besitzer waren ab 1367 Jan Koryto von Vršovice und dessen gleichnamiger Sohn. Als dieser 1381 verstarb, fiel Vršovice an König Wenzel IV. heim. 1389 erwarb Aleš von Slavětín das Gut. Ihm folgte Petr von Vršovice, von dem es 1396 Rydkéř von Polensko erbte. Bei einer Taxierung der Herrschaft wurden im Jahre 1419 erstmals die Wasserfeste erwähnt.

Das Schloss Vršovice wurde 1622 an den kaiserlichen Generalzeugmeister Wolf Illburg von Vřesovice und dessen Bruder Wilhelm von Vřesovice verkauft.

Die Brüder ließen die Wasserfeste zu einem Renaissanceschloss umgestalten und verschuldeten sich dabei erheblich. Wilhelm von Vřesovice musste nach dem Tode seines Bruders das Schloss Vršovice 1634 an seine Gläubigerin Benigna Katharina Lobkowicz abtreten.

INFO: Der dritte Sohn von Johannes von Vřesovice, Jakub Kostomlatský von Vřesovice, erlangte die Burg Kostomlaty, er hinterließ sieben Söhne, die zusammen das Schloss und die umliegenden Güter hielten. Da sie aber ihren protestantischen Glauben nicht preisgaben, wurden viele Mitglieder der Familie ins Exil nach Preußen (1650) geschickt, und ihre Besitztümer wurden konfisziert. Ein Mitglied des Familienzweiges war Volf Rudolf Kostomlatsky von Vřesovice, der 1690 in Dresden starb.

 

Ritter Johann II. Kišperský von Wřesowitz

Johann II. von Wřesowitz war der Ur - Enkel vom Jakob von Wřesowitz und 1523 der Landes - Unterkämmerer in Böhmen.

Er fiel am 29.08.1526 mit König Ludwig in der Schlacht bei Mohács in Ungarn.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Das Königreich Böhmen: db. Elbogner Kreis 1847, Seite 196 von Johann Gottfried Sommer

 

Graf Wolf von Wřesowitz und Doubravská Hora (21.03.1569)

Wolf von Werschowitz war der Herr auf dem Teplitzer Schlossberg und Graupen* und der:

  • königliche Rat, Kammer - und Hoflehensrechts - Beisitzer
  • 1542 der Hauptmann des Prager Schlosses
  • 1543 der Unterkämmerer der Leibgedingstädte der Königin
  • 1547 der Oberstschreiber des böhmischen Königsreichs
  • und Präsident der königlichen Kammer.

1564 ließ er bei Georg Melantrich von Aventin die böhmische Landesordnung auflegen. Sie führt den Titel:

Práwa a zřízení zemská kralowstwí českého Leta MDLXIII und umfasste 493 Seiten Text und 57 Seiten Register.

Die Abbildung eines auf ihn geprägten Silberjetons enthält Miltners „Beschreibung der böhmischen Privat Münzen und Medaillen“ auf Tafel LXXII, Nr. 655

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 201
  • * Des Heiligen – Römischen – Reiches / Genealogisch – historisches Adelslexikon von Johann Friedrich Gauhe - 1740, Seite 2856

 

Ritter Wenzel ( Vaclav ) von Wřesowitz und Doubravská Hora (*1532 - †18.06.1583)

Quelle: Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202

Die *Burg Doubravská Hora ( deutsch: Daubersberg ) auch Doubravka ( deutsch: Teplitzer Schlossberg ) wurde 1478 durch Johann Illburg von Wřesowitz ( tschechisch Jan Illburg z Vřesovic ) erbaut.

Ritter Václav Vresovec von Vresovic ∞ Elisabeth von Schencking war der Kammergerichtsrat, Kammerherr des Erzherzogs - Ferdinand von Tirol und der Bruder vom Wolf von Wřesowitz (†21.03.1569).

Link: Österreichisches Staatsarchiv - Passbrief für Wenzel von Wřesowitz in Neuhaus vom 10.02.1557.jpg

Wenzel von Wřesowitz erwarb sich, wie Balbin berichtet, Verdienste um die Prager - Hochschule und ist der Verfasser des später gedruckten Glaubensbekenntnisses der böhmischen Brüder und war ein großer Förderer der Wissenschaften, so unterstützte er doch die Ausgabe gelehrter Werke seiner Zeit.

Dem Magistrat der Prager - Kleinseite delegierte er letztwillig seine Bibliothek.

Akten und die Bibliothek der Böhmischen Brüder wurden 2015 von der UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen (1).

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Nationalbibliothek der Tschechischen - Republik

BESTANDSBESCHREIBUNG

Bibliothek Wenzel ( Vaclav ) Vresovec von Vresovic

Die persönliche Bibliothek des Ritters Wenzel Vresovec von Vresovic (*1532 – 18.06.1583), Kammergerichtsrat und späterer Kammerherr von Erzherzog Ferdinand von Österreich, übernahm die damalige Prager - Universitätsbibliothek im Jahre 1782. Dieser gebildete böhmische Adlige und bedeutende Utraquist und Reformationsvertreter hatte testamentarisch verfügt, dass seine Erben die Bibliothek in der Kleinseitner - Magistrats - Schule in Prag der Öffentlichkeit zugänglich machen sollten.

In seiner Büchersammlung befanden sich unter anderem religiöse und historische Werke, griechische und römische Klassiker sowie Reformationswerke aus Deutschland. Vor seinem Tode vermachte Vresovec testamentarisch einen Teil seiner Sammlung der Karls - Universität. Andere Bücher schenkte er dem Kleinseitner – Rathaus - Prag, in dem 1575 die Böhmische - Konfession beschlossen wurde. Er spendete zusätzlich eine größere Geldsumme, um damit für die Rathausbibliothek in den darauffolgenden Jahren den Ankauf neuer Literatur zu sichern.

1620 galt sie als verschollen, danach wurde vermutet, dass sie entweder verbrannt oder im Jahre 1648 von den Schweden geraubt worden sei. Erst im Jahre 1780 wurde sie zufällig bei Renovierungsarbeiten des Kleinseitner - Rathauses gefunden, wo sie wahrscheinlich mit ihren mehr als 500 Bänden in Kisten verpackt während des Dreißigjährigen - Krieges:

23.05.1618 / zweiter Prager - Fenstersturz - 24.10.1648 / Westfälischer - Frieden,

eingemauert worden war. Im Jahre 1782 gewann der Bibliothekar der Universitätsbibliothek - Prag " Karel Rafael Ungar " ( 1744 - 1807 ) die Sammlung auf Beschluss der Wiener kaiserlichen Hofkanzlei von 1781 für die Bibliothek. Ein neu ausgearbeiteter Katalog wurde 1782 dem Hofdirektorium übergeben, da kein historisches Verzeichnis erhalten geblieben war (2).

Link: Ludwig Maximilians Universität München – Ahnentafel - Ritter Wenzel ( Vaclav ) von Wřesowitz und Doubravská Hora.pdf

Quellen:

  • Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Ritter Wenzel ( Vaclav ) von Wřesowitz und Doubravská Hora - KH 12111 – VIAF 84589438
  • Österreichisches Staatsarchiv - Passbrief für Wenzel von Wřesowitz – Signatur: AT-OeSTA/HHStA RK Reichsakten in genere 36/37-3-4

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 104, 105, 105a, 105b

  • Volf, Josef: Knihovna Václava Vresovce z Vresovic ( Die Bibliothek Václav Vresovec z Vresovic). Prag 1937
  • FALTYSOVÁ, V .; KOTEK, V. Vaclav Vřesovec Bibliothek aus Vřesovice. Handbuch der gedruckten Bibliothekssammlungen der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik: vom ersten Druck bis zum Ende des 19. Jhs. Prag: Nationalbibliothek der Tschechischen Republik, 2006. S. 195-197
  • (1) Files and library of the Unity of the Brethren / United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization. Abgerufen am 28.08.2017 ( englisch )
  • (2) Handbuch deutscher historischen Buchbestände – Tschechische Republik ( Prag ) – von Bernhard Fabian, Vincenc Streit, Vlasta Faltysova, Pavel Pohlei, Nationalbibliothek der Tschechischen Republik / Bibliothek Vaclav Vresovec z  Vresovic (1532 – 1583) - 2538 - 2545 - Seite 151, 152, 153

 

Jaroslaw Kispersky Wrzesowecz von Wrzesowicz auf Chlumin und Zatwor (†1601)

war der königlich - böhmische Landtafelkämmerling ∞ Maria Magdalena Sekerka von Sedczicz.

Link: Ludwig Maximilians Universität München – Ahnentafel - Jaroslaw von Wřesowitz.jpg

Quelle: Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön Jaroslaw von Wřesowitz - KH 12119

 

Ritter Johann III. von Wřesowitz (*1550 - †26.03.1605)

Linien – Bildungen: Wřesowitz

  • Capliers / Carretto / Czeika / Czernin / Harant / Herzan / Horowicz / Klenau / Kokorzowa 
  • Ploben/ Przichowitz / Ruppau / Schencking / Scherffenberg / Schlick / Schwindenhamer 
  • Wildenfels

Johann von Wřesowitz war der königlicher Rat, 1596 der Burggraf des Königgrätzer Kreises und 1602 der Oberstjägermeister.

Neun der dreizehn höchsten Staatsämter durften nur von Mitgliedern des Herrenstandes besetzt werden. Dazu gehörte das Amt des Oberstburggrafen von Prag, des Oberstlandhofmeisters oder des Oberstlandmarschalls. Darüber hinaus gehörte der Betreffende dem Landtag an, unterstand einer privilegierten Gerichtsbarkeit, genoss persönliche Steuerfreiheit und anderes. Diese Elite im Königreich Böhmen erhielt eine staatsrechtliche Stellung, die weit über der des vergleichbaren Adels in anderen Ländern lag.

Link: Johann Habart von Wřesowitz - Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien - von Ritter Karl von Dobra Voda - Prag 1904 – S. 287 - Harvard Universität.jpg

Link: Ludwig Maximilians Universität München - Ahnentafel – Johann III. Albrecht von Wřesowitz.pdf

Quelle: Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön Johann III: Albrecht von Wřesowitz - KH 12110

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202

 

Freiherr Wolfgang von Wřesowitz ( *1575 Eulenburg in Mähren - †09.12.1634 Prag )

Linien – Bildungen: Wřesowitz

  • Aldringen / Álvarez de Toledo / Bánffy von Alsólendva / Bethlen / Bonacina / Breunner / Csáky
  • Dernbach / Desfours / Egg von Hungersbach / Erdődy / Falbenhaup / Fuchs von Fuchsberg 
  • Fugger / Fünfkirchen / Gryfita / Guyard von Saint Julien / Habsburg KH / Hofmann von Grünbühel
  • Hohenzollern KH / Illésházy / Jagiello KH / Kaunitz / Liechtenstein / Limburg / Löwenstein
  • Pappenheim / Medici / Montecuccoli / Notthafft / Obizzi / Orsini / Piastowicz / Podiebrad
  • Polheim / Rákóczi / Rosenberg / Savoyen KH / Schaffgotsch / Stralendorff / Trauttmansdorff 
  • Vaudémont / Volkenstorf / Wasa KH / Wettin / Wittelsbach KH / Wrtby / Würben / Württemberg

KH = Königshaus

Freiherr Wolfgang von Wřesowitz war der Oberstjägermeister von Böhmen, ab 1621 der Kämmerer vom Ferdinand II. und der Bruder vom Oberstmünzmeister von Böhmen Graf Wilhelm von Wřesowitz und der Gräfin Sabina von Wřesowitz.

Link: Ludwigs Maximilian Universität München – Ahnentafel - Freiherr Wolfgang von Wresowitz.pdf

Quelle: Ludwigs Maximilian Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Freiherr Wolfgang von Wřesowitz - KH 12109 - GND 139878548 - VIAF 102714977 - ISNI 072741116

 

Graf Wilhelm von Wřesowitz (*1572 in Wrzesowitz / Mähren - †1640)

Linien - Bildungen: Wřesowitz

  • Fugger / Fürstenberg / Habsburg KH / Haugwitz  / Hohenzollern KH / Jagiello KH / Kaunitz
  • Liechtenstein / Limburg / Lobkowicz / Mansfeld / Martinic / Medici / Metternich / Nassau / Orsini
  • Przichowitz / Pückler / Questenberg / Radziwill / Rosenberg / Savoyen KH / Schaffgotsch 
  • Schwarzburg / Schwarzenberg / Schwendi von Hohenlandsberg / Sternberg / Talmberg / Vehlen
  • Waldeck / Wasa KH / Wittelsbach KH / Würben / Württemberg

KH = Königshaus

Link: Ludwig Maximilians Universität München - Ahnentafel - Wilhelm von Wřesowitz.pdf

Link: Österreichisches Staatsarchiv - Wappen Wilhelm von Wřesowitz - AT-OeStA AVA Adel RAA 465.13.jpg

Wilhelm von Wřesowitz war 1598 der Steuereinnehmer des Saazer Kreises und 1612 der Oberstmünzmeister des Königreiches Böhmen.

1618 wurde er jedoch von den Aufständischen des Landes verwiesen. Nach der Schlacht am weißen Berg kehrte er zurück und erhielt die Stelle eines Kammerpräsidenten unter dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Ferdinand II. und bekleidete von 1625 – 1628 wieder das Münzmeisteramt. Darüber hinaus war Wilhelm von Wřesowitz der Herr auf Podseditz und Neuschloss und der Oberst über 1000 Pferden.

In Böhmen wurde das oberste Münzmeisteramt von Grafen und Herren bekleidet, die zugleich die Aufsicht über alle Bergstätten und Bergwerke im Königreich hatten.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Wilhelm von Wřesowitz - Projekt KH - Eintrag 10128
  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 465.13

 

Graf Johann Weikhard von Wřesowitz (*1624 Wrzesowitz - †28.08.1656 Liebenau an der Warthe)

Linien - Bildungen: Wřesowitz

  • Auersperg / Bathory / Breunner / Carretto / Ferrari / Fugger / Fürstenberg / Gryfita / Guyard / Habsburg KH
  • Hasenburg / Haugwitz / Hohenzollern KH / Kaunitz / Kinsky / Liechtenstein / Limburg / Lobkowicz
  • Mannagetta / Medici / Metternich / Montecuccoli / Nimptsch / Orsini / Piastowicz / Polheim / Przichowitz 
  • Pückler / Questenberg / Radziwill / Rehlinger / Rosenberg / Savoyen KH / Schaffgotsch / Schwanberg
  • Schwarzburg / Schwarzenberg / Smirzicz / Solms / Strahlendorff / Talmberg / Thököly / Trauttmansdorff
  • Vehlen / Wasa KH / Wettin / Wittelsbach KH / Würben / Württemberg / Zwickel

KH = Königshaus

War der Sohn vom Oberstmünzmeister Graf Wilhelm von Wřesowitz und ab dem 11.03.1647 der Kämmerer vom römisch – deutschen Kaiser Ferdinand III.

Link: Ludwig Maximilians Universität München - Ahnentafel - Graf Johann Weikhard von Wřesowitz.pdf

Quelle: Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Graf Johann Weikhard von Wřesowitz - KH 10149 – VIAF 162151598 – ISNI 111521109 – Q 11719375

 

Freiherr Johann Hubart IV. von Wřesowitz

war der Vetter vom Graf Wilhelm von Wřesowitz und im Freiherrenstand für das Reich und den Erbländern im Königreich Böhmen.

Link: Freiherr Johann Hubart von Wřesowitz - 1628.jpg

Der Adel der Böhmischen Kronländer – Wappenbriefe und Adelsdiplome des böhmischen Adelsarchivs im k.k. Ministerium des Inneren in Wien ( Stand: 1900 )

Bestätigung des Freiherrenstandes für Johann Hubart von Wrzesowicz, Wien 22.05.1629

Quellen zu diesem Thema / Sources on this topic / Fuentes sobre este tema:

  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 465.14

 

Graf Wolf IIburg von Wřesowitz 

Wolf Ilburg von Wřesowitz wurde 1607 in den Herrenstand aufgenommen und war 1610 königlicher Rat und bestellter Oberst über ein Reiter - Regiment, 1620 Oberstjägermeister ∞ Katharina Kaplirz von Sulewitz.

Die Eltern von Graf Wolf Ilburg waren: Johann von Wřesowitz ∞ Barbara Malovec.

Die Eltern von Katharina waren: Bohuslav Kaplirz von Sulewitz ∞ Ludmilla Slovivky von Slovic.

Vermählungen : Kaplirz von Sulewitz ∞ Wřesowitz

  • Albrecht Kaplirz von Sulewitz ∞  Johanna Wřesowitz, der Tochter vom Karl Wřesowitz
  • Albrecht ( Oldrich ) Kaplirz von Sulewitz auf Kostomlaty und Milleschau, war der Kreishauptmann von Leitmeritz 1616 / 1617 ∞  Anna Wřesowitz, der Tochter vom Jakob Wřesowitz
  • Alexander Kaplirz von Sulewitz Großlippen, Hlinany, Stecknitz ∞ Dorothea Wřesowitz Kostomlaty, dessen Söhne waren: Adam und Christof Wřesowitz ∞ Dorothea Wřesowitz, dessen Söhne waren: Mathias Gerunk und Georg Christof Wřesowitz
  • Felix Kaplirz von Sulewitz (†1576) ∞ Ludmilla Wřesowitz
  • Johann Kaplirz von Sulewitz (†1595) ∞ Magdalena Wřesowitz
  • Zdislaus Kaplirz von Sulewitz Kostial ∞ Johanna Wřesowitz, der Tochter vom Karl Wřesowitz
  • Alexander Kaplirz von Sulewitz, Tuchorice und Großlippen auf Kostomlaty ∞ Dorothea Wřesowitz, der Schwester vom Johann Borz – Kissberg – Wřesowitz

Graf von Wolf Ilburg Wřesowitz aus Vřesovice war im Dreißigjährigen – Krieg ( 1618 – 1648 ) Generalwachtmeister des sächsischen Kurfürsten und Oberbefehlshaber der kursächsischen Truppen in Böhmen.

Schlachtordnung im 30-jährigen Krieg - Namen der Regimenter: Nr. 19 General Wřesowitz

Der Adel der Böhmischen Kronländer – Wappenbriefe und Adelsdiplome des böhmischen Adelsarchivs im k.k. Ministerium des Inneren in Wien ( Stand: 1900 )

Bestätigung des Grafenstandes für die Brüder Wilhelm und Wolf Ilburg Grafen von Wrzesowicz, Wien 14.11.1629

Link: Graf von Wřesowitz referiert die Lage seiner Truppen an Generalfeldmarschall Melander von Holzapfel.jpg

Link: Bayerische Staatsbibliothek - Von den Taten Carl Gustavs König in Schweden, 1697 Samuel von Pufendorf - Die Namen der Regimenter -, Bd.2, S.8.jpeg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  • Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 465.15
  • Österreichisches Staatsarchiv – Signatur: AT-OeStA/HHStA Kriegsakten 133-188

 

Graf Johann Reinhard Wřesowitz - war ein königlicher - schwedischer General im Krieg gegen Polen 1655 - 1660/61.

Er führte erfolgreich seine Truppen an und eroberte 1655/6 u.a. die Städte Górka, Gostyń, Kosta, Poniec und das Kloster in Kobylin.

Quelle: Des Heiligen – Römischen – Reiches / Genealogisch – historisches Adelslexikon von Johann Friedrich Gauhe - 1740, Seite 2855, 2856, 2857

 

Graf Wilhelm und Graf Ferdinand von Wřesowitz 

Im Jahre 1668 wurden die Brüder Wilhelm und Ferdinand in den alten Herrenstand mit dem Titel hochwohlgeborene Freiherren aufgenommen und ihr Wappen erschien zunehmend.

Der Adel der Böhmischen Kronländer – Wappenbriefe und Adelsdiplome des böhmischen Adelsarchivs im k.k. Ministerium des Inneren in Wien ( Stand: 1900 )

Alter Herrenstand für die Brüder Johann Wilhelm und Ferdinand Kisspersky Wrzesowitz von Wrzesowicz, Laxenburg 30.05.1668

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202

 

Freiherr Franz Albrecht Jaroslaw Kispersky von Wřesowitz ( unter Karl VI. um 1738 )

war der Majoratsherr und der Herr auf Biela, Wscherub und Wlasenitz.

Link: Großes vollständiges Universal Lexikon aller Wissenschaften und Künste - 1749, Band 59, Seite 690.png

 

Freiherr Johann Maximilian Kispersky von Wřesowitz ( unter Karl VI. um 1738 )

war der Herr auf Prziwoslen, Lefftin und Mimowa.

Link: Großes vollständiges Universal Lexikon aller Wissenschaften und Künste - 1749, Band 59, Seite 690.png

 

Die Ministerialen und Grafen von Werschowitz Sekerka und Sedčice

 

Graf Jaroslaw von Werschowitz Sekerka und Sedčice

In der zweiten Hälfte des 17. Jhs. wird Jaroslaw Sekerka von Sedčice (†1677), der Spross einer Familie, welche noch im 18. Jh. in Böhmen blühte, in den Grafenstand erhoben und ihm die Erlaubnis erteilt wurde, den Namen und Titel der Grafen von Werschowitz zu führen.

Er war der Sohn vom Christoph Sekerka von Sedčice und seiner Frau Marie Sekerka von Sedčice geb. von Štampach.

Jaroslaw erhielt am 06.07.1665 das Grafendiplom mit dem Titel Jaroslaw von Werschowitz Sekerka und Sedčice mit dem Diplom vom 27.03.1666 die Bestätigung und Erneuerung des böhmischen Grafenstandes.

Jaroslaw Sekerka von Sedčice / Jaroslaw Sekerka von Bezděkov = deutsch: Bezdiek ist ein Dorf im Bezirk Louny und zugleich der Ortsteil von Žatec = deutsch: Saaz. Er war der oberste Befehlshaber der kaiserlichen Armee und ein Mitglied der tschechischen Adelsfamilie, er war ein Nachkomme der alten Familie von Vršovci, die nach dem Dreißigjährigen - Krieg nach Preußen auswanderte.

Link: Original Antigraphium des gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts.jpg

*Folgende Sekerka von Sedczicz lebten 1661 im Königreich - Böhmen

  • Adam Sekerka von Sedczicz auf Hosticzich / Hostitz
  • Balthasar Sekerka von Sedczicz auf Welletiz
  • Christoph Sekerka von Sedczicz auf Nicholup
  • Fabian Joachim Sekerka von Sedczicz
  • Wladislaw Sekerka von Sedczicz auf Wadolner Waffer

Quelle: *Weitere Informationen zur Lineage sind im Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) auf Seite 70,71,72,73,74 dargestellt.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 106, 107

  • Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, Band 58 ( 1889 ) ab Seite 202
  • Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext )

 

Graf Burian Georgius Werschowitz von Sekerka

war der hessische, kaiserliche Obrist und Hof – Marschall von Böhmen

Link: Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – herausgegeben von Johann Heinrich Zedler 1731 - 1754, Seite 683, 684.jpg

 

Graf Ladislaus Przibick Werschowitz von Sekerka

war der Kommandant zu Crossen und der Kurbrandenburgische Kammer – Herr (†1686) von Böhmen ∞ Elisabeth Polyxenam von Wřesowitz

Link: Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – herausgegeben von Johann Heinrich Zedler 1731 - 1754, Seite 683, 684.jpg

Quelle: Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 - Elisabeth Polyxenam von Wřesowitz  – Seite 74

 

Reichs - Graf Karl Felix von Werschowitz Sekerka und Sedčice

Graf Karl Felix von Werschowitz Sekerka und Sedčice ( *1654 – †29.03.1720 in Prag ) war K.u.K. Kämmerer und in 1. Ehe mit der Gräfin Dorothea Wilhelmine von Werschowitz Sekerka und Sedčice / geb. von Vehlen und Meggen ( *02.05.1665 – †1703 ) verheiratet.

Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA HA OMeA SR 18-11

Gräfin Dorothea Wilhelmine von Vehlen und Meggen:

Ihre Eltern waren Graf Ferdinand Gottfried von Vehlen und Meggen ( †07.07.1685 ) und die Gräfin Anne Sophie von Vehlen und Meggen geb. von Limburg – Styrum ( †26.10.1685 ),

deren Eltern waren:

Graf Hermann Otto I. von Limburg – Styrum (†17.10.1644) und die Freiin Anna Magdalene Spies von Büllesheim zu Frechen (†16.05.1659).

Graf Hermann Otto I. von Limburg - Styrum war der älteste Sohn des Grafen Jobst von Limburg – Styrum ( *1560 - †1621 ) und der Gräfin Maria von Schauenburg und Holstein – Pinneberg (*1559 – †1616), Tochter von Otto IV. von Holstein – Schaumburg.

Viele Mitglieder des Hauses Limburg - Styrum stammen von ihm ab, so auch eine große Anzahl von Monarchen, wie der König von Belgien, der Großherzog von Luxemburg, der Fürst von Liechtenstein und auch die Mitglieder des Hauses Habsburg.

Literatur: Großes vollständiges Universal Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 46, Seite 963 / 964

Aus der 2. Ehe mit Gräfin Victoria von Werschowitz Sekerka und Sedčice / geb. von Trapp gingen eine Tochter – Victoria - sie trat später in den Augustinerorden in Eichstätt ein - und ein Sohn - Karl Felix - hervor.

Der Sohn, Graf Karl Felix von Werschowitz Sekerka und Sedčice (*1716 – †1752), war im Oberst - Stallmeister - Stab am Hofe des Kaisers Karl VI. von 1733 bis 1738 und mit der Gräfin Josephine von Hartig (*1718 – †1752) seit dem 19.05.1738 vermählt. Graf Karl Felix studierte in Wien unter der Schirmherrschaft des Kaisers Jura, sein Pate war der Graf Anton Johann von Nostitz – Rieneck ( *1652 – †30.10.1736 ).

Die Eltern von Josephine von Hartig waren der Graf Ludwig Joseph von Hartig, er war ein österreichischer Diplomat, Landrechtsbeisitzer und kaiserlicher Gouverneur von Böhmen ∞ Gräfin Maria Theresia Esther von Hartig (*1686 – †1731) geb. Putz von Adlersthurn.

Der Kunst - Mäzen

Graf Felix Werschowitz Sekerka von Sedčice (*1654 - †1720) sammelte Waffen, Wandteppiche, venezianische Spiegel und europäische Gemälde. Seine Kollektion war das Ergebnis eines einzelnen Sammlers.

Im Jahr 1683 baute er ein Palais in der Neustadt Prag, Nr. 859 / II., und schuf 1690 eine Kunstgalerie im Schloss Věžníkovský, seinem Hauptwohnsitz in Prag, der 1753 als Wrschowetz'schen Palast (Věžníkovský, Kulturdenkmal Tschechische - Republik, Nr.: 39167/1-639) verkauft wurde.

Graf Werschowitz beauftragte Johann Adalbert Angermayer, J.G. Beitler und Johann Rudolf Byss in seiner Sammlung Begleitmalereien zu niederländischen und flämischen Altmeisterbildern zu kreieren, eine Reihe von Wandteppichen in der Sammlung Werschowitz wurden von Caspar von der Borcht und Hieronymus le Clerc nach Lambert de Hondt geschaffen.

Es gab zwei Listen über seine Sammlung, die erste Liste war undatiert und enthielt 91 Kunstwerke, wahrscheinlich waren die Kunstwerke um 1700 im Verkauf, danach gab es eine zweite Liste mit 373 Kunstwerken der gesamten Sammlung.

Vor 1719 verkaufte Graf Werschowitz einige Gemälde an Graf Anton Johann von Nostitz (*1650 – †1736). Seine Witwe Gräfin Werschowitz verkaufte 1723 die gesamte Sammlung, eine Reihe von Gemälden wurde am 15.06.1723 an Baron Raymond de Leplat , dem Sammler und Generalinspektor der königlichen Sammlungen Sachsens in Dresden, verkauft.  

Die meisten Gemälde kamen in die Dresdener - Galerie, in die Nostitz - Galerie in Prag, der Sammlung Liechtenstein in Wien und anderen europäischen Galerien.

Gegenwärtige Kontaktadressen / Stand: usque hodie

  • Königliche Sammlungen für Wissenschaft und Kunst zu Dresden
  • Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
  • Nationalgalerie Prag, Staroměstské nám. 1/12, 110 15 Staré Město, Tschechien
  • Liechtenstein – Museum, Fürstengasse 1, 1090 Wien

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 110, 111, 112, 113, 113a, 114, 115, 116, 117

  • Wißgrill ( Franz Karl ), Schauplatz des landsässigen Nieder - Österreichischen Adels vom Herren - und Ritterstande ( Wien 1800, Schuender, 4°.) Bd. IV, S. 185–188.
  • Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste ( Leipzig, 4°. ) II. Section, Bd. 3, S. 18.
  • Österreich von Gräffer und Czikann ( Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 514; Bd. VI, Supplement, S. 472. – Kneschke ( Ernst Heinrich Dr. ), Deutsche Grafen - Häuser der Gegenwart  ( Leipzig 1852, J. O. Weigel, 8°. ) Bd. I, S. 323.
  • K. Woermann, Die Bilder aus der Prager Sammlung Wrschowetz in der Dresdner Galerie, Repertorium für Kunstwissenschaft 10 (1887), p. 153 - 159
  • Th. von Frimmel, Die Geschichte der Wrschowetz'schen Gemälde - Sammlung in Prag, Mitteilungen der KK Zentralkommission zur Forschung und Erhaltung der Kunst - und Historischen Denkmäler, NF ( 1892 ), p. 22 - 26 ( im RKD als separate Ausgabe vorhanden, sa, S. 1 – 5 )
  • V. Ledvinka, Documenta Pragensia IX / 1, Archiv Hlavniho Mesta Praha ( 1991 ), p. 259 - 265
  • L. Slavicek, Die Tapzerei ist nicht wie eine Münze Marcus Forchond und die Tapisserien für das Prager Palais Thun, Opuscula Historiae Artium Studia Minora Facultati Philosophicae Univversitatis Brunensis F 52 ( 2008 ), p. 71 Anmerkung 36
  • Dr. Hugo Toman, Das Verzeichnis der gräflichen Wrschowetz'schen Bildersammlung in Prag vom Jahre 1723, Repertorium für Kunstwissenschaft 10 (1887), S. 14 - 24
  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreichs, Band 7 (1861), ab Seite 396

 

Reichs – Graf Franz Xaver von Werschowitz Sekerka und Sedčice

K.u.K. Major, Kämmerer und Rittmeister des Herzogs Adolf Friedrich III. von  Mecklenburg – Strelitz war der Bruder vom:

Reichs – Graf Karl Felix von Werschowitz Sekerka von Sedčice ( *1654 – †29.03.1720 in Prag )

Link: Alphabetisches Register der hohen adeligen Standesgeschlechter des Königreichs Böhmen von Sophia Johanna Clauserin 1780, Seite 45.png

Reichs – Graf Ludwig von Werschowitz Sekerka und Sedčice

K.u.K. Major Oberlieutemant bei dem Badenkurländischen Infanterieregiment war der Bruder vom:

Reichs – Graf Karl Felix vom Werschowitz Sekerka von Sedčice ( *1654 – †29.03.1720 in Prag )

Link: Alphabetisches Register der hohen adeligen Standesgeschlechter des Königreichs Böhmen von Sophia Johanna Clauserin 1780, Seite 45.png

Gräfin Maximiliane von Werschowitz Sekerka und Sedčice geb. von Belrupt ( verwitwet )

war 1743 die Ober – Hofmeisterin bei der Erzherzogin Maria Anna von Österreich

Link: Großes vollständiges Universal - Lexikon aller Wissenschaften und Künste - herausgegeben von Carl Günther Ludovici, Seite 683, 684

 

Ludwig Karl Friedrich von Werschowitz Sekerka und Sedčice

Die Werschowitz waren in Preußen und in Österreich, in Letzterem zunächst in Galizien sesshaft. Preußischerseits erhielten sie am 19.10.1717 die Anerkennung des Grafenstandes und am 28.02.1830 und 21.03.1850 die Genehmigung, sich von Werschowitz Sekerka und Sedčice zu schreiben.

Von der preußischen Linie ist Graf Ludwig Karl Friedrich (*01.08.1821), ein Sohn des preußischen Hauptmannes Grafen Wilhelm aus dessen Ehe mit Maria Theresia geborene Kohl bekannt.

Er widmete sich dem geistlichen Stande, wurde Weltpriester, war Domprediger in Linz, zog sich aber dann in das Kapuzinerkloster zu Melník zurück, in welchem er einige Jahre, bis 1877, zubrachte, wahrscheinlich war er dahin wegen seiner mit der katholischen Kirche unvereinbaren religiösen Ansichten verwiesen worden. Als er dasselbe 1877 verließ, begab er sich nach Glatz, wo er ein Aufgebot bestellte und sich vermählte. Graf Ludwig Karl Friedrich von Werschowitz Sekerka und Sedčice war der alt - katholischer Pfarrer zu Hirschberg in Preußisch - Schlesien.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

  • Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202

 

Werschowitz Sekerka von Sedschitz / Vršovci Sekerka z Sedcice

Auszug aus dem neuen preußischen Adelslexikon ( 1837 ) - Band 4

Die Grafen Werschowitz Serkera von Sedczicz

Das Haupt des gräflichen Hauses war Graf Franz Wilhelm Ernst Bogislaw Werschowitz Sekerka von Sedczicz (*27.07.1768 - †23.03.1848), er war der Besitzer der Herrschaft Götzhöfen in Ostpreußen und seit dem 18.10.1796 vermählt mit Charlotte Margarete Alexandrine von Gregorska (†15.08.1835), der Tochter des königlichen polnischen Kammerherrn von Gregorski.

Er hatte zwei Söhne und zwei Töchter. Der erste Sohn war der Graf Gottlieb August Ignaz Ratibor Werschowitz Sekerka von Sedczicz (*14.12.1798), königlicher preußischer Lieutenant und diente im 1. Garde – Landwehr – Ulanen – Regiment. Der zweite Sohn Graf Hugo Johann Ernst Richard Werschowitz Sekerka von Sedczicz (*02.11.1809), diente ebenfalls als Lieutenant in demselben Regiment.

Von den Töchtern war die Ältere, Gräfin Johanna Anna Luise Friederike (*03.08.1797), verheiratet mit dem Freiherrn Leo von Mirbach, die Jüngere, Clara Libussa Zaide (*20.05.1805), war die Gemahlin des königlichen preußischen Lieutenants Herr von Schmeling.

Die Nachkommen des Grafen Wilhelm Heinrich waren: Graf Wilhelm, der ältere Sohn des Grafen Wilhelm Heinrich (*08.03.1808), königlicher preußischer Hauptmann a.D., verheiratet seit April 1833 mit Henriette Hermann.

Die beiden Brüder des Grafen Wilhelm waren, Graf Alexander (*22.06.1810), königlicher preußischer Hauptmann, verheiratet seit dem 03.05.1841 mit der Freiin Anna von Serves, aus dieser Ehe stammen die Kinder: Graf Maximilian (*29.05.1843), Henriette (*17.09.1844) und Graf Louis (*01.08.1821) Geistlicher zu Salzburg. Die beiden Schwestern der genannten drei Brüder waren die Gräfinnen Luise (*30.09.1819) und Julianna (*25.06.1829).

Quelle: Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart, Band 2, Seite 456, 458 von E.H. Kneschke

 

Die Grafen Werschowitz teilen sich in zwei Linien:

A. Grafen Werschowitz Sekerka von Sedczicz, deren böhmischer Grafenstand von Preußen 19.10.1717 anerkannt wurde, und die Bewilligung zur obigen Schreibweise des Namens am 28.02.1830 und 21.03.1850 erhalten haben.

B. Grafen Werschowitz Sekerka von Naglovice Rey. In Österreich ( Galizien ), Ungarn und Russland.

Michael Ritter von Rey erhielt am 19.08.1785 eine Adelslegitimation bei der galizischen Landtafel. Cajetan Rey von Werschowitz und Naglowice wurde am 01.04.1808 in den österreichischen Grafenstand erhoben.

Galizien (Latein: Russia rubra) ist eine Landschaft im Westen der Ukraine (Ostgalizien) und im Süden Polens (Westgalizien), dass 1772 an das Haus Österreich gelangte. 1804 wurde Galizien zum Bestandteil des Kaisertums Österreich erklärt und war von 1867 bis 1918 Kronland der westlichen Reichshälfte Österreich – Ungarns.

Das österreichische Galizien reichte weit nach Westen über die heutige Ukraine hinaus und umfasste seit 1846 neben Krakau auch Tarnów und Rzeszów. Der Name des Kronlandes lautete offiziell Königreich Galizien und Lodomerien mit dem Großherzogtum Krakau und den Herzogtümern Auschwitz und Zator.

Nach der Übernahme Galiziens durch Österreich wurde auf Drängen der Militärs eine Volkszählung durchgeführt. Galizien hatte 1773 etwa 2,6 Millionen Einwohner, die sich auf 280 Städte und Märkte und etwa 5.500 Dörfer verteilten. Es gab fast 19.000 adlige Familien mit 95.000 Angehörigen. Die unfreien Einwohner zählten 1,86 Millionen, also mehr als 70 % der Bevölkerung. Ein kleiner Teil von ihnen waren Vollbauern, der weitaus überwiegende Teil (84 %) der Unfreien hatte nur geringen oder gar keinen Besitz. Es gab über 4.000 katholische Kirchen und 244 Synagogen und fast 16.000 Wirtshäuser, auf etwa 160 Einwohner entfiel ein Gasthaus. Ferner wurden gezählt: 216 Klöster, 363 Schlösser, 6.450 Edelhöfe. Die Wohnhäuser teilten sich auf in 121.000 Bürger.

Link: Wappen Galizien 1772 - 1918.png

Wappenbeschreibung:

Im blauen Schild durch roten Balken geteilt ist oben eine schwarze Dohle und unten sind drei goldene Königskronen. Von 1772 bis 1804 zeigte das galizische Wappen nur zwei oder drei goldene Kronen vor blauem Hintergrund. Auf älteren Wappen zierte die geschlossene Bügelkrone des Königreiches den Schild.

Graf von Werschowitz und Naglovice, Besitzer der Herrschaft Mitrovic in Böhmen, königlicher, böhmischer Landwehrhauptmann, erhielt mit kaiserlichem Entschluss am 10.06.1810 das Schloss Luberegg und eine Diplomausfertigung in Wien sowie am 20.11.1810 eine Bestätigung seines Grafenstandes und zugleich das böhmische Incolat im Herrenstande.

 

Werschowitz Sekerka von Nagłowic – Rey

Die österreichisch galizische Familie der Grafen Werschowitz schreibt sich Werschowitz - Sekerka von Nagłowic - Rey ( 1772 - 1918 ) und der Stand derselben ist aus der Stammtafel im Band 58 auf Seite 203 ersichtlich.

Quelle: Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 204

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127

  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser ( Gotha, Perthes, 32°. ) Jahrgang 1861–1864, 1870, 1872, 1879, 1885, 1887.
  • Hellbach ( Joh. Christ. ) Adels - Lexikon ( Ilmenau 1826, Voigt, 8°. ) Bd. II, S. 790.  Historisch - heraldisches Handbuch zum genealogischen Taschenbuch der gräflichen Häuser ( Gotha 1855, Perthes, 32°. ) S. 1093.
  • Hormayr‘s Archiv für Geschichte u. s. w. ( Wien, 4°. ) Jahrgang 1821, S. 114; 1828, S. 273, 277 und 281: „Das Geschlecht der Wrssowecz - historische Skizze“ von Moniak.
  • Hormayr’s Taschenbuch für vaterländische Geschichte ( Wien, 12°. ) VI. Jahrgang S. 45: „Der Fall des Stammes Wrssowec“.
  • Miltner, Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privat - Münzen und Medaillen ( Prag 1852, 4°. ) S. 698: „Wolf von Wřezowitz.“
  • Vlasak ( Franz ), der altböhmische Adel und seine Nachkommenschaft nach dem dreißigjährigen Kriege ( Prag, 1866, kl. 8°. ) S. 109 und 147.
  • Zedler’s Universal - Lexikon. 59. Bd., S. 681.
  • a Die Wappen des Böhmischen Adels, Band IV, 9. Abteilung
  • b Die Wappen des Böhmischen Adels, Siebmacher Band 30, 1979, Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch
  • c Der Adel von Galizien, Lodomerien und der Bukowina, Siebmacher Band 32, 1985, Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch

 

Werschowitz Sekerka von Naglowice - Rey, in Österreich (Galizien), Ungarn und Russland

Quelle: Pierer’s Universal – Lexikon

Michael Ritter von Rey erhielt am 19. August 1785 eine Adelslegitimation bei der galizischen Landtafel. Cajetan Rey von Werszowice und Naglowice wurde am 01. April 1808 in den österreichischen Grafenstand erhoben.

Carl Rej ( Rey ) Graf von Werszowice und Naglovice war der Besitzer der Herrschaft Mitrovic in Böhmen und war der königliche böhmische Landwehrhauptmann, er bekam mit kaiserlichen Entschließung d.d. Luberek am 10.06.1810 (und Diplomausfertigung d.d. Wien 20.11.1810) eine Bestätigung seines Grafenstandes und zugleich das böhmische Incolat im Herrenstande*.

Quelle: * Der Böhmische – Adel von Rudolf Johann Graf Meraviglia - Crivelli, 12 / 1885, Seite 268

Graf Ladislaus Werschowitz Sekerka von Naglowice - Rey (*03.04.1818 - †1878), Herr auf Ranizow, war mit Maria Werschowitz Sekerka von Naglowice - Rey (*15.08.1820 - †27.07.1876) geb. Freiin von Brunicki ( auch von Brunitzky ) vermählt, aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor:

  1. Constantin Werschowitz Sekerka von Naglowice - Rey (*14.05.1842 - † ?)
  2. Arthur Werschowitz Sekerka von Naglowice - Rey (*14.11.1843 - † ?)
  3. Hedwig Werschowitz Sekerka von Naglowice - Rey (*11.03.1851 - †15.06.1925 in Oeynhausen, Österreich )

 

Die galizische Linie der Grafen Werschowitz Sekerka von Naglowicz – Rey

Quelle: Ältere Genealogie im Jahrgang 1872, Seite 936

Katholisch – Österreich ( Galizien ), Ungarn und Russland ( Polen ) – die österreichische Anerkennung des Grafenstandes erfolgte 1693

Graf Stanislaus Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey (*1833 – †14.04.1873) heiratete am 22.05.1864 in Lemberg die Gräfin Wilhelmine Głogowiec – Głogowski (*1846 - †1910). Ihr Vater war Graf Ludwig von Glogowiec – Glogowski, Kämmerer und Indigena des Königsreichs Ungarn.

1877 Trägerin des Sternkreuzorden - Gräfin Wilhelmine Werszowiec von Naglowice – Rey geb. von Glogowiec – Glogowska (*1846 - ≈†1910)

Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor:

  1. Graf Nicolaus Stanislaus Karl Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey, * 15.02.1866 in Przpborow bei Dembica in Galizien
  2. Graf Stanislaus Dominik Ludwig Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey * 22.08.1867 in Przpborow bei Dembica in Galizien
  3. Graf Ludwig Maria Stanislaus Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey * 08.01.1869 in Przpborow bei Dembica in Galizien
  4. Graf Karl Guido Stanislaus Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey * 23.12.1870 in Przpborow bei Dembica in Galizien

Die Geschwister von Graf Stanislaus Werschowitz Sekerka von Naglowice – Rey waren:

  • Graf Mieczyslaw Werschowitz Sekerka von Naglowice – Rey (*22.02.1836 - †12.01.1918), Herr der Herrschaften Przeclaw und Ruda mit Wenecya, Podole, Wyloro und Przedmiescie in Galizien
  • Gräfin Helene Werschowitz Sekerka von Naglowice – Rey (*1845 - † ?) war mit Conte Martin Kęszycki verheiratet

Link Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey: Gothaisches, genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Seite 979.jpg

Link Werschowitz Sekerka von Naglowicz - Rey: Gothaisches, genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Seite 980.jpg

Bogislaus von Naglowicz Rey ∞ Sophia von Naglowicz Rey geb. Kossovska

Tochter: Eleonore von Naglowicz Rey (*1660 - †1717)

 

Rey von Werschowitz und Naglowice

( böhmische Wappentafel 124 )

Verleihung des Titels Graf von Österreich an Kajetan Rey am 1. April 1808.

  • Kajetan Ignacy Roch Werszówiec - Rey / Wappen Oksza,
  • Litauisch: Kajetonas Ignotas Rochas Veršovec - Rey h. Okša,
  • Polnisch: Kajetan Ignacy Roch Werszowiec - Rey (*01.08.1771 / Předslav, Pilsen, tschechische - Republik – †1822 / Warschau),

war verheiratet mit

  • Katarzyna Werszowiec - Rey ( geb. Potocka / Wappen Pilawa - Złota ),
  • Litauisch: Kotryna Veršovec - Rey ( Potockytė ),
  • Polnisch: Katarzyna Werszowiec - Rey ( Potocki ) (*1781 – †1834).

*Graf Georg Heinrich Thaddäus Tyszkiewicz – Kalenocki (*1797) ∞ ( seit 1825 ) Gräfin Felicie von Werszowiec – Rey

*Quelle: Genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser – von Justus Perthes, Band 8, Seite 766

Graf Stanislaw Karol Werszowiec – Rey / Wappen Oksza (*22.08.1867 – †30.07.1898) ∞ Cecylia Maria Anuncjata Ceglińska / Werszowiec – Rey geb. Potockis / Wappen - Pilawa (*23.03.1876 / Polen – †05.06.1962 / Frankreich) - aus dieser Ehe stammen 2 Söhne und 1 Stieftochter.

Söhne:

  • Stanislaw Kostka Rey (*03.11.1894 / Zakopane - Polen- †23.02.1971 / Johannesburg - Südafrika) ∞ Jadwiga Maria Rey geb. Branicka (*24.04.1890 / Polen – †14.04.1977 / Frankreich)
  • Ludwig Lawrence Werschowitz – Rey (*10.08.1896 / Polen – †24.05.1940 / Polen) ∞ Ceclia Jadwiga Werschowitz – Rey geb. Potocka (*25.05.1900 – †17.11.1978 / Krakau – Polen)

Die Kinder von Ludwig Lawrence Warschowitz – Rey waren:

  • Andrzej Ludwik Werszowiec - Rey,
  • Jan Ignacy Werszowiec - Rey,
  • Jerzy Michał Werszowiec - Rey,
  • Kazimierz Rey,
  • Teresa Werszowiec - Rey.

Stieftochter:

  • Maria Andrzeja Ceglińska / Wappen Topor (*1915 – †2003) ∞ Zygmunt Cegliński (*1907 - †1940)

Grundlage für die Erteilung waren das Adelspatent von 1775, die Argumente vor den Magnaten ( einschließlich der Vorlage originaler Dokumente, die die Herkunft der Familie Werszowcow ( Werschowitz ) bestätigen, die 1108 nach Polen kam - Wappen Oksza ), die dokumentierte Verwendung des Titels in der Republik und Beweise für die Bindung an das Kaiserhaus.

Wappenbeschreibung:

Gespalten und vorne geteilt, oben in rot drei aneinander gereihte überall anstoßende silberne Rauten, unten in Gold eine blaue Lilie, hinten in Silber ein links aufgerichtetes, golden bewehrtes, rotes Einhorn – Grafenkrone und roter, silbern gefütterter Wappenmantel.

Quellen zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 128

  • Sławomir Górzyński: Polnische Aristokratie in Galizien: heraldische und genealogische Studien, Warschau: DiG, 2009, S. 316 - 317.

Historisches:

Burg von Przeclaw

Die Burg von Przeclaw wurde in den Jahren 1518 - 1529 von Mikolaj Ligeza vom Wappen Polkozics gebaut und war von Erdwäldern umgeben. Im Jahr 1668 verkaufte die Familie Tarnowski die Güter ( Teil der Stadt Przeclaw und 8 Dörfer ) an die Provinz Lublin dem Gouverneur Wladyslaw Rey mit dem Wappen Oksza, dem Nachkommen in direkter Linie von Mikolaj Rey von Naglowice, dem berühmten polnischen Dichter der Renaissance – Epoche. Seitdem lebten hier 9 Generationen der Familie Rey bis 1944.

Es ist bekannt, dass Naglowice 1434 im Besitz von Jan Rej, einem Richter von Sandomierz, war. Er hatte einen Sohn – Mikołaj -, verheiratet mit Barbara. Nach seinem Tod (vor 1497) ging Nagłowice in den Besitz der Witwe und der Söhne Piotr und Stanisław über. Piotr wurde der Erbe, Stanisław zog nach Ruda nach Żurawno am Dnjestr, dort gebar seine Frau einen Sohn - Mikołaj.

Stanislaw Rey ∞ Barbara Rey geb. Herburt - dessen Sohn: Mikolaj Rey (*04.02.1505 - †04.10.1569)

In der Zeit der Teilung Polens gehörte Przeclaw zum annektierten Gebiet des österreichischen Reiches. Im Jahr 1806 erhielt Kajetan Rey, Besitzer von Stadt und Schloss, vom österreichischen kaiserlichen Herrenhaus den Titel des Grafen - adelige Familie Rey aus Przeclaw -.

In den Jahren 1808 - 1810 baute Kajetan Rey die Burg wieder auf, über der Treppe wurde eine Nische angebaut und der Dachkamm entfernt.

Als Ergebnis der Weltkriege ( in den Jahren 1914 - 1918 und 1939 – 1945 ) wurden der Przeclaw Burg viele einzigartige Sammlungen entzogen. Nach dem Zweiten - Weltkrieg verließen Mitglieder der Familie Rey das Clan - Hauptquartier und wanderten nach Frankreich aus.

Weitere Linienbildungen:

Vresovec von Vresovic / Sekerka von Sedczicz

DIE MATRIKEL DER UNIVERSITÄT BASEL

Rektorat von Ludwig Iselin / 03. Mai 1607 - 1608

Nicolaus Sekerka a Sedczicz, nobiles Bohemi — 2 lb 18 ß 4 d - gilt für Nr. 19—20. In Herborn: 1605 ( Paedagogium ); 1607 IV. ( N. S. a Sedczicz ). — In Basel: 1607 22. IX. stud. theol. ( N. S. a Sedizicz ). MFTH II 49. - Matr. Herborn 47. 233. - Vgl. Siebmacher IV 10, 276.

Bohuhval Sekerka a Sedczicz — 2 lb 18 ß 4 d 1607 22. IX. stud. theol. ( B. S. a Sedizicz ). - 1607/08 sind 4 Sekerka am Paedagogium in Herborn eingetragen. MFTH II 49. - Vgl. Matr. Herborn 237.

Rektorat von Johann Jakob Faesch / 1645 - 1646

Wolfgangus Rudolphus Wrschessovicius, liber baro - 4 lb1 - gilt auch für Nr. 12. Wolfgangus Rudolphus Vresovec von Vresovic. — 1643 S Leipzig ( W. R. Wrscheforwitzius, Bohemus ). — 1643. 2. XI. Altdorf ( W. R. Wr., baro Bohemus, dominus in Ploskowitz et Bittsehowitz ) - 1666 in Dresden. Matr. Leipz. 2 (1909) 507. Matr. Altd. 1, 261; 2, 632. - Vgl. Siebmaeher IV 9, 266 f.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 108

  • Die Matrikel der Universität Basel – Hans Georg Wackernagel, III. Band 1601 / 02 – 1665 / 66 – Verlag der Universitätsbibliothek Basel 1962

 

Lattorff / Linie: Werschowitz Sekerka und Sedschitz

Die Ahnentafel der Familie von Lattorff und ihre familiären Bindungen mit anderen Familien. ( 1212 / 1863 – 1945 )

Ein anhaltisches Adelsgeschlecht (1), das über Jahrhunderte mit den Orten Klieken und Buro in Anhalt verbunden war.

Im Werk "Historische Literatur für das Jahr 1783" von Johann Georg Meusel ( Erlangen 1783 ), der auf den Seiten 114 bis 124 einige Ausführungen über die Genealogie derer von Lattorff macht, werden folgende Verwandtschaften mit den hochfürstlichen Häusern aufgelistet:

Sachsen Merseburg und Weimar, Anhalt Köthen und Dessau, Schwarzburg Rudelstadt und Schöneichen, hochgräflichen Hause Wernigerode, Lippe – Schaumburg - Alverdissen, hochfürstlichen Hause Anhalt – Zerbst - Mühlingen, fürstlichen Hause Liechtenstein, den gräflichen Familien von Metsch, von Bredow, von Lamberg, von Khevenhüller - Metsch, von Herberstein und Bethlem, mit den gräflichen Häusern von Werschowitz Sekerka und Sedschitz, Kollowrath - Libschinsky, freiherrlichen Hause von Janinall und derer von Jeetzen.

Einzelnachweis: 46

  • Historische Literatur für das Jahr 1783 von Johann Georg Meusel
  • (1) Adelslexikon der preußischen Monarchie – Band:  L bis S – Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Lebebur – 1854, Seite 13

 

Graf Jaroslav Julius von Liebenstein - Kolowrat / Linie: Sekerka von Sedczicz

Graf Jaroslav Julius von Liebenstein - Kolowrat (*1625 – †1686) war Kammerherr und der Gouverneur der Saazer - Region und mit der Gräfin Katharina Ludmilla Sekerka von Sedczicz (*1630 – †1701) vermählt, aus dieser Ehe ging 1 Sohn hervor:

  • Graf Ferdinand Leonhard von Liebstein - Kolowrat (*1660 – †1725) war der Gouverneur der Saazer – Region.

 

Reichsgraf Wenzel Chotek von Chotkow / Linie: Sekerka von Sedczicz

Wenzel Anton ( seit 1745 ) Reichsgraf Chotek von Chotkow und Wognin, (*26.02.1674 auf Gut Bieloschitz - †02.05 1754 in Prag) war ein Beamter der Militärverwaltung des Hauses Habsburg und im 18. Jh. der österreichische Statthalter / Gouverneur  im Königreich – Böhmen.

Herkunft und Familie

Wenzel Anton entstammte dem böhmischen alten Adelsgeschlecht Chotek von Chotkow und Wognin vom Stammsitz Chockow bei Radnitz in Westböhmen und war der posthum geborene Sohn des Georg Rudolph Ritter Chotek von Chotkow und Wognin ( *1628 - †30.04.1673 ) und der Ehefrau seiner am 21.07.1672 geschlossenen zweiten Ehe mit Johanna Sabina, geborene Proy von Gaisselperg und Findtelstein (†07.10.1692), verwitwete Reisky von Dubnitz, welche nach dem Tod des 2. Ehemannes eine dritte Ehe mit Ladislaw Ritter Sekerka von Sedczicz und danach 1686 eine vierte Ehe mit Mathias Andreas Freiherr Hartmann von Klarstein einging.

 

Freiherr Jakob Ignaz von Weveld / Linie: Werschowitz Sekerka und Sedčice

Freiherr Jakob Ignaz von Weveld (†1728) war mit der aus dem böhmischen Adel stammende Gräfin Katharina von Werschowetz Sekerka und Sedčice (†1744) verheiratet und der Besitzer der Landsassengüter Steinfels, Grub und Lebau sowie der Oberkriegskommissar im Nordgau und wohl in Nachfolge seines Vaters der Kommandant in Parkstein und Weiden (107a).

Er kämpfte im spanisch - österreichischen Erbfolgekrieg am 15.08.1702 in der Schlacht bei Luzzara als „Capitano“ im Korps von Graf von Starhemberg (107b) und am 10.02.1705 im Piemont (107c), wobei er in der Schlacht bei Luzzara verletzt wurde (107d).

Mit seinem Schreiben vom Juni 1717, ausgefertigt von der Neuburger Kanzlei, ernennt Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz (*1661–†1742) Jakob Ignaz zum kurpfälzischen Kämmerer (107e).

Jakob Ignaz von Weveld ist in Neuburg bei Sankt Peter begraben, seine Frau Gräfin Katharina von Werschowetz Sekerka und Sedschitz ist in der Gruft der Steinfels der nahe gelegenen Pfarrkirche Sankt Pankratius in Parkstein beigesetzt.

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 109a, b, c, d, e   

  • a K.A Böhme, Beiträge zur Genealogie oberpfälzischer Adelsgeschlechter, in: Verhandlungen d. hist. Vereins v. Oberpfalz und Regensburg 23, 1865, S. 210–375, S. 351.
  • b Friedrich Mandel, Geschichte des k.u.k. Infanterie-Regiments N° 13, Krakau 1893, S. 227.
  • c Mandel, Geschichte des k.u.k. Infanterie-Regiments (wie Anm. 26), S. 234.
  • d Mandel, Geschichte des k.u.k. Infanterie-Regiments (wie Anm. 26), S. 246
  • e Schloss A Sinning, Urkunde/Kopie

 

Amtliche Grafendiplome und Anerkennungspatente der damaligen Zeit

Europa

Der Heilige Hyazinth, Der Selige Ceslaus, Die Selige Bronislawa, Dubravice, Goworek, Grot, Kamenz, Nanker, Nimptsch, Odrowaz, Pogarell, Prandota, Przichowsky, Rosenberg, Schaffgotsch, Talmberg, Zaremba - Seit dem 11. Jh. ( urkundlich ) dem europäischen Kleriker – Adel zugehörig.

Böhmen / Polen / Schlesien

Auszug: Geschichte des deutschen Adels - Jahrbücher der Literatur ( 1845 ), Bände 111 – 112 / Seite 277 - Text

Das sechste Kapitel bespricht die Lehens, Adels und Wappenbriefe und das Wappen und Siegelrecht. Mit dem Adelsbriefe machte den Anfang König Philipp August von Frankreich im Jahr 1270, dem Kaiser Rudolph I. durch Legitimation unebenbürtiger Frauen und Kinder nachfolgte, die älteste kaiserliche Wappenerteilung, wenngleich sein förmlicher Wappenbrief, ergibt sich aus dem Vertragsbriefe Herzog Friedrichs in Böhmen mit dem Grafen von Wrschowczen, darin dem Herrn Ratibor Wrschowczen Anno 1194 ein sonderlich Wappen und das Schloß Frauenberg zugeeignet wird.

Link: Jahrbücher der Literatur, Bände 111 – 112 Seite 277.jpg

Link - Vertrag zwischen dem Herzog Friedrich von Böhmen und dem Grafen Ratibor Werschowitz - anno 1184

Vertrag - Herzog von Böhmen und Graf Ratibor Werschowitz 1184.jpg

Im Jahr 1320 wurden die Grafen von Werschowitz als vortreffliche Schlechtizen und Grafen vom Johann Abt zu Postelberg (1) erwähnt.

Im Jahr 1507 wurde das ganze Geschlecht der Werschowitz und Sekerka vom König von Böhmen, Kroatien und Ungarn Wladislaw II. (2) wegen ihrer alten böhmischen Ur - Ankunft und aufgrund des Adelsbriefs vom König Philipp III. von Frankreich rechtens bestätigt.

Quellen:

  • (1) Analecta Historica und Antapologia über ethliche Contenta deren durch Christian Friedrich, den Älteren, von Aschenfeld, in Druck gegebenen Salhausischen Genealogie, und dero Continuation, Das Uhralt Gräflich Wrssowetzische Geschlecht betreffend, Seite 18
  • (2) Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) Seite 33

Auszug aus dem neuen preußischen Adelslexikon ( 1837 ) - Band 4, Seite 356

Die Grafen von Werschowitz Serkera und Sedczicz

Im Jahr 1543 sind die Grafen von Werschowitz von dem deutsch - römischen:

König von Böhmen, Kroatien und Ungarn Ferdinand I. durch einen Majestätsbrief für wirkliche Reichsgrafen von Werschowitz Sekerka und Sedczicz anerkannt und bestätigt worden - siehe Wenceslai Hagecii böhmische Chronik, welche von Johann Sandel in die deutsche Sprache übersetzt worden ist.

Auszug aus dem Genealogischen - Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, Band 17

Am 31.03.1666 wurde das ganze Geschlecht der Werschowitz vom:

Kaiser und König in Germanien Leopold I. aus dem Hause Habsburg im Grafenstand bestätigt und Graf Wilhelm Gottfried Werschowitz Sekerka von Sedczicz – Herrscher auf Burg Babenz - erhielt von:

Friedrich Wilhelm I. – König von Preußen aus dem Haus Hohenzollern am 19.10.1717 ein Grafendiplom / Anerkennungspatent.

In Bezugnahme auf dieses Grafen - Diplom wurde von Seiten des Königs von Preußen Friedrich Wilhelm III.

am 28.02.1830 und 21.03.1850 den Söhnen des Grafen Franz von Werschowitz Sekerka und Sedczicz (*28.08.1762 – †10.12.1842) gestattet den ursprünglichen Namen von Werschowitz Sekerka und Sedczicz wiederum zu führen.

Söhne:

  1. Graf Gottlieb Ratibor August Ignaz von Werschowitz Sekerka und Sedczicz (*14.12.1798 - †1870) (1)
  2. Graf Johann Ernst Hugo Richard von Werschowitz Sekerka und Sedczicz (*02.11.1809 in Götzhofen / Ostpreußen – †1893 in Lagow) heiratete am 09.12.1849 die Tochter des Preußischen Staatsministers – die Freiin Luise von Brenn (*1813 – †1889) (2)
  3. Graf Ferdinand von Werschowitz Sekerka und Sedczicz, Studierender der Diplomatie (*1850 -†?)

Quelle: Universität – und Landesbibliothek, Heinrich Heine Universität Düsseldorf – Deutsche Grafen – Häuser der Gegenwart / Ernst Heinrich Kneschke 1853 - Grafen von Werschowitz Sekerka und Sedczicz - Band 2, Seite 456, 457, 458

Link: Gothaisches, genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Seite 978.jpg

Böhmen / Galizien / Österreich / Polen / Russland

Die galizische Linie der Grafen Werschowitz Sekerka von Naglowicz – Rey in Österreich ( Galizien ), Ungarn und Russland ( Polen ) – die österreichische Anerkennung des Grafenstandes durch den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König in Germanien, Ungarn, Böhmen, Kroatien und Slawonien Leopold I. erfolgte 1693.

Link: Gothaisches, genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Seite 979.jpg

Michael Ritter von Rey erhielt vom Kaiser Franz I. von Österreich am 19.08.1785 eine Adelslegitimation bei der galizischen Landtafel. Cajetan Rey von Werszowice und Naglowice wurde am 01.04.1808 in den österreichischen Grafenstand erhoben.

Graf von Werschowitz und Naglovice, Besitzer der Herrschaft Mitrovic in Böhmen, königlicher, böhmischer Landwehrhauptmann, erhielt mit kaiserlichem Entschluss von Franz I. am 10.06.1810 das Schloss Luberegg und eine Diplomausfertigung in Wien sowie am 20.11.1810 eine Bestätigung seines Grafenstandes und zugleich das böhmische Incolat im Herrenstande.

Preußen / Böhmen / Österreich / Litauen / Schlesien

In Preußen garantierte 1772 Friedrich der Große dem polnischen / schlesischen Adel seinen Stand und Besitz. Seine Nachfolger führten viele Standeserhöhungen durch, vor allem der Grafenstand wurde verliehen, zuerst für alle Nachkommen, nach 1871 nur für den jeweiligen Besitzer eines Fideikommisses, während die übrigen Nachkommen einfache „Herren von“ blieben.

  • 13.09.1636 - Ludwig Pfeil, Hoftrompeter und Musikus, Adelsstand, Wappenverbesserung, Rotwachsfreiheit, Salva GuardiaÖsterreichisches Staatsarchiv: Signatur – AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.37
  • 1702 Ritter von Pfeil und Tichebach – böhmischer alter Ritterstand, Diplom vom 16.03.1702 für Johann Ferdinand Pfeil, markgräflicher badischer Kammerrath
  • 1736 Reichsadels - und Wappenbestätigung, am 23.05.1736 erhielt Joachim Friedrich von Pfeil, königlich preußischer wirklicher geheimer Rat, die Adelsbestätigung für das Reich und die Erbländer sowie eine Wappenbestätigung - privilegium denominandi - 1736.05.23
  • 1764 Paul Eberhard von Pfeil – erhielt am 18.07.1764 eine Adelsrenovation und am 01.10.1767 die Erhebung in den Freiherrenstand,
  • 04.02.1767 - Pfeil, Christoph Karl Ludwig, königlich preußischer bevollmächtigter Minister in den schwäbischen und fränkischen Kreisen, Freiherrenstand, Wohlgeboren
  • 1767 Reichsfreiherrenstand mit Wohlgeboren – 01.10.1767 preußischer Freiherrenstand für Paul Eberhard von Pfeil, königlicher Major und Herr auf Rohrbach bei Hirschberg,
  • 1786 preußischer Grafenstand für Friedrich Karl und Friedrich Ludwig von Pfeil und Klein - Ellguth am 15.10.1786,  
  • 1822 preußischer Adelstand - Johann Carl Heinrich Pfeil wurde am 21.03.1833 in den Adelsstand erhoben,
  • 1889 preußische Namens - und Wappenvereinigung mit dem der Grafen von Burghauß als Graf von Pfeil Burghauß,
  • 1981 Eintrag in die Tiroler - Adelsmatrikel.

Aufgrund ihrer hohen böhmischen / schlesischen distinguierten Abstammung konnte die Familie Goworek ( Wappen Rawicz ) seit 1108 sämtliche edlen Kriterien der damaligen Zeit erfüllen, die für die Führung der Adelswürde und ein Bischof - Episkopat signifikant waren, sodass nach den Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 auch die von den Teilungsmächten ( Österreich, Preußen, Russland ) geforderten Adelsnachweise problemlos erbracht werden konnten. Der Hochadel behielt alle Privilegien und bekam seine Fürstentitel bestätigt, der Mitteladel bekam die Grafentitel und die Erlaubnis, Fideikommisse zu gründen.

Nähere Informationen zum Familienstammbaum finden Sie unter:

Geheimes Staatsarchiv Preußischer – Kulturbesitz

Einzelnachweis: 134, 135, 136

  • XX. HA Adelsarchiv, Nr. 1437 – Wrssowetz – Sekerka von Sedczicz ( 1637 – 1682 )
  • " Auszug aus dem Adelslexikon der Preußischen – Monarchie ( 1858 ) Seite 103 - 104 "
  • " Auszug: Geschichte des deutschen Adels - Jahrbücher der Literatur, Bände 111 – 112 / Seite 277 "

Link: Preußisches Adelslexikon Seite 103.jpeg

Link: Preußisches Adelslexikon Seite 104.jpeg

Wissenswertes / Instruktives – Valuable Information / Instructive - Para saber más / Instructivo:

Lagow

Im Königreich - Preußen wurde am 30.10.1810, nach dem königlichen Erlass, der Johanniterorden säkularisiert. Das Ordensvermögen in Lagow: Schloss und Rittergut kamen in die Hände einer Reihe von verschiedenen Besitzern.

1856 - 1893 - Das Johanniterschloss samt Rittergut wird vom Graf Hugo von Werschowitz Sekerka und Sedczicz gekauft. Im Jahre 1856 war das Schloss eigentlich völlig unbewohnbar. Graf Hugo Werschowitz, nachdem ein Vetter von ihm, ein bekannter Wasserfinder, auf dem Falkenberg eine Quelle entdeckt hatte, konnte alle Wirtschaftsgebäude mit Pachthaus und der Brennerei wieder aufbauen.

Der ganze Gutshof wurde verlegt, Bauwerke aus jener Zeit, die heute noch stehen, sind u.a. die Hydropumpe, die Brennerei aus dem Jahre 1884 auf dem Gutshof, ein großes Haus, das von den Arbeitern bis 1999 bewohnt wurde, und ein herrschaftliches Haus. Im Register der Denkmalschutzbehörde wird das Objekt als Verwalterhaus eingetragen ( siehe KŁ Nr. 25 / 2015: Kinderheim Lagow und Lagow – Ein Buch der Heimat ).

1893 - 1945 - Nach dem Tod des Grafen wurden das Vorwerk Rittergut und das Schloss von Freifrau Margot Wurmb von Zinck verwaltet, die als Verwandte vom Hugo Graf Werschowitz das Vermögen geerbt hatte.

Bei Hof mussten die Grafen Werschowetz mit einem bestimmten Kordon um den Hals vor ihrem Herrscher erscheinen zum Zeichen dafür, dass sie keine Ansprüche auf die böhmische Königskrone mehr erheben. Der Graf Hugo Werschowetz erzählte, wie der Kaiser von Österreich zu Besuch beim Preußischen Hofe ihn einmal daraufhin angesprochen habe mit den Worten:

Werschowetz, Sie werden mir doch keine Geschichten machen ?

 

Die Schwarzen Husaren 1742 – 1892

Das altpreußische Husaren - Regiment No.5 existierte seit 1740 und überlebte auch die Heeresorganisation von 1806, sodass es unter verändertem Namen als Leib - Husaren - Regiment in Danzig weiterbestand.

Zunächst wurden sie wegen ihrer Uniform nur " Schwarze Husaren " genannt. Ihren Namen hatten sie nach ihrer eigenartigen Bekleidung, dem schwarzen Dolman mit den weißen Schnüren. Auf der Mütze trugen sie zudem das Zeichen der Tapferkeit ohne Todesfurcht: den Totenkopf.

Link: Leib – Husaren - Regiment Königin Viktoria von Preußen Nr. 2.jpg

Liste von gedruckten adeligen Offizierslebensläufen aus zwei Jahrhunderten / Quelle: Auszug aus der Adelskartei

  • Bernhard Graf von Pfeil ( XIX. Jahrhundert ), Lebenslauf als Husarenoffizier (*1829 - †1910)
  • Alfred Freiherr von Stosch ( XIX. Jahrhundert ), Lebenslauf als Husarenoffizier (*1841 - †1931)
  • Otto von Stosch ( XIX. Jahrhundert ), Lebenslauf als Husarenoffizier (*1849 - †1925)
  • Rudolph Freiherr von Stosch ( XIX. Jahrhundert ), Lebenslauf als Husarenoffizier (*1846 - †1929)
  • Wilhelm Freiherr von Stosch ( XIX. Jahrhundert ), Lebenslauf als Husarenoffizier (*1850 - †1898)
  • Hugo Graf Werschowitz - Sekerka von Sedczicz ( XIX. Jahrhundert ), Lebenslauf als Husarenoffizier (*1809 - †1893)

 

Leib – Husaren - Brigade

Die berühmteste Militäreinheit in Danzig war vor 1918 die in den Kasernen von Danzig - Langfuhr stationierte Leib – Husaren - Brigade (Husarenbrigade). Das 1741 durch die Entscheidung König Friedrichs II. als 5. gegründete Husaren - Regiment wurde auch Schwarzes Husaren - Regiment genannt.

1808 wurde das Regiment in 1. Leib – Husaren - Regiment und 2. Leib – Husaren - Regiment aufgeteilt. Das 1. Leib – Husaren - Regiment war vom 7. Mai 1817 in Danzig stationiert. Das erste Regiment wurde 1861 offiziell Leib – Husaren - Regiment Nr. 1 genannt, das gemeinsam mit dem Leib – Husaren - Regiment Königin Victoria von Preußen gründete Leib – Husaren - Brigade, die seit dem 14.09.1901 in der neuen Kaserne in Wrzeszcz stationiert waren.

Leib - Husaren - Brigade sowie andere militärische Einheiten in Danzig wurden dem XVII. Armeekommando unterworfen.

2. Leib – Husaren - Regiment Königin Victoria von Preußen Nr. 2 - Kavallerieverband

Chef des Regiments: 1888 - 1919 Königin Victoria von Preußen

Kommandanten des Regiments:

Geschichte des Regiments
Das alte Hus. Regt. 5 (schwarze Husaren) wurde 1807 auf 8. Esk. vermindert. 7.9.1808 Leib-Hus. Regt. 4. 20.12.1808 Teilung in 1. Leib-Hus. Regt. (I. Bat) und 2. Leib-Hus. Regt. (II. Bat.); Regt. zu je 4 Esk. 5.11.1816 2. Leib-Hus. Regt.

Abgaben: 2.3.1815 4. Esk. ein das Hus. Regt. 8. 7.5.1860 1. Esk. ein Drag. Regt. Nr. 8, wieder ersetzt. 27.9.1866 5. Esk. ein Drag. Regt. 14.

Standorte:
1808 Neuenburg u. Elbing; 1808 St. Stargardt, Dirschau, Mewe, Neuenburg, 1817 St., 3. Ohlau, 1. Münsterberg, 2. Grottkau, 4. Strehlen, 1819 St., 3. Herrnstadt, 1. Guhrau, 2. Wohlau, 4. Winzig ; 1852 Posen; 1852-86 3., 4. Lissa, 1866 5. Kosten, 1867-86 Lissa; 1901 Langfuhr, 1. Danzig; 1903 Danzig (Langfuhr).

Schlachten
1812 im Kurland gegen Rußland (im Napoleon. Heer, 2 Esk. Bei kombinierten Leib-Hus. R)

5.7. Poniewiecz, 18.7. Borusk, 18.8. Wyszki (Teile), 3.9. Czeszawen, 1.10. Garossenkrug (Teile), 7.11. Neugut (Teile), 15.11. Schöppingsmühle u. Baldohnen, 16.11. Neumühle (Teile), 18.11. Friedrichstadt.
1813-14 gegen Frankreich (die 2 Esk.)

2.5. GR. Görschen; 20./21.5. Bautzen; 5.5. Colditz, 19.8. Gröditzberg, 23.8. Goldberg, 26.8. ad Katzbach, 27.8. Rochlitz, 15.9. Reichenbach, 3.10. Wartenburg, 16.10. Möckern, 17./18.10. Leipzig; 22.10. Freiburg, 26.10. Eisenach, 17.-28.11. Einschl. von Mainz, 1 2 . 1 . Noisseville , 1814 13.-28.1. Einschl. von Metz, 30.1. St. Dizier, 1.2. Beschieß. von Vitry le Français, 3.2. Beschieß. von Châlons, 21.2. Mèry, 27.2. Lizy, 28.2.Gué a Tremes, 9.3. Laon; 14.3. Berry au Lac, 21.3. Übereinstimmung, 25.3. Etoges, 28.3. Claye, 30,3. Paris.
1848 in Posen
19.4. Xions,
1863/64 Besetzung der poln. Grenze
1866 gegen Österreich
3.7. Königsgrätz, 8.7. Rüdelsdorf, 15.7. Tobitschau u. Rokeinitz

1870-1871 gegen Frankreich

5.8. Rek. gegen Wörth u. Hagenau, 7.8. Burviller u. Steinburg, 13.8. Besch. v. Marsal, 30,8 Stonne (4.), 31,3. Frénois, 1.9. Limousine, 18.9. Dannemois u. le Ruisseau, 19.-23.9 Einschl. von Paris; 5.10. Toury, 10.10. Artenay, 11.10 Orleans, 21.10 Chartres, 18.11 Illiers, 25.11. Yèvres u. Brou, 2,12. Loigny-Paupry, 3./4.12. Orleans, 7.12. Marolles, 8.- 10.12. Beaugency-Cravant, 7.1. Le Gibet, 8./9.1. Bellême, 11.1. Le Mans, 12.1. La Croix, 15.1. Alençon , 24.1. La Potée u. St. Paul (2 Zge. 3., 4.).

 

Braunschweigisches Infanterie - Regiment Nr. 92 – Zeitraum: 1893 - 1919

War ein Infanterieregiment der Braunschweigischen, später Preußischen - Armee – vom 01.04.1809 bis zum 01.01.1919

  • Land: Herzogtum Braunschweig
  • Streitkräfte: Preußische Armee
  • Truppengattung: Infanterie
  • Napoleonischer Krieg: 1809 – 1815
  • Deutschland / Dänemark: 1848 – 1849
  • Deutschland / Frankreich: 1870 – 1871
  • Erster Weltkrieg: 1914 - 1918

Link: Braunschweiger Corps des Herzogs von Braunschweig - Oels 1809.jpg

Einsatzgebiet 1. Weltkrieg 1916

Bis zum Juni 1916 trat das Regiment wieder an der Westfront an. Am 13. Juni 1916 erhielt es zwei weitere MG – Kompanien, lag die kommenden Monate in Kämpfen am Stochod und wechselte noch zwei Mal die Fronten. Vom 18. Mai bis 20. November 1916 Einsatz im Osten bei Wolhynien, Zapust, Żurawice und Cholopice.

  • Dienstgrad: Oberstleutnant
  • Name: Franz Goworek
  • Geburtsort: Piasnicki / Beuthen
  • Todesdatum und Ort: †28.07.1916 – Kisielin / Ukraine
  • Einheit: 6 Kp.

Quelle: Geschichte des Braunschweigischen Infanterie - Regiments Nr. 92 im Weltkriege 1914-1918, von Fr. v. Sobbe, Major aD., 1929, Verlag Tradition Wilhelm Kolk / Berlin - Kriegsopfer des reichsdeutschen Adels, Gotha, Justus Perthes, 1921

 

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Abhandlung und Beobachtungen für Geschichtskunde, Staats – und Rechtswissenschaften (1830) - Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland, Band 3, Seite 26 und 42

Am 05.02.1829 verstarb in Würzburg, 83-jährig der Letzte, des (die spanischen und irländischen Geschlechtsregister etwa ausgenommen) wahrscheinlich ältesten Adelsgeschlechts in ganz Europa ( 644 - usque hodie ), der Graf von Wrssowre ( Werschowitz ) (1) würzburgisch - toskanischer Geheimerrat, k.k. österreichischer Kämmerer, Ritter des großherzoglichen toskanischen St. Josephsorden, vormals fürstlicher würzburgischer geheimer Rat und Oberamtmann zu Wellerichstadt.

Die Wrssowrer reichen in die Urzeit Böhmens (Bohemus) hinauf und spielen eine signifikante Rolle in allen Mythen dieses Wunderlandes.

Sie waren Erb - und Ahnenfeinde der regierenden Dynastie vom Hause Przemysls und der Zauberkönigin Libussa. Herzog Svatopluk ließ am 28.10.1108 die Wrssowrer alle, Weiber und Säuglinge mit, an einem Tage ermorden, die meisten öffentlich hinrichten.

Nur eine Familie - Goworek - vom Stamm der Vrsovci entkam dem Morden und wanderte nach Polen, Sachsen, Schlesien und Ungarn aus.

Indes säumte ein königlicher - preußischer Lieutenant zu Potsdam, Graf Ratibor von Werssowitz (1), nicht gegen diese genealogische Erlöschungsanzeige öffentlich zu protestieren.

Mit dem genannten Würzburger - Kammerherrn, verkündigte er, sei der Stamm der Wrssowre keineswegs erloschen. Er und seine Brüder, und noch Andere, seien wahre Abkömmlinge desselben.

Faktum ist, dass schon im Anfang des 7. Jahrhunderts der Name Wrssowitz in Böhmen vorkommt und so dieses " Adelsgeschlecht " an:

  • der Einrichtung von Predigerorden und Klöster,
  • der Instanziierung der protestantischen – und römisch-katholischen Kirche
  • sowie an mehreren Staatenbildungen in Europa

maßgeblich beteiligt war !  

Link: Beobachtungen für Geschichtskunde, Staats – und Rechtswissenschaften von Johann Ludwig Klüber – Frankfurt am Main - 1830, Band 1, Seite 211.jpg

Quellen und Literatur zu diesem Thema / Sources and literature on this topic / Fuentes y literatura sobre este tema:

Einzelnachweis: 137, 138, 139, 139a

  • Frankfurter Oberpostamtszeitung vom 27.02.1829
  • Berliner - Intelligenzblatt vom 10.03.1829
  • Gebhardi’s  genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland, Band III., Seite 26 und 42, und die zweite Stammtafel zu Seite 17.
  • (1) Neuer Nekrolog der Deutschen - von Friedrich August Schmidt, Bernhard Friedrich Voigt – 1833 - Band 7, Teil 2, Seite 912, 913

 

Historische, familiäre, okzidentale Hinterlassenschaften:

  • Warsz von Michow – Namensgeber der Hauptstadt Warschau / Polen – Weltkulturerbe 02.09.1980
  • Goworek – Namensgeber der Silberglocke Goworek der Wawel – Kathedrale – Die Krakauer Altstadt und Wawel – Kathedrale zu Krakau – Weltkulturerbe der UNESCO 1978
  • Goworek aus Kurzeszyn ( Wappen Rawicz ) – war 1961 der Namensgeber einer Straße in Mokotów - ein Stadtteil von Warschau
  • Goslaw Goworek, der Gründer der Linie - Die Herren von Dirschdorf in Schlesien
  • Die Gutsherren aus Dirschdorf ( Przerzeczyn / Prerechino / Prerichym )
  • Zbylut de Prerichym - Die Gutsherren aus Prachwitz ( Prochowice / Schlesien )
  • Johannes de Prerichym - Die Gutsherren aus Trachenberg ( Zmigrod )
  • Dětřich Theodoricus Hrutovice, der Gründer der Linien - Die Herren von Sovinec / Hrutovice in Mähren
  • Dirzlaus von Baitzen, der Gründer der Linien - Die Herren von Baitzen - Danielwitz in Schlesien
  • Die Übersetzungen der Verzeichnisse der bischöflichen Güter und dem sächsischen Landesrecht ins Lateinische – Sachsenspiegel ≈1280 - vom Fürstbischof Thomas II. von Breslau
  • Jakoubek von Vřesovice, der Gründer der Linie – Die Herren von Vřesovice / Wřesowitz - in Böhmen und Mähren
  • Die 1564 aufgelegte böhmische Landesordnung vom königlichen Rat, Kammer - und Hoflehensrechts – Beisitzer, 1542 der Hauptmann des Prager Schlosses, 1543 der Unterkämmerer der Leibgedingstädte der Königin, 1547 der Oberstschreiber des böhmischen Königsreichs und Präsident der königlichen Kammer - Graf Wolf von Wřesowitz und Doubravská Hora.
  • Kanoniker Franz Goworek – Das Kulturerbe der Region Rybnik – Ratibor – Schlesien - Die Holzkirche von Jankowitz 1675
  • Die Kloster – Chronik aus dem Hochmittelalter vom Kloster Heinrichau – Weltdokumentenerbe 2015
  • Die Akten und die Bibliothek vom Wenzel von Wřesowitz und Doubravská Hora – die Böhmischen Brüder - Weltdokumentenerbe der UNESCO 2015
  • Die Kunstgalerie und das Kunstdenkmal der Tschechischen Republik Nr.:39167/1-639, der Wrschowetzen – Palast zu Prag, vom Kunst Mäzen und Reichs - Grafen Karl Felix von Werschowitz Sekerka und Sedčice
  • Das unter Denkmalschutz stehende Schloss in Lagow vom Graf Hugo von Werschowitz Sekerka von Sedčice – Denkmalschutzbehörde: KL - Nr. 25 / 2015

 

Weitere wegweisende Informationen zur " Familien - Chronik " finden Sie unter folgende Links:

Grafen von Martinic

Martinic ( auch Martinicové, z Martinicz, von Martinitz ), waren ein Adelsgeschlecht in Böhmen und gehörten dem gemeinsamen Seerosenwappen nach zu den uradeligen Familien, deren Vorfahren von den Werschowitz stammen, einem Zweig des Stammvaters Warsz aus dem Geschlecht von Lech und Czech.

Link: Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt.jpg

Sie waren in den Jahren 1322 und 1340 auf der namensgebenden Feste Martinitz bei Wotitz ( Votice ) ansässig, ( Josef Emler : Reliquiae tabularum terrae regni Bohemiae, Band I, Seite 402 und 409, 1870 ) von 1418 bis 1791 auf Smetschna in Mittelböhmen, mit ihren Nachkommen Clam - Martinic bis zum Jahr 1945.

Wissenswertes / Instruktives:

Jaroslav Borsita von Martinic, auch Martinitz, tschechisch: Jaroslav Bořita z Martinic, (* 06.01.1582 - † 21.11.1649 in Prag ) ∞ Helena Barbara Kostomlatska von Vřesović war ein böhmischer Adeliger und einer der beiden königlichen Statthalter, die beim zweiten Prager - Fenstersturz am 23.05.1618 aus einem Fenster der böhmischen Kanzlei in der Prager Burg gestürzt wurden.

Link: Martinic – https://de.wikipedia.org/wiki/Martinic

Link: Clam – Martinic – https://de.wikipedia.org/wiki/Clam-Martinic

 

Grafen von Talmberg

Das Herrengeschlecht der Talmberg, auch Thalenberg, Tallenberg ( tschechisch Talmberkové oder z Talmberka ) ist dem gemeinsamen Seerosenwappen nach gleichen Stammes und dem nach stammesverwandt mit den schlesischen Stosch ( Adelsgeschlecht ), von Augendecz, von Kaunitz, von Martinic, Richnowsky von Reichenau und den Czerncziczky von Thalenberg sind, deren gemeinsame Vorfahren von den Werschowitz stammen, einem Zweig des Stammvaters Warsz aus dem Geschlecht von Lech und Czech.

Link: Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt.jpg

Link: Talmberg – https://de.wikipedia.org/wiki/Talmberg

 

Grafen und Fürsten von Wrbna - Kaunitz – Rietberg - Questenberg und Freudenthal

Linie: Warsz / Vršovci / Goworek / Dirschdorf / Pfeil / Werschowitz Sekerka und Sedčice / Limburg – Styrum / Stosch - Kaunitz

Das Geschlecht von Kaunitz ( tschechisch z Kounic ) war ein altes böhmisches Adelsgeschlecht, welches ihrem Stammwappen mit den gekreuzten Seerosenstängeln zufolge gleicher Herkunft und dem nach stammesverwandt mit den schlesischen Stosch ( Adelsgeschlecht ) sowie den böhmischen Augendecz, Martinic, Talmberg, Richnowsky von Reichenau und den Czernzicky von Thalenberg sind, deren gemeinsame Vorfahren von den Werschowitz ( Vrsovci, Wrschowetze auf Vrsovice bei Laun an der Eger ) stammen, einem Zweig des Stammvaters Warsz aus dem Geschlecht von Lech und Czech.

Link: Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt.jpg

Link: http://JuergenGoworek.de.to/kaunitz-rietberg-questenberg.html

 

Historische Stosch - Familienmitglieder:

  • Otto Graf Stosch von Kaunitz war 1181 der Kronfeldherr der vereinigten Polen und Schlesier
  • Otto Heinrich Stosch, Freiherr von Kaunitz, war 1632 der Landeshauptmann des Fürstentums Sagan - Quelle: Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/FHKA SUS Fam.A. S-386
  • Georg Graf von Stosch, Herr der Herrschaft Manze, war mit der Freiin von Sauermann vermählt
  • Felix Graf von Stosch besaß Hartau bei Sprottau und war mit einer Tochter des Generals der Infanterie von Grolman vermählt
  • Johann Graf von Stosch, Landesältester, besaß Polnisch – Kessel bei Grünberg
  • Friedrich von Stosch ( †09.02.1762 ), preußischer Generalmajor, Chef eines Dragonerregiments, Amtshauptmann zu Rhein und Ritter des Ordens Pour le Mérite
  • Hans Gottlieb Graf von Stosch wurde am 01.07.1798 vom König Friedrich Wilhelm III. in den Grafenstand erhoben und war mit der Gräfin von Hoym, der Tochter des verstorbenen geheimen Staats – und dirigierenden Ministers in Schlesien Grafen von Hoym, vermählt und wurde am 01.07.1798 in Sonnenburg zum Johanniterritter geschlagen
  • Theodor Ferdinand von Stosch (*06.06.1784 / Magdeburg – †24.08.1857 / Berlin), preußischer Generalleutnant und Vorstand der Abteilung Invalidenwesen im Kriegsministerium
  • Stanislaus Graf von Stosch ( †29.02.1832 ) war Herr der Herrschaft Löwen
  • Albrecht von Stosch (*20.04.1818 / Koblenz – †29.02.1896 / Mittelheim), preußischer General der Infanterie und Admiral, Politiker und Mitglied des Preußischen - Herrenhauses sowie Mitglied der Leopoldina = Deutsche Akademie der Naturforscher
  • Erich von Stosch (*20.10.1877 / Köln – †17.01.1946 / Wernigerode), deutscher Lokalpolitiker
  • Hans Hubertus von Stosch (*03.11.1898 / Prenzlau – †28.04.1945 / Cosa bei Friedland), deutscher Vizeadmiral der Marine
  • Graf Günther von Stosch (*29.05.1893 Schlesien - †23.03.1955 Essen), deutscher Politiker - war von 1935 bis 1941 Oberbürgermeister der Stadt Bottrop -, Regierungsbeamter und Regierungspräsident in Minden und Münster
  • Professor Dr. Klaus von Stosch, deutscher römisch - katholischer Theologe

 

Quintessenz: In den folgenden Ländern wurde der Adel abgeschafft / aufgehoben !

Deutschland

Der deutsche Adel wurde am 11.08.1919 mit der Weimarer – Reichsverfassung aufgehoben und Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden.

Frankreich

Die kurzlebige 2. Republik hob den Adelsstand auf, Napoleon III. stellte ihn wieder her, doch die 3. Republik schaffte ihn endgültig ab. Seitdem sind adlige Titel nur noch Namensbestandteil.

Österreich

Am 03.04.1919 wurde in der Republik – Österreich mit dem Adelaufhebungsgesetz der Adelsstand aufgehoben und das Führen von Adelsbezeichnungen unter Strafe gestellt.

Polen

Im wiedergegründeten Polen von 1918 wurde der Adel schließlich 1921 abgeschafft und der Gebrauch von Titeln verboten und die Landgüter in einer Agrarreform entschädigungslos verstaatlicht und parzelliert.

Russland

Die Oktoberrevolution der Bolschewiki schaffte am 23.11.1917 den Adel ab.

Tschechien

In Tschechien existiert seit der Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 kein Adel mehr. Die Führung der ehemaligen Titel ist untersagt.

Ungarn

Durch die Auflösung des Adels und die Parzellierung der Güter nach 1945 wurde der ungarische Adel abgeschafft.

Ehrenkodex des europäischen Adels

Als Ehrenkodex des europäischen Adels gilt die Resolution zum Verhaltenskodex des Adels, die von den in der C.I.L.A.N.E - Commission d‘ Information et de Liaison des Associations Nobles d‘ Europe - vertretenen offiziellen europäischen Adelsverbänden am 02.09.1989 im portugiesischen Porto verabschiedet wurde und an der sich im 21. Jh. jeder Edelmann und jede Edelfrau messen lassen soll.

Folgende Werte gelten als zukunftsweisend, erstrebens - und erhaltenswert:

  • Geistig - moralische Werte: Respekt gegenüber anderen religiösen und philosophischen Traditionen ( gleichgültig, welcher Religion oder philosophischen Weltanschauung der oder die Adelige angehöre ), hoher Stellenwert der Würde der Person, Ausschluss von Intoleranz und Sektierertum, Förderung der Menschenrechte unabhängig von Herkunft, sozialer Lage und Ethnie, Kultivierung der Ehrenhaftigkeit, Wort halten, Verpflichtungen erfüllen.
  • Familiäre Werte: Förderung von Familiensinn und Familienverband, Betrachtung der Familie als Ausgangspunkt der Gesellschaft, Würdigung der Ehe, Schönheit der ehelichen Liebe, Schutz des kulturellen Erbes, Erinnerung an die Verstorbenen, Erhaltung der Familientraditionen, familiäre Solidarität, Achtung zwischen den Generationen.
  • Gesellschaftliche Werte: Den Sinn der Freiheit darin zu sehen, Herausragendes anzustreben, Verantwortung zu übernehmen und uneigennützig zu dienen, Berufung zur Verantwortung, zur Führung zum Wohl aller und nicht um der eigenen Vorteile willen, Aufrechterhaltung des Geistes des Dienens, Erwerb von Sprachkenntnissen, Profession statt Mittelmäßigkeit, Pflege der Haltung, die sich nicht an unmittelbarem Profit und an Macht orientiert, sondern am Nutzen für die Gesellschaft, Verantwortung aus der Geschichte, Unternehmergeist und Mut zur Opferbereitschaft, aktive Teilnahme am Aufbau Europas, Bürgersinn und gemeinwohlorientiertes Handeln, Sorge um das Wohlergehen anderer, insbesondere Schwächerer, Wahrung der Höflichkeit und entsprechender Umgangsformen, Verwurzelung in der örtlichen Gemeinde, Verbundenheit mit Grund und Boden, Heimatsinn und berechtigter Nationalstolz, Schutz der Umwelt, Bewahrung der natürlichen Ressourcen sowie Anerkennung der positiven Rolle des Humors in der Gesellschaft, Vorbild sein.

Uradel / Alter Adel ( in Preußen )

Zum Uradel zählen nach dem Genealogischen Handbuch des Adles ( GHdA ) Häuser bzw. Familien, deren Geschlecht nachweislich spätestens um 1400 dem ritterbürtigen Adel angehört hat. Ritterbürtigkeit setzte im Mittelalter in der Regel mindestens drei Generationen ritterlicher Lebensweise sowie standesgemäßer Eheschließungen voraus, sodass auch die erst spät ( nach 1350 ) urkundlich erwähnten ritterbürtigen Familien in aller Regel schon seit der zweiten Hälfte des 13. Jhs. diesem Stand als zugehörig angesehen werden dürfen. Das zeitliche Hineinwachsen in den ritterbürtigen Landadel ist nur in den seltensten Fällen urkundlich genau nachzuvollziehen.

In der Regel erscheinen Ritterbürtige in zeitgenössischen Urkunden oft mit der Bezeichnung miles ( Ritter ), höhere Adlige bereits mit Titeln wie comes ( Graf ), auch die Reihenfolge in Zeugenlisten erfolgte nach Rang, woraus sich vergleichende Rückschlüsse ( etwa zur Unterscheidung Edelfrei oder Ministrale ) ziehen lassen. Die zeitliche Anforderung für den ersten urkundlichen Nachweis wurde von der Schriftleitung aber sukzessiv vom 13. Jh. nach hinten gerückt bis 1399, da es vom Zufall abhängt, ob Urkunden erhalten geblieben sind.

Zum Hochadel gehörten die weltlichen Kurfürsten, Herzöge, Land – Pfalz und teilweise die Markgrafen, Fürsten sowie die erlauchten, ursprünglich reichsunmittelbaren, nach 1806 standesherrlichen Grafen.

Ranggleich waren im Alten Reich auch die geistlichen Fürsten - Erzbischöfe, Fürstbischöfe und Fürstäbte.

Kardinäle gelten protokollarisch bis heute als ranggleich mit den europäischen Fürsten.

Mit der Ausrufung der Weimarer Republik und die Abdankungen von Kaiser Wilhelm II. aus dem Haus Hohenzollern und der Bundesfürsten im November 1918 endete das Zeitalter der Monarchie in Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt gehörten ca. 60.000 Menschen dem Adel an, was etwa 0,1000 % der damaligen Bevölkerung entsprach.

Adelstitel

Der Adelstitel gab den Rang eines Adeligen in der gesellschaftlichen Hierachie an. Viele Adelstitel waren ursprünglich Funktionsbezeichnungen. Die hier beschriebenen Adelstitel beziehen sich auf Europa im Mittelalter und in der Neuzeit.

Vom Adelstitel zu unterscheiden ist einerseits der Prädikatstitel ( die Anrede ), andererseits das Adelsprädikat ( im Deutschen das von, also der Namenszusatz als Kennzeichen der Adeligkeit ).

Adelstitel und Adelsränge - Rechtsgültigkeit

Adelstitel wurden nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1918) in Deutschland und in Österreich im Jahre 1919 und sukzessive auch in den ehemaligen österreichischen Kronländern sowie in Ungarn nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Übergang in die kommunistische Republik abgeschafft.

Eine Verleihung von Adelstiteln ist in diesen Ländern nicht mehr möglich.

Der EuGH hat im Dezember 2010 entschieden, dass es ein Mitgliedstaat ( im Anlassfall: Österreich ) aus Erwägungen der öffentlichen Ordnung ( im Anlassfall: Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes ) ablehnen darf, den an einen früheren Adelstitel erinnernden Bestandteil des Familiennamens eines seiner Staatsangehörigen, wie er in einem anderen Mitgliedstaat durch Adoption erworben werden könnte, anzuerkennen.

Internationale Unterschiede

Adelstitel und - systeme verschiedener Länder können zwar miteinander verglichen, nicht aber gleichgesetzt werden:

  • Der polnische Adel war ursprünglich eine reine Kriegerkaste und schuf im Kampf mit der Königsmacht etwas Einzigartiges in ganz Europa: Die sogenannte Adelsrepublik. Bis zum Anfang des 16. Jhs. hatte der polnische Adel keine Familiennamen, abgesehen von ein paar ganz alten, noch aus der heidnischen Zeit stammenden, Sippschaftsnamen oder beschreibenden Beinamen.

    Man fügte dem Taufnamen lediglich den Namen des Besitzes oder Landgutes mit der Präposition z, de hinzu, welche dasselbe bedeutete, wie das deutsche von. Erst nach 1500 verbreitete sich die Sitte, diese in Eigenschaftswörter mit der Endung -ski, -cki oder -icz zu verwandeln. Hinter dem Namen wurde, falls vorhanden, noch die Wappengemeinschaft genannt.

  • In Polen war jeglicher Titel unter dem eines Fürsten unstatthaft ( siehe Szlachta ). Die kursiven Titel sind Übersetzungen von westlichen Titeln ins Polnische, die von fremden Monarchen an einige polnische Edelleute vergeben wurden, besonders nach den Teilung Polens. Man benutzte nicht den Titel Edelmann/Edelfrau ( Szlachcic / szlachcianka ) mit dem Nachnamen, sondern sagte zum Beispiel herbu Wczele („vom Wappen Wczele“).

    Zu Beginn der Staatsbildung im 10. und 11. Jh. hatten in Polen Kastellane die Aufsicht über die Burgen ( polnisch grody, in lateinischer Amtssprache castella ) und übten diese hinsichtlich des Kriegswesens und der Gerichtsbarkeit aus. Der Titel Kastellan (polnisch kasztelan) blieb nach der Abschaffung der Kastellaneien und Einführung der Woiwodschaften als reiner Ehrentitel bei Adligen bis zum Jahre 1795 bestehen.

  • Kastellan, kasztelan ( comes, castellanus ) - In Polen erstreckte sich seine Macht nicht nur auf eine Burg, sondern auf eine größere Gebietseinheit, wo er etwa die Macht eines „Premierministers“ ausübte ( z.B. der Kastellan von Krakau hatte unter den Senatoren eine größere Bedeutung als die Woiwoden ).

  • Eine Wojewodschaft ( auch Woiwodschaft ) ist ein polnischer Verwaltungsbezirk und die oberste Stufe der territorialen Gliederung. Der Name ( polnisch: województwo ), ist abgeleitet von Woiwode ( deutsch: Herzog ). Eine Woiwodschaft entspricht somit historisch einem Herzogtum.

  • Für den inländischen russischen Adel wurden vor dem 18. Jh. nur die Titel Knjas (russisch князь) und Bojar (russisch бояр) verwendet. Später wurden die Titel Graf und Baron hinzugefügt.
  • In Böhmen durften neun der dreizehn höchsten Staatsämter nur von Mitgliedern des Herrenstandes besetzt werden. Dazu gehörte das Amt des Oberstburggrafen von Prag, des Oberstlandhofmeisters oder des Oberstlandmarschalls. Darüber hinaus gehörte der Betreffende dem Landtag an, unterstand einer privilegierten Gerichtsbarkeit, genoss persönliche Steuerfreiheit und anderes. Diese Elite im Königreich Böhmen erhielt eine staatsrechtliche Stellung, die weit über der des vergleichbaren Adels in anderen Ländern lag.
  • Die englische und die französische Sprache kennen keinen Unterschied zwischen „Großherzog“ und „Großfürst“.
  • Die romanischen Sprachen unterschieden im Gegensatz zu den germanischen nicht zwischen dem regierenden Fürsten (Fürst) und den nachgeborenen Mitgliedern fürstlicher Häuser (Prinzen). Insbesondere in Frankreich gibt es den Titel „Fürst“ (Prince) ausgesprochen selten ( zum Beispiel bei der Nebenlinie der Bourbonen, den Fürsten von Condé ), ansonsten ist der Fürstentitel zumeist ausländischen Würdenträgern vorbehalten. Dies unterscheidet den französischen ( und den englischen ) Adel fundamental vom deutschen. In Frankreich gibt es „Prinzen“ nur im Zusammenhang mit der königlichen Familie (princes du sang), ansonsten ist dieser Titel in Frankreich und Großbritannien nicht vorgesehen. Genauso wenig gibt es in diesen Ländern außerhalb der königlichen Familie die „Prinzessin“. Weder die Tochter eines Landedelmannes noch die Tochter eines Herzogs ist – im Gegensatz zu Deutschland – berechtigt, den Titel ihrer Eltern bzw. Vaters zu führen. Das heißt: Die Tochter des Duc de Grammont ist Mademoiselle de Grammont. In Deutschland wäre sie die „Prinzessin von Grammont“, mit Prädikat.

 

Epilog:

Zu guter Letzt ist anzumerken, dass alle angeführten Daten / Fakten mit Bezug auf die ca.1400-jährige Ahnentafel / 56 Generationen der Vršovci / Goworeks und dessen Nachkommen, Linienbildungen, Biographien mittels Eintragungen beim Klerus sowie urkundlichen Katasterbucheintragungen und Erwähnungen in ganz Europa reproduzierbar sind.

Familiäre Betrachtungsweisen hinsichtlich unserer Lineage:

Vršovci - Goworek  - Wřesowitz – von Werschowitz Sekerka von Sedčice / Sedczicz zu den:

  • bayerischen,
  • belgischen,
  • dänischen,
  • englischen,
  • französischen,
  • holländischen,
  • lettischen,
  • liechtensteinischen,
  • litauischen,
  • luxemburgischen,
  • niederländischen,
  • österreichischen,
  • russischen,
  • schwedischen,
  • spanischen,
  • ungarischen Adelshäusern / Geschlechtern und Linien etc.

fanden hier beim Recherchieren zu unseren Familienstammbaum keine besondere Berücksichtigung. ( Stand: usque hodie )

Fazit:

Im Zuge der Digitalen - Revolution wächst die Welt zu einem Dorf zusammen, sodass Literaturwerke jedweder Couleur als digitalisiertes Kulturgut / Schrifttum der Menschheit dem Interessierten zur Verfügung gestellt werden kann. Diese neugewonnenen Daten, die von Historikern und Zeitzeugen aus dem Mittelalter in Form von Chroniken aufgezeichnet wurden, können somit zunehmend verifiziert für die Arbeits – und Wirtschaftswelt, der Soziologie sowie der Historie modifiziert und zur Verfügung gestellt werden. ( Autor: Jürgen Goworek )

Bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, wenn Sie weitere Informationen zur Familienchronik benötigen oder irgendwelche kreative Anregungen mit Bezug auf die " Familien – Wertstromanalyse " innehaben. Ich freue mich darauf, von Ihnen global zu hören.

Weltweite Kontaktaufnahme möglich unter: Goworek(at)gmx.de

Ferner ist eine internationale Kontaktaufnahme via Skype auf Anfrage durchführbar - Sprachkompetenzen: Deutsch, Englisch, Spanisch !

 

Externe Kontaktaufnahmen:

  • Bayerische Akademie der Wissenschaften, das digitale Repertorium – Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters
  • Bayerische Staatsbibliothek / 80539 München, Ludwigstraße 16
  • Deutsches Adelsarchiv Marburg / 35037 Marburg, Schwanallee 21
  • Deutsches Historisches Museum / 10117 Berlin, Unter den Linden 2
  • Deutsche Nationalbibliothek / 60322 Frankfurt am Main, Adickesallee 1
  • Digitale Bibliothek der Philosophischen Fakultät der Masaryk Universität - Tschechien / Poříčí 945/9, 60300 Brno, Gebäude A - Poříčí 623/7, 60300 Brno
  • Geheimes Staatsarchiv Preußischer - Kulturbesitz / 14195 Berlin ( Dahlem ), Archivstraße 12 - 14
  • Heinrich Heine Universität Düsseldorf - Universität – und Landesbibliothek / 40225 Düsseldorf, Universitätsstraße 1
  • Herder - Institut für historische Ostmitteleuropaforschung–Institut der Leibniz–Gemeinschaft / 35037 Marburg, Gisonenweg 5-7
  • Humboldt - Universität - Berlin / 10099 Berlin, Unter den Linden 6
  • Institut für Geschichte der Polnischen – Akademie der Wissenschaft / Warschau
  • Institut für Kirchen und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel - und Südosteuropa / 72070 Tübingen, Seelhausgasse 11a
  • Karls - Universität - Prag / Tschechien - Ovocný trh 3 - 5, 116 36 Staré Město
  • Ludwig Maximilians Universität München / 80539 München, Geschwister – Scholl - Platz 1
  • Max – Planck – Institut für Geschichte / 37073 Göttingen – Platz der Göttinger Sieben 1
  • Ministerium für Kultur und nationales Erbe in Polen / 00-071 Warschau, ulica Krakowskie Przedmieście 15 - 17
  • National – Archiv Krakau / 30-960 Krakau ( Polen ), Sienna 16
  • Nationalbibliothek der Tschechischen Republik / Klementinum 190, 110 00 Praha 1 / Staré Město, Tschechien
  • National Heritage Board von Polen – Hauptbüro / 00-924 Warschau, ulica Kopernika 36 / 40
  • Niedersächsische Staats – und Universitätsbibliothek Göttingen / 37073 Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften / 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel - Platz 2
  • Österreichische Nationalbibliothek / 1015 Wien, Josefsplatz 1
  • Österreichisches Staatsarchiv ( Zentrale ) / 1030 Wien, Nottendorfer Gasse 2
  • Polnische Akademie der Wissenschaften - Polska Akademia Nauk, PAN / Warschau, Polen
  • Regesta Imperii – Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz / 55131 Mainz, Geschwister - Scholl - Straße 2
  • Technische - Universität - Riga / Lettland - Kalku Straße 1 - Riga LV - 1658
  • Universitätsbibliothek Basel / CH – 4056 Basel, Schönbeinstraße 18 - 20
  • Universität – und Landesbibliothek Sachsen – Anhalt / 06108 Halle ( Saale ), August – Bebel – Straße 50
  • Universität von Michigan ( USA ) / 500 S. State Street, Ann Arbor, MI 48109
  • Weltdokumentenerbe – UNESCO / Frankreich, 75007 Paris, 7 Place de Fontenoy

 

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute........ @----->>>>----------

 

       

 

Mit freundlichen Grüßen – Civis Europaeus Sum - Ihr Jürgen Goworek ;-)

 

 

Kumulierte Einzelnachweise / cumulated individual certificates / certificados individuales acumulados:

1. - Die polnischen – Stammwappen - Ihre Geschichte und ihre Sagen von Emilian von Zernicki – Szeliga, Hamburg - Verlag von Henri Grand 1904 - Rawicz Tafel IX, Seite 77, 78, 79

1a - LABUDA, G. Borzywoj, Słownik Starożytności Słowiańskich, sv. 1 . 1961, S. 152

1b - Nach Trestik habe Borivojs Taufe erst in den Jahren 882 - 884 stattgefunden, siehe Dusan Trestik, Pocatky Premyslovcu, Praha 1981, S. 88; Anezka Merhautová - Dusan Trestík, Románské uméní v Cechách a na Moravé, Praha 1984, S. 30 - 33.

1c - Fuldaer Annalen zum Jahr 845, siehe dazu Dušan Třeštík: Počátky Přemyslovců, S. 74 ff.

2. Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker / 1661, Originaltext, Seite 16, 21, 28, 32, 47, 61.

2a - Der polnische Adel und seine Wappen, Band 15

2b - Digitale Bibliothek der Philosophischen Fakultät der Masaryk – Universität / Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol – genetische Analyse, Seite: 55, 56, 57 - Quelldokument: Hrabětová, Irena. Heraldische Legenden in den tschechischen Schriften von Bartholomew Paprocky of Hlohol. Ed. 1. In Brünn: Masarykova univerzita, c1992, pp. 21-123

2c - Der polnische Adel und seine Wappen - Band 1 - Aaron - Andrault de Buy von Werner Zurek 2019, Seite 570, 571

2d - Kasper Niesiecki, Polnisches Wappen von JN Bobrowicz, Leipzig 1839-1845 – Grot des Rawicz – Wappens, Bd. 4, S. 291 - 293

3 - Haus Rawiczów: Warszowice und Grotowice, Band 1, Annalen der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Torun, Towarzystwo Naukowe Torun, Bd. 1 von Rod Rawiczow, Jan Wroniszewski.

4 - Haus Rawicz: Warszowice und Grotowice, Jan Wroniszewski Band 81, Band 85 von Towarzystwo Naukowe: Annalen der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Torun. Autor: Jan Wroniszewski.

4a - * Andrzej Marzec - Die Amtsträgerelite im Königreich – Polen unter Wladyslaw Ellenlang und Kasimir dem Großen (1305 – 1370), Seite 313

4b - * Urzednicy Malopolsey XII-XV wieku (wie Anm.22), Nr. 130,131,744, Wroniszewski, Rod Rawiczow (wie Anm. 8), Teil 1, S. 8 – 11, 91 – 96

5 - Wikipedia Warsz

6 - Jan Długosz, Annales seu cronici incliti regni Poloniae

7 - Cosmas von Prag: Chronica Boemorum

8 - Bucelini, II. S. 10 und 26. – Sinapius, I. S. 265 – Gauhe, I. S. 155 – 156 – Biedermann, Geschl.- Reg. D. Orts Rhön – Werra, Tab. 376 – N. Pr. A. – L. I. S. 241, Frh. v. Ledebur, I. S. 67. – Siebmacher, I. 59, III. 150 u. V. Zusatz 28.

8a - Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – herausgegeben von Johann Heinrich Zedler 1733, Hedwig von Pfeil und Dirschdorf - Seite 1957, 1958

9 - Abteilung - VII Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne 1314 -1347, Band: VII, 2 Die Regesten der Herzoge von Österreich sowie Friedrichs des Schönen als Deutschen König 1314 – 1330 hg. Gross. 1924

10 - Archiv für österreichische Geschichte, Akademie der Wissenschaften in Wien, herausgegeben von der zur Pflege vaterländischer Geschichte aufgestellten Kommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Band 50 – Wien 1871.

11 - Dirschkowitz, 1270 Driscoviƺ, 1377 Dirscowicƺ, 1413 Drƺkowic“. ( nach HOF - RICHTER Teil II, Heft III, 1914, 366. Historie des Ortes dto. 1914, 366 – 368 ).

12 - Mähren unter König Rudolph I.: Abhandlung – Band 4 – Seite 35

13 - *Günter Böhm - Die Böhm - Chronik Band 3, Seite 22 / 1401: Zur Geschichte der Grundherrschaften

14 - Cosmas von Prag ( *≈1045 - †21.10.1125 ), Chronica Boemorum

15 - Thiermar von Merseburg, Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon

15a - Jan Długosz, Annales seu cronici incliti regni Poloniae

15b - Simon Okolski, Orbis Polonus, Kraków 1642, V.2. 581 – 602

15c - Kasper Niesiecki, Herbarz, VIII, 97 – 99

15d - Bartosz Paprocki, Herby rycerstwa polskiego, Kraków 1584 ( II ed. Kraków 1858 )

15e - Josef Teige, Blätter aus der altböhmischen Genealogie. Slavnikiden - Die Vrsovcen - Die Herren von Lichtenburg, Damböck 2005

15f - *Geographisches Wörterbuch des Königreichs - Polen und anderer slawischer Länder, Band II., Seite 758

15g - Polnische Ritterschaft des Mittelalters von Franciszek Piekosinski 1844 - 1906 - Seite 18, 146, 149, 291, 306, 363, 523, 603, 635, 777, 786, 794 

15h - ³ Prof. Dr. FRANTISEK GRAUS - Adel, Land und Herrscher in Böhmen vom 10. bis 13. Jh.

15i - ³ Autor: Bruno Querfurtensis ( Brun von Querfurt ) - Vitae s. Adalberti episcopi Pragensis recensio II

15j - ² Martin – Luther – Universität Halle – Wittenberg / Universität – und Landesbibliothek Sachsen - Anhalt / Das Wrssoweze Geschlecht – Kapitel IX., ab S.60

15k - ² Heinrich Ludwig Gude – Staat von Böhmen / anno 1710 – Staatliche Bibliothek Regensburg

15l - Chronicae Bohemorum libri III - ( Chronik von Böhmen in vier Büchern ) – Autor: Cosmas ecclesiae Pragensis decanu

15m - Thiele, Andreas - Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser -, Königs - und Fürstenhäuser Ergänzungsband, Tafel 8916 

16 - Edward Rymar: Rodowód książąt pomorskich, Szczecin 1995

17 - Martin Wehrmann: Genealogie des Pommerschen Fürstenhauses. Veröffentlichungen der landesgeschichtlichen Forschungsstelle für Pommern, Reihe 1, Bd. 5. Leon Saunier, Stettin 1937

18 - Martin Wehrmann: Geschichte von Pommern. Weltbild Verlag 1992, Nachdruck der Ausgaben von 1919 und 1921

19 - Udo Madsen: Die Greifen – Das herzliche Geschlecht von Pommern

20 - Wikipedia Samboriden

21 - Wrschowitz, Wrschowetz, Wreschowitz, Wersewitz – eine Familie. In: Johann Heinrich Zedler: Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681 – 685.

22 - Geschichte von Böhmen - größtenteils nach Urkunden und Handschriften von František Palacký

23 - Thietmar von Merseburg: Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon

24 - Gustav Friedrich: Codex diplomaticus et epistolaris regni Bohemiae. Bd. 1, 1907

25 - Wrschowitz, Wrschowetz, Wreschowitz, Wersewitz, Wersowitz – eine Familie. Johann Heinrich Zedler: Großes vollständiges Universal - Lexikon aller Wissenschaften und Künste. Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681–685.

26 - Josef Teige: Blätter aus der altböhmischen Genealogie. Slavnikiden – Die Vrsovcen – Die Herren von Lichtenburg, Damböck 2005, (Reprint der Ausgabe Wien 1887)

27 - Petr Kopal: Neznámý známý rod. Pokus o genealogii Vršovců. Sborník archivních prací 2001/1, 3–84.

28 - Petr Kopal: Kosmovi ďáblové. Vršovsko-přemyslovský antagonismus ve světle biblických a legendárních citátů, motivů a symbolů. In: Medievalia Historica Bohemica 8, 2001, S. 7–41.

29 - Josef Teige: Blätter aus der altböhmischen Genealogie. Slavnikiden – Die Vrsovcen – Die Herren von Lichtenburg, Damböck 2005.

30 - Petr Kopal: Neznámý známý rod. Pokus o genealogii Vršovců. Sborník archivních prací 2001 / 1, 3 – 84.

31 - Petr Kopal: Kosmovi ďáblové. Vršovsko - přemyslovský antagonismus ve světle biblických a legendárních citátů, motivů a symbolů. In: Medievalia Historica Bohemica 8, 2001, S. 7 – 41.

32 - Universal - Lexikon aller Wissenschaften und Künste: Band 59, Leipzig 1749, Spalte 681 - 685

33 - Weitere Informationen zu Lasota ( Lesot ) v. Stéblov siehe Dobrá Voda 1904,137. Es besteht daneben eine polnische Linie mit Lessota = Lasota sowie Lasotawicz. ( so nach ZERNICKI -SZELIGA 2. Bd. 1900, 6, 13). „ Lassota ze Steblau “. ( MAŠEK 1. Bd. 2008, 534 ). „ Lasota (Lechtoka) ze Stéblova “ (PILNÁČEK 1930, 525). Bei Lassota von Steblau handelt es sich um ein altes Adelsgeschlecht und Mitglied des Malteserordens. Siehe Georg Lassota von Steblau als Komptur von Troppau und Makau ab 1553. (so nach WROBEL 2010, 85 mit Anm. 353).

34 - R.E. de Bruin, Perponcher Sedlnitzky, Willem Emmery de, in: Biografisch Woordenboek van Nederland.

35 - De gevangenneming van W. E. de Perponcher Sedlnitzky te Utrecht - Titel, De gevangenneming van W. E. de Perponcher Sedlnitzky te Utrecht, in November 1813, door de Franschen en zijne wegvoering naar Parijs, door.

36 - Biographical Dictionary of the Netherlands: 1780 - 1830 - Biographical Dictionary of the Netherlands: 1780 - 1830. Once the Biografisch Woordenboek van Nederland, BWN, 1880 - 2000 sub-project had drawn to an end.

37 - Emilian von Zernicki – Szeliga: Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien, General - Verzeichnis. 2 Bände, Henri Grand, Hamburg 1900.

38 - Harvard University: Die polnischen Stammwappen, ihre Geschichte und ihre Sagen. H. Grand, 1904.

39 - Beyerte, F. (Ed.) 1962: Leges Langobardorum 643 — 866.

40 - Deutschrechtlicher Institutsverlag, Witzenhausen. Bisih'cky. J. - Pojst, M. (Eds.) 1982: Sbornik k 850. vyroßi posvSceni katedraly sv. Vaclava v Olomouci, Volume of studies on the occasion of the 850th anniversary of consecration of Sr. Venceslas’s cathed.

41 - Bldhovd, E. 1988: Staroslavinske pisemnietvi v dechäch 10. stoleti — Altslawisches Schrifttum in Böhmen im 10. Jahrhundert. In: Reichertovd - Bldhovä - Dvofdckovd« HuÜdiek 1988, 55 - 69.

42 - Zdenek Merinsky: Hrad Rokštejn. Dějiny, stavební vývoj a výsledky čtvrtstoletí archeologického výzkumu 1981–2006. Městský úřad v Brtnici, Brtnice 2007,

43 - Zusammenfassung in deutscher Sprache: Burg Rokštejn, mittelalterliche Burg bei Panská Lhota ( Stadtgemeinde Brtnice, Mähren ): Geschichte, Bauentwicklung und Ergebnisse eines Vierteljahrhunderts archäologische Forschungen 1981–2006.

44 - Wörterbuch der historischen und geographischen Länder im Mittelalter

45 - Geschichtlich – geographisches Wörterbuch der polnischen Länder im Mittelalter.

46 - Historische Literatur für das Jahr 1783 von Johann Georg Meusel

47 - Kasper Niesiecki, Polish Herbal, herausgegeben von JN Bobrowicz, Leipzig 1839 - 1845, Prandota des Rawicz – Wappens, Band 11 S. 357 - 358

47a - Prandota - Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts  Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker  1661 ( Originaltext ) - Seite 28

48 - General - Register und Nachschlage - Buch zu den zehn Bänden von Dudík's Allgemeiner Geschichte Mährens von Dudik, Beda Franziskus, 1815 – 1890, Czechoslovakia, Landes – Ausschuss.

49 - Titel - Goworek des Rawicz – Wappens, Woiwode von Sandomierz - Autor: Franzciszek Salezy Jezierski ( 1740 – 1791 ) Ausgabedatum: 1768 – Verlag: Michal Gröll

50 - Polnische Ritterschaft des Mittelalters von Franciszek Piekosinski 1844 - 1906 - Seite 18, 146, 149, 291, 306, 363, 523, 603, 635, 777, 786, 794 

50a - Albert Zasada und Andreas Philipp: Die Geläute der Basilika St. Mariä Himmelfahrt und der Kathedrale St. Stanislaus und Wenzeslaus zu Krakau. In: Jahrbuch für Glockenkunde. Band 21/22 (2009/2010), S. 139.

50b - *National - Archiv Krakau - Staatsarchiv Krakau / Archiv XXIII ( Stand: 2017 )

51 - Emilian von Zernicki – Szeliga: Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien, General - Verzeichnis. 2 Bände, Henri Grand, Hamburg 1900

52 - Johannes Chrzaszcz: Drei schlesische Landesheilige. Der heilige Hyacinth, der selige Ceslaus und die selige Bronislawa. G. P. Aderholz, Breslau 1897

53 - Ekkart Sauser: Ceslaus. In: Biographisch - Bibliographisches - Kirchenlexikon (BBKL). Band 15, Bautz, Herzberg 1999, Sp. 408 – 409.

54 - Franz Xaver Seppelt: Ceslaus In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, S. 185

55 - Adolf Schimmelpfennig: Ceslaus Odrovasius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 4, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 92 f.

56 - Johannes Chrzaszcz: Drei schlesische Landesheilige. Der heilige Hyacinth, der selige Ceslaus, die selige Bronislawa, Verlag: G. P. Aderholz, Breslau, 1897

57 - Adolf Schimmelpfennig: Hyazinthus. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 13, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 487.

58 - Friedrich Wilhelm Bautz: Hyacinthus von Polen. In: Biographisch – Bibliographisches - Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Bautz, Hamm 1990, Sp. 1230.

59 - Antoni Jonecko, Gundolf Keil: Studien zum Dichterarzt Nikolaus von Polen. Eine Skizze des mittelalterlichen Arztes und Dichters unter besonderer Akzentuierung seiner „ Antipocras “-Streitschrift, seiner „Experimenta“, der „Chirurgie“ sowie seiner Verbindungen nach Schlesien. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen, Band 11, 1993, S. 205–225, hier: S. 221 f.

60 - Colmar Grünhagen: Thomas I., Bischof von Breslau. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 38, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 67–69.

61 - Bruno W. Häuptli: Thomas I. von Breslau (Neiße). In: Biographisch – Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007

62 - Jan Kopiec, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. 1198-1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001

63 - Krzysztof Rafał Prokop, Bischof von Krakau , Verleger der hl. Stanisława BM, Krakau 1999, S. 61 - 64

64 - Bolesław Przybyszewski: Ein kurzer Abriss der Geschichte der Krakauer Diözese , Bd. I, Krakau 1989.

65 - Die Krakauer Kirche im Millennium, hrsg. "Znak", Krakau 2000.

66 - Rawita - Ostrowski, Peter von. In: Hans Vollmer. Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 4: Q–U. E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 27.

67 - Polski Slownik Biograficzny Bd. 24, S. 573.

68 - Ingrid von der Dollen: Karoline Wittmann 1913 - 1978. Das malerische Werk der Münchnerin. Edition Joseph Hierling, 2010, S. 16, 120.

69 - N.N.: Thomas II. Bischof von Breslau, 13. Jh. In: Rudolf Vierhaus ( Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie ( DBE ). 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Band 10: Thies – Zymalkowski. De Gruyter / K. G. Saur, Berlin / Boston / München 2008

70 - Colmar Grünhagen: Thomas II., Bischof von Breslau.. In: Allgemeine Deutsche Biographie ( ADB ). Band 38, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 69–71.

71 - Bruno W. Häuptli: Thomas II. Zaremba von Breslau ( Neiße ). In: Biographisch – Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007

72 - Colmar Grünhagen: Nanker. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 23, Duncker & Humblot, Leipzig 1886, S. 243–245.

73 - Hubertus Seibert: Nanker. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 18, Duncker & Humblot, Berlin 1997.

74 - Karl Kastner: Breslauer Bischöfe. Ostdeutsche Verlags-Anstalt, Breslau 1929.

75 - Jan Kopiec, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. 1198-1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001.

75a - Bischof Nanker - Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts  Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker  1661 ( Originaltext ) - Seite 29

76 - Gałuszka T., Piotr , Owernia Collector und das Presbyterium gegen Bischof Jan Grotowic und die Dominikaner: eine historische Studie über das Notar - Instrument von 1333 aus der Archivum Secretum Sammlung im Vatikan , "Przegląd Historyczny" 3 (105) / 2014, S. 315 - 337,

77 - Jan Długosz Roczniki oder die Chroniken des berühmten Königreichs Polen , Priester 9, M. Skowronek (Hrsg.), J. Mrukówna, Warschau 2009,

78 - Jawor G., Aus der Geschichte der politischen Opposition im mittelalterlichen Polen: Grot und Łukasz aus Słupcza (um 1370 - 1471) , "Rocznik Lubelski" 27-28 / 1988, S. 7 - 23,

79 - Kowalska A. , päpstlich appelliert an Polen für die Hilfe für das Heilige Land (XII-XIV Jahrhundert) , Acta Universitatis Lodziensis. Folia Historica 67/2000, S. 129-145

80 - Łętowski L. , Katalog der Bischöfe, Kanoniker und Prälaten von Krakau , Bd. 1 Krakauer Bischöfe , Krakau 1852, S. 247-260, "Wielkopolska Digital Library",

81 - Niwiński M., Bischof von Krakau Jan Grotowic und seine Kontroversen mit Włodzisław Łokietek und Kazimierz Wielki. Eine Passage aus der Geschichte der Beziehung der Kirche zum Staat in Polen im 14. Jahrhundert , Nova Polonia Sacra, Band 3, Krakau 1939, S. 57 - 99, "Jagiellonian Digital Library".

81a - Polnische Ritterschaft des Mittelalters von Franciszek Piekosinski , Kraksu 1901 / Grot: Seite 18, 230, 231, 323, 450, 494, 563, 582, 607, 633, 663, 765, 783, 787, 791, 802

82 - Ernst Heinrich Kneschke, Neues allgemeines deutsches Adels – Lexikon, Leipzig 1864.

83 - Constantin von Wurzbach: Nimptsch, die Grafen, Genealogie und heutiger Familienstand. In: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich. 20. Teil. Kaiserlich - königliche Hof -  und Staatsdruckerei, Wien 1869, S. 362 

84 - Alexander von Freyer, Barbara Skoczylas - Stadnik, Mirosław Szkiłądź: Kościół Pokoju w Jaworze / Friedenskirche in Jauer. Jawor 1994.

85 - Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band IX, Band 116 der Gesamtreihe, S. 429 – 430, C.A. Starke Verlag, Limburg ( Lahn ) 1998.

86 - Staatsarchiv Breslau

87 - Eintrag über Palais Nimptsch auf Burgen - Austria

88 - Ulrich Schmilewski: Preczlaw von Pogarell. In: Allgemeine Deutsche Biographie Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001.

89 - Andreas Rüther: Przeclaus von Pogarell (1299-1376). In: Schlesische Lebensbilder, Bd. VIII.

90 - Jan Kopiec, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches. 1198 -1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001.

91 - Colmar Grünhagen: Preczlaw von Pogarell. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 26, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 541–545.

92 - Teresa Chynczewska Hennel: Rzeczpospolita XVII wieku w oczach cudzoziemców

93 - Davies, Boże Igrzysko , E. Tabakowska (tłum.), Kraków: Wydawnictwo Znak, 2006,

94 - Ireneusz Ihnatowicz, Maczak A., Zientara B. Janusz Zarnowski: Społeczeństwo polskie od X do XX wieku , część czwarta Od połowy XV wieku do rozbiorów, S. 213–428, wyd. Książka i Wiedza, Warszawa 1999

95 - Jasienica, Rzeczpospolita Obojga Narodów , Warszawa: Państ. Instytut Wydawniczy, 1986

96 - Stanislaw Kutrzeba, Wladyslaw Aleksander Semkowicz: Akten der polnischen Einheit mit Litauen, 1385/1791. Krakau: Polnische Akademie für Lernen, 1932

96a Korczak ( Hrsg.), Unia horodelska 1413 , Krakau: Jagiellonian University Publisher, 2014

96b Das Enzyklopädische - Wörterbuch von Brockhaus und Efron: In 86 Bänden (82 Bände und 4 Extras). - St. Petersburg. : 1890-1907.

97 - August Wilhelm Hupel: Kurlands alter Adel und dessen Landgüter, oder kurländische Adelsmatrikel und Landrolle. In: Nordische Miscellaneen Band. 3, Riga 1781, S. 5–68

98 - Eduard von Fircks: Die Ritterbanken in Kurland. In: Jahrbuch für Genealogie, Heraldik und Sphragistik. Herausgeber: Kurländische Gesellschaft für Literatur und Kunst. 1895, S. 1ff

99 - Carl Arvid Klingspor: Baltisches Wappenbuch. Stockholm 1882, S. 48 – 61.

99a - Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich ( Stand: 07 / 2018 )  Quelle: Band 58 (1889), ab Seite: 201

100 - RI / Regesta Imperii – Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Regestendatenbank - 184.913 Regesten im Volltext

101 - X. Buch der Olmützer Landtafeln, in MZA Brno, Bestand A 3 – Stavovské rukopisy, Inv. Nr. 91, fol. 4v (Ed.: ZDO I, S. 363, Buch X, Nr. 67).

102 - IX. Buch der Olmützer Landtafeln, in MZA Brno, Bestand A 3 – Stavovské rukopisy, Inv. Nr. 90, fol. 30v–31r (Ed.: ZDO I, S. 354, Buch IX, Nr. 341 und 342).

103 - Abteilung - VII Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne 1314 -1347, Band: VII, 2 Die Regesten der Herzoge von Österreich sowie Friedrichs des Schönen als Deutschen König 1314 – 1330 hg. Gross. 1924

104 - Volf, Josef: Knihovna Václava Vresovce z Vresovic (Die Bibliothek Václav Vresovec z Vresovic). Prag 1937

105 - FALTYSOVÁ, V .; KOTEK, V. Vaclav Vřesovec Bibliothek aus Vřesovice. Handbuch der gedruckten Bibliothekssammlungen der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik: vom ersten Druck bis zum Ende des 19. Jhs. Prag: Nationalbibliothek der Tschechischen Republik, 2006. S. 195-197.

105a - Files and library of the Unity of the Brethren / United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization. Abgerufen am 28.08.2017 (englisch)

105b - (2) Handbuch deutscher historischen Buchbestände – Tschechische Republik ( Prag ) – von Bernhard Fabian, Vincenc Streit, Vlasta Faltysova, Pavel Pohlei, Nationalbibliothek der Tschechischen Republik / Bibliothek Vaclav Vresovec z  Vresovic (1532 – 1583) - 2538 - 2545 - Seite 151, 152, 153

106 - Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, Band 58 ( 1889 ) ab Seite 202

107 - Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker 1661 ( Originaltext )

108 - Die Matrikel der Universität Basel – Hans Georg Wackernagel, III. Band 1601 / 02 – 1665 / 66 – Verlag der Universitätsbibliothek Basel 1962

109a - K.A Böhme, Beiträge zur Genealogie oberpfälzischer Adelsgeschlechter, in: Verhandlungen d. hist. Vereins v. Oberpfalz und Regensburg 23, 1865, S. 210–375, S. 351.

109b - Friedrich Mandel, Geschichte des k.u.k. Infanterie-Regiments N° 13, Krakau 1893, S. 227.

109c - Mandel, Geschichte des k.u.k. Infanterie-Regiments (wie Anm. 26), S. 234.

109d - Mandel, Geschichte des k.u.k. Infanterie-Regiments (wie Anm. 26), S. 246

109e - Schloss A Sinning, Urkunde/Kopie

110 - Wißgrill ( Franz Karl ), Schauplatz des landsässigen Nieder - Österreichischen Adels vom Herren - und Ritterstande ( Wien 1800, Schuender, 4°.) Bd. IV, S. 185–188.

111 - Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste ( Leipzig, 4°. ) II. Section, Bd. 3, S. 18.

112 - Österreich von Gräffer und Czikann ( Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 514; Bd. VI, Supplement, S. 472. – Kneschke ( Ernst Heinrich Dr. ), Deutsche Grafen - Häuser der Gegenwart  ( Leipzig 1852, J. O. Weigel, 8°. ) Bd. I, S. 323.

113 - K. Woermann, Die Bilder aus der Prager Sammlung Wrschowetz in der Dresdner Galerie, Repertorium für Kunstwissenschaft 10 ( 1887 ), p. 153 - 159

113a - Th. von Frimmel, Die Geschichte der Wrschowetz'schen Gemälde - Sammlung in Prag, Mitteilungen der KK Zentralkommission zur Forschung und Erhaltung der Kunst - und Historischen Denkmäler, NF ( 1892 ), p. 22 - 26 ( im RKD als separate Ausgabe vorhanden, sa, S. 1 – 5 )

114 - V. Ledvinka, Documenta Pragensia IX / 1, Archiv Hlavniho Mesta Praha ( 1991 ), p. 259 - 265

115 - L. Slavicek, Die Tapzerei ist nicht wie eine Münze Marcus Forchond und die Tapisserien für das Prager Palais Thun, Opuscula Historiae Artium Studia Minora Facultati Philosophicae Univversitatis Brunensis F 52 ( 2008 ), p. 71 Anmerkung 36

116 - Dr. Hugo Toman, Das Verzeichnis der gräflichen Wrschowetz'schen Bildersammlung in Prag vom Jahre 1723, Repertorium für Kunstwissenschaft 10 (1887), S. 14 - 24

117 - Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreichs, Band 7 (1861), ab Seite 396

118 - Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser ( Gotha, Perthes, 32°. ) Jahrgang 1861–1864, 1870, 1872, 1879, 1885, 1887.

119 - Hellbach ( Joh. Christ. ) Adels - Lexikon ( Ilmenau 1826, Voigt, 8°. ) Bd. II, S. 790.  Historisch - heraldisches Handbuch zum genealogischen Taschenbuch der gräflichen Häuser ( Gotha 1855, Perthes, 32°. ) S. 1093.

120 - Hormayr‘s Archiv für Geschichte (Wien 4) Jahrgang 1821, S.114; 1828, S. 273, 277, 281: Das Geschlecht der Wrssowecz - historische Skizze von Moniak.

121 - Hormayr’s Taschenbuch für vaterländische Geschichte ( Wien, 12°. ) VI. Jahrgang S. 45: „Der Fall des Stammes Wrssowec“.

122 - Miltner, Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privat - Münzen und Medaillen ( Prag 1852, 4°. ) S. 698: „Wolf von Wřezowitz.“

123 - Vlasak ( Franz ), der altböhmische Adel und seine Nachkommenschaft nach dem dreißigjährigen Kriege ( Prag, 1866, kl. 8°. ) S. 109 und 147.

124 - Zedler’s Universal - Lexikon. 59. Bd., S. 681.

125 - a Die Wappen des Böhmischen Adels, Band IV, 9. Abteilung

126 - b Die Wappen des Böhmischen Adels, Siebmacher Band 30, 1979, Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch

127 - c  Der Adel von Galizien, Lodomerien und der Bukowina, Siebmacher Band 32, 1985, Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch

128 - Sławomir Górzyński: Polnische Aristokratie in Galizien: heraldische und genealogische Studien, Warschau: DiG, 2009, S. 316 - 317.

129 - L. Musioł, Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Schmerzen in Rybnik - historische Monographie, mPs 1963; O. Drobny, Kirche des Heiligen. Katharina in Rybnik  1648 - 1805, "Ziemia Rybnicka" 1934, Nr. 3, S. 51.

130 - L. Musioł, Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Schmerzen in Rybnik - historische Monographie, mPs 1963; O. Drobny, Kirche des Heiligen. Katharina in Rybnik   1648 - 1805, "Ziemia Rybnicka" 1934, Nr. 3, S. 51.

131 - Constantin von Wurzbach: Przichowský von Przichowitz, Anton Peter Graf von. In: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich. 24. Teil. Kaiserlich - königliche Hof - und Staatsdruckerei, Wien 1872, S. 32 f.

132 - Biographisches Lexikon des Kaiertums Österreich, Band 24 (1872) ab Seite 32

133 - Österreichische National – Enzyklopädie von Gräffer und Czikann ( Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 319. – Lederer ( Ignaz ), Erinnerungen aus und an Pilsen 1862, S. 9.

134 - XX. HA Adelsarchiv, Nr. 1437 – Wrssowetz – Sekerka von Sedczicz ( 1637 – 1682 )

135 - " Auszug aus dem Adelslexikon der Preußischen – Monarchie ( 1858 ) Seite 103 - 104 "

136 - " Auszug: Geschichte des deutschen Adels - Jahrbücher der Literatur, Bände 111 – 112 / Seite 277 "

137 - Frankfurter Oberpostamtszeitung vom 27.02.1829

138 - Berliner - Intelligenzblatt vom 10.03.1829

139 - Gebhardi’s  genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland, Band III., Seite 26 und 42, und die zweite Stammtafel zu Seite 17.

139a - (1) Neuer Nekrolog der Deutschen - von Friedrich August Schmidt, Bernhard Friedrich Voigt – 1833 - Band 7, Teil 2, Seite 912, 913

 

Kumulierte Quellennachweise / Cumulative source references / Referencias de fuentes acumuladas:

  1. Wappen - Verleihung in der Zeit der Piasten - Herrschaft aus dem Buch Kaspar Niesiecki T. I r 1839 – 1846 / Wappen Rawicz 1108
  2. J. N. Bobrowicz, Herby w Polszcze - Kasper Niesiecki, Herbarz polski, wyd
  3. J. N. Bobrowicz, Kasper Niesiecki - Band 1, Lipsk 1839–1846, Seite 2, 3, 6, 512
  4. Kasper Niesiecki, Bobrowicz, Archiv Krakau Ksk 2
  5. Beschluss Nr. VIII / 53/90 des Stadtrates in Stettin vom 28.11.1990 über die Errichtung von Bezirken und Siedlungen in der Stadt Stettin. Im Öffentlichen Informationsbulletin des Rathauses von Stettin – Online, geprüft 2013
  6. Institut für deutsche Adelsforschung – Herrensitze des Adels 1860: Kreis Pless / Schlesien, (Fürsten von Pleß Grafen von Hochberg)
  7. Warschowitz / Kreis Pless, Schlesien - Fürsten von Pleß - Grafen vom Hochberg, Herren zu Fürstenstein
  8. Bayerische Staatsbibliothek digital - Szymon ( Simon ) Okolski "Orbis Polonus" (1641-1645), Orbis Poloni Tom II., Seite: 581-602.
  9. (1) Institut für Geschichte der Polnischen – Akademie der Wissenschaften - NKDMaz. 3 Nr. 278, Wierzb. Nr. 4; Quellen 26-27, AGAD perg. 1511; A. Wejnert, Warschauer Altertümer , Vol. 3, Warschau 1854, S. 28-31
  10. Von Agrykola bis Żywny. Ein kleines Wörterbuch der Gönner der Warschauer Straßen  
  11. Warschau: Historisches Museum der Hauptstadt Warszawy und Ludowa Spółdzielnia Wydawnicza, 1968, S. 63
  12. Ryszard Żelichowski: Straßen von Solec, Warschau: Veda Verlag, 1999, S. 11, 12
  13. Kwiryna Handke: Wörterbuch der Benennung von Warschau . Warschau: Slavic Publishing Center, 1998, S. 390
  14. (1) Kronika Wielkopolska  / Chronica Poloniae maioris / Chronik von Großpolen, Seite 181 - 183
  15. (2) Institut für Geschichte der Polnischen – Akademie der Wissenschaft - Geographisches und historisches Lexikon der polnischen Länder im Mittelalter – Krakau, Teil IV. – Makocice, Seite 22 bis 36
  16. Genealogie der Familie Koninski
  17. Maria Lewicka - Architekturatlas der Altstadt von Warschau - Verlag Arkady, Warschau 1992, S. 10.
  18. Zeugnissammlung des Mogilianerklosters bei Krakau, Seite 28, wissenschaftliche Gesellschaft Krakau, 1865
  19. Antoni Malecki, 1890, Heraldische Studien - Band 2, Seite 41, 42
  20. Franciszek Pielkosinski, 1874, Diplomatenkodex der Krakauer Kathedrale von Waclawa, Seite 110
  21. Kasper Niesiecki
  22. Kasper Niesiecki, Dunczewski, Neuausgabe Siebmacher, Wojciech Ketrzynski
  23. Kasper Niesiecki, von Zernicki Szeliga, Polnische Adels – Matrikel - Adolf Krosnowski
  24. Kasper Niesiecki, Ignacy Krasicki, Jerzy Borkowski, Wojciech Wincenty Wieladko, Wojciech Ketrzynski, Herb Kr. Polnische Adels Matrikel, Pol. Zl. Ks. 5
  25. Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien – Generalverzeichnis von Emilian Żernicki - Szeliga, Band 1, 2 - Hamburg 1900
  26. Ludwik Musioł: Dokument sprzedazy ksiestwa pszczynskiego z dn. 21. lutego 1517 R.. In: nakł. Towarzystwa ; Drukiem K. Miarki (Hrsg.): Roczniki Towarzystwa Przyjaciół Nauk na Śląsku. R. 2, 1930, S. 235–237
  27. Österreichische Nationalbibliothek – Kurfürsten, die 1648 unter Jan II. zu Kurfürsten gewählt wurden. 1674, die Liste der Wähler, die bei der Wahl Johanne Kasimirs 1648, Johanns III. 1674, August II. 1697 und Stanislaus Augustus zu Königen von Polen gestimmt haben – Autor: Oswald Pietruski. Verlag: Kajetan Joblonski 1845, Grot, Grotowski - Seite 107, 108
  28. Magazin für die Literatur des Auslandes – von Joseph Lehmann - Verlag A.W. Hayn 1838, Bände 13, 14, Seite 404 - Warschowitz
  29. Lech Niepieklo, Niepieklow, 2014
  30. Waffenmann von Szymon Okolski "Orbis Polonus" (1641-1645), Band 2, 581 - 602
  31. Alte polnische Enzyklopädie, Siegel des ältesten polnischen Adels - von Zygmunt Gloger - Siegel von Warsz – Kastellan von Krakau / Siegelnummer 8 – Inschrift – S. Warsii Castellani Cracovia – Band IV.
  32. Bayerische Staatsbibliothek digital - Szymon ( Simon ) Okolski "Orbis Polonus" (1641-1645), Orbis Poloni Tom II., Seite: 581-602.
  33. GEDBAS – Verein für Computergenealogie e.V. / Familienforschung Peters
  34. National - Archiv Krakau - Staatsarchiv Krakau / Archiv XXIII ( Stand: 2017 )
  35. Historischer Atlas von Polen – Provinz Sandomierz, Teil II.
  36. (1) Magdalena Ujma, Sejmik Lublin, 1572-1696, Warschau 2003, S. 236-237
  37. (1) Beamte der Woiwodschaft Lubelskie im 16. und 18. Jahrhundert. Listen. Erstellt von Witold Kłaczewski und Wacław Urban. 1991, S. 126
  38. (2) Beamte der Woiwodschaft Lublin im 16. und 18. Jahrhundert. Listen erstellt von Witold Kłaczewski und Wacław Urban. 1991, S. 111.
  39. (3) Österreichische Nationalbibliothek – Kurfürsten, die 1648 unter Jan II. zu Kurfürsten gewählt wurden. 1674, die Liste der Wähler, die bei der Wahl Johannes Kasimirs 1648, Johanns III. 1674, August II. 1697 und Stanislaus Augustus zu Königen von Polen gestimmt haben – Autor: Oswald Pietruski. Verlag: Kajetan Joblonski 1845, Gniewosz – Gnatowski, Seite 92, 93
  40. (4) Zofia Trawicka: Politisches Leben des Adels der Provinz Sandomierz in der zweiten Hälfte des 17. Jhs -  Zwischen Monarchie und Demokratie - Studien zur Geschichte Polens im 15. - 18. Jh, herausgegeben von A. Sucheni  - Grabowska, A. Żaryn, Warschau 1994, S. 318
  41. Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Band 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 42.
  42. Statuta, Prawo - Constitución Koronne Łacinskie, Polskie von Statutow Łaskie, Herborta - Constituciy Koronnych Zebrane, Krakau 1600, S. 749.
  43. Nationalbibliothek der Tschechischen Republik - Die polnische Krone in der goldenen Freiheit aller alten Kathedralen, Provinzen und Rittertümer – 1728 - Kasper Niesiecki, Band 1
  44. Meyers - Konversationslexikon, Stand: 1888
  45. Breyer, Albert, Deutsche Gaue in Mittelpolen / 1935.
  46. Hermann Knothe - Geschichte des oberlausitzer Adels und seiner Güter, Band 1, Seite 280, 282
  47. Schlesisches Urkundenbuch - Aufträge für die Historische - Kommission Schlesien - von Heinrich, Appelt, Josef Joachim Menzel, 5. Band 1282 - 1290, Bearbeitet von Winfried Irgang, Böhlaus Verlag, Köln – Weimar - 1993 Wien
  48. Codex Diplomaticus Silesiae, Bd. 16, 1892 – Regesten zur schlesischen Geschichte – 1301/1315. Herausgegeben von Grünhagen / Wutke
  49. Rolf Straubel – Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs – und Justizbeamten 1740 – 1806 / 15 – K.G. Saur Verlag, München 2009
  50. Die Böhm – Chronik, Band 3 – Zur Geschichte der Grundherrschaften – Günter Böhm - Die Herren von Baitzen
  51. Wappenbuch der schlesischen Städte -  Herausgegeben von Hugo Satjrma ( Freiherr von der Jeltsch ) - Berlin 1870
  52. Kodeks Dyplomatyczny Wielkopolski I, Nr. 451
  53. Die Schlacht von Bardo 1096 - Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern – 1025 bis 1137 – von R. von Rothenburg, 3. Auflage, S. 93, 94 - Wien 1834
  54. The Book of Henrykow - UNESCO Memory of the World, abgerufen am 31.08.2017 (englisch)
  55. Schlesisches Urkundenbuch – Codex Schlesien – hrsg. Verein für Geschichte vom Altertums Schlesien. Band 10, Urkunden des Kloster Kamenz. Ed von Dr. Paul Pfotenhauer, Breslau 1881 - Ritter Dirsko von Baitzen macht eine Stiftung an das Kloster Kamenz
  56. Eugeniusz Szczepaniak, Bialystok 1986, Informacja genealogiczna
  57. C. Jankowski, Powiat Oszmanski , t.1, s. 223 i n.
  58. Wojciech Wijuk Kojalowicz, Herbarz, Krakau 1897, S.204 - 208
  59. Codex Schlesien hrsg. - Verein für Geschichte vom Altertum Schlesiens, Bd. 10, Urkunden des Kloster Kamenz. Ed von Dr. Paul Pfotenhauer, Breslau 1881
  60. Nationalbibliothek der Tschechischen Republik - Der schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728, Seite 221
  61. Originalurkunde im Breslauer - Stadtarchiv PP 18
  62. Prof. Franciszek Piekosiński - Die polnische Ritterschaft des Mittelalters - II, 288
  63. Adam Boniecki "Herbarz Polski" Warszawa 1899 - 1913
  64. Archiv für schlesische Kirchengeschichte, Band 1 von Karl Eistert: Eine verschwundene Kirche im Kreise Ohlau
  65. Schlesischer Adel, Bd. 2, Hochadelige Geschlechter
  66. Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamlien – 1900 – Emilian Zernicki – Szeliga, Bd.1
  67. Österreichische Nationalbibliothek - Schlesische Kuriositäten, darinnen die ansehnlichen Geschlechter des Schlesischen Adels mit Erzählung des Ursprungs, der Wappen, Genealogien – 1720 – Johannes Sinapius – S.578, 579. 580, 581
  68. Adelslexikon der preußischen Monarchie – Band: L bis S – Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Lebebur – 1854, Seite 13
  69. Adelslexikon der preußischen Monarchie – Band: L bis S – Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Lebebur – 1854, Seite 432
  70. Auszug: Der mährische Adel - Nürnberg 1899 - Seite 224 / Dr. Heinrich von Kadich und Konrad Blazek
  71. Bayerische Staatsbibliothek: Tagebuch des Erich Lassota von Steblau : Nach einer Handschrift der von Gersdorff-Weicha'schen Bibliothek zu Bautzen herausgegeben und mit Einleitung und Bemerkungen begleitet von Reinhold Schottin
  72. Österreichische Nationalbibliothek - Schlesische Kuriositäten, darinnen die ansehnlichen Geschlechter des Schlesischen Adels mit Erzählung des Ursprungs, der Wappen, Genealogien – 1720 – Johannes Sinapius – S.580, 581
  73. Österreichisches Staatsarchiv – Signatur: AT-OeStA/HHStA SB Adel RAA 242.8 – Unterkämmerer Andreas Lasota – Wappenverbesserung vom 11.09.1543
  74. Polnisches biografisches Wörterbuch, Band 5, S. 232 – 233
  75. Ilona Czamańska: Moldau und Walachei in Richtung Polen, Ungarn und der Türkei im 14. und 15. Jh. Posen: 1996.
  76. Zdzisław Spieralski: Moldauische Schlägereien. Warschau: 1967
  77. Teodor Żychliński: Das goldene Buch des polnischen Adels . T. 16. Poznań: 1879-1908
  78. - Codex diplomaticus Regni Poloniae und Magni Ducatus Lituaniae, herausgegeben von Maciej Dodgiel, Bd. 4, Vilnius 1764, S. 133.
  79. - Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Bd. 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 366.
  80. Nationalbibliothek der Tschechischen Republik – Der Schlesische Adel – von Johannes Sinapius 1728, Seite 220
  81. Stadt - und Grundbücher aus der Zeit der Republik Polen mit den Archiven des sogenannten Bernhard in Lemberg, Band XVII, S. 29 - Maciej Wilamowski, Familie des Hofes von Piotr und Andrzej Odrowąż Sprowski, Woiwodschaften und Starosten in Ruthenien, S. 290
  82. Göttinger Digitalisierungszentrum -  J. Siebmachers Wappenbuch - Preußischer Adel, Seite 36 / Wappentafel: 27
  83. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in gen 32.16
  84. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA SB Partezettelsammlung 24-399
  85. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 39.18
  86. Augustin Weltzel - Geschichte der Stadt Ratibor (1861), Seite 404 - Bayerische Staatsbibliothek
  87. Institut für deutsche Adelsforschung – Herrensitze des Adels  1860: Jankowitz – Rauden / Kreis Rybnik, Schlesien ( Herzöge von Ratibor Prinzen zu Hohenlohe – Waldenburg – Schillingsfürst, Fürsten zu Corvey )
  88. Heinrich Heine Universität Düsseldorf / Universitäts – und Landesbibliothek – Geschichte des Geschlechts der Saurma und Sauerrma, Erste Abteilung: Die Jeltscher Hauptlinie, Seite 32, 39
  89. Marek Cetwinski – Schlesische Ritter bis zum Ende des 13. Jhs. – Serie A Nr. 229 - Biogramme und Stammbäume – Tabelle 1 – Die Herren von Strehlen - Auszug aus dem wissenschaftlichen Treffen der Fakultät für Philosophie und Geschichtswissenschaften vom 01.12.1977, Breslauer Wissenschaftliche Gesellschaft
  90. (2) Helden – Staats - und Lebens - Geschichte des Allerdurchlauchtigsten und Großmächtigsten Fürsten und  Herrn Friedrichs Königs in Preußen, Chur - Fürstens zu Brandenburg, und souveränen Herzogs in Schlesien - von Christian Friedrich Hempel – 1758, Band 2, Seite 238, 241
  91. (2) Deutsches Historisches Museum - Quittung des Ernst Konrad Goworek in der Schuldsache des Grafen Erdman von Reder auf Krappitz und Adams von Franckenberg – Inventarnummer: Do 55 / 79
  92. Kodeks Małop. T.IV S.1243
  93. Weitere Informationen zur Familiengruft - Kloster Postelberg - der Vršovci / Werschowitz in Böhmen sind im Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts, Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 (Originaltext) auf Seite 18, 27, 30, 33, 34, 41, 47, 48 dargestellt.
  94. Markgraf, JW Schulte, Codex Diplomaticus Silesiae T.14 Liber Fundationis episcopatus Vratislaviensis, Breslau 1889.
  95. (1) Werke der Breslauer Wissenschaftsgesellschaft. Reihe A. = Travaux de la Société der Wissenschaften und der Lettres de Wroclaw, Serie A, Nr.229, Marek Cetwiński. Schlesische Bildung bis zum Ende des 13. Jhs. – Biogramme und Familien Breslau – Veröffentlichung der Polnischen Akademie der Wissenschaften 1982, C.512, C589, C676 – Tabelle 6 Goslawice / Goslaw (A.11).
  96. (2) Der Nachfolger vom Kastellan von Lublin Zbylut de Prerichym war der Verwandte Warsz von Michow (*1220 - †≈1280) Kastellan von Lublin (ab 1259), Gouverneur von Sandomierz (ab 1268) und Kastellan von Krakau (ab 1270). Warsz war ein Nachkomme vom Provinzgouverneur Goworek II. (*1166 - †1227).
  97. (3) Thomas Jurek ( Posen ) 1992 - Die Familie des Breslauer Bischofs – Thomas I. - Seite 24 bis 31
  98. (4) Bischof Thomas II. – Geschichte der Diözese Breslau, Band 1, Seite 208 – von Joseph Ignaz Ritter, 1845
  99. (5) Thies – Zymalkowski - herausgegeben von Rudolf Vierhaus, Verlag: Walter de Gruyter, 2011, S.10
  100. (6) Österreichische Nationalbibliothek - Versuch einer Geschichte des vormaligen Fürstlichen Zisterzienser-Stiftes Heinrichau bei Münsterberg in Schlesien, 1846 von Wilhelm Pfitzner, S.43,44,45
  101. (7) Heydebrand und der Lasa, Fedor von, Die Herkunft der Breslauer Bischöfe Thomas I. und Thomas II., in: Zeitschrift des Vereins für Geschichte Schlesiens, Band 51 (1917), S. 134–163, hier S.150
  102. (8) Silnicki, Dzieje ( wie Anm. 7 ) S. 255, 256, Orzechowski, Dzieje ( wie Anm. 1 ) S. 14, 15, Wünsch, Landesherrschaft ( wie Anm. 1 ) S. 224, 226
  103. (9) LBUS II Nr. 22 S. 203 f, Pfitzner, Besiedlungsgeschichte (wie Anm.1) S.158, Silnicki, Dzieje (wie Anm.7) S.236, Wünsch, Landesherrschaft (wie Anm.1) S.224
  104. (10) Max – Planck – Institut für Geschichte Göttingen - Bischof und Bürger: Herrschaftsbeziehungen in den Kathedralstädten des Hoch- und Spätmittelalters – Uwe Grieme, Stefan Pätzold, Nathalie Kruppa, Band 26, S. 247
  105. (11) Gründungsbuch des Klosters Heinrichau – von Gustav Adolf Stenzel, Breslau 1854
  106. (12) Bayerische Staatsbibliothek – Geschichte der Stadt Strehlen in Preußisch Schlesien 1853 – von Franz Xaver Görlich, S. 48,49,50
  107. (13) Bayerische Staatsbibliothek - Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates – Bd.18, S.23 - Comes Pribislaus de Prerichym
  108. Die Gutsherren aus Dirschdorf siegelten im 13./14. Jh. mit dem Geschlechtswappen / Bärensiegel, siehe Dr. Paul Pfotenhauer, op. cit, S.33, tabl. B VII fig 70. is. 39, tabl. CXII fig. B. Zob. o nich w Ksiedze henrykowskiej, S.329 n,364 n.
  109. * Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel IX. Nr. 99 - Graf Dirsgo 1272 o. T. (Regg. 1417). Stadtarchiv Brieg III. E. 1. Pergamentstreifen. Rundes Siegel. Ein schreitender Bär. Umschrift: D I R S C O N I S - D E –
  110. * Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel X. Nr. 109 - Konzo, Domherr zu Breslau.1258 Aug.14. (Regg. 1005). Kam. 15. Pergamentstreifen. Im spitzova­len Siegel ein schreitender Bär mit Halsband und einem durch die Nase gezogenen Ringe. Umschrift: (-f- S.) C O N - Z O N IS • CAN • V R A T I Z L A V I E N.
  111. Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts  Dresden – Rudolf von Bieberstein -, Kurfürstlicher Sächsischer Hof, Buchdrucker  1661 ( Originaltext ) Seite 53,54
  112. Julius Helbig: Urkundliche Beiträge zur Geschichte der edlen Herren von Biberstein und ihrer Güter. Aus dem handschriftlichen Nachlass des Generalmajors Paul Rogalla von Bieberstein mitgeteilt von Albert Hirtz. Bearbeitet, erläutert und um einen Regesten-Nachtrag vermehrt von Julius Helbig. Reichenberg, im Selbstverlag des Vereines für Heimatkunde des Jeschken-Isergaues, 1911. S. 7
  113. Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Band 25, S. 681 – 685 von Johann Heinrich Zedler
  114. Böhmische Chronica - vom Ursprung der Böhmen von ihren Herzögen und Königen, Seite 37
  115. Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – herausgegeben von Johann Heinrich Zedler 1749 – Krzesomil von Werschowetz - Band 25, Seite 681, 682
  116. Bayerische Staatsbibliothek - Chronicon Bohemiae, historische und genealogische Beschreibung der uralten Geschlechter im Königreich Böhmen, Band 1, Seite 10 - von Peter Becklern
  117. Moravia Magna – Kroniky Letopis von Vyšehrad Konovnik / Das Gericht mit dem Geist 2/2 – 1130, Die Schlucht von Vyšehrad (1130)
  118. Vratislav Vanicek: Sobeslav I. Premyslid im Kontext der Geschichte in den Jahren 1092 bis 1140. Paseka, Prag und Litomyšl 2007.
  119. Schlesisches Urkundenbuch - Aufträge für die Historische - Kommission Schlesien - von Heinrich, Appelt, Josef Joachim Menzel, 5. Band, 1241 - 1280, Seite 25 - bearbeitet von Winfried Irgang, Böhlaus Verlag, Köln – Weimar - 1993 Wien
  120. Der Popularisator für geographisches und historisches Wissen über Schlesien und Breslau Heinrich August Adama listete 1888 den ältesten Namen des Dorfes namens Gosław auf und gibt ihm die Bedeutung von - Dorf des Gosław -, was auf Polnisch - Wieś Gosława - bedeutet. In dem lateinischen Buch Liber Fundationis episcopatus Vratislaviensis ( Polnisch – Buch der Bürokratie des Bistums Breslau ), das während der Regierungszeit vom Bischof Heinrich von Würben in den Jahren 1295-1305 geschrieben wurde, wird der Ort in der lateinischen Form von Cosilwicz erwähnt.
  121. Quelle: Markgraf, JW Schulte, Codex Diplomaticus Silesiae T.14 Liber Fundationis episcopatus Vratislaviensis, Breslau 1889.
  122. Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel IX. Nr. 99 - Graf Dirsgo 1272 o. T. (Regg. 1417). Stadtarchiv Brieg III. E. 1. Pergamentstreifen. Rundes Siegel. Ein schreitender Bär. Umschrift: D I R S C O N I S - D E –
  123. Dr. Paul Pfotenhauer 1879 - Abteilung B, Schlesische Adelssiegel bis 1327, Wappentafel X. Nr. 109 - Konzcho, Domherr zu Breslau.1258 Aug.14. (Regg. 1005). Kam. 15. Pergamentstreifen. Im spitzova­len Siegel ein schreitender Bär mit Halsband und einem durch die Nase gezogenen Ringe. Umschrift: (-f- S.) C O N - Z O N IS • CAN • V R A T I Z L A V I E N.
  124. Graf Pribislaus, sein Sohn Pribislaus und seine Tochter werden in Urkunden 1228, 1244, 1273 erwähnt
  125. Werke der Breslauer Wissenschaftsgesellschaft. Reihe A. = Travaux de la Société der Wissenschaften und der Lettres de Wroclaw, Serie A, Nr.229, Marek Cetwiński. Schlesische Bildung bis zum Ende des 13. Jhs. – Biogramme und Familien Breslau – Veröffentlichung der Polnischen Akademie der Wissenschaften 1982, C.512, C589, C676 – Tabelle 6 Goslawice / Goslaw (A.11).
  126. Der Nachfolger vom Kastellan von Lublin Zbylut de Prerichym war der Verwandte Warsz von Michow (≈†1280) Kastellan von Lublin (ab 1259), Woiwode von Sandomierz (ab 1268) und Kastellan von Krakau (ab 1270). Warsz war ein Nachkomme vom Provinzgouverneur Goworek II. (†1227).
  127. Thomas Jurek ( Posen ) 1992 - Die Familie des Breslauer Bischofs – Thomas I. - Seite 24 bis 31
  128. Bischof Thomas II. – Geschichte der Diözese Breslau, Band 1, Seite 208 – von Joseph Ignaz Ritter, 1845
  129. Die Gutsherren aus Dirschdorf siegelten im 13./14. Jh. mit dem Geschlechtswappen / Bärensiegel, siehe Dr. Paul Pfotenhauer, op. cit, S.33, tabl. B VII fig 70. is. 39, tabl. CXII fig. B. Zob. o nich w Ksiedze henrykowskiej, S.329 n,364 n.
  130. Zeitgeschichte der Städte Schlesiens, Bd. 2
  131. Die Ortsnamen des Kreises Neumarkt von Adolf Moepert, Bibliothek des Zentral – Instituts für Oberschlesische Landesforschung, Bücherverzeichnis Nr. 1968 von 1935, Band 13, Teil III, Seite 84
  132. Kop. Breslau St.A. Rep. 16 ältestes Landbuch A fol. 6 (B); ebenda III 9e, fol. 52' (C nach Marginalnotiz im Handexemplar der Regesten, ad 1271). SR 1664, Hirtz, Urkundl. Beiträge Nr. 52. Schlesisches Urkundenbuch, Herausgegeben von der Historischen Kommission für Schlesien, Vierter Band 1267 - 1281, Bearbeitet von Winfried Irgang, Böhlau Verlag, Köln-Wien 1988
  133. Die Ortsnamen des Kreises Neumarkt von Adolf Moepert, Bibliothek des Zentral – Instituts für Oberschlesische Landesforschung, Bücherverzeichnis Nr. 1968 von 1935, Band 13, Teil II, Seite 59
  134. *Wappenbuch der schlesischen Städte -  Herausgegeben von Hugo Satjrma ( Freiherr von der Jeltsch ) - Berlin 1870
  135. Originalurkunde im Breslauer - Stadtarchiv B 15. – gedruckt bei Drescher diplom. Nebenstunden S. 67 - Herzog Heinrich VI. bestätigt der Stadt Breslau alle ihre Rechte und Freiheiten – Heinrich von Danielwitz -  Breslau den 09.11.1311
  136. Johannes Sinapius - Der Schlesische Adel, Band 2, Seite 588, 917 - Hochadelige Geschlechter / Dirschkowitz
  137. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.38
  138. Bayerische Staatsbibliothek digital, Siebmachers großes Wappenbuch III, 1 Abt. Seite 21
  139. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, S. 392, Teil A, 115. Jg. 1942
  140. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.38 (1)
  141. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 315.39 (2)
  142. Universität – und Landesbibliothek, Heinrich Heine Universität Düsseldorf – Deutsche Grafen – Häuser der Gegenwart / Ernst Heinrich Kneschke 1853 – Grafen von Pfeil und Klein - Ellguth - Band 2, Seite 197, 198, 199, 200
  143. Deutsche Nationalbibliothek / Bezirk Hostau: Heimat zwischen Böhmerwald und Egerland
  144. Annales Quedlinburgenses. MGH SRG 72. Ed. Gies, Martina. Hannover 2004.
  145. Codex diplomaticus und epistolaris regni Bohemiae I. Ed. Friedrich, Gustav. Prag 1904 - 1907.
  146. Codex diplomaticus und epistolaris regni Bohemiae II. Ed. Friedrich, Gustav. Praha 1912
  147. Chronik. Edd. Neškudla, Borek - Zytek, Jakub. Praha 2008
  148. Chronik der Tschechen. Edd. Hrdina, Karel - Blahova, Marie - Moravova, Magdalena - Wihoda, Martin. Prag 2011
  149. Der mährische Adel, bearbeitet von Dr. Heinrich von Kadich und Conrad Blazek, Nürnberg 1899 – Seite 58, 59
  150. Wolny VI, Worzikowskysche Sammlung, Paprocky
  151. Das Königreich Böhmen - Band Chrudimer Kreis - Stand: 1837
  152. Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemaligen Bistums Lebus und des Landes dieses Namens. Band 1. Berlin 1829 S. 73, 74, 80 - mit Urkundenverweisen
  153. J. Szymanski: Nanker, biskup lubuski. In: Polski słownik biograficzny. Band 22. 1977. S. 513–514.
  154. Marek Golemski: Trudny pontyfikat biskupa Nankera. In: Nasza Przeszłość. Band 115/116. 2011. S. 555–566. mit spekulativen Hypothesen
  155. JaKKOS - Jahrbuch für Kirchen - und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel und Südosteuropa - E. Walter: Zum romanischen Dom des Breslauer Bischofs Walter (+1169); W. Irgang: Die Statuten der Breslauer Synode vom 10. Oktober 1248, Band 34, 197
  156. Bayerische Staatsbibliothek - Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates – Band 18, Seite 8 bis 11 – Kastellan Nanker von Boleslawiec / Bunzlau
  157. Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern, seit dem Jahre 1025 bis 1137 n. Chr. - von R. v. Rothenburg K. Pr. Artillerie - Premier – Lieutenant a.D., dritte Auflage, S. 116, 117, 118, Wien 1834 - Belagerung von Glogau - Martin Gallus p. 96. – Kadlubek. Hist. Pol. III. 19. p. 717. – Boguphali Chron. p. 35. – Dlugoss. - Ilist. Polon. p. 379 – Cromer de Orig. et Reb. gest. Polon. p. 112. – Cosmas Prag. p. 2098. – Chron. Ursperg. p. 266 – Otto Frising. VII. 19. p. 149. – Spangenberg, Mansfeld. Chronik c. 21 1 p. 239. – Schickfuß, Schlesische Chronik I. p. 48, 49. – Ch. de Solignac, - Hist. de Pologne II. p 38– 49. – Wagner, Gesch v. Polen I. p. 195 – 195. – Luden, Geschichte des deutsch. Volkes IX. p. 366–370.
  158. Schlachten, Belagerungen und Gefechte in Deutschland und den angrenzenden Ländern, seit dem Jahre 1025 bis 1137 n. Chr. - von R. v. Rothenburg K. Pr. Artillerie - Premier – Lieutenant a.D., dritte Auflage, S. 118, 119, 120, Wien 1834 - Schlacht bei Hundsfeld - Vincent Kadlubek. III. 19. p. 718.– Dlugoss. p.358. – Cromer. p. 116. – Stanisl. Sarnic. Annal. pol. VI. c. 11. p. 1064. – Boguphal. Chronic. Polon. p. 35. – Hennenfeld. Annal. Siles. P 227. – Spangenberg, Mansfeldische Chronik c. 221 p. 20, 241. – Schickfuß, Schlesische Chronik I. p. 49, 50. – Lucae, Chronik von Schlesien I. p 60.– Ch. de Solignac, Ilisstoire de Pologne II. p. 50–55.
  159. Herder - Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz – Gemeinschaft - Botschaft der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder - Die Einladung der polnischen Bischöfe zu den Feierlichkeiten anlässlich des 1000jährigen Bestehens von Polen beinhaltet einen Abriss der polnischen Geschichte und zeigt Verflechtungen von Glaubensgeschichte zwischen Polen und Deutschen auf – Modul: Volksrepublik Polen, Kategorie: Kultur und geistiges Leben
  160. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA Siegelsammlung Smitmer-Löschner m 0197
  161. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA Siegelsammlung Smitmer-Löschner m 0199
  162. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA Siegelsammlung Smitmer-Löschner m 0203
  163. Großes vollständiges Universal – Lexikon aller Wissenschaften und Künste – von Günther Ludovici 1749, Band 60, Seite 1647, 1648 - Herausgeber: Universität Michigan ( USA )
  164. Abschrift im Archiv des Domkapitels NN 8, gedruckt bei Stenzel BU. S. 282 ff.
  165. Cod. Saxon. II. 4. 303.
  166. Geschlecht der Herren von Kamenz, Laus. Mag. 1866
  167. Hennes, Urkundenbuch zur Geschichte des Deutschen Ordens I. 94
  168. Knothe, Geschichte von Marienstern 1871
  169. Palacky, Geschichte von Böhmen II. 2.20.
  170. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in gen 19.41
  171. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in spec 260.10
  172. Polish Biographical Dictionary, Bd. 23, S. 547
  173. Dziegielewski J., Enzyklopädie der polnischen Geschichte: Politische Geschichte, Bd. 2, Morex, 1995, S. 48
  174. Eintrag zu Jan Sprowski auf catholic – hierarchy.org – Datenbank zu den Bischöfen und Bistümern der römisch – katholischen Kirche.
  175. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreichs ( Stand: 01/2016  ) Band 24 (1872), ab Seite 32
  176. (1) Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Band 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 42
  177. (2) Statuta, Prawo Constitución Koronne Łacinskie-Polskie von Statutow Łaskie-Herborta-Constituciy Koronnych Zebrane, Krakau 1600, S.749.
  178. Österreichisches Staatsarchiv – Signatur - AT-OeStA/HHStA SB Partezettelsammlung 37-490 – Vermählungsanzeige Haugwitz, Eugenie Gräfin mit Graf Gustav Rawita von Ostrow-Ostrowski
  179. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 328.96
  180. Codex epistolaris saeculi decimi quinti. Band 2, 1382-1445, Kraków 1891, S. 42.
  181. Statuta, Prawo - Constitución Koronne Łacinskie, Polskie von Statutow Łaskie, Herborta - Constituciy Koronnych Zebrane, Krakau 1600, S. 749.
  182. Scriptores Rerum Polonicarum - Band 9, Seite 129 - Goworek de clenodio RAWA
  183. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA FA Harrach Fam. in spec 287.17
  184. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA UR AUR 1683 III/ V 31
  185. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Jakob von Wřesowitz - KH 12122 - GND 1155262158 - VIAF 299900665 – ISNI 1679604
  186. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Johann Wenzel von Wřesowitz - KH 14831 - GND 119875128 - VIAF 13127431 – ISNI 015590753
  187. Umrisse einer Geschichte der böhmischen Bergwerke – vom Graf Kaspar Maria Sternberg 1836, Seite 157
  188. Österreichisches Staatsarchiv – Signatur: AT-OeStA/HHStA UR AUR, 1441 VII 27
  189. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Johann von Wřesowitz - KH 12116
  190. Der mährische Adel 1899 – Dr. Heinrich von Kadich und Conrad Blazek, Wien - Nürnberg, Sekerka von Sedczicz, S.276
  191. Hermann Hallwich: Jakaubek von Wřesowitz. Ein Beitrag zur Geschichte der hussitischen Bewegung. In: Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen, Jg. 4 ( 1866 ), S. 33 – 49 ( als Separatdruck: Haase, Prag 1870 ).
  192. Constantin von Wurzbach: Wresowitz, Jakaubek von. In: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich 58. Teil. Kaiserlich - königliche Hof -  und Staatsdruckerei, Wien 1889, S. 201 ( Digitalisat ).
  193. Der Böhmische – Adel von Rudolf Johann Graf Meraviglia - Crivelli, 12 / 1885, Seite 266, 267
  194. Das Königreich Böhmen: db. Elbogner Kreis 1847, Seite 196 von Johann Gottfried Sommer
  195. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 201
  196. Des Heiligen – Römischen – Reiches / Genealogisch – historisches Adelslexikon von Johann Friedrich Gauhe - 1740, Seite 2856
  197. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Ritter Wenzel ( Vaclav ) von Wřesowitz und Doubravská Hora  - KH 12111 – VIAF 84589438
  198. Österreichisches Staatsarchiv - Passbrief für Wenzel von Wřesowitz – Signatur: AT-OeSTA/HHStA RK Reichsakten in genere 36/37-3-4
  199. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön Jaroslaw von Wřesowitz - KH 12119
  200. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön Johann III. Albrecht von Wřesowitz - KH 12110
  201. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  202. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  203. Ludwigs Maximilian Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Freiherr Wolfgang von Wřesowitz - KH 12109 - GND 139878548 - VIAF 102714977 - ISNI 072741116
  204. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Wilhelm von Wřesowitz - Projekt KH - Eintrag 10128
  205. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  206. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 465.13
  207. Ludwig Maximilians Universität München - Kaiser und Höfe - Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, hrsg. von Mark Hengerer und Gerhard Schön – Graf Johann Weikhard von Wřesowitz - KH 10149 – VIAF 162151598 – ISNI 111521109 – Q 11719375
  208. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 465.14
  209. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  210. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/AVA Adel RAA 465.15
  211. Österreichisches Staatsarchiv – Signatur: AT-OeStA/HHStA Kriegsakten 133-188
  212. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  213. *Weitere Informationen zur Lineage sind im Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) auf Seite 70,71,72,73,74 dargestellt.
  214. Die Matrikel der Universität Basel – Hans Georg Wackernagel, III. Band 1601 / 02 – 1665 / 66 – Verlag der Universitätsbibliothek Basel 1962
  215. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/HHStA HA OMeA SR 18-11
  216. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 202
  217. Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 - Elisabeth Polyxenam von Wřesowitz  – Seite 74
  218. Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart, Band 2, Seite 456, 458 von E.H. Kneschke
  219. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 204
  220. Pierer’s Universal – Lexikon
  221. Der Böhmische – Adel von Rudolf Johann Graf Meraviglia - Crivelli, 12 / 1885, Seite 268
  222. Ältere Genealogie im Jahrgang 1872, Seite 936
  223. Genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser – von Justus Perthes, Band 8, Seite 766
  224. Kaestner & von Urach’s Genealogische – Adelsdatenbank
  225. Die Polnischen Stammwappen – ihre Geschichte und ihre Sagen von Emilian von Zernicki – Szeliga / 1904, die Wappen Pommerellens, Seite 173
  226. Pommersches Wappenbuch - Bände 2 – 3, Teil 1, S. 199
  227. Analecta Historica und Antapologia über ethliche Contenta deren durch Christian Friedrich, den Älteren, von Aschenfeld, in Druck gegebenen Salhausischen Genealogie, und dero Continuation, Das Uhralt Gräflich Wrssowetzische Geschlecht betreffend, Seite 18
  228. Die Polnischen Stammwappen – ihre Geschichte und ihre Sagen von Emilian von Zernicki – Szeliga / 1904, die Wappen Pommerellens, Seite 173
  229. Bayerische Staatsbibliothek – Der Polenprozess – von Gustav Julius 1848 – Joseph von Puttkammer – Kleszczynski – S. 695, 696
  230. Kasper Niesiecki, Kneschke - deutsches Adelslexikon
  231. Cramer, Heraldik des polnischen Adels Wojciech Wincenty Wieladko
  232. Benno von Winckler, Flanss - die Infanterie – Regimenter der Kronarmee Königin von Polen und Prinz von Polen in Westpreußen
  233. Gottfried Lengnich - Geschichte der Preußischen Lande Polnischen Anteils, Schmitt - Kreis Flatow, Archiv Königsberg von Zernicki Szeliga
  234. Antigraphum des uralten gräflichen Wrssowetz Sekerkischen Geschlechts / Dresden – gedruckt von Melchior Bergen, Kurfürstlicher - Sächsischer Hof – Buchdrucker / 1661 ( Originaltext ) Seite 33
  235. Auszug aus dem Biografischen – Lexikon des Kaisertums – Österreich, Band 58 (1889), ab Seite: 204
  236. Universität – und Landesbibliothek, Heinrich Heine Universität Düsseldorf – Deutsche Grafen – Häuser der Gegenwart / Ernst Heinrich Kneschke 1853 - Grafen von Werschowitz Sekerka und Sedczicz - Band 2, Seite 456, 457, 458
  237. Geschichte des Braunschweigischen Infanterie - Regiments Nr. 92 im Weltkriege 1914-1918, von Fr. v. Sobbe, Major aD., 1929, Verlag Tradition Wilhelm Kolk / Berlin - Kriegsopfer des reichsdeutschen Adels, Gotha, Justus Perthes, 1921
  238. Österreichisches Staatsarchiv - Signatur: AT-OeStA/FHKA SUS Fam.A. S-386

 

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